GER

1. Bundesliga

Saison 2009/10

89. Spielsaison / 34. Spielsaison einteilige BL

WIB-Startseite

aktuell: Gruppe A / Gruppe B (BR3 online)

Saison aktuell - 2009 - 2008 - 2007 - 2006

 

Tabellenstand Hauptrunde

  Platz Verein Spiele G U V Tore Differenz Punkte
    Hauptgruppe A
  1 Wasserfreunde Spandau 04 14 14 0 0 240:69 171 28:0
  2 ASC Duisburg 14 12 0 2 217:103 94 24:4
  3 SV Bayer Uerdingen 08 14 7 1 6 131:123 8 15:13
  4 SG W98/Waspo Hannover 14 7 0 7 110:133 -23 14:14
  5 SSV Esslingen 14 5 1 8 118:148 -30 11:17
  6 SG Neukölln Berlin 14 5 0 9 101:171 -70 10:18
  7 SC Wedding Berlin 14 3 0 11 92:178 -86 6:22
  8 SV Würzburg 05 14 2 0 12 79:162 -83 4:24
    Hauptgruppe B
  1 Wasserball Union Magdeburg 14 11 0 3 199:123 76 22:6
  2 OSC Potsdam 14 9 3 2 141:119 22 21:7
  3 SV 1921 Weiden 14 8 1 5 134:107 27 17:11
  4 SV Krefeld 72 14 8 1 5 134:109 25 17:11
  5 Duisburger SV 98 14 7 2 5 135:121 14 16:12
  6 SV Cannstatt 14 6 1 7 137:132 5 13:15
  7 ASC Brandenburg 14 2 1 10 119:173 -54 5:23
  8 SSF Aegir Uerdingen 14 0 1 13 72:187 -115 1:27

Ergebnisübersicht

Hauptgruppe-A 2010 Gastmannschaft
Heimmannschaft SGN SCW ASCD SSVE SGWH S04 BAYU SVW

Neukölln Berlin

SGN

 

6:3 5:19 7:9 13:8 5:18 10:9 14:10

Wedding Berlin

SCW 7:10

 

10:20 9:6 4:10 5:15 11:17 11:8

ASC Duisburg

ASCD 23:7 25:7

 

12:7 16:8 5:13 12:7 24:2

Esslingen

SSVE 15:6 11:6 5:12

 

12:8 6:19 8:8 10:7

Waspo Hannover

SGWH 12:8 11:2 5:15 8:7

 

4:12 7:4 7:6

Spandau Berlin

S04 17:2 20:3 16:9 24:6 20:9

 

17:4 19:3

Bayer Uerdingen

BAYU 14:3 13:5 5:10 12:9 11:5 7:15

 

11:5

Würzburg

SVW 7:5 6:7 4:15 10:7 3:8 1:15 6:9

 

Hauptgruppe-B 2010 Gastmannschaft
Heimmannschaft ASCB SVC D98 SVK WUM OSC AUER SVWD

Brandenburg

ASCB

 

8:9 9:10 5:7 9:20 7:7 12:6 8:10

Cannstatt

SVC 19:9

 

9:11 10:10 14:10 7:9 12:3 8:10

Duisburg 98

D98 9:7 9:7

 

8:12 9:12 10:7 12:5 5:8

Krefeld

SVK 17:6 13:6 6:4

 

10:8 4:9 11:4 5:6

Magdeburg

WUM 19:9 15:10 14:9 14:13

 

19:6 24:3 11:6

Potsdam

OSC 14:9 15:10 9:9 11:8 12:9

 

15:8 12:6

Aegir Uerdingen

AUER 8:13 5:9 3:17 7:10 7:15 9:9

 

2:10

Weiden

SVWD 18:8 6:7 13:13 11:8 6:11 6:7 18:2

 

(Stand: Abschluss der Hauptrunde)


 

Ausscheidungsspiele PlayOffs:

Mi 05.05.10 18:00 SV Weiden - SG Neukölln 8:6
    20:00 WU Magdeburg - SV Würzburg 8:10
    20:00 SV Krefeld 72 - SSV Esslingen 3:8
Do 06.05.10 20:00 OSC Potsdam - SC Wedding 11:10
Sa 08.05.10 15:00 SG Neukölln - SV Weiden 3:4
    16:00 SSV Esslingen - SV Krefeld 72 6:8
    16:30 SV Würzburg - WU Magdeburg 9:11
    18:00 SC Wedding - OSC Potsdam 13:7
So 09.05.10 12:00 SSV Esslingen - SV Krefeld 72 9:5
    12:00 SG Neukölln - SV Weiden 7:5
    14:00 SV Würzburg 05 - WU Madgeburg 10:8
    15:30 SC Wedding - OSC Potsdam 8:6
Do 13.05.10 16:00 WU Magdeburg - SV Würzburg 7:8
    16:00 OSC Potsdam - SC Wedding 14:11
    17:00 SV Krefeld 72 - SSV Esslingen 9:10
    17:30 SV Weiden - SG Neukölln 7:4
Sa 15.05.10 20:00 SC Wedding - OSC Potsdam 16:11

 

1. Runde PlayDown

Sa 29.05.10 16:00 SSF Aegir Uerdingen - WU Magdeburg 2:11
    16:00 Duisburg 98 - SV Krefeld 72 3:7
    17:00 ASC Brandenburg - OSC Potsdam 5:4
    17:00 SV Cannstatt - SG Neukölln 5:12
Sa 05.06.10 17:00 SG Neukölln - SV Cannstatt 8:9
    18:00 SV Krefeld 72 - Duisburg 98 8:7
    18:00 OSC Potsdam - ASC Brandenburg 8:7
    18:00 WU Magdeburg - SSF Aegir Uerdingen 20:3
So 06.06.10 12:00 SG Neukölln - SV Cannstatt 6:10
    16:00 OSC Potsdam - ASC Brandenburg 15:13

2. Runde PlayDown

Mi 09.06.10 20:00 SSF Aegir Uerdingen - Duisburg 98 6:12
    20:00 ASC Brandenburg - SG Neukölln 10:13
Sa 12.06.10 16:00 Duisburg 98 - SSF Aegir Uerdingen 7:6
    19:00 SG Neukölln - ASC Brandenburg 9:8
So 13.05.10 12:00 Duisburg 98 - SSF Aegir Uerdingen 17:8
    12:00 SG Neukölln - ASC Brandenburg 15:6

 

Viertelfinale

Sa 29.05.10 16:00 SC Wedding - ASC Duisburg 3:12
    16:00 SSV Esslingen - SG/Waspo Hannover 11:7
    16:30 SV Würzburg 05 - Wasserfr.Spandau 04 4:16
    17:30 SV Weiden - SV Bayer 08 Uerdingen 4:6
Sa 05.06.10 16:00 Wasserfr.Spandau 04 - SV Würzburg 05 10:0
    16:00 ASC Duisburg - SC Wedding 16:6
    16:00 SG/Waspo Hannover - SSV Esslingen 6:5
    16:30 SV Bayer 08 Uerdingen - SV Weiden 12:6
So 06.06.10 12:00 SG/Waspo Hannover - SSV Esslingen 5:9

 Halbfinale

Mi 09.06.10 18:00 SSV Esslingen - Wasserfr.Spandau 04 5:18
    20:00 SV Bayer 08 Uerdingen - ASC Duisburg 6:12
Sa 12.06.10 16:00 ASC Duisburg - SV Bayer 08 Uerdingen 16:9
    18:30 Wasserfr.Spandau 04 - SSV Esslingen 21:3
So 13.06.10 12:00 ASC Duisburg - SV Bayer 08 Uerdingen 15:5
    15:00 Wasserfr.Spandau 04 - SSV Esslingen 10:6

 Spiel um Platz 3

Mi 23.06.10 18:30 SSV Esslingen - SV Bayer 08 Uerdingen 10:8
Sa 26.06.10 16:30 SV Bayer 08 Uerdingen - SSV Esslingen 11:8
So 27.06.10 11:30 SV Bayer 08 Uerdingen - SSV Esslingen 12:8

Finale

Mi 23.06.10 19:00 ASC Duisburg - Wasserfr.Spandau 04 6:9
Sa 26.06.10 16:00 Wasserfr.Spandau 04 - ASC Duisburg 5:6
So 27.06.10 14:00 Wasserfr.Spandau 04 - ASC Duisburg 7:4
Mi 30.06.10 19:00 ASC Duisburg - Wasserfr.Spandau 04 10:11

Gerne veröffentlichen wir hier Eueren Spielbericht, der selbstverständlich die subjektive Sicht von Beteiligten widerspiegeln darf. Weitere Berichte und Protokolle sind mit der Ergebnisübersicht verlinkt.

 

Beiträge der Redaktion von Wasserball in Baden sind mit WiB kenntlich gemacht.


30.08.10

Über Weiden zu Olympia

SV Weiden verpflichtet mit Waller und King zwei britische Nationalspieler

(prg)  Etwa fünf Wochen bevor sie nach Kotor zur ersten Runde der LEN-Trophy reisen, steht der Bundesliga-Kader der Wasserballer des Schwimmvereins Weiden für die Saison 2010/2011 fest. Mit Jack Waller und Sean King (beide 21) konnten die Verantwortlichen zwei britische Nationalspieler verpflichten, die sich mit Hochdruck auf die Olympischen Spiele 2012 im eigenen Land vorbereiten und ab nächster Saison die Badehose für den SVW schnüren werden.

Bereits in der spielfreien Phase sickerten die schmerzlichen Abgänge von Alex Schäfer, Rico Horlbeck und Holger Quast durch. Während Routinier Alex Schäfer seine Karriere beendet und nur noch sporadisch und in Notfällen für Coach Irek Luczak bereit stehen will, zog es Allrounder Rico Horlbeck aus beruflichen Gründen nach Hof. Dabei schließt sich Horlbeck wahrscheinlich dem Ost-Zweitligisten SVV Plauen an, Alex Schäfer bleibt dem Verein als Jugend- und Centertrainer erhalten. Weidens bester Torschütze und Neuzugang des vergangenen Jahres Holger Quast verlässt den SVW nach nur einer Saison und wechselt zurück zu seinem Heimatverein SV Würzburg 05.

Alle drei Abgänge schmerzen sehr und reißen eine große Lücke in den Kader“, so SV-Coach Irek Luczak. „Erstmals waren wir gezwungen, uns bewusst nach Verstärkungen von außerhalb umzusehen. Wir haben nicht genügend Jugend-Spieler, die reif für die erste Liga sind und wir hätten den verbleibenden Stützen und Kräften Unrecht und Unmut getan, wenn wir uns nicht verstärkt hätten“, erklärt Luczak, der betont, dass man keinesfalls von der Route der Jugendförderung abweichen will. „Solange wir einen Platz im Team frei haben, bekommen bei uns immer die Jugend-Spieler eine Chance, vorausgesetzt sie haben sich zuvor im Training und den Spielen der Reserve empfohlen“, so der Trainer weiter.

Nach intensiver Suche wurde man schließlich fündig – in Großbritannien. Nach Kontakt zum Verband sowie zu den Spielern, reiste der Weidener Coach eigens ins polnische Lodz um sich Länderspiele der britischen Nationalmannschaft und seine beiden Wunschkandidaten anzusehen. Mit Jack Waller und Sean King vom Invicta Waterpolo Club konnte der SV Weiden zwei britische A-Nationalspieler in Kooperation mit dem Britischen Verband verpflichten, die sich seit einigen Jahren auf die Olympischen Spiele 2012 in London vorbereiten.

Das sind für uns zwei perfekte Neuzugänge. Jack und Sean sind beide jung, ehrgeizig und erfolgsorientiert. Außerdem ist es auch für unseren Nachwuchs eine gute Sache zwei angehende Olympioniken im Verein zu haben“, so Luczak und betont: „Die beiden Neuzugänge waren bereits vor der Diskussion um die Europapokal-Teilnahme unter Dach und Fach, die finanzielle Planung also abgeschlossen.

Waller, mit 1,90m Größe und 95kg auf der Waage mit den besten Centervoraussetzungen, soll die Lücke aus Schäfers Karriere-Ende schließen und mit Serkan Dogdu die Centerposition bekleiden. Bereits seit 2003 tummelt Waller sich in den Jugend-, Junioren- und Herren-Nationalteams Großbritaniens, war unter anderem bei der Junioren-Europameisterschaft 2006 in Rumänien und 2008 in der Türkei bester Werfer seiner Mannschaft.

Sean King, Wallers Teamkamerad und zuletzt Kapitän des Invicta Waterpolo Club, nahm ebenfalls an beiden Junioren-Europameisterschaften teil und belegte mit Waller Rang Vier bei den letztjährigen Europa-Meisterschaften der Gruppe B in Lugano. Mit seinen Qualitäten als Spielmacher und Allrounder kann er unter Anderem die Position Horlbecks bekleiden und somit besonders viel Bewegung in das Weidener Spiel bringen.

Die beiden Weggefährten und guten Freunde, die 2006 auch zusammen im All Star Team der Pan Pacific Spiele standen, haben den Weidener auch noch eine Sache voraus: Bereits 2008 spielten sie mit Bristol WPC bereits in der ersten Runde der LEN-Trophy in Montenegro, der SVW muss noch bis zum 8. Oktober auf seine Europapokal-Prämiere in Kotor warten, dann schon mit Waller und King.

Mit USA-Rückkehrer Sven Luczak, der in der vergangenen Saison nur drei Spiele in den Play-Offs machen konnte, kann man auf einen dritten „Neuzugang“ zurückgreifen und hat damit mehr Spielraum in der Mannschaftstaktik. Sven Luczak, der auch immer für einige Treffer aus dem Rückraum gut ist, gibt der Mannschaft besonders in der Offensive mehr Möglichkeiten und ergänzt den Weggang vom Holger Quast. Ab dem 23. August begannen die Männer mit der Saisonvorbereitung, wollen dann bis zum 8. Oktober fit werden, um eine gelungene Europapokal-Prämiere hinzulegen, wobei die gezielte Vorbereitung auf den DWL-Start am 6. November dadurch nur wenig beeinträchtigt werden soll. „Der Zeitpunkt ist zu früh, um die spielerische Höchstform zu bilden, die muss ab November kommen. Den Europapokaleinsatz müssen wir quasi aus dem Training absolvieren, doch wir sind nicht die einzigen in Europa, die das Problem haben. Dabei sein ist alles, dieses Motto steht für uns im Vordergrund vor der LEN-Trophy, auch wenn wir natürlich eine gute Figur in Montenegro machen wollen“, so Luczak.

SV Weiden – Der Kader:

Zugänge: Jack Waller, Sean King (Invicta WPC), Sven Luczak (zurück aus den USA)

Abgänge: Alex Schäfer (Karrierenende), Rico Horlbeck (SVV Plauen), Holger Quast (SV Würzburg 05)

Kader des SV Weiden 2010/2011

Vladimir Srajer Torwart 28 Jahre Student

Thomas Aigner

Kapitän / Spielmacher 25 Jahre Student

Stefan Kick

Centerverteidiger  21 Jahre Student

Jack Waller

Center 21 Jahre  
Thomas Kick Centerverteidiger 21 Jahre Student

Paul Kosiba

Konterspieler/links 26 Jahre Student

Sven Luczak

Konterspieler/linkschts 24 Jahre Student

Hans-Christoph Aigner

Konterspieler/rechts 27 Jahre Student

Sean King

Allrounder 21 Jahre  

Serkan Dogdu

Center 25  Jahre Maschinenführer

Andreas Jahn

Centerverteidiger 28 Jahre Schwimmmeister

Florian Bronold

Allrounder 23  Jahre Student

Markus Glass

Torwart  18 Jahre Schüler

Thomas Ingel

Aufbau/Rückraum 18  Jahre Schüler

Johannes Kellner

Rückraum 18 Jahre Schüler
Christopher Klein Torwart 24 Jahre Schüler

Christopher Klein

Torwart  24 Jahre Schüler

Sebastian Roßmann

Centerverteidiger 18  Jahre Schüler

Groz Hermann

Nachwuchs/Rückraum 18 Jahre Schüler

Stephan Schirdewahn

Nachwuchs/Rückraum 18 Jahre Schüler

Michael Trottmann

Nachwuchs/Konterspieler 18 Jahre Schüler

Peter Bronold

Nachwuchs/rechts  17 Jahre Schüler

Julian Klein

Nachwuchs/Rückraum  20 Jahre Schüler
       
Irek Luczak Trainer (seit 2000)
Bernhard Müller Co-Trainer/Betreuer

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20.08.10

Neuer Trainer und neuer Torwart beim SSV Esslingen

Davorin Golubic und Markus Hahn am Beckenrand / Weitere Neuzugänge

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen ist nicht in Hektik verfallen, sondern hat sich in der wichtigen Personalentscheidung genügend Zeit gelassen, um die bestmögliche Lösung zu finden: mit Davorin Golubic wird nun der Wunschkandidat die Bundesligawasserballer übernehmen.

In der Wasserballgemeinde wurde schon heftig diskutiert, wer beim SSV Esslingen in der neuen Saison 2010/2011 die DWL-Wasserballer trainieren wird. Die SSV-Verantwortlichen wollten keinen Schnellschuss, sondern einen Trainer finden, der zu der jungen Mannschaft und zur Philosophie, eben jene jungen Spieler in die Bundesligamannschaft zu integrieren, passt. Optionen hatte der SSVE einige, am Ende entschied man sich für einen alten Bekannten: Davorin Golubic war bereits in der Saison 1999/2000 Trainer beim SSVE, damals mit 22 Jahren der wohl jüngste Trainer der Bundesliga-Geschichte. SSVE-Vorstand Hans-Jörg Barth zu den Gründen für die Entscheidung: „Seine Vorstellungen und sein Konzept haben mir sehr gut gefallen. Dazu kam noch, dass bereits vor 10 Jahren die persönliche Zusammenarbeit mit ihm sehr gut war und er vor allen Dingen die Philosophie des Vereins mittragen wird.“ Mittlerweile hat der 33jährige weitere Erfahrungen gesammelt, unter anderem beim kroatischen Vorzeigeclub Mladost Zagreb sowie bei Medveščak Zagreb. Dort trainierte er seit der Saison 2006/7 die Herrenmannschaft, mit der er 2009 die Zweitligameisterschaft gewann und daher in der vergangenen Saison in der Adria Liga antrat, eine der besten Ligen weltweit, und dort auf die Top-Teams aus Kroatien, Montenegro und Slowenien traf. Der studierte Wasserballlehrer spricht Deutsch und wurde mit seinen Teams mehrfach kroatischer Jugendmeister. „Für mich ist das eine neue sportliche Herausforderung. Von Vorteil ist, dass ich schon einmal in Esslingen war und gute Erinnerungen daran habe. Ich freue mich auf die junge Mannschaft, wir werden gut arbeiten, um gute Ergebnisse zu erzielen“, so der neue SSVE-Coach Davorin Golubic.

Ebenfalls neu im Trainerstab des SSVE ist der langjährige Spieler und Mannschaftskapitän des SSV Esslingen, Markus Hahn. „Mein Interesse gilt nach wie vor dem Wasserball. Viele Jahre war ich selbst aktiv, nun möchte ich meine Erfahrung an die Jungs weitergeben. Der SSVE ist bekannt für eine gute Jugendarbeit, vor allem in den letzten Jahren unter den Trainern Gerhard Dierolf, Bernd Berger und Gerhard Finkes. Ich möchte Teil dieses Teams sein und freue mich auf meine neue Aufgabe“, so der 35jährige, der ab sofort die A-Jugend des SSVE trainieren und bereits bei der im Herbst anstehenden Deutschen Meisterschaft am Beckenrand stehen wird. Nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr möchte der SSVE auch in dieser Saison bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden. Da die A-Jugendlichen einen Großteil der Bundesligamannschaft stellen, wird es hier viele Berührungspunkte zwischen den beiden neuen Trainern geben, sodass der Trainerneuling Hahn dabei auf die Trainer-Erfahrung des zwei Jahre jüngeren Kroaten zurückgreifen können wird. In der Saison 1999/2000 hat Markus Hahn noch selbst unter Coach Davorin Golubic gespielt und gute Erinnerungen an seine fachliche Qualifikation.

Doch nicht nur außerhalb des Beckens gibt es Veränderungen, auch die Mannschaft wird sich in der neuen Saison mit einem veränderten Gesicht präsentieren. Eine wichtige Personalie war dabei die Torwartposition. Hier wird der 22jährige Michael Knelangen den SSVE verstärken. Mit 2,03 m Körpergröße besitzt er beste Voraussetzungen für einen Wasserballtorwart. Zum Wechsel hat den gebürtigen Freiburger vor allem motiviert, „dass der SSVE in der 1. Bundesliga und im Europapokal vertreten ist und der Verein voll auf junge Spieler setzt. Außerdem unterstützt mich der Verein dabei, dass ich meinen Zivildienst und meinen Sport parallel ausüben kann.“ Zwar hat der Torhüter noch keine Erstligaerfahrung, doch war dies schon lange sein erklärtes Ziel. In den letzten Jahren war er aus Studiengründen in Frankreich und stieg dort vergangene Saison mit Lyon ungeschlagen in die zweite Liga auf. Ebenso hütete er das Tor bei seinem Heimatverein SSV Freiburg in der zweiten Liga.

Auch in den kommenden Jahren möchte der SSV Esslingen junge Talente voranbringen und zu Bundesligawasserballern ausbilden. In dieses Konzept passen die Verpflichtungen von Tim Hornuf (Poseidon Worms), Lars Hechler (WV Darmstadt) sowie Hannes Buchholz (SV Ludwigsburg). Die ehrgeizigen und wasserballbegeisterten Jugendspieler werden in der kommenden Saison die Jugend- und Herrenmannschaften des SSVE verstärken.


06.08.10

Tolle Gruppe: Europa-Traum beginnt in Kotor

SV Weiden trifft auch auf Titelverteidiger

(prg)  Es geht nach Kotor: Im Rahmen der Pressekonferenz zur Jugend-Europameisterschaft in Stuttgart kam es heute zur Auslosung der Gruppen für die LEN-Trophy 2010/2011. Der SV Weiden spielt dabei in der ersten Runde vom 8. bis 10. Oktober in Kotor (Montenegro) gegen den letzjährigen LEN-Trophy-Sieger und Gastgeber VA Cattaro, Serbiens WC Zac, FNC Douai aus Frankreich und den ukrainischen Ilycheviets Mariupol.

Keine zehn Jahre nach dem ersten Spiel in der Herren-Klasse in der fünften Liga stehen die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden erstmals im Europapokal und treten in der 1. Runde der LEN-Trophy, vergleichbar mit der EuropaLeague in Fußball, an. Möglich machte dies der absolut überraschende und sensationelle Play-Off-Einzug der Mannschaft um Trainer Irek Luczak und der abschließende sechste Rang in der 1. Deutschen Wasserball-Liga.

Die Saison verlief natürlich perfekt und wir hatten jetzt die Chance noch einen drauf zu setzen“, so Luczak. Trotz fehlender finanzieller Mittel haben sich die Verantwortlichen nach einigen Spenden und Hilfen von Unterstützern und schließlich auch der einmaligen Bereitschaft der Mannschaft, aufkommende finanzielle Defizite selbst zu tragen, für eine Meldung entschieden.

Kotor ist derzeit die Wasserball-Hochburg der Welt: VaterpoloAkademjia Cattaro holte in der vergangenen Saison nicht nur die LEN-Trophy, ein weiteres Team aus der Stadt mit nur 20 000 Einwohnern, VK Primorac Kotor, scheiterte erst im Finale der EuroLeague, dem „großen Bruder“ der LEN-Trophy und wichtigsten Vereinspokal Europas, den man ein Jahr zuvor sogar gewann. Zudem ist Montenegro amtierender Wasserball-Europameister. VA Cattaro ist ein sehr junger Verein, der sich die Jugend-Ausbildung auf die Fahnen schrieb jedoch auch das Herren-Team mit internationalen Top-Stars besetzten und im vergangenen Jahr im Halbfinale den deutschen Meister Spandau Berlin ausschalten konnte.

Weiterer Gegner wird WC Zac aus Serbien sein. Auch wenn das Team beim Kampf um die serbische Krone kaum eine Rolle spielte, die Vereinsmannschaften aus Serbien und dem ehemaligen Jugoslawien sind traditionell stark. „Das sind die beiden Teams die für uns nicht mal annähernd erreichbar sind“, so SV-Coach Irek Luczak, der sich dennoch sehr über die Auslosung freute und von einer „perfekten Gruppe“ für den SV Weiden sprach.

Aus Frankreich stößt der Meisterschafts-Dritte FNC Douai dazu, auch der international erfahrene ukrainische Vize-Meister Ilycheviets Mariupol wurde den Weidenern zugelost. Die vier besten Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die zweite Runde, was im Falle der Weidener bereits eintritt, wenn man nur ein Team hinter sich lassen kann. „Die gesamte Geschichte um den Europapokal treibt unser Team und den Verein mächtig voran und ist eine wahnsinnige Erfahrung. Alleine das ist goldwert. Dennoch sind wir Sportsmänner und wollen gewinnen und setzen uns das Erreichen der nächsten Runde als Ziel“, so Luczak weiter.

Auch wenn am Ende das Weiterkommen scheitern sollte: Der SV Weiden ist in Europa angekommen und spielt gegen die absoluten Top-Teams. Auch die Kaderzusammenstellung für die kommende Saison und damit auch schon die 1. Runde der LEN-Trophy schreitet immer weiter voran und scheint bereits fast abgeschlossen zu sein. Dabei konnten die Verantwortlichen bereits zwei sehr interessante und hochkarätige Neuzugänge verpflichten. In den kommenden Wochen wird der neue Kader vorgestellt, am 23. August steigen die Reger-Städter wieder in das Training ein um sich dann intensiv auf das „Unternehmen Europa“ vorzubereiten.

LEN-Trophy 2010/2011

1. Runde, 8. bis 10. Oktober 2010

Gruppe A in Tblissi, Georgien

CN Posillipo (ITA) 
Olympic Nizza (FRA) 
Honved Budapest (HUN) 
ENKA Istanbul (TUR) 
ASA Tel Aviv (ISR) 
Dynamo Tblissi (GEO)

Gruppe B in Kotor, Montenegro

VA Cattaro (MNE) 
SV Weiden (GER) 
FNC Douai (FRA) 
WC Zac (SRB) 
Ilycheviets Mariupol (UKR)

Gruppe C in Stuttgart

SSV Esslingen (GER)
FTC Budapest (HUN) 
NOP Patras (GRE) 
Dynamo Moskau (RUS) 
Wolfhounds Belfast (IRL)

Gruppe D in Koper, Slovenien

RN Florentia (ITA)
Val Prcanj (MNE) 
PAOK Thessaloniki (GRE) 
VK Koper (SLO) 
Orta Dogu Ankara (TUR)


06.08.10

Europapokalgegner des SSV Esslingen stehen fest

SSVE bemüht sich um Ausrichtung / Gegner mit großen Namen

von Axel Haenchen

Esslingen - Im Rahmen der Pressekonferenz zur am Sonntag startenden Wasserball-Jugend-Europameisterschaft in Stuttgart fand auch die Auslosung für die europäischen Club-Wettbewerbe statt. Mit im Lostopf für die LEN-Trophy war dabei auch der SSV Esslingen.

Platz 4 in der abgelaufenen Bundesliga-Saison bedeutete für den SSV Esslingen zum zweiten Mal nach 2007 die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb. Für die junge Mannschaft ist die Teilnahme am Europapokal eine tolle Herausforderung und die Belohnung für eine gute Saison, resultierend aus harter täglicher Trainingsarbeit.

In der ersten Runde der LEN-Trophy (vergleichbar mit der Europa-League im Fußball) trifft der SSVE nun auf die Teams von FTC Fisher Clima Budapest (HUN), NOP Patras (GRE), Dinamo SHVSM Moscow (RUS) und die Belfast Wolfhounds (IRL). Ungarn gilt als absolute Hochburg des Wasserballs, daher ist die Mannschaft aus Budapest aus dem Lande des neunmaligen Olympiasiegers äußerst stark einzuschätzen. In der vergangenen Saison konnte sie immerhin bis ins Viertelfinale des europäischen Wettbewerbes vorstoßen. Auch in Griechenland wird Wasserball unter profihaften Bedingungen betrieben, sodass auch das Team aus Patras zu den Favoriten der Gruppe zählt. Russland schwankt, was die Leistungsfähigkeit im Wasserball in den vergangenen Jahren angeht, sehr stark, aber Dinamo Moskau ist als Verein mit großer Tradition anzusehen. Sowohl das russische als auch das griechische Team überstanden letztes Jahr die erste Runde. Die Iren aus Belfast sind dagegen als die Exoten und Außenseiter der Gruppe C der Runde 1 der LEN-Trophy zu bezeichnen.

Aller Voraussicht nach wird sich der SSVE für die Ausrichtung des Turniers bewerben, als Spieldatum wird der 8. - 10. Oktober 2010 angegeben. Der SSVE muss mindestens Vierter der Gruppe werden, um sich für die zweite Runde zu qualifizieren.


06.08.10

DSV 98 verstärkt sich mit drei Neuzugängen für die Saison 2010/2011

von Mirco Schott

Drei Neue wird es zur neuen Saison beim DSV 98 geben. Pünktlich zum Start der Vorbereitung zur neuen Saison der Wasserball-Bundesliga stellt der DSV 98 seine Neuzugänge vor:

Mit Tom Krauser und Jan Jansen wechseln gleich zwei noch junge Spieler von der linken Rheinseite zum DSV 98. Beide Spieler sind beim DSV schon gut bekannt, haben sie doch zuletzt im finalen Play-down auf Seiten des SSF Aegir Uerdingen noch gegen ihre neue Mannschaft gespielt und glücklicherweise verloren. Jetzt suchen sie beim DSV 98 eine neue sportliche Perspektive und kommen da gerade passend zum DSV 98.

Der dritte Neuzugang ist ein alter Bekannter im Duisburger Wasserball. Nach einem Jahr Spielpause in der höchsten deutschen Klasse wechselt nun Tim Focke von Wuppertal zum DSV 98. Der 30-Jährige Ex-Nationalspieler ist gleichzeitig noch Jugendtrainer beim ASCD und war davor einige Jahre als Spieler beim Nachbarn ASC Duisburg aktiv. Mit ihm konnte ein erfahrener Spieler verpflichtet werden, der die Mannschaft insbesondere im Aufbau unterstützen soll.

Trainer Christian Koke ist von den Neuzugängen sehr angetan: „Wir wollten die Mannschaft weiter Verstärken und das ist uns mit den drei neuen Spielern sehr gut gelungen. Wir haben Ausdauer bewiesen, so sind wir an Tom schon seit einem Jahr dran, ihn von einen Wechsel zu uns zu begeistern. Mit Tim bekommen wir einen Topmann der unserer jungen Mannschaft mit seiner Erfahrung helfen kann. Jan hat seine Stärken in der Verteidigung und soll dazu beitragen, dass wir noch stabiler in der Abwehr werden. Nach den doch zahlreichen Ausfällen aus den unterschiedlichsten Gründen in der letzten Saison brauchten wir dringend einen größeren Kader. Mit diesen Dreien haben wir die richtige Verstärkung bekommen.

Sonstige personelle Veränderungen blieben beim DSV 98 bisher aus. Von der Mannschaft des letzten Jahres sind auch weiterhin alle anderen Spieler aktiv. So kann Trainer Koke auf einen größeren Kader zugreifen und die Ziele für die neue Saison ja eventuell höher setzen


05.08.10

Verstärkung für den SSV Esslingen aus Spandau

Jugendnationalspieler Miro Tadin wechselt nach Esslingen

von Axel Haenchen

Esslingen - Nachdem der SSV Esslingen in den vergangenen Tagen den Verlust einiger Spieler und des Trainers hinnehmen musste, sendet der Verein mit der Verpflichtung des talentierten Jugendnationalspielers Miro Tadin von Rekordmeister Spandau 04 ein starkes Signal, wie es mit dem SSVE in Zukunft weitergehen wird.

Der SSV Esslingen setzt auch in der kommenden Saison auf die Jugend und bleibt damit seiner Philosophie, junge Spieler zu fördern und gemeinsam mit den erfahrenen Stammkräften in die Bundesligamannschaft zu integrieren, treu. Dass mit Miro Tadin nun ein Jugendnationalspieler zum SSVE wechselt, passt daher genau in das Konzept der Verantwortlichen. Der 17jährige kommt von den Wasserfreunden Spandau 04 nach Esslingen und erklärt seinen Wechsel von der Spree an den Neckar mit eben jenem Konzept: „Mir gefällt es, dass beim SSVE die Jugend eine wichtige Rolle spielt. Die Mannschaft ist stark und es war natürlich auch ein Anreiz für mich, im Europapokal antreten zu können.“ Auch in naher Zukunft wird Miro Tadin international an den Start gehen, schließlich gehört er zur von Patrick Weissinger trainierten C2-Nationalmannschaft, die am kommenden Sonntag mit dem Spiel gegen Georgien in die Europameisterschaft (Stuttgart) startet.

SSVE-Vorstand Hans-Jörg Barth freut sich über den Neuzugang: „Miro hat großes Potential und er passt zu uns. Vor allem gefällt mir, dass er die positiven Seiten des Vereins für sich gesehen hat, die ihn zu seiner Entscheidung bewogen haben.“ Miro Tadin ist ein pfeilschneller und torgefährlicher Spieler, der mit seinem Spielverständnis bereits in der kommenden DWL-Saison dem SSV Esslingen weiterhelfen wird. Seine Ziele formuliert der Neu-Esslinger so: „Ich möchte mich in das Team hineinspielen und am Ende der Saison zum Stamm der Mannschaft gehören. Mit dem SSVE möchte ich einen Platz unter den fünf Top-Teams in Deutschland erreichen.


04.08.10

SSV Esslingen auf Trainersuche

Rücktritt von Patrick Weissinger nach vier erfolgreichen Jahren

von Axel Haenchen

Esslingen - Die Entscheidung von Patrick Weissinger traf den SSVE unerwartet. Die Gründe für den Abschied sind auf Seiten des 37jährigen Trainers zu suchen: Dazu gehören Überlastung und die Tatsache, den eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden zu können.

Nachdem Co-Trainer Robert Bleich bereits vor einigen Wochen den Verein verlassen hat, macht nun die Entscheidung von Patrick Weissinger die Situation beim SSV Esslingen nicht einfacher. SSVE-Vorstand Hans-Jörg Barth: „Natürlich hat mich seine Entscheidung auch persönlich tief getroffen, aber ich kann es nachvollziehen. Wir alle wussten, dass wenn er etwas macht, er es immer hundertprozentig machen möchte.“ Patrick Weissinger ergänzt: „Der Anspruch an mich selbst, was die Betreuung und das Training betrifft, ist in letzter Zeit immer öfter auf der Strecke geblieben. Das konnte so nicht weitergehen. Mein Akku ist leer, die Aufgaben sind mir über den Kopf gewachsen. Ich habe einfach nicht mehr genügend Kraft und Energie, um mich auf alle meine Verpflichtungen in dem bisherigen Maße zu konzentrieren.“ Damit spricht er die Problematik an, dass er neben dem Trainerjob beim SSVE auch noch Landestrainer, Bundesstützpunkttrainer und Trainer der deutschen C2-Nationalmannschaft ist. Letztere nimmt ab kommenden Sonntag an der U17-Europameisterschaft in Stuttgart teil. Durch diese Häufung an Trainerjobs verbrachte Weissinger 45 von 52 Wochenenden am Beckenrand. „Der SSV Esslingen bedeutet mir viel, ich werde den Verein auch in Zukunft unterstützen“, betont Weissinger, dass die Gründe für seine Entscheidung im persönlichen Bereich zu suchen sind.

Nach den Abgängen von Jovan Radojevic, Hannes Glaser und Nenad Stojcic nun also auch noch der Abschied des Trainers, unter dessen Regie der SSV Esslingen die sportlich erfolgreichste Zeit in der bisherigen Vereinsgeschichte erleben durfte: zweimal Platz 3, Platz 7 sowie Platz 4 in der abgelaufenen Saison, dazu die Silbermedaille im Pokal und eine Europapokalteilnahme. Auch für die kommende Saison haben sich die Esslinger Wasserballer für die europäische LEN-Trophy qualifiziert. Die sportliche Leitung um Vorstand Hans-Jörg Barth verfällt nun weder in Lethargie noch in Panik: „Es wird keinen Schnellschuss geben. Erste Kontakte zu Trainerkandidaten sind aber bereits geknüpft. Wir haben ein klares Anforderungsprofil und werden auch in Zukunft auf die Jugend setzen, dieses Konzept muss der neue Coach mittragen.


31.07.10

SV Weiden bereit für Europa

Selbstinitiative entscheidet über Meldung

(prg)  Die Resonanz auf den Hilferufe verlief nach Angaben der Verantwortlichen des Schwimmvereines Weiden ziemlich enttäuschend. Nachdem die Herrenmannschaft sich überraschend für den Europäischen Pokalwettbewerb qualifizierte, musste die Finanzierungsgrundlage geschaffen werden, um die Meldung wahrnehmen zu können. Die Redaktion des Neuen Tages und OWZ hat dankenswerterweise einen Hilferuf der Wasserballer für den Europapokal veröffentlicht, doch das Ergebnis blieb bescheiden: „Von selbst ist außer einer Privatperson mit 400 € nichts gekommen, den Rest sammelten wieder diejenigen, die uns ohnehin unterstützen. Wir mussten gezielte Anfragen starten und haben einen Halberfolg erzielt“, so die kurze Bilanz. „Die Grundlage haben wir geschaffen, das eventuelle Defizit will jetzt die Mannschaft übernehmen. Eine einmalige Geschichte“, so Abteilungsleiter und Trainer Irek Luczak.

Die Mannschaft wollte sich diese sportliche Chance nicht aus finanziellen Gründen entgehen lassen. Alle Spieler erklärten sich bereit, einen Eigenbeitrag dazu zu leisten. Einige sind bereit einen Teil der Kosten zu übernehmen, andere planen Aktionen für die Abteilungskasse. Die Spieler werden zum Beispiel in den letzten zwei Ferienwochen einen Schwimmkurs im Schätzlerbad abhalten, die Kursgebühren sollen Restlos für den Europapokal verwendet werden. Auch die mühsame Sponsorensuche wurde zum Teil von den Sportlern selbst übernommen. „Ich hatte keine andere Wahl, die Mannschaft hat mich überzeugt. Wir haben am Donnerstag für die LEN-Trophy gemeldet. Jetzt hoffen wir auf eine attraktive und „reisegünstige“ Auslosung“, ergänzt der Abteilungsleiter.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Weidener Wasserballs wird der Schwimmverein Weiden auf der Europäischen Bühne auftauschen. Es ist nicht nur für den Verein, sondern auch für die Stadt Weiden eine gute Werbung. Dass die Sportler selbst für diese Erfahrung zusätzliches Leisten wollen, nicht nur im sportlichen Bereich, spricht für diese vielleicht einmalige Chance. Die Weidener Mannschaft bewies damit ihr sportliches Engagement und freut sich jetzt auf die neue Herausforderung. „Jeder Spieler träumt davon, Mal im Europapokal zu spielen, jetzt dürfen wir uns den Traum erfüllen, es ist fantastisch. Die Mannschaft hat es sich verdient“, äußert sich Stefan Kick euphorisch. Er selbst ist international nicht unerfahren (Junioren EM 2009), doch mit der Vereinsmannschaft international zu spielen ist für ihn ganz was besonderen.

Die Auslosung findet im Rahmen einer Pressekonferenz zur Junioren EM in Stuttgart statt. Am 6. August Nachmittag wissen die Weidener Wasserballer bereits, wo sie ihren Europäischen Traum in Erfüllung bringen. Eins steht fest, die Weidener werden kein Heimrecht genießen, denn die Spielfeldgröße in der Thermenwelt entspricht nicht den Europäischen Regularien. Die Vorrunde wird in Gruppen, in Turnierform ausgespielt. Zwei von sechs jeder Gruppe qualifizieren sich für die zweite Runde, die mit Mannschaften ergänzt wird, die in der ersten Champions-League ausscheiden. Die Oberpfälzer bleiben dabei ganz realistisch und versprechen sich keine großen Chancen weiterzukommen, doch allein die Teilnahme in diesem Feld ist schon eine große Auszeichnung für den sechsten der Deutschen Meisterschaft 2010.

Die Verantwortlichen hoffen immer noch auf weitere Unterstützung vom Umfeld. Auch „kleinere“ Spenden würden das Unternehmen Europapokal unterstützen. Hier die Bankverbindung für spendenfreudige Leser:

SV Weiden – Wasserball

Konto-Nr. 951 27 73

BLZ 753 500 00

Sparkasse Oberfalz NORD

Spendenbescheinigungen werden selbstverständlich auf Wunsch ordnungsgemäß ausgestellt.


29.07.10

SV Cannstatt stellt erste Neuzugänge vor

von Christoph Vorpahl

Die Wasserball-Bundesliga ist in der Sommerpause, das Spiel mit dem gelben Ball ruht. Doch beim Wasserball-Bundesligisten SV Cannstatt laufen die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Im Hintergrund arbeitet Matthias Zielke, Wasserball-Vorstand der Cannstatter, bereits energisch an der Gestaltung der ersten Mannschaft für die kommende Saison. Jetzt konnte der 39-jährige die ersten Neuzugänge bekanntgeben. ”Dabei ging es uns nicht nur um den Ausbau des Spielerkaders, sondern auch darum, das Team hinter der Mannschaft zu verstärken,” erklärt Zielke.

Gleich vier Akteure, drei Spieler und ein Trainer, wechseln vom Lokalrivalen SSV Esslingen den Neckar abwärts an die Mombach-Quelle. Besonderes Interesse verdient dabei Hannes Glaser. Der Jugendnationalspieler, der vor wenigen Tagen seinen 18. Geburtstag feierte und als einer der besten Nachwuchsspieler im deutschen Wasserball gilt, dürfte bereits dick im Notizbuch von Bundestrainer Hagen Stamm angestrichen sein.

Noch jünger ist Nenad Stojcic. Der 17-jährige gebürtige Serbe gilt als großes Talent auf der Center-Position. Wegen seines serbischen Passes und der Ausländer-Regelung in der Wasserball-Bun­desliga kam er in ersten Esslinger Mannschaft nur vereinzelt zum Einsatz. Das soll sich beim SVC ändern.

Das Team am Beckenrand der Cannstatter verstärkt Robert Bleich, der bisher beim SSVE aktiv war. Er wird Team-Manager und Co-Trainer der ersten Mannschaft neben Andras Feher und übernimmt zugleich die Leitung der zweiten Mannschaft, die den Aufstieg in die zweite Bundesliga Süd erreichte. Der 50-jährige hat schon internationale Trainererfahrung. Er gehörte dem Trainerstab der Mannschaft Montenegros an, die 2008 Europameister wurde und 2009 die World League gewann.

Ein Fragezeichen steht noch hinter der geplanten Verpflichtung von Jovan Radojevic. Der 29-jährige Serbe soll beim SVC neben seinen Einsätzen in der ersten Mannschaft auch seine Erfahrungen als Jugend-Trainer einbringen. Vor seinem Wechsel sind allerdings noch formale Hürden zu überwinden.

Eine Wachablösung steht im SVC-Tor an. Ex-Nationaltorhüter Volker Wörn (43) hängt die Badehose nun endgültig an den Nagel. Mit dem 28-jährigen Florian Pirzer, der mit der SGW Leimen/Mannheim erst vor Wochenfrist den Aufstieg in die erste Liga erreichte, kommt ein erfahrener Spieler. Pirzer wechselt aus beruflichen Gründen neckaraufwärts. Damit kann der SVC die Alterslücke, die zu Nachwuchstalent Bojan Mrdja (17) klaffte, schließen.

Aus der Rheinpfalz wechselt noch ein weiteres Talent zu den Cannstattern: Vom Oberligisten Nikar Heidelberg kommt der 20-jährige Linkshänder Jonas Pohle.

Angesichts der Neuzugänge wies SVC-Wasserball-Vorstand Matthias Zielke darauf hin, dass das Hauptaugenmerk auf der langfristigen Planung liegt. ”Unser Konzept einer gesunden Mischung von Routiniers wie Steffen Dierolf und Peter Ambrus einerseits und jungen Talenten wie Marvin Thran und Timo van der Bosch andererseits hat sich bewährt. Daran lassen sich auch unsere Neuverpflichtungen messen,” so Zielke. Er ergänzt: ”Die Qualität der Spieler die zu uns kommen zeigt, dass unser sportlicher Weg im ersten Bundesligajahr nach dem Wiederaufstieg nicht unbeachtet blieb. Wir wollen nach dem souveränen Klassenerhalt nun noch einen Zahn zulegen.


27.06.10

Akku leer: SSV Esslingen verpasst Bronze

Bayer Uerdingen gewinnt Spiel zwei und drei / Fazit: Erfolgreiche Saison

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen hat die erhoffte Bronzemedaille verpasst. Mit dieser dürfen sich nun die Spieler von Bayer Uerdingen schmücken, die das erste Spiel in Esslingen verloren hatten, mit zwei guten Leistungen aber die Best-of-Three-Serie noch für sich entscheiden konnten. Für den SSVE war es trotzdem die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte.

Das junge Team des SSV Esslingen hat es nicht geschafft, nach der Silbermedaille im Pokalwettbewerb auch in der Liga einen Platz auf dem Treppchen zu ergattern. „Die Saison war lang und anstrengend für uns, am Ende war der Akku einfach leer. Bayer Uerdingen hat die beiden Spiele verdient gewonnen, da sie einfach besser waren“, erklärt SSVE-Trainer Patrick Weissinger, warum es am Ende nicht ganz gereicht hat. In der Tat war es eine Saison mit vielen Höhepunkten: Im Herbst 2009 wurde die A-Jugend Deutscher Meister, viele der Spieler des Meisterteams waren in der daraufhin beginnenden DWL-Saison wichtige Stützen der Bundesligamannschaft. Im Pokal erreichte man das FinalFour-Turnier und gewann die Silbermedaille, ohne Pause ging es in die Qualifikation um die PlayOffs, wo man gegen SV Krefeld 72 vier Spiele brauchte. Auch im Viertelfinale gegen SG W98/Waspo Hannover ging es ins entscheidende dritte Spiel. All das war äußerst kräftezehrend und am Ende fehlte für die Krönung der Saison einfach die Frische.

Dazu hatte Favorit Bayer Uerdingen an beiden Tagen den entscheidenden Mann im Wasser: Sven Rössing erzielte insgesamt 12 Treffer gegen die Esslinger. Allein am Samstag war der Centerspieler acht Mal erfolgreich und besiegte den SSVE fast im Alleingang. Schon im ersten Viertel traf der 24jährige drei Mal ins Schwarze, Uerdingen ging mit einer 4:2-Führung in die erste Pause. Nach dem 5:2 für die Hausherren brachte Hannes Glaser seine Mannschaft mit einem Doppelpack wieder auf ein Tor ran, doch noch vor der Halbzeitpause war es erneut Sven Rössing, der den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte. Er war es auch, der zu Beginn des dritten Viertels scheinbar vorentscheidend mit zwei weiteren Treffern auf 8:4 erhöhte. Doch die Esslinger Wasserballer zeigten Moral und kämpften sich durch Tore von Jovan Radojevic, Mike Troll und Hannes Glaser auf 8:7 heran. Zu Beginn des letzten Spielabschnittes konnte Centerverteidiger Bastian Lehmann gar den 8:8-Ausgleich erzielen. Es lief gut für die Esslinger, zumal mit Tilo Kaiser und Tim Wollthan bereits zwei wichtige Uerdinger Spieler nicht mehr am Spiel teilnehmen durften. Doch da war ja noch Sven Rössing, der mit seinen Toren Nummer 7 und 8 seiner Mannschaft den Sieg brachte. Am Ende stand ein 11:8 (4:2, 2:2, 2:3, 3:1) auf der Anzeigetafel, was bedeutete, dass es am Sonntag ein Entscheidungsspiel geben würde.

Das erste Viertel in diesem dritten Spiel war zerfahren, das Bayer-Team konnte es mit 2:1 für sich entscheiden, Esslingen konnte von vier Überzahlmöglichkeiten nur eine nutzen und SSVE-Spieler Jovan Radojevic kassierte bereits nach nicht einmal sieben Minuten zwei Persönliche Fehler, nach dem dritten wird man bekanntermaßen zum Duschen geschickt. Ins zweite Viertel starteten die Esslinger dann schwach, das Heimteam konnte seine Führung innerhalb von vier Minuten auf 6:2 ausbauen. Doch die beiden Tore von Bastian Lehmann und Mike Troll hielten den SSVE im Spiel. Nach der Pause konnte Bayer dann jedoch vorentscheidend auf 9:4 davonziehen. Allerdings gab sich das junge Esslinger Team auch am heutigen Tag nicht auf und kam noch einmal durch Treffer von Mike Troll, Kapitän Robert Roth und Hannes Glaser auf 9:7 heran. Ein Viertel war noch zu spielen. Doch statt zu verkürzen, kassierten die Esslinger durch Sven Rössing das 10:7. Robert Roth traf viereinhalb Minuten vor Spielende zum 10:8, noch war nichts verloren. Allerdings mussten die Esslinger schon seit Beginn der zweiten Halbzeit auf Jovan Radojevic verzichten, der mit drei Persönlichen Fehlern aus dem Spiel ausschied. Zwei Minuten vor dem Abpfiff war es dann Andre Plegge, der die Partie mit seinem Treffer zum 11:8 vorzeitig entschied. Der vierfache Torschütze Robert Glüder traf zum 12:8 (2:1, 4:3, 3:3, 3:1)-Endstand.

Natürlich hätten sich die Esslinger Wasserballer gerne die Bronzemedaille um den Hals gehängt, jedoch ist auch der vierte Platz ein hervorragendes Ergebnis für dir junge Mannschaft, in der für die kommenden Spielzeiten noch viel Potenzial steckt. Nach der Sommerpause wird die neue Saison im Oktober starten.

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Predrag Spasojevic (Torwart), Hannes Glaser (3 Tore am Samstag/1 Tor am Sonntag), Hannes Rothfuß (0/1), Matthias Thoma, Robin Finkes, Mike Troll (1/2), Robert Roth (1/2), Michael Müller (1/1), Lars Blankenhorn, Chris Meinhold, Axel Hänchen, Jovan Radojevic (1/0), Bastian Lehmann (1/1), Moritz Baum (Torwart)


25.06.10

Zwei Matchbälle für den SSV Esslingen

Bronzemedaille zum Greifen nahe / Steigerung nötig

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen reist am Wochenende ein letztes Mal in dieser Saison in die Fremde. Zurückkehren möchte man mit der Bronzemedaille um den Hals. Dazu ist mindestens ein Sieg gegen Bayer Uerdingen am Samstag um 16.30 Uhr oder bei einer Niederlage am Samstag im dann erforderlichen dritten Spiel am Sonntag um 11.30 Uhr in der Bayer-Traglufthalle am Waldsee gefordert.

Die Esslinger Wasserballer reisen mit einer 1:0-Führung im Rücken in den Westen. Der Druck liegt also klar auf den favorisierten Uerdingern, die ihrerseits am Samstag unbedingt einen Sieg brauchen, um das dann alles entscheidende dritte Spiel zu erreichen. Auch in dieser Partie hätten die Westdeutschen Heimrecht, schließlich belegten sie in der Hauptrunde den dritten Platz, Esslingen war auf Platz 5 gelandet. SSVE-Trainer Patrick Weissinger: „Auswärts wird es definitiv schwerer, ich sehe uns als Außenseiter und glaube, dass Bayer Uerdingen ziemlich sicher ist, das Duell noch zu ihren Gunsten zu entscheiden.“ Wer die Leistung der Esslinger Wasserballer beim ersten Spiel am Mittwoch gesehen hat weiss, dass dies nichts mit Tiefstapeln zu tun hat: große Probleme bei der Chancenverwertung und noch größere in der Konterabwehr waren die Hauptgründe für eine schwache Leistung. „Wir müssen uns in allen Bereichen verbessern, wenn wir am Ende die Medaille haben wollen“, ist sich auch Kapitän Robert Roth der schweren Aufgabe bewusst, „so ein Spiel wie am Mittwoch dürfen wir uns nicht noch einmal erlauben.

Erschwerend hinzu kommt, dass der Einsatz von SSVE-Torjäger Hannes Glaser ungewiss ist, da er sich im Hinspiel eine Blessur am Rücken zugezogen hat. Robert Berghoff wird beim Kampf um Bronze dagegen definitiv fehlen, er befindet sich nach wie vor aus Studiengründen im Ausland. Ansonsten kann Patrick Weissinger aber zum Saisonabschluss noch einmal aus dem Vollen schöpfen.

Ein Sieg am Wochenende und den Esslinger Wasserballern wäre Großartiges gelungen: eine Medaille im Pokal und in der Liga, das gelingt nur ganz wenigen Teams. Die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte ist es sowieso schon, aber die dritte Medaille in der Liga in den vergangenen vier Spielzeiten wäre das i-Tüpfelchen und der Lohn für die harte Arbeit und die Entwicklung der Mannschaft in den letzten Jahren.


21.06.10

SSV Esslingen hat die Hand an Bronze

Erkämpfter 10:8-Sieg über Bayer Uerdingen / Rückspiel am Sonntag

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen hat vor heimischem Publikum den ersten Schritt zum Gewinn der Bronzemedaille gemacht: Trotz unzähliger ausgelassener Chancen gewannen die Esslinger gegen Bayer Uerdingen mit 10:8 (3:2, 0:1, 4:2, 3:3) das erste Spiel der Best-of-Three-Serie.

Aus Esslinger Sicht war die Einschätzung „Hauptsache gewonnen!“ wohl selten so treffend wie im ersten Spiel um Platz 3 gegen Bayer Uerdingen. Denn die Leistung des SSVE ließ in vielen Bereichen doch stark zu wünschen übrig. Deutlicher wird der Spieler des Tages und dreifache Torschütze Michael Müller: „Katastrophale Chancenauswertung, katastrophales Überzahlspiel und katastrophales Abwehrverhalten bei den Kontern der Uerdinger.“ Bei einer solchen Bewertung des Spiels stellt sich die Frage, warum Esslingen dann trotzdem gewonnen hat. Und auch darauf hat Michael Müller eine Antwort: „Wir hatten einfach den größeren Willen, wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen.“ Ähnlich sah das auch SSVE-Trainer Patrick Weissinger, er fand daher Lob für seinen Schlussmann: „Bei unserem Torwart Predrag Spasojevic können wir uns bedanken, dass es am Ende zu einem Sieg gereicht hat.

Alles begann nach Plan für die Esslinger Wasserballer. Schon nach 34 Sekunden erzielte Kapitän Robert Roth in Überzahl das 1:0. Und auch die zweite Überzahlsituation wurde vom SSVE genutzt, das 2:0 erzielte Jovan Radojevic, der nach viereinhalb Minuten gar für das 3:0 sorgte. Doch dann ein unerklärlicher Bruch im Spiel der Esslinger. Uerdingens Routinier Tilo Kaiser traf zum 3:1, vier Sekunden vor der ersten Pause warf Dominique Fabich den Anschlusstreffer zum 3:2. Im zweiten Spielviertel gelang den Hausherren dann nichts mehr und das, obwohl sie vier Mal in Überzahl waren. Dagegen glichen die Gäste durch ein Tor von Michael Gorgs zum 3:3-Halbzeitstand aus. In der Pause beschworen die Esslinger noch einmal ihren Siegeswillen und phasenweise wurde es besser. Zumindest im Angriff agierten sie wieder erfolgreicher. Robert Roth erzielte die erneute Führung, die zwar von Uerdingens Patrick Angenoort umgehend wieder egalisiert wurde, aber dann trafen Mike Troll, Michael Müller und Hannes Glaser drei Mal in Folge für den SSVE zum 7:4-Zwischenstand. Bayer-Kapitän Tim Wollthan traf für sein Team zum 7:5. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch ins letzte Spielviertel, in dem Bartek Luczak es noch einmal spannend machte und den 7:6-Anschlusstreffer erzielte. Doch die Esslinger ließen nun nichts mehr anbrennen und Michael Müller beförderte den Ball in Überzahl zum 8:6 über die Torlinie. Hannes Glaser beruhigte mit seinem Treffer zum 9:6 die Nerven der zahlreichen Zuschauer, denn damit war das Spiel dreieinhalb Minuten vor Schluss entschieden. Das letzte Esslinger Tor warf erneut Michael Müller bei zwei weiteren Gegentoren der Gäste.

Die Esslinger Wasserballer können nun am Samstag mit breiter Brust und einem 1:0-Vorsprung in der Best-of-Three-Serie nach Uerdingen zum Rückspiel um 16.30 Uhr reisen und wollen dort bereits alles klar machen und mit der Bronzemedaille um den Hals an den Neckar zurückkehren. Sollten jedoch die Westdeutschen den Ausgleich schaffen, so würde das alles entscheidende dritte Spiel am Sonntag um 11.30 Uhr ebenfalls in der Bayer-Traglufthalle am Waldsee stattfinden.

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Predrag Spasojevic (Torwart), Hannes Glaser (2 Tore), Hannes Rothfuß, Matthias Thoma, Axel Hänchen, Mike Troll (1), Robert Roth (2), Michael Müller (3), Lars Blankenhorn, Chris Meinhold, Jovan Radojevic (2), Bastian Lehmann, Moritz Baum (Torwart).


21.06.10

SSV Esslingen auf der Jagd nach Bronze

Duell um Platz 3 gegen Bayer Uerdingen / Anwurf Mittwoch 18.30 Uhr

von Axel Haenchen

Esslingen - Die DWL-Wasserballer des SSV Esslingen spielen eine herausragende Saison. Die junge Mannschaft hat nach dem zweiten Platz im Pokalwettbewerb nun auch in der Liga die Chance, eine Medaille zu holen: im ersten von drei möglichen Spielen trifft der SSVE am Mittwoch um 18.30 Uhr im SSVE-Freibad auf der Neckarinsel auf Bayer Uerdingen.

Der SSV Esslingen möchte weiter auf der Erfolgswelle schwimmen. Schon das Erreichen des Halbfinales war eine tolle Sache, leider wartete dort mit Rekordmeister Spandau 04 Berlin ein schier übermächtiger Gegner und damit das Aus für die Esslinger Wasserballer. Doch der Erfolgsstory der letzten Jahre könnte eine weitere Medaille folgen und damit einer tollen Saison das sprichwörtliche i-Tüpfelchen aufsetzen: „Wir wollen zum dritten Mal in vier Jahren in der Liga eine Medaille holen“, gibt SSVE-Cheftrainer Patrick Weissinger die Marschroute vor, „in diesem Jahr wäre es sogar schon unsere zweite nach dem Vizepokalsieg. Damit könnten wir diese lange und anstrengende Saison krönen. Außerdem gilt es gegen Bayer Uerdingen noch etwas gut zu machen, denn gegen die gab es dieses Jahr nur ein Unentschieden und eine Niederlage“, weiss der Trainer gleich noch einen weiteren Grund, weshalb die Best-of-Three-Serie gewonnen werden soll.

In der Tat haben sich die Bundesliga-Wasserballer des SSV Esslingen in den beiden Rundenspielen gegen die Westdeutschen in dieser Saison sehr schwer getan. Anfang Dezember verlor man in Krefeld mit 9:12 und lieferte damals eine Leistung ab, die von zu vielen einfachen Fehlern geprägt war. Im Rückspiel Ende Februar gab es im Untertürkheimer Inselbad dann immerhin ein 8:8-Unentschieden. Doch auch damals waren die Esslinger nicht zufrieden, lag man doch kurz vor Ende der Partie noch in Führung.

Nun bekommt der SSVE also mindestens zwei weitere Chancen, sich gegen Bayer Uerdingen zu behaupten und als Sieger aus dem Wasser zu steigen. Das Rückspiel findet bereits am kommenden Samstag um 16.30 Uhr in Uerdingen statt. Steht es nach diesen beiden Partien 1:1, würde das entscheidende dritte Spiel einen Tag später um 11.30 Uhr erneut in Uerdingen angepfiffen werden. Das Bayer-Team hat sich das Heimrecht im dritten Spiel durch seinen dritten Platz in der Hauptrunde erkämpft, Esslingen wurde hier Fünfter.

Personell werden die Esslinger Wasserballer auch wieder auf ihren Torwart Predrag Spasojevic sowie auf Michael Müller zurückgreifen können. Auch die A-Jugendlichen, die beim Halbfinale in Berlin noch schmerzlich vermisst wurden, sind nach gewonnener Süddeutschen Meisterschaft wieder mit von der Partie. Spielbeginn auf der Esslinger Neckarinsel ist um 18.30 Uhr, sodass es selbst im Falle einer Verlängerung allen Fußballfans möglich sein sollte, das Spiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana anschauen zu können. Das SSVE-Team hofft einmal mehr bei gutem Wetter auf eine prächtige Zuschauerkulisse zum Saisonabschluss.


15.06.10

DSV 98 siegt auch in den Spielen zwei und drei gegen SSF Aegir Uerdingen

von Mirco Schott

Es waren zwei Spiele, die unterschiedlicher nicht hätten sein: Dennoch das Ergebnis zählt! Der DSV 98 sicherte sich am vergangenen Wochenende in der zweiten und entscheidenden Play-down-Runde im Kampf um den Klassenerhalt in der Wasserball-Bundesliga mit zwei Siegen in der Derby-Serie gegen den linkshreinischen Nachbarn SSF Aegir Uerdingen erfolgreich den Klassenerhalt und wird somit auch in der kommenden Saison wieder Wasserball der höchsten deutschen Spielklasse seinen Fans bieten können. Am Samstag erkämpfte sich der DSV 98 einen knappen 7:6-Sieg, am Sonntag hieß es nach einer grandiosen Leistung des DSV 98 deutlich am Ende 17:8. SSF Aegir Uerdingen tritt nach dieser Niederlage nun den Gang in die zweite Liga an.

Der DSV 98 ging als Favorit in diese Serie und hatte sich nach dem Sieg im ersten Spiel für dieses Wochenende viel vorgenommen. Nach dem Abstieg gegen SSF Aegir Uerdingen vor fast auf den Tag genau zwei Jahren sollte nun die offene Rechnung beglichen und SSF Aegir Uerdingen in die zweite Liga geschickt werden. Doch es kam am Samstag zunächst ganz anders: Nach einen nervösen Beginn kam der DSV 98 in der ersten Halbzeit nur schwer in Tritt und lag zum Ende des ersten Viertels mit 0:2 sowie zur Halbzeit mit 3:4 in Rückstand. Aegir Uerdingen machte aus seinen doch spielerisch begrenzten Möglichkeiten das Beste und brachte den DSV 98 durch "schauspielerische Qualitäten" und Härte im Spiel aus dem Konzept. Nur schwer konnte sich der DSV 98 fangen. Doch nach der Halbzeit kam der Favorit der Serie wie ausgewechselt aus der Kabine und schaffte es im dritten Viertel das Spiel komplett zu drehen. Vier Tore in Folge ließen den DSV 98 mit 7:4 in Führung gehen und legten den Grundstein für den späteren Sieg. Dennoch wurde es im Schlussabschnitt nochmals richtig spannend: durch ausgelassene Torchancen und Hektik im Spiel kam Aegir zwar noch auf 7:6 heran, doch am Ende reichte es für den DSV 98, der so nach Spielen mit 2:0 in der Serie in Führung gehen konnte.

"Wir haben es nicht geschafft, richtig ins Spiel zu finden", so Trainer Christian Koke rückblickend auf Samstag. "Aegir hat uns geschickt aus dem Spiel gebracht und ihre spielerischen Defizite durch schauspielerische Qualitäten geschickt überdeckt. Das hat uns das Leben schwer gemacht. Nur durch ein gutes drittes Viertel haben wir dann das Spiel gewonnen. Es war definitiv nicht unser spielerisches Niveau und konnte nicht der Anspruch an uns selbst sein. Dennoch haben wir gewonnen und nur das zählt in der Serie. Da hieß es dann abhaken und aufs nächste Spiel konzentrieren."

DSV 98 - SSF Aegir Uerdingen: 7:6 (0:2, 3:2, 4:0, 0:2)

DSV 98:Thomas Hertes, Benjamin Poley, Mirco Schott (1 Treffer), Nils Theiß, Marek Debski, Raul Diakon (3), Felix Grade (1), Florian Sons, Michael Werner, Daniel Grohs (1), Lars Standke (1), Jens Standke, Gerrit Rosshoff

Somit war die Devise für Sonntag auch schon festgelegt: Der DSV 98 wollte das Spiel vom Vortag abhaken und SSF Aegir Uerdingen mit dem dritten und finalen Sieg schließlich in die zweite Liga schicken. Durch eine spielerisch und kämpferisch ansprechende Leistung sollte der Gegner von Beginn an unter Druck gesetzt werden ... und das Team ließ den Worten auch Taten folgen: Bereits in der ersten Halbzeit konnte sich der DSV 98 mit 6:2 absetzen und setzte SSF Aegir Uerdingen von Beginn an unter Druck. Als Favorit in dieser Serie übernahm der DSV 98 die Kontrolle über das Spiel und ließ den Gastgebern kaum Raum, um sich zu entfalten. Aegir Uerdingen hatte am Vortag enorm Kräfte gelassen und konnte dem Spiel der Duisburger konditionell, spielerisch und schwimmerisch nichts mehr entgegen setzen. Im Gegensatz zum Vortag nutzte der DSV 98 auch konsequent seine Chancen, so dass die Krefelder im dritten und vierten Spielabschnitt regelrecht überrannt worden sind. Mit einem 4:1 sowie einem 4:7 Zwischenspurt konnte der DSV 98 letztlich dann ungefährdet mit 17:8 gewinnen. Die zahlreichen Zuschauer kamen bei bestem Wetter im Inselbad voll auf ihre Kosten und sahen so zum Saisonabschluss eine sehr gute Leistung ihrer Mannschaft. Schlusspunkt dieses Spiels war schließlich der viel umjubelte Schlusstreffer durch Youngster Jan Bilstein (im letzten Jahr noch Jugendspieler bei Essen 06), der sein erstes Bundesliga-Tor erzielen konnte.

"Wir wollten gewinnen und haben gewonnen", so Koke nach dem Spiel. "Zum Saisonabschluss haben wir nochmals eine absolut souveräne Leistung abgeliefert und auch in der Höhe verdient gewonnen. Diesmal haben wir unsere Chancen konsequent genutzt und haben Aegir von Beginn an dominiert. Unsere spielerische und auch konditionelle Qualität kam uns hier zu Gute. Jetzt haben wir unser Ziel erreicht und sind natürlich glücklich auch im nächsten Jahr wieder erstklassig zu spielen."

DSV 98 - SSF Aegir Uerdingen: 17:8 (2:1, 4:1, 4:2, 7:4)

DSV 98: Thomas Hertes, Jan Billstein (1), Mirco Schott (3 Treffer), Nils Theiß, Marek Debski (2), Raul Diakon (3), Felix Grade (2), Florian Sons (1), Michael Werner (1), Daniel Grohs (3), Lars Standke (1), Jens Standke, Roland Golla

Nach dem Sieg wurde beim DSV 98 der errungene Klassenerhalt noch ordentlich gefeiert. In noch kleinem Rahmen gab es das ein oder andere Bier. Die eigentliche Abschlussfeier des DSV 98 findet am 25.06. statt. Dann wird sicherlich nochmals das ein oder andere Bier getrunken ...


13.06.10

SSV Esslingen schlägt sich "ohne elf" achtbar

0:3-Halbfinalserie gegen Rekordmeister Spandau 04

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen hat auch das zweite und dritte Halbfinalspiel gegen Meisterschafts-Top-Favoriten Spandau 04 verloren. Insbesondere im dritten Spiel schlugen sich die zu Neunt spielenden Esslinger aber bemerkenswert und verloren lediglich mit 10:6 (2:2, 2:0, 3:2, 3:2).

Der SSV Esslingen hat die Best-of-Five-Serie gegen Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 erwartungsgemäß zwar mit 0:3 verloren. Aber trotz der äußerst angespannten Personalsituation erzielten die Esslinger Wasserballer beim Sonntagsspiel das beste Ergebnis gegen das Berliner Starensemble seit Jahren.

In der Abwehr zeigte der SSVE eine starke Leistung, auch die Konter der Berliner konnten größtenteils abgefangen werden. Kam dennoch ein Schuß auf das Esslinger Tor, so stand da ja noch Ernesto Priol Bicet. Einen Tag vor seinem 40. Geburtstag brachte der reaktivierte Kubaner die Spandauer mit seinen Paraden phasenweise fast zum Verzweifeln. Dass der „Spieler des Tages“ bei beiden Partien den Kasten des SSVE hüten musste, war dem Umstand geschuldet, dass Stammtorwart Predrag Spasojevic aus familiären Gründen in die serbische Heimat reisen musste und die beiden Nachwuchstorhüter Oliver Beichter und Moritz Baum mit der A-Jugend-Mannschaft des SSVE in Weiden den Titel des Süddeutschen Meisters erfolgreich verteidigten.

Aufgrund der Fehlplanung des Süddeutschen Schwimm Verbandes und der daraus resultierenden Terminkollision musste der SSVE auf acht A-Jugendliche verzichten. Dazu fehlte wie bereits erwähnt Predrag Spasojevic, Robert Berghoff weilt beruflich derzeit im Ausland und Centerspieler Michael Müller war zwar mit in die Bundeshauptstadt gereist, konnte aber wegen seiner im Viertelfinale erlittenen Gesichtsverletzung weder am Samstag bei der deutlichen 21:3 (6:0, 5:1, 1:2, 9:0)-Niederlage, noch am Sonntag beim stark verbesserten Spiel seiner Mannschaft teilnehmen.

Die dezimierte Mannschaft des SSVE konnte damit zumindest die dritte Partie als Vorbereitung auf die nun wartende Aufgabe nutzen. Schließlich ist die Saison mit dem „Aus“ im Halbfinale noch nicht vorbei, die Esslinger Wasserballer haben im „kleinen Finale“ nun noch die Chance, die Bronzemedaille in der Deutschen Meisterschaft zu gewinnen. Das erste Spiel in der Best-of-Three-Serie gegen Bayer Uerdingen findet am 23. Juni auf der Esslinger Neckarinsel statt.

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Ernesto Priol Bicet (Torwart), Hannes Glaser (0 Tore am Samstag/4 Tore am Sonntag), Hannes Rothfuß (1/0), Matthias Thoma (1/0), Axel Hänchen, Mike Troll, Robert Roth, Michael Müller, Jovan Radojevic (1/2) und Bastian Lehmann.


10.06.10

DSV 98 startet mit Sieg in die zweite Runde der PlayDowns

Samstag und Sonntag folgen die Spiel zwei und drei

von Mirco Schott

Zum Start der zweiten und entscheidenden Play-down-Runde ging der DSV 98 im Kampf um den Klassenerhalt in der Wasserball-Bundesliga mit einem Sieg in die neue Derby-Serie. In der Neuauflage des Derbys DSV 98 gegen SSF Aegir Uerdingen gab es am gestrigen Mittwoch einen klaren 12:6 Sieg für den DSV 98. Damit führt der DSV 98 nun in der finalen "best of five" Serie mit 1:0 nach Spielen und kann bereits am kommenden Wochenende nun mit Heimvorteil im Rücken zum finalen Schlag ausholen. Durch die bessere Ausgangslage in der Hauptrunde genießt der DSV 98 in dieser den Klassenerhalt entscheidenden Serie Heimrecht, d.h. die Spiele zwei und drei finden am Samstag (12.06.) und Sonntag (13.6.) im heimischen Inselbad statt. Anschwimmen im Sportpark Duisburg ist am Samstag um 16 Uhr und Sonntag um 12 Uhr.

Der DSV 98 ging als Favorit in diese Serie und hatte sich viel vorgenommen. Nochmals zum Hintergrund: Vor fast auf den Tag genau zwei Jahren standen sich der DSV 98 und SSF Aegir Uerdingen schon einmal im finalen Abstiegskampf gegenüber. Der damals aus der Hauptrunde zehntplatzierte DSV 98 trat gegen das schwächer eingeschätzte Team aus Krefeld an und stieg nach dieser Serie vollkommen überraschend nach zwei verlorenen Spielen in die zweite Liga ab. Doch dies sollte nun Vergangenheit sein. Mit neu formiertem Team war und ist der DSV 98 hoch motiviert, diese noch offene Rechnung begleichen zu wollen und SSF Aegir Uerdingen in die zweite Liga zu schicken ...

... und das Team ließ den Worten auch Taten folgen: Bereits im ersten Viertel ging der DSV 98 mit 3:0 in Führung und setzte SSF Aegir Uerdingen von Beginn an unter Druck. Als Favorit in dieser Serie übernahm der DSV 98 die Kontrolle über das Spiel und ließ den Gastgebern kaum Raum, um sich zu entfalten. Auch "schauspielerische Aktivitäten" des Gegners konnten die Mannschaft von Trainer Christian Koke nicht beeindrucken, so dass es zur Halbzeit verdient 6:2 aus Sicht der 98er hieß. In der zweiten Halbzeit konnte der DSV 98 trotz auch einiger vergebener Chancen weiter nachsetzen und sich mit einem im Angriff glänzend aufgelegten Center Raul Diakon sowie Keeper Thomas Hertes (später zum Spieler des Tages gewählt) als sicherem Rückhalt in der Abwehr weiter absetzen und sowohl das dritte Viertel als auch den Schlussabschnitt jeweils für sich entscheiden. Am Ende gab es so dann den immer sicheren und letztlich verdienten 12:6 Sieg.

"Wir wollten gewinnen und haben gewonnen", so Koke nach dem Spiel, "somit liegen wir voll im Plan und haben unsere Hausaufgaben gemacht. Aus einer sicheren Abwehr durch unseren Keeper Thomas Hertes haben wir das Spiel dominiert. Auch wenn wir im Angriff das ein oder andere Mal hätten effektiver sein können, zählt letztlich nur der Sieg und den haben wir in diesem Spiel erreicht. Allerdings war es phasenweise ein hektisches Spiel, was aber im Abstiegskampf normal ist. Die Mannschaft hat von der ersten Minute an keinen Zweifel aufkommen lassen, wer die bessere Mannschaft ist. Raul Diakon hat heute im Angriff eine sehr gute Leistung gezeigt. Von daher sind wir zufrieden und gehen jetzt mit Zuversicht in die beiden nächsten Spiele."

SSF Aegir Uerdingen - Duisburger SV 98: 6:12 (0:3, 2:3, 2:3, 2:3)

Duisburger SV 98: Thomas Hertes, Sebastian Tauwel, Mirco Schott, Nils Theiß, Marek Debski (1 Treffer), Raul Diakon (5), Felix Grade (1), Florian Sons, Michael Werner (1), Benjamin Poley, Lars Standke (2), Jens Standke, Roland Golla

Durch den Sieg geht der DSV 98 in dieser Serie in Führung und hat an diesem Wochenende die Trümpfe in der Hand. Mit dem Heimvorteil im Rücken kann der DSV 98 die Mission "Klassenerhalt" an diesem Wochenende sogar schon vorzeitig für sich entscheiden. "Jetzt wollen wir nachsetzen", so Koke. "Das 12:6 aus dem ersten Spiel war in Ordnung, doch jetzt müssen wir weiter konzentriert sein und nachlegen. Ich erhoffe mir, wieder aus einer sicheren Abwehr heraus zu spielen und diesmal unsere Chancen effizienter zu nutzen. Wir wollen und werden unsere Leistung zu 100% abrufen und zeigen, wer Herr im Hause ist. Doch dennoch wird sich Aegir nicht geschlagen geben und ist nicht zu unterschätzen. Hier müssen wir auf der Hut sein und gegenhalten. Zu Hause erhoffen wir uns wieder starke Unterstützung von unseren Fans. Das beflügelt uns und wir werden hoffentlich die Serie vorzeitig für uns entscheiden können."

Die Vorzeichen deuten auf eine weiterhin brisante und spannende Serie hin, wenn am Samstag und Sonntag der zweite und dritte Showdown stattfindet.

Mannschaftlich kann der DSV 98 in den kommenden Spielen wieder fast komplett antreten. Daniel Grohs hat seine Sperre abgesessen und ist für das kommende Wochenende wieder voll einsatzbereit. Jens Standke ist zwar noch von Problemen geplagt, war aber gestern auch schon aufgeboten und wird am Wochenende auch zur Verfügung stehen. Fehlen wird weiterhin nur Sven Wies, der im letzten Spiel gegen SV Krefeld 72 verletztungsbedingt ausgefallen und für den nun die laufende Saison vorbei ist (wie berichtet). "Die personelle Situation entspannt sich. Mit Daniel stößt wieder unser bester Torschütze ins Team, was natürlich von Vorteil ist. Aber auch die anderen Jungs sind fit und absolut motiviert", so Koke.

Sollte der DSV 98 am Wochenende beide Spiele gewinnen, ist der Klassenerhalt geschafft und der DSV 98 auch im nächsten Jahr weiter erstklassig. In anderem Falle fände ein viertes Spiel am kommenden Mittwoch, 16.06., wieder in Krefeld, ein mögliches alles entscheidende fünfte Spiel wäre am Samstag, 19.06., wieder in Duisburg. Hierzu folgen weitere Information abhängig von den Ergebnissen.


10.06.10

SSV Esslingen ohne Chance im Halbfinale

Deutliche Niederlage gegen Rekordmeister Spandau

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen hat das erste Halbfinalspiel in der Best-of-Five-Serie gegen Meister Spandau 04 erwartungsgemäß mit 5:18 (0:6, 2:5, 2:2, 1:5) verloren. Am kommenden Wochenende treten die Esslinger stark ersatzgeschwächt in Berlin an, da der Süddeutsche Schwimmverband zeitgleich die A-Jugendmeisterschaft stattfinden lässt.

Ein etwas besseres Ergebnis hätten sich die etwa 300 Zuschauer auf der Esslinger Neckarinsel von ihrer Mannschaft schon erhofft, auch wenn alle wussten, dass das junge Esslinger Team gegen den mit Nationalspielern gespickten Rekordmeister aus Berlin noch keine Chance haben wird. Daher war auch SSVE-Cheftrainer nicht enttäuscht: „Nach harten Wochen mit Qualifikation und PlayOff haben wir es diese Woche bewusst etwas langsamer angehen lassen. Gefallen hat mir, dass nach dem sehr schwachen ersten Viertel die Mannschaft eine Reaktion gezeigt hat und zwei ordentliche Abschnitte gezeigt hat.

Nach dem Schlußpfiff wurde weniger über das absolvierte Spiel diskutiert, als vielmehr über die personelle Situation am kommenden Wochenende beim SSVE. Zwar wird Centerverteidiger Bastian Lehmann wieder dabei sein, Torhüter Predrag Spasojevic dagegen nicht. Der Einsatz von Michael Müller ist noch ungewiss. Vor allem fehlen werden aber die vielen A-Jugendlichen, die in Weiden bei der Süddeutschen A-Jugend-Meisterschaft um den Titel und die damit verbundene Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft kämpfen werden. Die Terminkollision hat der Süddeutsche Schwimmverband zu verantworten, der damit eine Mannschaft aus seinen eigenen Reihen schwächt. Eigentlich sollte der Verband seinen stärksten Vertreter unterstützen, doch genau das Gegenteil ist der Fall: obwohl die Verantwortlichen des SSVE den Verband frühzeitig auf die Terminüberschneidung hingewiesen haben, passierte einfach nichts, nicht einmal eine Reaktion erfolgte. Zwar rechnet sich beim SSVE auch in voller Besetzung niemand eine große Chance gegen Spandau aus, allerdings gibt es nach dem Halbfinale ja neben dem Finale auch noch ein Duell um die Bronzemedaille, die die Esslinger gerne gewinnen würden. Und hierfür können sie nun ersatzgeschwächt die Partien gegen Spandau nur sehr eingeschränkt als Vorbereitung nutzen.

Zum ersten Halbfinale: Spandau erzielte bereits nach 23 Sekunden durch den dreifachen Torschützen und „Spieler des Tages“ Erik Bukowski das 1:0. Die Berliner waren in Torlaune und erhöhten bis zur ersten Pause auf 6:0. Der SSVE agierte auch zu Beginn des zweiten Viertels schwach: vorne ohne Durchschlagskraft und nach hinten fingen sie sich dazu noch einige Konter ein. Daher zog Trainer Patrick Weissinger die Notbremse und nahm schon früh beim Stande von 0:8 eine Auszeit. Dies zeigte Wirkung: A-Jugendspieler Mike Troll erzielte in der zwölften Spielminute in Überzahl den ersten Treffer für seine Mannschaft. Hannes Rothfuß traf mit einem sehenswerten Fernschuss zum 2:11-Halbzeitstand. Den dritten Abschnitt konnten die Esslinger Wasserballer mit 2:2 sogar ausgeglichen gestalten, die A-Jugendlichen Hannes Glaser und Nenad Stojcic schossen dabei die Esslinger Tore. Im letzten Spielviertel gab Spandau dann noch einmal richtig Gas und gewann das Viertel mit 5:1, den Esslinger Treffer markierte A-Jugendspieler Lars Blankenhorn mit einem Bogenball ins Tor von Berlins Torwartlegende Alexander Tchigir.

Das zweite Halbfinalspiel zwischen den beiden Kontrahenten findet am kommenden Samstag um 18.30 Uhr im Forumbad in Berlin statt, die dritte Partie an gleicher Stelle am Sonntag um 15 Uhr.

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Moritz Baum (Torwart), Hannes Glaser (1 Tor), Hannes Rothfuß (1), Matthias Thoma, Axel Hänchen, Mike Troll (1), Robert Roth, Nenad Stojcic (1), Lars Blankenhorn (1), Robin Finkes, Jovan Radojevic, Martin Görge, Ernesto Priol Bicet (Torwart).


09.06.10

SV Cannstatt schafft den Klassenerhalt

Zwei Siege in Berlin gegen SG Neukölln

von Christoph Vorpahl

Der SV Cannstatt lieferte am vergangenen Wochenende eine überragende Leistung ab und siegte gleich zwei mal hintereinander in den Play-Down Spielen der 1. DWL Hauptgruppe B gegen die SG Neukölln.

Nachdem der SV Cannstatt in der ersten Runde der Play-Downs der SG Neukölln sehr deutlich mit 5:12 Toren unterlag schien es nur schwer möglich, beide Partien in Neukölln für sich zu entscheiden und sich somit den Platz 3 der DWL Hauptgruppe B zu sichern. Doch der SVC zeigte schon zu Beginn der zweiten Runde der Play-Down Spiele in Neukölln, dass er sich nicht so leicht geschlagen geben wird und ging durch Steffen Dierolf mit zwei Treffern zum 2:0 in Führung.

Die Partie verlief bis zum dritten Spielabschnitt für den SVC sehr glücklich und man blieb bis zum Ausgleichstreffer von Neuköllns Kapitän Axel Kirsch durchgehend in Führung. Nach dem 8:8 Ausgleichstreffer nahm die Spannung zu bis Marvin Thran für den SV Cannstatt zum 9:8 (2:1 ; 2:1; 3:3; 2:3) Endstand traf. Doch in den letzten drei Spielminuten steigerte sich die Spannung nochmals als der SV Cannstatt durch Zeitstrafen und wiederholte Wechselfehler ganze vier mal in Unterzahl die Angriffe der SG Neukölln abwehrte und sich somit den Sieg sicherte. Es kam somit also am Sonntag um 12 Uhr zur dritten und letzten Runde in den Play-Down Spielen zwischen der SG Neukölln und dem SV Cannstatt. Hierzu reiste  Jugendnational-Spieler Timo van der Bosch, der am Samstag für die SG Mannheim/Leimen gegen Fulda Spielen musste, als Verstärkung für das Cannstatter Team nach.

Es begann wiederum eine sehr spannende Partie in der die Mannschaften vorerst auf Augenhöhe den ersten Spielabschnitt mit 1:1 Toren beendeten. Das Spiel war hart umkämpft, so musste Steffen Dierolf bereits während dem 1. Spielabschnitt wegen einer Verletzung für kurze Zeit das Wasser verlassen. Doch der SV Cannstatt setzte sich souverän durch und schloss nahtlos an die Leistung vom Vortag an. So trennten sich die beiden Mannschaften in der Halbzeitpause mit 3:2 Toren. Der SV Cannstatt baute darauf die Führung weiter aus und lag somit nach dem dritten Spielabschnitt mit 6:3 Toren vorn. Im letzten Spielabschnitt mussten dann Marvin Thran und Peter Ambrus das Wasser mit drei persönlichen Fehlern verlassen, doch Steffen Dierolf und Timo van der Bosch erhöhten in diesem Abschnitt noch auf den 10:6 Endstand. Der SV Cannstatt sicherte sich an diesem Wochenende somit den Klassenerhalt in der 1. Deutschen Wasserball Liga und errgang Platz 3 der DWL Hauptgruppe B.

Es hat sich wirklich gelohnt nach Berlin zu kommen. Wir hatten ein sehr erfolgreiches Wochenende“, äußerte der Spieler des Tages Volker Wörn nach dem 10:6-Sieg am Sonntag. Dies war allerdings auch sein letztes Spiel in der 1. DWL. Der nun 43-Jährige Torwart schließt somit mit einer Glanzleistung seine Wasserball-Bundesliga Karriere ab. „Ich habe mich gefühlt wie 2006 als wir Deutscher Meister wurden“, äußerte Steffen Dierolf. Auch er hat, wie viele, nicht wirklich mit einem so erfolgreichen Wochenende gerechnet.

Beim SV Cannstatt ist somit die laufende Saison der 1. DWL beendet und und man freut sich auf die kommende Saison. Auch ist man sehr stolz nun seinen ersten Neuzugang für die nächste Saison in der Bundesliga bekannt geben zu dürfen: Florian Pirzer. Der Torwart der SG Mannheim/Leimen ist für das kommende Jahr beruflich in Stuttgart tätig und wird nun der Nachfolger Volker Wörns. Nun hofft man in Cannstatt auf weitere Neuzugänge um im nächsten Jahr möglicherweise noch mehr Erfolg zu haben.

Tore für den SV Cannstatt erzielten am Samstag: Marvin Thran(2), Milosav Aleksic (2), Steffen Dierolf (2), Christian Dlouhy, Peter Ambrus und Tiberius Casper.

Tore für den SV Cannstatt erzielten am Sonntag: Tiberius Casper (4), Marvin Thran (2), Timo Van der Bosch (2), Milosav Aleksic und Steffen Dierolf.


08.06.10

DSV 98 startet in die zweite Runde der PlayDowns

Am Mittwoch auswärts gegen SSF Aegir Uerdingen

von Mirco Schott

Zum Start der zweiten und entscheidenden Play-down-Runde geht es morgen (Mittwoch, 09.06.2010) im Kampf um den Klassenerhalt in der Wasserball-Bundesliga mit einer neuen Derby-Serie weiter. Mit der Neuauflage des Derbys DSV 98 gegen SSF Aegir Uerdingen gibt es ein erneutes Nachbarschaftsduell mit einem linksrheinischen Gegner. Durch die bessere Ausgangslage in der Hauptrunde genießt der DSV 98 in dieser den Klassenerhalt entscheidenden "best of five" Serie Heimrecht, d.h. der DSV 98 tritt am morgigen Mittwoch zunächst auswärts an. Anschwimmen im Waldseebad zu Krefeld ist um 20 Uhr.

Nach der Niederlage in der ersten Play-down-Runde ("best of three") und dem knappen und spannenden Spiel am letzten Wochenende muss der DSV 98 nun in die "Verlängerung" um den Klassenerhalt. Und diese neue Serie ist von besonderer Brisanz: Vor fast auf den Tag genau zwei Jahren standen sich der DSV 98 und SSF Aegir Uerdingen schon einmal im finalen Abstiegskampf gegenüber. Der damals aus der Hauptrunde zehntplatzierte DSV 98 trat gegen das schwächer eingeschätzte Team aus Krefeld an und stieg nach dieser Serie vollkommen überraschend nach zwei verlorenen Spielen in die zweite Liga ab. Ein Desaster für den Duisburger Traditionsclub, insbesondere weil die vorherige Saisonleistung eigentlich ansprechend war. Doch dies ist nun Vergangenheit: Der DSV 98 formierte sein Team neu, Trainer Christian Koke übernahm eine Mannschaft mit vielen jungen Spielern und schaffte in einem grandiosen Turnier vor heimischer Kulisse im Inselbad des DSV 98 im letzten Jahr den direkten Wiederaufstieg. Zu Saisonbeginn wurde die Mannschaft nochmals verstärkt und man hat nun ein Bundesliga-Team geschaffen, das in dieser Liga absolut konkurrenzfähig ist. Zudem hat sich ein fast schon professionelles Umfeld gebildet, um hier auch in Zukunft Wasserball der höchsten deutschen Spielklasse zeigen zu können. Doch dazu braucht man in den kommenden Spielen mindestens drei Siege. Der DSV 98 ist hoch motiviert, diese noch offene Rechnung begleichen zu wollen und SSF Aegir Uerdingen in die zweite Liga zu schicken.

"Wir freuen uns auf diese Serie", so Trainer Christian Koke. "Wir haben im letzten Spiel eine sehr gute Leistung gezeigt und gehen positiver Dinge in diese Serie. Wenn wir den Schwung mitnehmen und konzentriert so Werke gehen, werden wir diese Serie gewinnen." Doch ebenso sagt er: "Dennoch müssen wir wachsam sein! Aegir wird alles geben und uns das Leben schwer machen. Hier müssen wir von Anfang an präsent sein und zeigen, dass wir Herr der Runde sind." Die Vorzeichen deuten auf eine brisante und spannende Serie, wenn morgen der erste Showdown stattfindet.

Mannschaftlich kann der DSV 98 leider nicht komplett antreten. Es fehlen durch Sperre Daniel Grohs, der im nächsten Spiel aber wieder ins Geschehen eingreifen kann, sowie Sven Wies, der im letzten Spiel verletztungsbedingt ausgefallen und für den nun die laufende Saison vorbei ist (wie berichtet). Jens Standke dagegen wird wieder in den Kader stoßen. "Das ist zwar nicht die Bestbesetzung, dennoch sind alle Jungs fit und absolut motiviert", so Koke.

Das zweite und dritte Spiel findet bereits am kommenden Wochenende (12./13.06.2010) im heimischen Inselbad an der Kruppstrasse statt. Hierzu folgen noch weitere Information.


07.06.10

Halbfinale gegen Spandau

SSV Esslingen ohne Lehmann, Müller und Spasojevic

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen hat mit dem Erreichen des Halbfinales das Saisonziel mit Bravour erfüllt. Gegen Spandau 04 wäre alles andere als eine Niederlage eine faustdicke Überraschung, zu übermächtig erscheint das mit Nationalspielern gespickte Berliner Team. Anpfiff zum ersten Spiel der Best-of-Five-Serie ist bereits am Mittwoch um 18 Uhr auf der Esslinger Neckarinsel.

Mit den erfolgreichen Viertelfinal-Duellen gegen SG W98/Waspo Hannover im Rücken und dem Wissen, gegen den amtierenden Meister Wasserfreunde Spandau 04 nichts zu verlieren zu haben, werden die Esslinger Wasserballer ohne Druck und mit Freude an die Aufgabe herangehen können. Allerdings wird SSVE-Cheftrainer Patrick Weissinger personell nicht aus dem Vollen schöpfen können: neben dem verletzten Centerspieler Michael Müller wird auch Centerverteidiger Bastian Lehmann aus beruflichen Gründen fehlen. Torhüter Predrag Spasojevic ist aus familiären Gründen in die Heimat gereist und wird daher auch nicht mit von der Partie sein.

Bei warmem Sommerwetter hoffen die Esslinger auf eine gute Zuschauerresonanz beim Spiel am Mittwochabend, das aus An- bzw. Abreisegründen der Berliner noch einmal von ursprünglich 19 Uhr auf 18 Uhr vorverlegt wurde.

Bei der 8:9-Niederlage der Deutschen Nationalmannschaft vergangene Woche in Frankreich in der Weltliga waren gleich acht Spieler von Spandau 04 nominiert, was die Ausnahmestellung der Berliner verdeutlicht. Allerdings waren sie trotz dieser scheinbaren Übermacht in diesem Jahr bei der Pokalendrunde in Esslingen nach der Viertelfinalniederlage gegen den späteren Pokalsieger ASC Duisburg nur Zuschauer.

Personell wird sich die Situation im Hinblick auf die beiden Auswärtspartien am kommenden Wochenende in Berlin aus Esslinger Sicht eher noch verschärfen: aufgrund eines Versäumnisses des Süddeutschen Schwimmverbandes findet zeitgleich die Süddeutsche Meisterschaft der A-Jugend in Weiden statt. Und da die Esslinger Mannschaft bekanntermaßen eine sehr junge Truppe ist und fast die Hälfte der Spieler noch A-Jugendliche sind, muss der SSVE mit einer deutlich geschwächten Mannschaft nach Berlin reisen. Unverständnis für diese Terminkollision beim SSVE und dessen Trainer Patrick Weissinger: „Dass so etwas passiert, ist unglaublich. Noch viel schlimmer ist allerdings, dass vom Verband trotz mehrfachem Hinweis unsererseits bereits vor einigen Wochen bis heute nicht mal eine Reaktion erfolgte. So schwächt sich der süddeutsche Wasserball selbst.


06.06.10

SSV Esslingen steht im Halbfinale

Sieg gegen Hannover im dritten Spiel / Überragende Abwehr

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen hat sich von der knappen 6:5 (1:0, 2:3, 1:0, 2:2)-Niederlage am Samstag nicht beirren lassen und ist am Sonntag mit einem tollen 5:9 (1:2, 0:4, 1:0, 3:3)-Erfolg ins PlayOff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft eingezogen. Zusammen mit dem Vizepokalsieg ist es damit schon jetzt die erfolgreichste Saison in der über 100jährigen Vereinsgeschichte.

Die Freude bei der jungen Mannschaft des SSVE war nach dem Schlusspfiff groß. Selbst SSVE-Centerspieler Michael Müller, mit drei Treffern einmal mehr entscheidend am Sieg der Esslinger Wasserballer beteiligt, brauchte ob seiner zwei „Cuts“ ober- und unterhalb des linken Auges, keinen Trost: mit dem 2:1-Sieg in der Best-of-Three Serie gegen die SG W98/Waspo Hannover haben die Esslinger den Erfolg im Pokal nun auch in der Meisterschaft mehr als bestätigt und gehören somit zu den vier Top-Teams im deutschen Wasserball. SSVE-Cheftrainer Patrick Weissinger war hochzufrieden: „Wir haben damit unser Ziel, das Halbfinale, erreicht. Und das überzeugend, mit einer ganz starken Abwehrleistung.“ Hannes Glaser, dreifacher Torschütze und Spieler des Tages im entscheidenden dritten Spiel am Sonntag fügte hinzu: „Eigentlich hätten wir schon am Samstag den Sack zumachen können, aber heute war es dann eine absolut überzeugende Leistung. Die Saison ist ein riesen Erfolg für den Verein, und das mit unserer jungen Mannschaft, das ist einfach klasse.

Nach dem 11:7-Heimsieg am vorigen Wochenende musste der SSVE nun zweimal auswärts in Hannover antreten. Dass es in der Fremde kein Selbstläufer werden wird, war vorauszusehen. Am Samstag ging es im ersten Viertel Hin und Her, lediglich den Hausherren gelang durch Daniele Polverino ein Treffer. In der elften Spielminute erzielte Hannes Glaser das erste Tor für Esslingen zum 1:1-Ausgleich. Hannover ging nun zweimal in Führung, jedes Mal konnte der SSVE durch Jovan Radojevic umgehend wieder ausgleichen. Mit 3:3 ging es in die Halbzeit. Im dritten Viertel sollte kein Treffer aus dem laufenden Spiel fallen, lediglich Hannovers japanischer Nationalspieler Yoshinori Shiota traf per Strafwurf. In dieser Phase überstanden die Esslinger vier Unterzahlspiele, während sie selbst nur eine Überzahlmöglichkeit zugesprochen bekamen. Insgesamt war der SSVE nur sechs Mal in Überzahl, selbst verursachte man zehn Persönliche Fehler, darunter gleich zwei Strafwürfe. Zu Beginn des letzten Spielabschnittes konnte Hannes Rothfuß noch einmal zum 4:4 ausgleichen. In der Folgezeit konnte Hannover durch zwei Tore erstmals eine Zwei-Tore-Führung herausspielen, die die Vorentscheidung bedeutete. Jovan Radojevic konnte nur noch zum 5:6-Endstand verkürzen. Esslingen wusste zwar in der Abwehr zu überzeugen, doch im Angriff leistete man sich zu viele Fehler, vor allem schwache Anspiele auf die Centerposition.

Im entscheidenden dritten Spiel zeigte der SSV Esslingen erneut eine ganz starke Abwehrleistung, doch im Gegensatz zum Vortag wussten die SSV-Wasserballer nun auch im Angriff zu überzeugen. Esslingens 17jähriger Linkshänder Hannes Glaser bescherte seiner Mannschaft mit einem Doppelpack eine schnelle 2:0-Führung. Philip Gatzemeier konnte noch vor der ersten Viertelpause den Hannoveraner Anschlusstreffer markieren. Im zweiten Abschnitt drehten die Esslinger dann richtig auf: Bastian Lehmann traf zum 3:1, nach Auszeit traf Michael Müller in Überzahl zum 4:1. Esslingens Centerspieler traf in den nächsten zwei Minuten zwei weitere Male und erhöhte somit für den SSVE auf 6:1. So endete eine hervorragende erste Halbzeit mit einer überragenden Abwehr um Torhüter Predrag Spasojevic. Wie schon am Vortag mussten die Esslinger im dritten Viertel mehrere Unterzahlsituationen hinnehmen, gleich fünf an der Zahl, davon einmal sogar eine doppelte Unterzahl. Doch die Hannoveraner konnten aus den sich ihnen bietenden Chancen keinen Nutzen ziehen und trafen lediglich per Strafwurf zum 2:6. Eine erhebliche Schwächung musste der SSVE bereits in der 18. Spielminute hinnehmen: Centerspieler Michael Müller konnte nach je einem Cut unter bzw. über dem linken Auge nicht mehr eingesetzt werden. Im letzten Abschnitt bäumten sich die Spieler aus der niedersächsischen Landeshauptstadt noch einmal auf und kamen durch zwei schnelle Tore innerhalb einer Minute auf 4:6 heran. Fünf Minuten vor Schluss war es dann aber Hannes Glaser, der mit einem sehenswerten Bogenball vorentscheidend zum 7:4 aus Esslinger Sicht traf. In der Folgezeit wurde das Esslinger Team weiter dezimiert: zunächst traf es Jovan Radojevic, der einen Strafwurf verursachte und kurze Zeit später auch seinen dritten persönlichen Fehler hinnehmen musste. Hannover gab sich aber noch nicht geschlagen und versuchte zu kontern. Doch Esslingen kam schnell wieder in Ballbesitz und Torhüter Predrag Spasojevic erkannte die Situation am schnellsten: mit einem 25m-Pass bediente er seinen Mannschaftskapitän Robert Roth, der das 8:4 und damit die endgültige Entscheidung herbeiführte. In Überzahl, Mike Troll wurde nach seinem dritten persönlichen Fehler ebenfalls zum Duschen geschickt, traf Yoshinori Shiota zwar noch einmal zum 5:8, doch vier Sekunden vor dem Schlußpfiff erzielte Hannes Rothfuß den 9:5-Endstand.

Im Halbfinale wartet nun Rekordmeister Spandau 04 Berlin. Die Hauptstädter sind seit Jahrzehnten die bestimmende Mannschaft im deutschen Wasserball. Zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Best-of-Five-Halbfinalserie kommt es bereits am kommenden Mittwoch um 19 Uhr auf der Esslinger Neckarinsel. Fehlen wird dann auf alle Fälle auf Grund seiner Gesichtsverletzung SSVE-Center Michael Müller. Ebenfalls nicht mit von der Partie sein wird Torwart Predrag Spasojevic, der aus familiären Gründen in die Heimat reisen muss. Die Esslinger können aber völlig ohne Druck in die nun anstehenden Partien gegen Spandau 04 gehen und die schwere Aufgabe mit Freude angehen, in der Sicherheit, eine tolle Saison gespielt zu haben.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: Predrag Spasojevic (Torwart), Hannes Glaser (1 Tor am Samstag/3 Tore am Sonntag), Hannes Rothfuß (1/1), Matthias Thoma, Axel Hänchen, Mike Troll, Robert Roth (-/1), Michael Müller (-/3), Lars Blankenhorn, Robin Finkes, Jovan Radojevic (3/-), Bastian Lehmann (-/1), Moritz Baum (Torwart).


06.06.10

SV Krefeld 72 dreht das Spiel im letzten Viertel

Klassenerhalt gesichert

von Jörg Schäfer

Durch einen hart erkämpften 8:7 Sieg gegen Duisburg 98 sichert sich die SV Krefeld 72 im zweiten Spiel des Play-Down-Viertelfinales vorzeitig den Klassenerhalt in der Wasserball-Bundesliga.

Es war für die Mannschaft von SVK-Cheftrainer Gábor Bujka das erwartet schwere Match. Die Duisburger waren mit lautstarkem Anhang nach Krefeld gekommen und wollten zeigen, dass die enttäuschende Leistung aus dem verlorenen Heimspiel vor einer Woche ein Ausrutscher war. Von Beginn an entwickelte sich auf beiden Seiten ein Kampfspiel mit dem besseren Start für den DSV 98. Der nach seiner Sperre zurückgekehrte Center Raul Diakon wirkte sich dabei belebend auf das Angriffsspiel des Aufsteigers aus. Der frühe Rückstand verunsicherte die Krefelder Mannschaft zusätzlich. Insbesondere das Überzahlspiel der SVK ließ an diesem Tag mehr als zu wünschen übrig. Die Sonneneinstrahlung machte es allerdings den Spielern an diesem Tag auch nicht einfach. Mal wieder leichtfertig wurden die klarsten Torchancen vergeben oder DSV-Keeper Thomas Hertes hielt durch tolle Paraden seine Mannschaft im Spiel.

Die SVK konnte zwar bis zur Halbzeit den Rückstand aufholen, geriet aber zu Beginn des 3. Viertels durch den dritten Treffer von Raul Diakon postwendend wieder in Rückstand. Danach wog das Spiel hin und her. Krefeld hatte schon in der 12. Minute Andreas Jürgens mit drei persönlichen Fehlern verloren. Auf Duisburger Seite folgte ihm Center Michael Werner zu Beginn des dritten Abschnittes. Zusätzlich musste beim DSV 98 Sven Wies schon vor der Halbzeit verletzungsbedingt ausscheiden. Duisburg konnte zwar bis in den Schlussabschnitt eine 7:6 Führung halten, konditionelle Verschleißerscheinungen waren aber unverkennbar. Über die ganze Spielzeit betrieb der DSV 98 einen großen Aufwand und agierte mit Pressdeckung, was nach und nach die Kräfte schwinden ließ. Die SVK gewann schwimmerisch immer mehr die Oberhand, ließ aber zum Entsetzen der eigenen Fans klarste Einschussmöglichkeiten aus. Mehrfach tauchten die SVK-Spieler allein vor dem Duisburger Kasten auf und brachten den Ball nicht im gegnerischen Gehäuse unter.

Die endgültige Wende kam dann mit Beginn des Schlussabschnittes. Linkshänder Sebastian Bruch, später auch zum Spieler des Tages ernannt, nahm sich ein Herz und brachte mit seinen beiden Toren die SVK auf die Siegerstraße. Das Spiel blieb bis zum Schluss deshalb spannend, da es die SVK weiterhin versäumte, den Sack im Angriff zuzumachen. Hinten hatte SVK-Keeper Kai Füge mittlerweile sein Tor vernagelt und lies nichts mehr anbrennen, so dass es am Ende bei dem knappen, aber hoch verdienten Sieg der Krefelder blieb.

Nach Spielschluss entzündete sich die Enttäuschung auf Duisburger Seite zunächst an der Verletzung von Sven Wies, da man der SVK hier übertriebe Härte unterstellte. Hierzu SVK-Teammanager Jörg Schäfer: „Natürlich war es von Anfang an, von beiden Seiten allerdings, ein Kampfspiel. Immerhin ging es ja auch um was. Derbycharakter, viele Zuschauer, lautstarke Fans und Emotionen am Beckenrand. Alles Dinge, die unseren Sport attraktiv machen. Dabei ist die Verletzung eines Spielers immer bedauerlich, aber im Wasserball leider nie ganz auszuschließen, was wir in dieser Saison ja schon selbst im Kader erleben mussten. Wir wünschen jedenfalls Sven Wies, der ja auch das körperbetonte Spiel liebt, baldige Genesung. Ich kann die Enttäuschung des Gegners auf der einen Seite verstehen, die hier nach großem Kampf verloren haben. Wenn ich allerdings sehe, dass wir nur zwei von elf Überzahlspielen in Tore verwandeln konnten und darüber hinaus mindestens zehn hundertprozentige Tormöglichkeiten, davon allein fünf Alleingänge, ausgelassen haben, denke ich, dass wir heute hoch verdient gewonnen haben und auch die bessere Mannschaft in der Serie waren. Wir haben uns nur die Sache selbst unnötig schwer gemacht. Der Gegner musste mit seiner Pressdeckung hohes Risiko gehen und dadurch zwangsläufig mehr Zeitstrafen in Kauf nehmen als wir mit unserer Zonendeckung. Wir sind froh, dass wir nun den Klassenerhalt geschafft haben. Jetzt gönnen wir uns ein paar Tage Pause und planen dann die neue Saison. Es wird Veränderungen im Spielerkader geben, da einige angekündigt haben, mit dem Wasserballsport kürzer treten zu wollen.

SVK-Coach Gábor Bujka war ebenfalls die Erleichterung anzumerken. Das „Wasserbad“ nach Spielschluss gemeinsam mit Co-Trainer Robert Fuchs wurde gerne in Kauf genommen. „Ich denke, dass wir in der Abwehr wieder ordentlich gestanden haben, wenngleich es durch die Rückkehr von Raul Diakon für uns schwerer war als vor einer Woche. Durch den Rückstand sind wir allerdings immer mehr verkrampft und haben uns im Angriff sehr schwer getan. Dass wir so viele Torchancen ausgelassen haben, ist für mich unbegreiflich, ich bin aber glücklich, dass es am Ende, wenn auch knapp, gereicht hat. Der Gegner führt seine Niederlage auf die fehlende personelle Besetzung zurück, was sein gutes Recht ist. Wir sprechen schon gar nicht mehr davon, dass uns mit Jens Goldbaum (zweimal Meniskus-OP), Gerrit Schäfer (Augenhöhlenbruch), Christian Jünemann (Rippenbruch) und Yannik Zilken (Bruch im Handgelenk) vier Stammkräfte teils schon seit Monaten nicht mehr zur Verfügung stehen.

SV Krefeld 72 - Duisburger SV 98: 8:7 (1:3, 4:2, 1:2, 2:0)

SV Krefeld 72: Sascha Vaegs, Simon Stöffges, Johannnes Mengeler (1), Lukas Stöffges (1), Veit Schäfer, Andreas Jürgens (1), Alexander Stomps, Daniel Packenius (1), Tobias Packenius (1), Phllip Stachelhaus, Hanno Vulmahn (1), Sebastian Bruch (2), Kai Füge

Duisburger SV 98: Thomas Hertes, Sven Wies, Mirco Schott (2), Nils Theiß, Marek Debski (1), Raul Diakon (3), Felix Grade, Florian Sons, Michael Werner (1), Benjamin Poley, Lars Standke, Jan Bilstein, Gerrit Rosshoff


06.06.10

DSV 98 muss in die "Verlängerung"

Knappe 8:7-Niederlage gegen SV Krefeld 72 im zweiten Spiel

von Mirco Schott

Mit dem zweiten Spiel in der ersten Runde der Play-downs ging es gestern mit der Derby-Serie um den Klassenerhalt in der Wasserball-Bundesliga weiter. Dabei war der DSV 98 diesmal auswärts zu Gast beim linksrheinischen Nachbarn SV Krefeld 72. In einem spannenden, knappen und harten Spiel verlor der DSV 98 jedoch mit 8:7 und muss nun in der 2. Runde der Play-downs um den Klassenerhalt in die "Verlängerung".

Nach der Heimniederlage vor Wochenfrist (3:7 aus Sicht des DSV 98) stand der DSV 98 in diesem Spiel bereits mit dem Rücken zur Wand und musste gewinnen. Im Fokus stand dabei das zuletzt verbesserungswürdige Angriffsspiel der 98er. Hier wollte die Mannschaft nachlegen und Gefahr ausstrahlen. Und das setzte sie auch erfolgreich um: Der DSV 98 kam sehr gut ins Spiel und führte bereits nach dem ersten Viertel durch Tore vom gestern überragenden Center Raul Diakon sowie Michael Werner und Mirco Schott mit 3:1. Spannend ging es auch weiter. Es war ein von beiden Mannschaften gutes und intensives Spiel, so dass die zahlreichen Zuschauer an der Palmstrasse in Krefeld voll auf ihre Kosten kamen. Zur Halbzeit stand es ausgeglichen 5:5. Wermutstropfen aus Sicht des DSV 98 war jedoch, dass Sven Wies nach einem Schlag durch einen Gegenspieler mit Trommelfellriss ins Krankenhaus und später auch operiert werden musste. Dies schmälerte den durch die Sperre von Daniel Grohs und den verletzungsbedingten Ausfall von Jens Standke ohnehin schon reduzierten Kader des DSV 98 weiter und sollte sich auch im Spiel schlussendlich wieder finden. Zu Beginn des 3. Viertels musste auch Center Michael Werner durch seine dritte Zeitstrafe das Spiel vorzeitig beenden. Doch die Mannschaft von Trainer Christian Koke gab zu keinem Zeitpunkt das Spiel verloren und kämpfte aufopferungsvoll bis zum Schluss. Eine zwischenzeitliche Führung der Gastgeber konnte ausgeglichen werden, zum Ende des 3.Viertels konnte der DSV 98 mit dem 7:6 sogar selbst in Führung gehen. Im Schlussviertel schwanden dann ein wenig die Kräfte, dennoch war das Spiel auf des Messers Schneide und der SVK konnte knapp in den Schlussminuten mit 8:7 gewinnen. Doch der DSV 98 kann mit seiner Leistung mehr als zufrieden sein. Die Mannschaft hat sich sehr gut verkauft und gekämpft. In der Serie ist der SV Krefeld 72 jedoch die bessere Mannschaft und konnte durch die beiden Siege sich vorzeitig den Klassenerhalt erkämpfen.

"Es war ein sehr gutes Spiel", so auch Trainer Koke nach der Partie. "Wir haben unsere Taktik sehr gut umgesetzt und endlich Tore erzielt. Die Mannschaft hat gekämpft und alles gegeben. Ich bin stolz auf die Jungs. Sie haben gezeigt, dass sie absolute Moral und Mannschaftsgeist haben. Das Spiel war knapp und letztlich entscheiden dann Kleinigkeiten. Unsere fehlende personelle Besetzung war sicherlich ein Faktor. Schade, dass es solch übertriebene Härte beim Gegner gegeben hat, denn Sven Wies wird für diese Saison nun komplett ausfallen. Letztlich war Krefeld jedoch stärker und hat die Serie gewonnen. Jetzt schauen wir nach vorne und werden am Mittwoch den ersten Schritt für den Klassenerhalt legen."

Durch die Niederlage muss der DSV 98 nun in die zweite Play-down-Runde. Hier werden nun im Modus "best of five" die Absteiger in die zweite Liga ausgespielt, sprich die Verlierer dieser Serie steigen direkt ab, die Gewinner haben sich gerettet und können für das nächste Jahr für den erstklassigen Bereich planen. Gegner des DSV 98 wird in dieser Runde SSF Aegir Uerdingen sein. Diese haben ihre Serie gegen Magdeburg verloren und treten nun gegen den DSV 98 an.

Das erste Spiel findet bereits am kommenden Mittwoch (09.06.2010) in Krefeld statt. Das zweite und dritte Spiel dann am kommenden Wochenende (12./13.06.2010) im heimischen Inselbad an der Kruppstrasse statt. Hierzu folgen noch weitere Information.

SV Krefeld 72 - DSV 98: 8:7 (Endstand Play-down-Runde 2:0)

Viertelergebnisse: 1:3, 4:2, 1:2, 2:0

DSV 98: Thomas Hertes, Sven Wies, Mirco Schott (2 Treffer), Nils Theiß, Marek Debski (1), Raul Diakon (3), Felix Grade, Florian Sons, Michael Werner (1), Benjamin Poley, Lars Standke, Jan Bilstein, Gerrit Rosshoff


05.06.10

Historische Saison beendet - Freude über Rang sechs

SV Weiden verliert in Uerdingen 6:12

(prg)  Auch wenn sie nun mit zwei Niederlagen endete, es war die erfolgreichste Saison seit Vereinsbestehen und wird in die Geschichtsbücher der Klubgalerie eingehen: Die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden haben am Samstag zwar auch ihr zweites Viertelfinalspiel in den Play-Offs der 1. Deutschen Wasserball-Liga gegen den Schwimmverein Bayer Uerdingen mit 6:12 verloren, können sich nach dem fast schon sensationellen Play-Off-Einzug dennoch über den sechsten Rang in Deutschlands höchster Spielklasse freuen.

Wir haben im ersten Viertel mehr Fehler gemacht als in den letzten fünf Spielen zusammen“, ärgerte sich SV-Coach Irek Luczak nach dem Spiel in der Seidenstadt, korrigierte aber wenig später: „Wir dürfen nicht vergessen was für eine wahnsinnige Saison wir gespielt haben.“ Mit 1:5 geriet der SVW bei der Werksmannschaft aus Uerdingen bereits im ersten Viertel ins Hintertreffen, hatte dann trotz ausgeglichenem zweiten Viertel (3:3) keine Chance mehr das Spiel umzubiegen. Der SV Bayer bestrafte konsequent die Fehler der Reger-Städter und führte vor der letzten Pause bereits mit 9:4. Die Weidener Mannschaft um Kapitän Thomas Aigner hielt bestens dagegen, hielt das Spiel lange offen und ausgeglichen und zeigte, dass nächste Saison definitiv mit ihr zu rechnen ist, auch wenn man nicht gefährlich nahe an die Uerdinger ran kam.

Wir haben unser Saisonziel, den Einzug in die Play-Offs, eindrucksvoll erreicht. Dass wir nun auf dem sechsten Rang stehen, ist für uns eine Riesensache“, freute sich Paul Kosiba, einer der vielen Weidener Spieler, die den Aufstieg aus der Verbandsliga Bayern bis in die Meisterrunde der 1. Deutschen Wasserball-Liga mitgemacht haben.

Nun können sich die Verantwortlichen und Akteure in der kommenden Saison auf Heimspiele gegen Rekordmeister Spandau Berlin, Pokalsieger ASC Duisburg oder Bayern-Derbys gegen Ex-Meister SV Würzburg 05 freuen. Auch die weiteren Namen Bayer Uerdingen, Waspo Hannover, SSV Esslingen und Wedding Berlin klingen nicht nur wie Deutschlands Elite, sie sind es auch. „Wir wollen uns in der nächsten Spielzeit keinesfalls verstecken“, gibt sich Torhüter Vladimir Srajer bereits jetzt gewohnt kämpferisch. Er war es auch, der sich in der gesamten Saison als enormer Rückhalt der Mannschaft präsentierte und mit drei Auszeichnungen zum „Spieler des Tages“ auch oft heraus stach. Ebenso oft kam Neuzugang Holger Quast zu diesen Ehren, einzig Verteidiger und Jungnationalspieler Thomas Kick konnte sich mit vier Titeln öfter freuen.

Für die Weidener ist diese Saison seit Samstag beendet und damit auch die erfolgreichste Spielzeit der Vereinsgeschichte. Auch wenn es fast schon langweilig klingt: Dank dem steten Fortschritt und der enormen Entwicklung der Mannschaft kann der Klub bereits seit 2001 von Jahr zu Jahr von der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte sprechen, Rang sechs in der ersten Liga setzte dem ganzen dieses Jahr natürlich die Krone auf (siehe Statistik unten).

Nun sind die Verantwortlichen drauf und dran bereits alle Weichen für die kommende Saison zu stellen, um auch 2010/2011 wieder eine schlagkräftige Truppe beisammen zu haben, die sich mit den Top 8 des deutschen Wasserballs messen kann. Nach einer nur einwöchigen Pause werden die Jungs um Trainer Irek Luczak noch bis August weitertrainieren, ehe erst dann der Ball für einen Monat ruht. „Die Pause wäre sonst zu lange“, verriet der Weidener Coach, der damit bereits jetzt in Richtung nächster Saison sieht.

SV Bayer Uerdingen – SV Weiden: 12:6 (5:1, 3:3, 1:0, 3:2)

Uerdingen: Schenkel, Burdack – Obschernikat, Gorgs, Rößing 3, Tamson, Glüder, Wollthan 2, B. Luczak, Fabich 1, Kaiser 5, P. Angenoort 1, F. Packenius

Weiden: Srajer – T. Aigner, S. Kick, S. Luczak, T. Kick 2, Kosiba 1, H.C. Aigner, Horlbeck, Dogdu 2, Jahn, Bronold 1, Schäfer, Ingel

 

SV Weiden: Der Weg aus Liga fünf in die Meisterrunde:

2001

Verbandsliga Bayern  

 Meister
2002

Oberliga Bayern 

 Meister
2003

Regionalliga Süd 

  6. Platz
2004

Regionalliga Süd 

  4. Platz
2005

Regionalliga Süd 

  2. Platz
2006

2. Deutsche Wasserball-Liga 

  9. Platz
2007

2. Wasserball-Liga Süd 

  2. Platz
2008

1. Deutsche Wasserball-Liga 

12. Platz
2009

1. Deutsche Wasserball-Liga 

11. Platz
2010

1. Deutsche Wasserball-Liga 

  6. Platz

04.06.10

Zweites und drittes Spiel in den PlayDowns

DSV 98 auswärts wieder gegen SV Krefeld 72

von Mirco Schott

Zum zweiten Spiel in der ersten Runde der Play-downs geht es morgen mit der Derby-Serie um den Klassenerhalt in der Wasserball-Bundesliga weiter. Hier tritt der DSV 98 morgen diesmal auswärts beim linksrheinischen Nachbarn SV Krefeld 72 an. Anschwimmen in der Vereinsanlage der Gäste an der Palmstrasse in Krefeld ist um 18.00 Uhr.

Nach der Heimniederlage vor Wochenfrist (3:7 aus Sicht des DSV 98) steht der DSV 98 in diesem Spiel bereits mit dem Rücken zur Wand, führen die Krefelder in der Serie somit nun mit 1:0 nach Spielen. Die erste Runde der Play-downs wird in einer Serie "best of three" ausgetragen, sprich die Mannschaften, die zuerst zwei Spiele gegen ihren Gegner gewonnen hat, spielen auch im nächsten Jahr wieder erstklassig. Der Verlierer kommen in die zweite und finale Play-down-Runde. Hier werden dann im Modus "best of five" die Absteiger in die zweite Liga ausgespielt, sprich die Verlierer dieser Serie steigen direkt ab, die Gewinner haben sich gerettet und können für das nächste Jahr für den erstklassigen Bereich planen.

Dies heißt für den DSV 98, dass es in diesem Spiel bereits um alles geht, sprich die Chance auf ein mögliches drittes Spiel und bei Gewinn der Serie dem Klassenerhalt oder im Falle einer Niederlage das Zittern in der zweiten Play-down-Runde weiter geht. Da der linksrhreinische Nachbar SV Krefeld 72 durch die bessere Platzierung in der Hauptrunde Heimrecht genießt, findet ein eventuelles drittes Spiel ebenfalls in Krefeld statt. Dies ist aber noch Spekulation und Zukunftsmusik. Der DSV 98 muss erstmal im morgigen Spiel seine Form zeigen und gewinnen. Durch eine durchwachsene Leistung im ersten Spiel verpasste dieser es nämlich, mit einem Sieg im ersten Spiel den Grundstein für den Klassenerhalt zu legen. Da will und muss die Mannschaft nun gegensteuern:

"Wir sind heiß auf dieses Spiel", so Trainer Christian Koke. "Wir haben unter der Woche das erste Spiel analysiert und an unseren Fehlern gearbeitet. Wir waren im Angriffsspiel einfach zu schwach und haben zu wenige Tore erzielt. Da müssen und werden wir nachlegen. Nach wie vor sind wir guter Dinge hier den Spieß nochmals umzudrehen. Wir sind motiviert und fit und werden alles geben. Es wird ein spannendes Spiel, das die Mannschaft gewinnt, welche am Ende die besseren Nerven hat. In einem möglichen dritten Spiel wäre dann wieder alles drin." Spannung ist also garantiert, wenn sich am morgigen Samstag der Vorhang zum zweiten und vorentscheidenden Akt öffnet ...

Mannschaftlich tritt der DSV 98 leider nicht komplett an. Durch einen Verweis aus dem letzten Spiel ist Daniel Grohs gesperrt und kann nicht eingesetzt werden. Auch der Einsatz des zuletzt wieder genesenen Jens Standke ist fraglich, da es wieder Probleme mit seiner alten Verletzung gibt. Dafür wird aber Center Raul Diakon, der im ersten Spiel noch gesperrt war, wieder ins Geschehen eingreifen können. "Das ist für uns von absolutem Vorteil, da Raul ein Angriffsspieler und immer für ein Tor gut ist", bescheinigt ihm Koke.

Ein eventuelles drittes Spiel im Falle eines Sieges findet am Sonntag, 06.06.2010 wieder in Krefeld statt. Anschwimmen wäre um wiederum um 18 Uhr. Im Falle einer Niederlage startet die zweite Play-down-Runde am kommenden Mittwoch (09.06.2010). Gegner wäre dann wahrscheinlich SSF Aegir Uerdingen, die das erste Spiel gegen Magdeburg bereits verloren haben und morgen nun auswärts antreten müssen. Weitere Informationen folgen.


03.06.10

Ein Wunder oder Saisonende für SV Weiden

Ziel: Auch am Sonntag spielen

(prg)  Die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden haben nichts zu verlieren, wenn sie am kommenden Wochenende ins Rheinland reisen werden. Dort wartet der haushoch favorisierte SV Bayer 08 Uerdingen zum zweiten und hoffentlich dritten Viertelfinalspiel der Serie „best-of-three“ in der Deutschen Wasserball Liga.

Die Oberpfälzer schafften schon mit den Siegen gegen SG Neukölln Berlin die Sensation schlecht hin, überraschten auch mit dem passablen und gleichwertigen Spiel gegen SV Bayer (4:6 im ersten Viertelfinalspiel) und bleiben im schlechtesten Fall auf Rang sechs der Deutschen Wasserball Liga. Doch das Ziel für Samstag ist nichts geringeres als ein Sieg: „Wir fahren keine 600 km um das Spiel aufzugeben. Wir möchten das dritte Spiel am Sonntag erzwingen, dafür brauchen wir den Sieg am Samstag, auch wenn wir wissen, dass die Aufgabe um einiges schwieriger werden wird, als vor einer Woche in Weiden. Und wenn wir uns schon vom Ligabetrieb verabschieden müssen, dann eindruckvoll und ehrenwürdig“, bringt Trainer Luczak auf den Punkt.

Ein mutiges und sehr schweres Unterfangen, das der Coach vorgibt, denn die Krefelder gelten als sehr heimstark und schlugen schon alle deutschen Mannschaften in der vereinseigenen Traglufthalle am Waldsee - sogar Spandau 04 Berlin musste schon mal in den letzten Jahren daran glauben. Ein Sieg der Max-Reger-Städter in der „Höhle des Löwen“ dürfte schon beinah mit einem Wunder verglichen werden können und damit bleibt das dritte Spiel eher unwahrscheinlich und genau dieses dritte Spiel wollen die Schledorn-Schützlinge auch unbedingt vermeiden und geben sich sehr optimistisch: „Wir gehen nach wie vor davon aus, dass wir nur zwei Spiel zum Erreichen des Halbfinals brauchen. Der erste Matchball soll genutzt werden“, so die einzige Frau am Beckenrand der DWL. Selbstbewusst und ein wenig selbstsicher, denn die Vorbereitungen der Werk-Sieben sind jetzt schon teilweise auf die Halbfinalspiele gerichtet. „Es wäre doch schön, ihnen ein Bein zu stellen und das Entscheidungsspiel am Sonntag zu erzwingen. Dass wir das können, haben wir über drei Viertel in Weiden gesehen“ ,so Weidener Torwart Srajer, der im Moment mit einer bestechenden Form überzeugt, wovon sich die Krefelder im letzten Spiel selbst überzeugen konnten. Den Respekt haben sich die Weidener jetzt schon verdient, dies wurde sogar in den Berichten des jetzigen Gegners erwähnt.

Wie es aussieht, dürfen beide Mannschaften fast auf ihre Optimalaufstellungen zurückgreifen. Bei den Hausherren bleibt der Einsatz von Andre Plegge (Fingerverletzung) noch fraglich, die Weidener dagegen werden wiederholt den Topschützen Holger Quast vermissen (Flitterwochen), also dürften die Mannschaftsaufstellungen identisch mit denen des vergangenen Samstags sein. Angeschlagen ist auch Weidener Kapitän Thomas Aigner, sein Einsatz bleibt aber immer noch wahrscheinlich. Spielbeginn am Samstag ist um 16,30 Uhr, das erhoffte Entscheidungsspiel würde dann am Sonntag um 11,30 Uhr stattfinden.


03.06.10

SV Krefeld 72 will den ersten Matchball zum Klassenerhalt verwandeln

von Jörg Schäfer

Nach dem wichtigen Auswärtserfolg der SVK am letzten Wochenende bei Duisburg 98 steht die Mannschaft von Cheftrainer Gábor Bujka dicht vor dem Klassenerhalt in der Wasserball-Bundesliga. Ein weiterer Sieg möglichst am Samstag gegen den Aufsteiger von der anderen Rheinseite ist hierzu erforderlich.

Wir haben jetzt zwei Matchbälle, um uns frühzeitig den Verbleib in der DWL zu sichern. Meine Jungs wissen, dass hierzu noch einmal volle Konzentration und Leistungsbereitschaft notwendig ist. Duisburg wird uns nichts schenken“, warnt Trainer Bujka seine Spieler davor, dass nach dem Sieg in Duisburg der Rest der Serie zum Selbstläufer wird. Und in der Tat sind die Krefelder gewarnt. Das beste Beispiel hat die SVK in dieser Saison selbst gegeben. Nach der enttäuschenden ersten Heimniederlage in der Qualifikationsrunde gegen Esslingen hatten die Württemberger auch schon gedacht, in ihren nächsten beiden Heimspielen gegen die SVK den Sack zu machen zu können, aber Krefeld schlug schon im zweiten Spiel in Esslingen zurück.

Das ist oft eine Kopfsache und diesen Fehler wollen wir unbedingt vermeiden“, gibt Mannschaftskapitän Daniel Packenius die Stimmung der Mannschaft wieder. Garant für den Sieg in Duisburg war neben dem überragenden Torhüter Kai Füge die Abwehrarbeit der SVK, die kaum Chancen des Gegners zuließ. „Dafür haben wir nach vorne nicht so gut gespielt. Das wissen meine Spieler aber selbst und wollen es am kommenden Wochenende besser machen“, fasst der Ungar nochmals die Eindrücke aus dem Auftaktmatch des Viertelfinales zusammen.

Durch personelle Veränderungen beim DSV 98 ist damit zu rechnen, dass die Mannschaft von Trainer Christian Koke in Krefeld anders auftreten wird. Die Rückkehr von Linkshänder und Center Raul Diakon wird sicherlich das Angriffsspiel der Duisburger beleben. Dafür wird aber mit Daniel Grohs nach seinem Wasserverweis ein schwimmstarker und torgefährlicher Spieler fehlen. Ob am Ende die Mannschaft mit den besseren Nerven die Serie gewinnt, wie es DSV-Trainer Christian Koke prognostiziert hat, wird sich zeigen. Jedenfalls stehen die 98er am Samstag mit dem Rücken zur Wand und müssen gewinnen, um ein evtl. drittes entscheidendes Spiel zu erzwingen, das dann ebenfalls in Krefeld bereits am Sonntag um 18.00 Uhr durchgeführt würde.

Diese Ausgangssituation wird nicht gerade zur Beruhigung des Nervenkostüms der Duisburger beitragen und Krefeld wird alles daran setzen, seine Chancen zu nutzen. Immerhin bringt ein erfolgreiches Viertelfinale den erhofften Abschluss einer langen Saison und den Spielern zusätzliche freie Spiel- und Trainingstage. Was die Mannschaftsaufstellung der SVK für das Wochenende angeht, will sich SVK-Trainer Bujka noch nicht festlegen. „Wir hatten in Duisburg kurzfristig Ausfälle. Mal sehen, ob alle wieder bis auf die Langzeitverletzen an Bord sind, was mir mehr taktische Möglichkeiten eröffnen würde“, fasst Bujka die personelle Situation zusammen.


03.06.10

SSV Esslingen kämpft ums Halbfinale und Europa

Noch ein Sieg in Hannover gefordert / Robert Roth fällt wohl aus

von Axel Haenchen

Esslingen - Nach dem souveränen 11:7-Heimsieg über die SG W98/Waspo Hannover hat der SSV Esslingen nun in Hannover gleich zwei Matchbälle: mit einem weiteren Sieg wären die Esslinger Wasserballer für das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Anpfiff im Volksbad Limmer ist am Samstag um 16 Uhr, ein eventuell drittes Spiel fände sonntags an gleicher Stelle um 12 Uhr statt.

Der Sieger der Best-of-Three-Viertelfinalserie um die Deutsche Meisterschaft kämpft nicht nur um die Medaillen sondern ist zugleich auch für den europäischen Wettbewerb qualifiziert. Motivation genug also für das junge und erfolgshungrige Esslinger Team von Cheftrainer Patrick Weissinger: „Wir wollen gleich am Samstag alles klarmachen. Allerdings wird es in Hannover mit Sicherheit schwerer für uns, zumal der japanische Nationalspieler Yoshinori Shiota beim Gegner wieder mit dabei sein wird, der Einsatz unseres Kapitäns Robert Roth dagegen sehr fraglich ist“, warnt er zugleich vor zu großer Sicherheit. Der Mannschaftskapitän laboriert noch immer an einer Rückenverletzung, die er sich im Pokalfinale zugezogen hatte. Weiterhin nicht mit dabei sind auch Robert Berghoff und Christopher Meinhold, beide befinden sich im Ausland. Für die Niedersachsen geht es bereits am Samstag um alles, eine Niederlage und sie wären aus dem Kampf um die Deutsche Meisterschaft ausgeschieden.

Vergangenes Wochenende startete der SSVE mit einem verdienten 11:7-Sieg in die PlayOffs. Doch auch hier konnten die nach der Hauptrunde besser platzierten Hannoveraner (Platz 4) eine Halbzeit lang mithalten und dabei mehrmals in Führung gehen. Die Esslinger Wasserballer bekamen das Spiel erst im dritten Viertel richtig in Griff, als sie von einem 5:5-Zwischenstand auf 8:5 und im letzten Abschnitt gar auf 10:5 davonziehen und den Sieg perfekt machen konnten. Damit landeten sie im ersten Viertelfinale wie schon beim 12:8-Heimerfolg in der Hauptrunde einen ungefährdeten Sieg. Doch auch eine Niederlage kassierte der SSVE gegen Hannover bereits in dieser Saison: bei der 7:8-Auswärtsniederlage lagen die Esslinger lange in Führung und gaben am Ende völlig unnötigerweise den sichergeglaubten Sieg doch noch aus der Hand. Am Wochenende muss sich der SSVE darauf einstellen, dass sie auf eine bis zum „Umfallen“ kämpfende Mannschaft treffen werden, die aufgrund der Niederlage im ersten Spiel nun mit dem Rücken zur Wand steht. Doch mit einem engagierten und couragierten Auftritt könnten die Esslinger Wasserballer bereits am Samstag den Einzug ins Halbfinale perfekt machen und damit einem Entscheidungsspiel am Sonntag aus dem Wege gehen.


03.06.10

SV Cannstatt vor zweiter Begegnung gegen Neukölln

von Christoph Vorpahl

Die Wasserballer des SV Cannstatt reisen dieses Wochenende nach Neukölln, um dort in der zweiten Runde der Play-Downs in der Deutschen-Wasserball-Liga gegen die SG Neukölln anzutreten. Nach der 12:5 Heim-Niederlage am vergangenen Samstag haben die Cannstatter wieder etwas gut zu machen und wollen unbedingt eine dritte Partie am kommenden Sonntag erreichen. Hierzu benötigen sie allerdings einen Sieg in der Partie am Samstag. In diesem Fall würde die dritte Runde der Play-Downs dann für eine der beiden Mannschaften den vorzeitigen Klassenerhalt und gleichzeitig das letzte Spiel der laufenden Saison bedeuten.

Wir haben was gut zu machen. Nach der schlechten Leistung die wir am Samstag gezeigt haben, ist das unbedingt nötig. Ich weis, dass die Mannschaft viel besser spielen kann und das müssen wir jetzt am Wochenende zeigen“, meint SVC-Trainer Andras Feher.

Der SV Cannstatt kann nun am Wochenende auch auf seinen Kapitän Milosav Alecsic hoffen, der wieder aus Serbien zurückgekehrt ist. Allerdings müssen die Cannstatter auf ihren Youngster Timo van der Bosch verzichten, da dieser wegen seinem Erststartrecht bei Mannheim/Leimen spielen muss. „Falls wir am Samstag gewinnen sollten, kommt Timo aber auf jeden Fall am Sonntag nach“, so Andras Feher. Cannstatt hofft am Wochenende zumindest einen Sieg nachhause zu fahren, um Selbstvertrauen für die möglicherweise kommenden Spiele zu sammeln.


31.05.10

SSV Esslingen macht ersten Schritt Richtung Halbfinale

11:7-Heimsieg gegen SG Hannover / Rückspiel nächstes Wochenende

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen hat das erste PlayOff-Viertelfinale im Best-of-Three-Modus gegen die SG W98/Waspo Hannover verdient mit 11:7 (1:1, 4:3, 3:1, 3:2) gewonnen und sich damit eine gute Ausgangslage für die Rückspiele am kommenden Wochenende in Hannover gelegt.

Der SSV Esslingen schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle: nach der tollen Pokalendrunde auf der Neckarinsel mit dem Gewinn der Silbermedaille haben die Esslinger Wasserballer nun auch in der Liga den ersten Schritt in Richtung Halbfinale getan. Eingerahmt von der Vorrunde um die Deutsche B-Jugendmeisterschaft, die von Bernd Berger trainierten Jugendlichen erreichten übrigens die Endrunde der sechs besten Teams in Deutschland, schafften die Esslinger DWL-Wasserballer einen wichtigen Sieg im ersten Viertelfinal-PlayOff-Spiel. Gute Laune und ein positives Fazit daher auch beim vierfachen Torschützen und „Spieler des Tages“ Bastian Lehmann: „Am Anfang haben wir uns noch etwas schwer getan, insgesamt aber souverän und verdient gewonnen. Wir haben uns heute keine Schwächephase geleistet und als Mannschaft die Ausfälle gut kompensiert.

In der Tat waren die Esslinger personell nicht optimal aufgestellt: neben Robert Berghoff und Christopher Meinhold bemerkte man vor allem zu Beginn der Partie das verletzungsbedingte Fehlen von Mannschaftskapitän Robert Roth. Die anfängliche Unordnung sowohl in der Abwehr als auch im Angriff war wohl zu großen Teilen dem Ausfall des 26jährigen „Taktgebers“ des Esslinger Spiels geschuldet. Einige unvorbereitete Abschlüsse im Angriff brachte dem Gegner aus der niedersächsischen Landeshauptstadt ein ums andere Mal Konterchancen ein, die sie aber aus Sicht der Esslinger zum Glück größtenteils ungenutzt liessen. Bastian Lehmann markierte den Auftakttreffer nach etwas mehr als viereinhalb Minuten, den Nationalspieler Ingo Pickert noch vor der Pause egalisierte. Dem ereignis- und torarmen ersten Viertel folgte ein wesentlich unterhaltsamerer zweiter Spielabschnitt. Ilja Immermann markierte den Treffer zur Hannoveraner Führung, die der erneut stark aufspielende Esslinger Serbe Jovan Radojevic ausglich. Ingo Pickert brachte die Gäste letztmals mit 3:2 in Führung. Bastian Lehmann, Jovan Radojevic und Hannes Rothfuß sorgten mit drei Esslinger Toren für die 5:3-Führung. Vier Sekunden vor der Halbzeitpause nutzte die SG eine Überzahlsituation zum Anschlusstreffer. Esslingens starker und unermüdlich kämpfender Centerspieler Michael Müller sah vor allem in der Abwehr noch Steigerungsmöglichkeiten: „Ein solcher Treffer kurz vor der Pause ist vermeidbar, genauso dürfen wir zwei oder drei Fernschüsse nicht einfach so zulassen. Mit solchen einfachen Gegentreffern machen wir es uns immer wieder selbst schwer und lassen den Gegner wieder rankommen.

Zu Beginn des dritten Viertels konnten die Hannoveraner noch einmal durch einen verwandelten Strafwurf zum 5:5 ausgleichen, doch erneut drei Esslinger Tore in Folge durch Mike Troll, Hannes Glaser und Bastian Lehmann brachten die Vorentscheidung zu Gunsten der Heimmannschaft und zur Freude der zahlreichen Zuschauer. Gleich zwei Kamerateams des SWR-Fernsehens sahen im vierten Spielviertel eine Esslinger Mannschaft, die nicht locker liess und den Sack zumachte. Bastian Lehmann und Lars Blankenhorn erhöhten auf 10:5 aus Esslinger Sicht, mittlerweile war größtenteils die Esslinger A-Jugend im Wasser. So feierte der 18jährige Fabian Bader sein Debüt in der ersten Mannschaft des SSVE und auch Nachwuchstorhüter Moritz Baum zeigte mit einigen guten Paraden seine Klasse. Doch den letzten Esslinger Treffer erzielte mit seinem dritten Treffer im Spiel Routinier Jovan Radojevic.

Wichtig war, dass wir gut als Mannschaft funktioniert haben. Am Samstag erwartet uns ein anderes Spiel, da der bei Hannover schmerzlich vermisste japanische Nationalspieler Yoshinori Shiota wieder mit von der Partie sein wird und auf der rechten Seite für Wirbel sorgen wird,“ wagt Michael Müller einen Ausblick auf das kommende Wochenende. Ob der Esslinger Kapitän Robert Roth wieder dabei sein wird, erscheint derzeit eher unwahrscheinlich, da seine Rückenverletzung noch immer bei jeder Bewegung schmerzt. Am Samstag um 16 Uhr im Volksbad Limmer liegt der Druck nun aber auf den Hannoveraner Hausherren, die gewinnen müssen, um in einem möglichen dritten Spiel am Sonntag (12 Uhr – ebenfalls in Hannover) doch noch die Chance auf den Halbfinaleinzug zu haben.

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Predrag Spasojevic (Torwart), Hannes Glaser (1 Tor), Hannes Rothfuß (1), Matthias Thoma, Axel Hänchen, Mike Troll (1), Fabian Bader, Michael Müller, Lars Blankenhorn (1), Robin Finkes, Jovan Radojevic (3), Bastian Lehmann (4) und Moritz Baum (Torwart).


30.05.10

Spannung pur aber doch kein Wunder vom Schätzlerbad

SV Weiden unterliegt Bayer Uerdingen mit 4:6

(prg) Die Weidener Wasserballer sorgen erneut für Spannung und ein wahres Wasserballfest im vereinseigenen Schätzlerbad. Die Max-Reger-Städter verloren zwar ihr erstes Spiel der „best-of-three“-Serie gegen den international erfahrenen Drittplatzierten SV Bayer 08 Uerdingen mit 4:6 Toren, doch sie standen über lange Strecken mindestens auf Augenhöhe mit der Werksieben. Kaum auszudenken, was in Weiden los gewesen wäre, hätten die Oberpfälzer ein Spielviertel nicht verschlafen bzw. wären zwei Gegentore nach fragwürdigen Entscheidungen der Unparteiischen nicht gefallen.

Die knapp 200 Zuschauer kamen dennoch auf ihre Kosten und konnten teilweise selbst nicht glauben, wie stark ihre Weidener gegen hielten und phasenweise das Spiel bestimmten. Das Spiel begann mit einem 0:1 Rückstand, nach einer strittigen Strafwurfentscheidung, doch kurze Zeit später glich Thomas Kick in Überzahl aus. Gleich zwei Unterzahlen wehrten die Oberpfälzer im zweiten Abschnitt ab, bevor Sven Luczak sein Comeback-Tor in eigener Überzahl markierte, 2:1. Kurz vor der Halbzeitpause fiel durch Dominik Fabich das Ausgleichstor nach einem Konterangriff der Krefelder. Im dritten Viertel kam es dann zu einer Spielphase, die letztendlich das Spiel entschied. Sven Rößing traf im Doppelpack zum 2:4 Zwischenstand, ehe Bartek Luczak auf 2:5 nach einem strittigen Freiwurf vorentscheidend erhöhte, Bayer verschoss sogar noch einen Strafwurf und vergab damit die Chance auf den vorzeitigen KO. Kurz vor der letzten Viertelpause vergaben die Weidener noch eine Anschlusschance in Überzahl. Tilo Kaiser erhöhte in der 28. Minute sogar auf 2:6, bevor die Weidener noch Ergebniskosmetik betrieben. Andreas Jahn traf nach einer Traumvorlage des jungen Sebastian Roßmanns zum 3:6 und Alex Schäfer machte es eine Minute vor Schluß vor, wie Fernwürfe zum Erfolg führen könnten. Leider zu spät, die Weidener verloren nach einer packenden und sehenswerten Partie ihr erstes Viertelfinalmatch und fahren nächstes Wochenende mit einem 0:1 Rückstand nach Uerdingen. Sollte es zu keiner Sensation in der Bayer-Traglufthalle kommen, so würden die Weidener bereits am Samstag ihre erfolgreiche Saison mit einem hervorragenden 6. Tabellenplatz beenden. Doch, wer die Oberpfälzer Mannschaft kennt, wird wissen, dass sie vor dem Spiel noch nicht aufgeben und wenn schon nach Viertelfinale Schluss sein sollte, dann nur nach einer ehrenwürdigen Vorstellung.

Eine kurze Schwächephase hat uns heute den Sieg gekostet, das ist schade, aber nicht enttäuschend. Wir brauchen uns nicht mehr verstecken und können erhobenen Hauptes nach Uerdingen reisen. Wir werden noch unsere Chancen auswärts suchen, auch wenn die Bayer-Mannschaft als sehr heimstark gilt. Mit diesem Spiel sind wir definitiv in der Gruppe A angekommen, wir standen mit Bayer über drei Viertel lang mindestens auf Augenhöhe, das macht Mut für die kommende Saison. Auch das Ergebnis von Cannstatt (5:12 gegen Neukölln) beweist unsere Stärke und bestätigt nicht die These über Schwächen der Neuköllner, umso höher ist jetzt unser Relegationserfolg einzuschätzen“, erklärte Trainer Luczak nach dem Spiel und lobte das Engagement seiner Truppe. Hervorzuheben war wiederholt die Leistung des Weidener Keepers Vladimir Srajer, der mit sehenswerten Paraden die gegnerischen Schützen zeitweise zur Verzweiflung brachte, doch auch die gesamte Abwehrleistung des Teams überzeugte traditionell.

SV Weiden – SV Bayer 08 Uerdingen: 4:6 (1:1, 1:1, 0:3, 2:1)

SV Weiden: Vladimir Srajer im Tor, Thomas Aigner, Stefan Kick, Sven Luczak (1), Thomas Kick (1), Paul Kosiba, Thomas Ingel, Rico Horlbeck, Serkan Dogdu, Andreas Jahn (1), Florian Bronold, Alex Schäfer (1) und Sebastian Roßmann

SV Bayer 08 Uerdingen: Moritz Schenkel im Tor, Jan Obschernikat, Michael Gorgs, Sven Rößing (2), Tobias Tamson, Robert Glüder, Tim Wollthan (1), Bartek Luczak (1), Dominique Fabich (1), Tilo Kaiser (1), Patrick Angenoort, Andreas Burdack und Fabian Packenius


30.05.10

DSV 98 mit Fehlstart in die PlayDowns

3:7-Niederlage gegen SV Krefeld 72

von Mirco Schott

Zum Start der PlayDowns um den Klassenerhalt in der Wasserball-Bundesliga musste der DSV 98 an diesem Wochenende einen Fehlstart hinnehmen: Das erste Spiel in der Serie "best of three" gegen den SV Krefeld 72 verlor der DSV 98 im heimischen Inselbad mit 7:3.

Dabei waren alle Vorzeichen eigentlich gar nicht schlecht: Das Wetter zeigte sich von der besten Seite, es gab eine gigantische Heimkulisse, die vorab vom DSV 98 als Vorteil gesehen wurde und die Mannschaft war bestens vorbereitet. Dennoch kam der DSV 98 im Spiel bei der Chancenverwertung nicht in Tritt und verlor deswegen mit 7:3. Zu harmlos wirkte das Angriffsspiel der Duisburger.

Das erste Viertel verlief für beide Mannschaften ausgeglichen: Krefeld ging mit 1:0 in Führung, Felix Grade konnte in Überzahl wieder ausgleichen. Beide Mannschaften waren auf Augenhöhe, der DSV 98 hatte sogar mehr und die besseren Spielanteile. Zu Beginn des zweiten Viertels gab es dann jedoch einen herben Rückschlag für den DSV 98: Daniel Grohs wurde aufgrund einer vom Schiedsrichter geahndeten Aktion des Wassers verwiesen und der DSV 98 musste 4 Minuten in Unterzahl spielen. Hier bewies die Mannschaft absolut Moral und ließ in diesen 4 Minuten nur ein Gegentor zu. Ein Kraftakt, der den DSV 98 im Spiel hielt. Dennoch konnten die Krefelder dieses Viertel mit 2:0 gewinnen, so dass es zur Halbzeit 1:3 aus Sicht der Duisburger hieß. Schmerzlich für den DSV 98 wird hier in den nächsten Spielen das Fehlen von Daniel Grohs sein, der wohl mit 2 Spielen Sperre bedacht wird. Im weiteren Spielverlauf war der DSV 98 im Angriff einfach zu wirkungslos und fand kein richtiges Mittel den Krefelder Schlussmann Kai Füge, der zu Recht zum Spieler des Tages gekürt wurde, zu überwinden. Auch mit der berühmten Brechstange ging es nicht und so war es fast vorherzusehen, dass sich der DSV 98 noch einige Konter einfing und das Spiel schlussendlich verlor.

"Wir waren heiß auf dieses Spiel und diese Serie", so Trainer Christian Koke enttäuscht nach dem Spiel, "wir haben uns in der Pause zwischen Saisonrunde und dem heutigen Start gezielt auf diese Spiele vorbereitet, nochmals im Training nachgelegt. Dennoch haben wir heute kein gutes Spiel gezeigt und uns ausgerechnet zu Hause unter Wert verkauft. Unser Angriffsspiel war heute einfach zu harmlos. Wir haben es nicht geschafft, die Krefelder zwingend unter Druck zu setzen. Die Chancen, die wir hatten, wurde größtenteils nicht genutzt. Krefeld hat eine starke Defensivleistung gezeigt und so verdient gewonnen."

Dennoch gibt es für den DSV 98 und Trainer Koke keinen Grund diese Serie aufzugeben: "Heute war es nicht unser Spiel, aber die Serie ist noch nicht verloren. Dies war erst der erste Akt und wir dürfen und brauchen uns jetzt nicht von irgendwelchen Vorwürfen aus dem Takt bringen lassen. Wir haben insbesondere in Unterzahl heute Moral bewiesen und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie intakt und fit ist. Für die kommende Woche werden wir ganz klar an unseren Defiziten arbeiten und unser Angriffsspiel forcieren. Wir werden die Punkte genau analysieren und hier gegensteuern. Es wird noch eine spannende Serie, die die Mannschaft gewinnt, welche am Ende die besseren Nerven hat. Und da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen", gibt sich Koke für das nächste Spiel optimistisch.

Mit dem Heimspiel des DSV 98 gegen den SV Krefeld 72 begannen die Play-downs um den Klassenerhalt. Die erste Runde wird in einer Serie "best of three" ausgetragen, sprich die Mannschaft, die zuerst 2 Spiele gegen ihren Gegner gewonnen hat, spielt auch im nächsten Jahr wieder erstklassig. Der Verlierer kommt in die zweite und finale Play-down-Runde. Hier werden dann im Modus "best of five" die Absteiger in die zweite Liga ausgespielt, sprich die Verlierer dieser Serie steigen direkt ab, die Gewinner haben sich gerettet und können für das nächste Jahr für den erstklassigen Bereich planen. Durch die bessere Platzierung in der Hauptrunde genießt der SV Krefeld 72 in der aktuellen Serie Heimrecht, d.h. das erste Spiel fand in Duisburg statt, das zweite Spiel in Krefeld sowie ein eventuelles drittes Spiel ebenfalls in Krefeld. Spannung ist also garantiert, wenn sich am kommenden Samstag in Krefeld der Vorhang zum nächsten und zweiten Akt öffnet ...

Duisburger SV 98 - SV Krefeld 72: 3:7 (1:1, 0:2, 1:1, 1:3)

Aufstellung DSV 98: Thomas Hertes, Sven Wies (1 Treffer), Mirco Schott, Nils Theiß, Marek Debski, Jan Bilstein, Felix Grade (1), Florian Sons, Michael Werner, Daniel Grohs, Lars Standke (1), Jens Standke, Roland Golla


30.05.10

SV Cannstatt vergeigt erstes PlayDown-Spiel

Schlechteste Saisonleistung mündet in 5:12 Niederlage gegen Neukölln

von Christoph Vorpahl

Am vergangenen Samstag lieferte der SV Cannstatt sein schlechtestes Spiel der Saison ab und verlor mit 5:12 (1:3, 2:4, 1:4, 1:1) Toren gegen die SG Neukölln. „Dieses Spiel muss man einfach abhaken. Wir müssen diese Woche noch einmal richtig hart arbeiten und Trainingsspiele spielen, damit wir am kommenden Wochenende in Neukölln nicht wieder so schlecht aussehen“, sagt Trainer Andras Feher.

Schon zu Beginn der Spiels sah es für die Cannstatter nicht sehr gut aus, man kassierte unglückliche Tore und musste schon am Anfang des zweiten Spielabschnitts auf den etatmäßigen Center Tiberius Casper verzichten, welcher wegen drei persönlichen Fehlern nicht mehr eingesetzt werden durfte. Auch machte sich das Fehlen des Kapitäns Milosav Aleksic im Cannstatter Angriff bemerkbar. Einzig Peter Ambrus sorgte für Druck im Angriff und erzielte somit 4 von 5 Cannstatter Treffer.

Wir haben heute eine sehr schlechte Leistung gezeigt, aber es ist noch nichts verloren. Neukölln war heute auf jeden Fall die glücklichere Mannschaft, aber wir haben auch noch mindestens ein Spiel in Neukölln vor uns, um die Niederlage von heute wieder gut zu machen“, äußert Feher. Die kommenden Spiele finden am 5. und möglicherweise 6. Juni statt. Hier haben die Cannstatter nochmals die Chance auf den dritten Platz in der DWL Hauptgruppe B. Tore für den SV Cannstatt erzielten: Peter Ambrus (4) und Marvin Thran.


27.05.10

SSV Esslingen startet in die PlayOffs

Hannover erster Gegner / Ziel: Halbfinale

von Axel Haenchen

Esslingen - Für Vizepokalsieger SSV Esslingen gibt es keine Phase des Durchschnaufens: nach einem der größten Erfolge der Vereinsgeschichte am Pfingstwochenende geht es bereits am kommenden Samstag um 16 Uhr auf der Esslinger Neckarinsel gegen die SG W98/Waspo Hannover in die entscheidende Phase um die Deutsche Meisterschaft.

Den Wasserballern des SSV Esslingen blieb nicht viel Zeit, ihre Silbermedaille im Deutschen Pokalwettbewerb ausgiebig zu feiern. Nach einem großartigen Pokalwochenende auf der Neckarinsel sprang die Mannschaft bereits am Dienstag wieder zweimal ins Becken, um sich auf das erste PlayOff-Viertelfinalspiel gegen die SG W98/Waspo Hannover vorzubereiten. Die Norddeutschen lagen nach Beendigung der Hauptrunde auf dem vierten Platz, Esslingen war einen Rang dahinter. Gewinnt der SSVE zwei Spiele der Best-of-three-Serie, stünde man im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft und hätte so den hervorragenden Auftritt im Pokal bestätigt. „Es ist unser Ziel, ins Halbfinale einzuziehen. Dafür müssen wir am Samstag im eigenen Bad einen Sieg vorlegen, um die Serie bei den zwei folgenden Auswärtsspielen in Hannover erfolgreich gestalten zu können“, gibt SSVE-Cheftrainer Patrick Weissinger die Marschrichtung vor. Personell muss der Coach dabei wohl auf drei wichtige Kräfte verzichten: Robert Berghoff befindet sich beruflich in Shanghai und der Deutsch-Amerikaner Christopher Meinhold musste aus schulischen Gründen in die kalifornische Heimat reisen, beide fallen daher definitiv aus. Äußerst ungewiss ist auch der Einsatz von Mannschaftskapitän Robert Roth, der sich im Pokalfinale gegen ASC Duisburg eine schmerzhafte Rückenverletzung zuzog.

Gegen das Team aus der niedersächsischen Landeshauptstadt gab es in der laufenden Saison einen Sieg und eine Niederlage. Nach langer Führung verlor der SSVE in Hannover unglücklich mit 7:8, zuhause gab es bei der Freibaderöffnung vor etwa einem Monat einen überzeugenden 12:8-Erfolg für die Esslinger. Landen die SSVE-Wasserballer im heimischen Bad einen Sieg, hätten sie am darauffolgenden Wochenende in Hannover zweimal die Chance, den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen. Allerdings sind die Hannoveraner als heimstarkes Team bekannt, aufgrund der besseren Platzierung in der Hauptrunde konnten sie sich den kleinen Vorteil von zwei Heimpartien in der Viertelfinalserie erkämpfen. Doch die Esslinger werden als selbstbewusste Silbermedaillengewinner auftreten: ein solcher Erfolg macht Lust auf mehr!


27.05.10

DSV startet Mission Klassenerhalt

PlayDown gegen SV Krefeld 72

von Mirco Schott

Spannender kann es wohl nicht mehr werden: Zum Start der Play-downs gibt es direkt eine Derby-Serie um den Klassenerhalt in der Wasserball-Bundesliga. Zum ersten Spiel tritt der DSV 98 in der eigenen Vereinsanlage im Sportpark Wedau an. Zu Gast ist die Mannschaft vom linksrheinischen Nachbarn SV Krefeld 72. Anschwimmen im Inselbad an der Kruppstrasse ist um 16.00 Uhr.

Mit dem Heimspiel des DSV 98 gegen den SV Krefeld 72 beginnen die Play-downs um den Klassenerhalt. Hier kämpfen nun nicht nur der DSV 98 und SV Krefeld 72, sondern auch allen anderen Mannschaften der Hauptrunde B sowie die Verlierer der Relegationsrunde um den Verbleib in der Wasserball-Bundesliga. Die erste Runde wird in einer Serie "best of three" ausgetragen, sprich die Mannschaften, die zuerst 2 Spiele gegen ihren Gegner gewonnen hat, spielen auch im nächsten Jahr wieder erstklassig. Der Verlierer kommen in die zweite und finale Play-down-Runde. Hier werden dann im Modus "best of five" die Absteiger in die zweite Liga ausgespielt, sprich die Verlierer dieser Serie steigen direkt ab, die Gewinner haben sich gerettet und können für das nächste Jahr für den erstklassigen Bereich planen.

Dies heißt für den DSV 98, dass es ab diesem Spiel um alles geht, sprich um dem Klassenerhalt. Der linksrhreinische Nachbar SV Krefeld 72, der als Viertplatzierter der Hauptrunde B und Verlierer der Relegationsrunde gegen den frisch gebackenen Vize-Pokalsieger SSV Esslingen muss sich nun auch gegen die 98er im Kampf um den Klassenerhalt behaupten. Durch die bessere Platzierung in der Hauptrunde genießt der SV Krefeld 72 Heimrecht, d.h. das erste Spiel findet in Duisburg statt, das zweite Spiel in Krefeld sowie ein eventuelles drittes Spiel ebenfalls in Krefeld.

Knappe Ergebnisse in diesem immer spannenden Derbys zwischen den beiden Mannschaft gab es im Laufe der Saison, doch beide Spiele konnten die Krefelder bislang für sich behaupten. Jetzt muss der DSV 98 in diesem Spiel zeigen, dass er wie zuletzt in guter Form ist und mit einem Sieg in diesem ersten Spiel den Grundstein für den Klassenerhalt legen kann. "Wir sind heiß auf diese Serie", so Trainer Christian Koke vor dem Spiel. "Wir haben uns in der Pause zwischen Saisonrunde und dem heutigen Start gezielt auf diese Spiele vorbereitet, nochmals im Training nachgelegt und sind nun fit. Es wird eine spannende Serie, die die Mannschaft gewinnt, welche am Ende die besseren Nerven hat." Von Vorteil sieht er, dass der DSV 98 zunächst heimwärts spielt: " Hier wird am Samstag mit viel Andrang im Inselbad gerechnet. Das kann für uns nur gut sein", so Koke. "Unsere Fans werden uns wieder voll unterstützen, was zusätzliche Motivation bringt." Spannung ist also garantiert, wenn sich am Samstag der Vorhang zum ersten Akt öffnet ...

Mannschaftlich tritt der DSV 98 leider nicht komplett an. Verletzt ist glücklicherweise niemand. Auch der zuletzt noch fehlende Spieler Jens Standke ist wieder mit von der Partie, ebenso ist Mannschaftskapitän Mirco Schott von seinen Rückenproblemen erholt. Fehlen wird aber Center Raul Diakon, der wegen eines Verweises im Hauptrunden-Spiel gegen SV Cannstatt für dieses erste Spiel noch gesperrt ist. Dafür rückt wieder ein Jugendspieler (Jan Bilstein oder Sebastian Tauwel) in den Kader, Michael Werner wird primär die Center-Position einnehmen. Das zweite Spiel der Serie findet bereits am kommenden Samstag, 05.06.2010, dann aber auswärts in Krefeld statt. Ein eventuelles drittes Spiel wäre direkt am nächsten Tag (Sonntag, 06.06.2010) ebenfalls in Krefeld.


27.05.10

SV Cannstatt im ersten PlayDown-Spiel gegen SG Neukölln

von Christoph Vorpahl

Am kommenden Samstag beginnt für die Wasserballer des SV Cannstatt die spannendste Phase der Saison, hier entscheidet sich ob die Mannschaft ihr Ziel des Klassenerhalts sichern kann. Im ersten Play-Down Spiel, haben die Cannstatter Heimrecht und empfangen im Untertürkheimer Inselbad die SG Neukölln um 17 Uhr. Trainer Andras Feher ist für den Samstag sehr optimistisch gestimmt: „Wir haben bereits einige Male in der laufenden Saison bewiesen, dass wir durchaus in der Lage sind auch starke Mannschaften zu schlagen. Ich kenne noch einige der Spieler aus der Zeit als ich Junioren Nationaltrainer war und habe das Spiel gegen Weiden gesehen, ich denke dass es vor allem zuhause im Inselbad möglich ist Neukölln zu schlagen.

Leider muss der SV Cannstatt am Samstag auf seinen Kapitän Milosav Aleksic und den verletzten Center Thomas Mooser verzichten, allerdings ist auch Neuköllns bester Torschütze Pacyna durch das letzte Play-Off spiel gegen Weiden gesperrt und kann deshalb nicht teilnehmen. Falls es den Cannstattern gelingen sollte das Spiel für sich zu entscheiden, müssen sie allerdings noch ein Spiel in Berlin gewinnen um nicht abzusteigen, da die Play-Downs dem Spielmodus „best-of-three“ folgen. Die beiden weiteren Spiele finden dann am darauffolgenden Wochenende in Neukölln statt. Hier können sich die Cannstatter frühzeitig vor dem Abstieg bewahren. Hoffentlich spielt das Wetter am Samstag mit und ermöglicht ein spannendes Spiel und starke Unterstützung aus den eigenen Reihen.


14.05.10

SSV Esslingen siegt 10:9 nach Verlängerung

Viertelfinale erreicht / Rothfuß mit entscheidendem Treffer

von Axel Haenchen

Esslingen - Nach einem an Spannung und Dramatik kaum zu überbietendem Spielverlauf gewinnt der SSV Esslingen mit 10:9 (4:2, 1:2, 2:2, 1:2 / 1:1, 1:0) nach Verlängerung das vierte Qualifikationsspiel bei SV Krefeld 72 und zieht somit mit 3:1-Siegen in das PlayOff-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft ein.

Eine lange Esslinger Führung, 25 persönliche Fehler, ein gehaltener Strafwurf wenige Sekunden vor Spielende, Verlängerung und eine tolle Zuschauerkulisse – das vierte Qualifikationsspiele in der Best-of-Five-Serie zwischen SV Krefeld 72 und dem SSV Esslingen hatte so ziemlich alles an Dramatik zu bieten. Zwar hätten es sich die Esslinger Wasserballer leichter machen können, doch am Ende waren sie trotzdem die strahlenden Sieger. Und dazu noch um die Erfahrung reicher, ein solches Spiel auch personell geschwächt in der Verlängerung mit eisernem Willen zu gewinnen.

Doch der Reihe nach: Die ohne ihren erkrankten schussgewaltigen Linkshänder Hannes Glaser angetretenen Esslinger begannen stark. Die Routiniers Bastian Lehmann und Michael Müller brachten die Gäste mit 2:0 in Führung, Hannes Rothfuß und Kapitän Robert Roth hielten die Zwei-Tore-Führung bei zwei Krefelder Gegentreffern. Nach der ersten Pause verkürzten die Krefelder durch den dreifachen Torschützen Yannik Zielken, doch SSVE-Center Michael Müller war erneut zur Stelle und erzielte das 5:3. Genau sechs Minuten später traf der ebenfalls dreimal erfolgreiche Lukas Stöffges zum 4:5-Anschluss. So ging es in die Halbzeit. Nach der fünfminütigen Pause suchten die Esslinger die Entscheidung: Mike Troll und Robert Roth bauten die Führung auf 7:4 aus. Doch damit war die Gegenwehr der Heimmannschaft noch lange nicht geknackt: „Wir haben uns in der gesamten Qualifikation gegen Krefeld sehr schwer getan. Wie wir auch schon im Pokalviertelfinale erfahren mussten, geben die nie auf, egal wie es steht,“ erklärte Vizekapitän Hannes Rothfuß die sich im weiteren Spielverlauf ergebenden Schwierigkeiten. Denn die Westdeutschen kamen noch vor Ende des dritten Spielviertels wieder auf ein Tor heran. Eine knappe Minute nach Wiederanpfiff traf Mike Troll zum 8:6 aus Sicht der Esslinger, doch nur 15 Sekunden später zappelte der Ball durch einen Treffer von Tobias Packenius schon wieder im Esslinger Netz – es blieb spannend. Die dramatische Schlußphase beginnt etwa in der 26. Spielminute: Esslingen erkämpft sich ein Überzahlspiel, SSVE-Trainer Patrick Weissinger nimmt seine erste Auszeit, aber die Esslinger vergeben die Chance. Eine halbe Minute später ereignet sich das gleiche auf der anderen Seite, Überzahl, Auszeit, doch es bleibt bei der knappen Esslinger Führung. Es geht nun hin und her. Wiederum hat Esslingen die Chance in Überzahl – wieder kein Tor. Nach 31 Minuten wird Michael Müller von den Schiedsrichtern nach seinem dritten persönlichen Fehler zum Duschen geschickt. Doch es kommt noch schlimmer für den SSVE. Denn diese Überzahlsituation nutzen die Krefelder zum 8:8-Ausgleich durch Yannik Zilken. Noch 35 Sekunden sind zu spielen. Patrick Weissinger nimmt seine zweite Auszeit. Doch statt den Angriff auszuspielen und kurz vor Spielende noch einen Abschluss zu versuchen, schliessen die Esslinger vorne zu schnell ab und Krefeld bekommt noch eine Konterchance auf der rechten Angriffsseite. Bastian Lehmann versucht alles, seinen Gegenspieler noch einmal einzuholen, doch er kann ihn nur durch ein Foul stoppen. Die Unparteiischen entscheiden auf 5-Meter-Strafwurf, zugleich auch der dritte persönliche Fehler des SSVE-Centerverteidigers. Sieben Sekunden vor Spielende hat Krefeld also die Chance alles klar zu machen und ein fünftes Spiel zu erzwingen. Doch SSVE-Torhüter Predrag Spasojevic ahnt die Ecke voraus und hält den Wurf und erkämpft so für seine Mannschaft zumindest die Verlängerung.

Nach vier mal acht Minuten stehen nun noch einmal zwei Mal drei Minuten an. Während bei den Esslingern bereits zwei wichtige Spieler nicht mehr eingesetzt werden dürfen, kann das Heimteam noch auf die volle Mannschaftsstärke zurückgreifen. Doch die Esslinger zeigen großen Willen und kämpfen, selbst, als Krefeld in Überzahl mit 9:8 erstmals überhaupt in der Partie in Führung geht. Jovan Radojevic erzielt eine halbe Minute vor Ende der ersten Verlängerung den Ausgleich. In der zweiten Verlängerungshalbzeit passiert eineinhalb Minuten nichts, dann wird Robert Roth zum zweiten Mal hinausgestellt. Verwirrung bei allen Beteiligten, denn das Krefelder Protokoll zeigt an, es wäre der dritte persönliche Fehler des SSVE-Kapitäns gewesen. SVK-Trainer Gabor Bujka nimmt seine dritte Auszeit. Nach einigen Minuten Diskussion geht es für den SSVE in Unterzahl weiter, doch Robert Roth darf nach Absitzen seiner 20-Sekunden-Strafe noch einmal ins Spiel eingreifen. Der SSVE übersteht die Mann-weniger-Situation, bekommt seinerseits etwa eine Minute vor Ende ein Überzahlspiel zugesprochen. Auch Patrick Weissinger nimmt seine dritte Auszeit, schwört seine Jungs noch einmal ein. Schliesslich ist es der 19jährige Hannes Rothfuß, der die Verantwortung übernimmt und aus dem Rückraum den Spieler des Tages, SVK-Torwart Kai Füge, überwindet und zum 10:9 für seinen SSVE trifft. Aber es sind ja noch 47 Sekunden zu spielen, genügend Zeit also für das Heimteam, einen weiteren Treffer zu erzielen und sich somit in ein 5-Meter-Schiessen zu retten. Die Krefelder setzen nun alles auf eine Karte und werden belohnt: 21 Sekunden vor dem Schlusspfiff bekommen sie noch einmal eine Überzahlchance zugesprochen. Doch der lange Pass aus dem Rückraum auf den zweiten Pfosten gerät zu lang, SSVE-Keeper Predrag Spasojevic kann den Ball abfangen und damit den Esslinger Sieg festhalten.

Natürlich hätten die Esslinger Wasserballer die Qualifikationsspiele gegen Krefeld gerne überzeugender gestaltet, doch am Ende zählt der Erfolg. Und auch ein Blick auf die anderen Qualifikationsduelle zeigt, dass es in der DWL viel Spannung gibt. Würzburg als Achter der Hauptgruppe A gewann ebenfalls erst nach Verlängerung gegen Magdeburg (Erster der Hauptgruppe B). Die Franken ziehen damit auch mit 3:1-Siegen ins Viertelfinale ein. Dagegen erwischte es die SG Neukölln (6. Gruppe A) eiskalt. Sie verloren die Best-of-Five-Serie gegen den SV Weiden (3. Gruppe B) mit 1:3 und müssen somit den Gang in die PlayDowns gegen den Abstieg antreten. Zudem müssen sie in der nächsten Saison, den Klassenerhalt vorausgesetzt, in der Gruppe B antreten. Das vierte Qualifikationsduell zwischen dem SC Wedding Berlin (7. Gruppe A) und dem OSC Potsdam (2. Gruppe B) wird am kommenden Samstag sogar erst in der fünften Partie entschieden.

Für den SSVE tritt die Liga erst einmal in den Hintergrund. Alle Blicke richten sich nun auf die Pokalendrunde an Pfingsten im heimischen Freibad auf der Neckarinsel. Hier möchten die Esslinger Wasserballer mit einem Sieg im Halbfinale gegen den SC Wedding das Finale des Deutschen Wasserballpokals erreichen.

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Predrag Spasojevic (Torwart), Christopher Meinhold, Hannes Rothfuß (2 Tore), Matthias Thoma, Axel Hänchen, Mike Troll (2), Robert Roth (2), Michael Müller (2), Lars Blankenhorn, Robert Berghoff, Jovan Radojevic (1), Bastian Lehmann (1) und Moritz Baum (Torwart).


11.05.10

SSV Esslingen sucht die Entscheidung

Viertes Qualifikationsspiel in Esslingen / Esslingen 2:1 in Führung

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen möchte ein allesentscheidendes fünftes Spiel um die Qualifikation zur PlayOff-Teilnahme vermeiden und daher am kommenden Donnerstag um 17 Uhr im Krefelder Vereinsfreibad mit einem Sieg die Entscheidung herbeiführen.

Die Esslinger führen in der „Best-of-Five-Serie“ gegen SV Krefeld 72 aktuell mit 2:1. Beim vierten Spiel in Krefeld haben die Esslinger Wasserballer also einen „Matchball“. Die vergangene Woche hielt ein straffes und anstrengendes Programm für die SSVE-Spieler bereit: neben den sowohl körperlich als auch wegen der Drucksituation mental anstrengenden drei Partien gegen die Westdeutschen standen auch noch Testspiele gegen den DWL-Konkurrenten SGW U Magdeburg auf dem Programm, die zu Gast in Esslingen waren. Alle Konzentration gilt aber nun dem vierten Aufeinandertreffen mit den Westdeutschen. SSVE-Cheftrainer Patrick Weissinger: „Wir wollen in Krefeld die Entscheidung. Nach dem aufreibenden Wochenende haben wir einen trainingsfreien Tag eingelegt, um mental und körperlich wieder auf der Höhe zu sein.

Die erste Partie in Krefeld hatten die Esslinger noch souverän mit 8:3 gewonnen. Mit diesem guten Ergebnis im Rücken wollte man bereits am vergangenen Wochenende die Serie mit zwei weiteren Erfolgen auf der heimischen Neckarinsel siegreich beenden. Allerdings stolperte der SSVE schon im zweiten Spiel am Samstagnachmittag und verlor mit 6:8. Es war ein schwaches Spiel der Esslinger, in dem sie viele Chancen ungenützt liessen. Doch rappelte sich die Mannschaft wieder auf und gewann am Sonntag die wichtige dritte Partie verdient mit 9:5. Doch noch ist ein weiterer Schritt zu tun. Und dass dieser kein Selbstläufer wird, ist der Esslinger Truppe längst klar, will man doch die Qualifikation überstehen und die PlayOffs um die Deutsche Meisterschaft unbedingt erreichen. Die Spieler werden hochkonzentriert und mit der nötigen Konsequenz, die vor allem am Samstag bei der Niederlage fehlte, ans Werk gehen müssen, um die Auswärtsaufgabe zu meistern. Schwächen sehen die Esslinger Spieler derzeit unter anderem in ihrem Überzahlspiel, was zuvor eigentlich eher zu den Stärken des SSVE zählte. Im dritten Spiel gelang den Esslingern im Angriff insgesamt schon wieder mehr, worauf man auch am Donnerstag aufbauen möchte. SSVE-Kapitän Robert Roth ist sich sicher: „Wir sind die bessere Mannschaft. Allerdings müssen wir 100 % Leistung bringen, ansonsten wird es gegen jeden Gegner in der DWL schwer zu gewinnen.

Sollte das Unterfangen im Westen gelingen, so hätte der SSVE ein spielfreies Wochenende vor der Pokalendrunde auf der heimischen Neckarinsel. Gäbe es eine Niederlage, so würden sich die beiden Teams eben dort im Vereinsbad des SSVE zum absoluten „Endspiel“ kommenden Samstag um 17 Uhr treffen. Die dann vorhandene nervliche Belastung soll aber nach Möglichkeit vermieden werden nach übereinstimmendem Wunsch der Mannschaft und ihrer Fans.


10.05.10

SV Weiden: Zweiter Matchball soll genutzt werden

Viertes Pre-Playoff-Spiel im Schätzlerbad / Freier Eintritt und Freibier für alle Gelb-Blauen

(prg)  Die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden haben am Donnerstag ab 17.30 Uhr im Schätzlerbad die historische Gelegenheit erstmals in der Vereinsgeschichte den Einzug in das Play-Off-Viertelfinale der 1. Deutschen Wasserball-Liga zu schaffen. In der Pre-Play-Off-Serie gegen die SG Neukölln Berlin führen die Weidener mit 2:1 nach Spielen und haben an der Merklmooslohe die Chance den großen Coup zu schaffen. Dabei gibt es erstmals freien Eintritt für alle Zuschauer sowie Freibier für diejenigen, die mit gelb-blauen Outfit erscheinen.

Noch läuft alles nach Plan: Auch wenn die Luczak-Schützlinge in der Best-Of-Five-Serie der Pre-Play-Offs am Sonntag mit 5:7 bei der SG Neukölln Berlin unterlagen und damit ihren ersten Matchball für den benötigten dritten Gewinn vergaben, mit dem 4:3-Erfolg am Samstag an gleicher Stelle konnte die Mannschaft von Trainer Irek Luczak dessen Vorgaben erfüllen und einen Sieg in der Hauptstadt holen. Damit steht es 2:1 in Spielen und der SV Weiden hat am Donnerstag im vereinseigenen Schätzlerbad die einmalige Gelegenheit den historischen Einzug zu schaffen.

Und der zweite Matchball soll jetzt genutzt werden: Nur ein Sieg trennt die Reger-Städter in ihrer dritten Erstliga-Saison von den Play-Offs um die Meisterschaft, mindestens dem sechsten Rang und der Hauptrunde A (Top 8) in der Wasserball-Saison 2010/2011. „Sicher wollten wir schon am Sonntag alles klar machen und gar nicht erst in das vierte Spiel gehen. Aber ich bin dennoch sehr stolz auf meine Mannschaft, dass wir am Samstag siegen konnten“, so Coach Luczak. „Den Play-Off-Einzug vor den eigenen Fans und Zuschauern zu schaffen ist eh noch viel toller!

Und während die Abteilungsleitung am vergangenen Mittwoch beim ersten Heimspiel mit Nieselregen und kalten Temperaturen mit widrigen Bedingungen zu kämpfen hatte, rechnet man am Donnerstag bei vorhergesagten trockenen und milden Temperaturen mit einem tobenden Schätzlerbad, toller Atmosphäre und vollen Rängen.

Besonderes Schmankerl: Die Wasserball-Abteilung bietet nicht nur allen Interessierten erstmals freien Eintritt zu einem DWL-Spiel, alle SVW-Fans, die passend zu den Abteilungs- sowie Kappen-Farben der Wasserballer im gelb-blauen Outfit in das Schätzlerbad kommen, werden zudem mit Freibier belohnt. „Wir hoffen auf gelb-blaue Zuschauerränge, die voll hinter unseren Jungs stehen!“, so die Abteilungsführung.

Es wird wieder sehr, sehr schwer aber wir glauben an den Sieg“, so Torhüter Vladimir Srajer. „Wir können den Fans mit einem Sieg am Donnerstag ein großes Dankeschön für die jahrelange Unterstützung machen!“ Diese wissen natürlich, dass der SV Weiden gegen den Halbfinalisten des Vorjahres und mehrmaligen Europapokal-Teilnehmer aus der Hauptstadt bereits einen Riesenschritt gemacht hat, in Weiden hofft nun jedoch jeder darauf, dass sich die Luczak-Schützlinge nun auch selbst dafür belohnen. Wenn alles nach Plan läuft, wird auch Kapitän Thomas Aigner sein Comeback feiern: „Thomas hat großen Trainingsrückstand, doch er ist enorm wichtig für unsere Mannschaft, wenn es irgendwie geht, wird er spielen“, hofft Trainer Luczak.

Die Mannschaft für Donnerstag: Vladimir Srajer/Markus Glass im Tor, Thomas Aigner/Thomas Ingel, Stefan Kick, Holger Quast, Thomas Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold, Alex Schäfer und Sebastian Roßmann


09.05.10

Entscheidung vertagt - SSV Esslingen führt 2:1

Unnötige Spannung / Esslingen  mit Niederlage und Sieg

von Axel Hänchen

Esslingen - Der SSV Esslingen zeigte am Wochenende zwei verschiedene Gesichter. Nach dem 8:3-Auswärtssieg vergangenen Mittwoch verlor der SSVE am Samstagnachmittag völlig unnötig mit 6:8 (4:2, 0:2, 1:2, 1:2) gegen SV Krefeld 72. Am Sonntag rappelte man sich wieder auf und gewann souverän mit 9:5 (2:1, 2:2, 4:1, 1:1). Damit hat der SSVE am kommenden Donnerstag einen Matchball beim vierten Spiel in Krefeld.

Das hatte sich die Mannschaft des SSV Esslingen ganz anders vorgestellt. Nach dem glatten 8:3-Auswärtssieg wollte man nun im vereinseigenen Freibad auf der Neckarinsel zwei weitere Siege gegen SV Krefeld 72 folgen lassen und damit den Einzug ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft perfekt machen. Doch es wurde ein "Spiel der vergebenen Chancen" mit einem überragenden Kai Füge ("Spieler des Tages") im Tor der Gäste. Nach einem starken ersten Viertel und einer 4:2-Führung, alle Esslinger Treffer wurden von Michael Müller erzielt, war der SSVE auf einem guten Wege, mit 2:0 in der Best-of-Five-Serie in Führung zu gehen. Doch in den folgenden drei Vierteln liessen die Esslinger Wasserballer die Konsequenz vermissen und erzielten nur noch zwei Tore. Bereits zur Halbzeit hatten die Gäste auf 4:4 ausgleichen können. Drei Minuten nach Wiederanpfiff ging Krefeld mit 5:4 in Führung, die Hannes Glaser noch einmal ausgleichen konnte. Noch vor der letzten Pause aber die erneute Gästeführung durch Kapitän Daniel Packenius. Im letzten Viertel passierte lange nichts, 45 Sekunden vor Schluß traf Sebastian Bruch zum vorentscheidenden 5:7. Jovan Radojevic verkürzte zwar noch einmal, aber Krefeld hatte die zunehmende Verunsicherung im Esslinger Team genutzt und gewann mit 8:6 (2:4, 2:0, 2:1, 2:1).

SSVE-Cheftrainer Patrick Weissinger: „Am Samstag haben wir verdient verloren. Ich nehme da auch eine gewisse Teilschuld auf mich, weil wir die Spiele wirklich „aus vollem Training“ genommen haben, da wir den SC Magdeburg als Trainingspartner zu Gast hatten und die Jungs daher wirklich ein hartes Programm unter der Woche absolviert haben. Allerdings muss man auch einmal mehr betonen, dass wir eine verdammt junge Mannschaft haben und auch solche Erfahrungen sind für die Entwicklung wichtig. Zumal wir am Sonntag wieder konsequenter an die Sache rangegangen sind und damit einen souveränen Sieg erzielen konnten.

In der Tat glaubte man am Sonntag eine andere Mannschaft im Becken zu sehen. Entschlossen und mit absolutem Siegeswille gingen die Esslinger ans Werk. Den 0:1-Rückstand glich Mike Troll umgehend aus und Kapitän Robert Roth brachte den SSVE erstmals in Führung. Im zweiten Viertel baute das Heimteam seine Führung durch Tore von Hannes Rothfuß und Jovan Radojevic weiter aus. Allerdings erinnerte die dann folgende kurze Zwischenphase an das Spiel vom Vortag. Esslingen schien erneut die Linie zu verlieren und liess Krefeld noch vor der Halbzeit auf 3:4 herankommen. Doch nach der Pause zeigten die Esslinger Wasserballer Stärke und zogen durch zwei Tore vom Spieler des Tages Hannes Rothfuß und einem Treffer des ebenfalls dreifachen Torschützen Jovan Radojevic auf 7:3 davon. Zwar verkürzte Sebastian Bruch für Krefeld, doch Bastian Lehmann stellte umgehend den beruhigenden Vier-Tore-Vorsprung wieder her. Im letzten Viertel sollte nicht mehr viel passieren, Esslingen liess sich nicht mehr aus der Ruhe bringen und am Ende gab es einen soliden 9:5-Erfolg der Esslinger Wasserballer.

Das vierte Spiel in der Best-of-Five-Serie findet am Donnerstag in Krefeld statt, aller Voraussicht nach um 17 Uhr. Mit einem Sieg wäre der SSVE für das PlayOff-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, bei einer Niederlage käme es am kommenden Samstag zur alles entscheidenden Partie auf der Esslinger Neckarinsel.

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Predrag Spasojevic (Torwart), Hannes Glaser (1 Tor), Hannes Rothfuß (3), Matthias Thoma, Axel Hänchen, Christopher Meinhold, Mike Troll (1), Robert Roth (1), Michael Müller (4), Lars Blankenhorn, Robert Berghoff, Jovan Radojevic (4), Bastian Lehmann (1) und Moritz Baum (Torwart).


06.05.10

Der erste Schritt ist getan

SV Weiden jetzt "hieß" auf Play-Offs

(prg) Die erste Überraschung ist perfekt. Im ersten Pre-Play-off der DWL gab es am Mittwoch in Weiden einen überraschenden, jedoch hoch verdienten 8:6-Sieg des Schwimmvereines Weiden gegen die SG Neukölln aus Berlin. Vor gut 80 Zuschauern, bei widrigen äußeren Bedingungen mit kaltem Wind und teilweise Nieselregen, war der Gastgeber mit Trainer Irek Luczak und Co-Trainer Bernhard Müller im 20,5 Grad “warmen” Wasser des vereinseigenen Schätzlerbades von Beginn an das dominierende Team und baute seinen Vorsprung über 3:1, 5:3, 6:3 zum 8:3 aus , ehe die Berliner in den letzten zwei Minuten noch einmal Ergebniskorrektur betrieben.

Die Gäste mit Trainer Peter Driske kamen mit den Bedingungen im relativ kalten Freiwasser und der disziplinierten Spielweise der abwehrstarken Gastgeber nie richtig zurecht und eilten ständig einem Rückstand hinterher. Die Weidener legten mit 2:0 durch Schäfer und Quast los, nach dem 2:1 Unterzahlgegentreffer folgte das 3:1 durch Dogdu in Überzahl. Das zweite Viertel begannen die Hausherren mit einem tollen Freiwurftor des starken Centerverteidigers Thomas Kick (4:1). Rene Grotzki verkürzte auf 4:2, dann trafen wieder trafen die Gäste in Überzahl und stellten den 3:4 Anschluss. Nur nach diesem Anschlusstreffer sah es kurzzeitig so aus, als könnten die Berliner die Partie noch kippen. Doch dieser vermeintliche Zwischenspurt erwies sich als Strohfeuer, und endete schließlich nach einem Viererpack der Weidener mit der vorentscheidenden 8:3-Führung der nach der Niederlage in Magdeburg vom Samstag nicht wieder erkennbaren Weidener schon am Anfang des Schlussviertels. Die Max-Reger-Städter setzten dann alles auf Sicherheit und agierten ein wenig zurückhaltend im Angriff. Die Gäste schaffen es noch mit drei Treffern in den letzten drei Minuten, das Ergebnis zu korrigieren, doch der Sieg war SV Weiden nicht mehr zu nehmen. Der 8:6 Endstand geht völlig in Ordnung.

Damit haben die Max-Reger-Städter ein erstes Teilziel, nämlich das vierte Spiel am 13. Mai, schon einmal gesichert. Doch sportlich ist trotz des „historischen" ersten Sieges der Oberpfälzer gegen den mehrmaligen Europapokalteilnehmers aus der Hauptstadt noch nicht so viel passiert, da die SG Neukölln in der Gesamtserie einen Heimvorteil hat und am kommenden Wochenende zudem auch gleich zweimal im vereinseigenen Sportbad Britz ins Wasser steigt. Sofern der Vorjahresvierte aus der Hauptstadt überhaupt in die Play-offs einzieht, wartet in jedem Fall aber erst einmal an Himmelfahrt ein „Nachsitzen“ bei einem vierten Spiel, dann wieder in Weiden.

Die Mannschaft hat heute eine überdurchschnittliche Leistung abgeliefert, sehr diszipliniert die taktischen Vorgaben erfüllt und am Ende verdient gewonnen. Jetzt sind wir heiß auf die Spiele in Berlin und wollen dort unsere Chance nutzen, zumindest einen Sieg zu erlangen und damit ein richtiges Finale nach Weiden holen“, freute sich Trainer Luczak nach der Partie in Weiden

In den zwei weiteren ersten Vergleich des Serie “best-of-five” der Pre-Play-offs gab es hingegen keine Überraschungen. So unterlag der Tabellenführer der Hauptrundengruppe B, die Wasserball Union Magdeburg, zu Hause in der Elbe-Schwimmhalle doch etwas überraschend dem SV Würzburg 05, dem Team des Tabellenachten, was bisher in der Gruppe A nur zwei Siege eingefahren hatte, am Ende deutlich mit 8:10.

Völlig ohne Chance war auch die Schwimmvereinigung Krefeld, die zu Hause gegen den SSV Esslingen beim 3:8 die höchste Niederlage des ersten Spieltages einstecken musste, und so schon vor der fast unmöglichen Aufgabe steht, am Sonnabend oder Sonntag in Esslingen im Freibad auf der Neckarinsel zumindest einen Sieg aus dem Feuer zu reisen. Das gleiche Kunststück muss auch Magdeburg vollbringen, aber beide Trainer wissen auch, dass noch nichts verloren ist.

Am Donnerstag, ab 20 Uhr, muss der OSC Potsdam zu Hause gegen den SC Wedding Berlin im brandenburgisch-berlinerischen Derby Farbe bekennen. Es ist dann das vierte Duell dieser Runde, die die „best-of-five“ - Serie vorsieht. Potsdam wird ebenfalls ein Sieg zum Auftakt zugetraut.

SV Weiden - SG Neukölln 8:6 3:1, 2:2, 1:0, 2:3)

SV Weiden: Srajer, Ingel, S. Kick, Quast 3/1, T. Kick 1, Kosiba, H.-C. Aigner, Horlbeck 1, Dogdu 1, Jahn 1, Bronold, Schäfer 1, Roßmann.

SG Neukölln: Teske, Apostel, Staedtler 3, Hoffmann 1, Grotzky 2/1, Kirsch, Dangschat, Pacyna, Haase, Saggau, Wiese, Fölsch.

„Spieler des Tages“: Holger Quast (Weiden)


05.05.10

SSV Esslingen legt vor - 8:3 in Krefeld

Qualifikations-Entscheidung bereits am Wochenende in Esslingen?

von Axel Hänchen

Esslingen - Der SSV Esslingen ist seinem Ziel, dem Erreichen der PlayOffs, einen Riesenschritt nähergekommen. 8:3 (2:1, 1:0, 3:1, 2:1) gewannen die Esslinger Bundesliga-Wasserballer auswärts bei SV Krefeld 72. Am kommenden Wochenende (Samstag 16 Uhr, Sonntag 12 Uhr) hat der SSVE nun zweimal Heimrecht gegen Krefeld in der im Modus „Best-of-Five“ ausgetragenen Qualifikation.

Die ungewohnte Auswärtsfahrt unter der Woche hat sich für die Wasserballer des SSV Esslingen trotz einer schwierigen Anreise und widrigen Wetterverhältnissen gelohnt: Am Ende stand ein 3:8 aus Sicht der Gastgeber auf der Anzeigetafel. Drei Gegentore bei einem Auswärtsspiel sind beeindruckend und sprechen für eine konzentrierte Abwehrarbeit, eine geschlossene Mannschaftsleistung und den Willen, den Gegner erst gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. All das traf am Mittwochabend auf den SSVE zu, der das Spiel vier Viertel lang im Griff hatte: „Es war der erwartet schwere Beginn, doch am Ende stehen wir als verdienter und souveräner Sieger da“, zeigte sich SSVE-Cheftrainer Patrick Weissinger sehr zufrieden.

Durch einen Schuss von Andreas Jürgens aus der zweiten Reihe ging der Gastgeber nach einer knappen halben Minute mit 1:0 in Führung, die einzige von Krefeld im gesamten Spiel. SSVE-Kapitän Robert Roth traf nach fünf Minuten zum Ausgleich und Linkshänder Hannes Glaser erzielte in der siebten Spielminute den 2:1-Führungstreffer. Der zweite Abschnitt glich dem ersten, es ging stets Hin und Her, die Abwehrreihen standen gut und es ergaben sich nicht viele zwingende Chancen. Kam dann doch einmal ein Ball auf das Esslinger Gehäuse, war da ja noch der wiedergenesene Predrag Spasojevic, der für seine Leistung als „Spieler des Tages“ ausgezeichnet wurde. In dieser Phase besonders wichtig: der 34jährige Serbe parierte einen Strafwurf und verhinderte so den Krefelder Ausgleich. Im Gegenzug traf der andere Esslinger Serbe, Jovan Radojevic zum 3:1. Auch Radojevic zeigte mit drei Treffern und mehreren Ballgewinnen in der Abwehr eine starke Leistung. Das dritte Viertel war dann etwas ereignisreicher. Dem Anschlusstreffer zum 2:3 von Alexander Stomps ließen die Esslinger Wasserballer drei Tore folgen. Der dreifache Torschütze Robert Roth traf zum 2:4, Jovan Radojevic erhöhte durch einen verwandelten Strafwurf und Centerspieler Michael Müller vollendete einen wunderschön herausgespielten Konter zur 6:2-Führung für den SSVE – eine Vorentscheidung war gefallen. Mit diesem Resultat ging es in das letzte Spielviertel. Und die Esslinger ließen nicht locker: in der Abwehr weiter konsequent und im Angriff hatte man ja den Torinstinkt von Jovan Radojevic und Robert Roth, die beide jeweils ein weiteres Mal erfolgreich waren und den sprichwörtlichen Sack endgültig zumachten.

Nun hat der SSV Esslingen in den beiden anstehenden Spielen am Wochenende (Samstag 16 Uhr und Sonntag 12 Uhr) im vereinseigenen Freibad auf der Neckarinsel die Chance, vorzeitig ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen. Dazu benötigen die Esslinger zwei weitere Siege, die aber aufgrund des Auswärtserfolges nun machbar sein sollten. Doch noch heisst es, die Konzentration hochzuhalten, da die Qualifikation zu den wichtigsten Spielen der Saison gehören. Schließlich winkt dem Gewinner der Best-of-Five-Serie nicht nur die Teilnahme an den PlayOffs, zugleich wird man auch in der kommenden Saison in der Hauptrunde A an den Start gehen und damit zu den acht besten Mannschaften Deutschlands gehören. Im PlayOff-Viertelfinale wartet übrigens die SG W98/Waspo Hannover als Gegner, im PlayDown-Viertelfinale gegen den Abstieg wäre Duisburg 98 der Widersacher. Doch der Esslinger Blick richtet sich nach dem souveränen Sieg in Krefeld ganz klar nach oben. Nach oben richtet sich auch der Blick, wenn es um das Wetter geht: zum Wochenende soll es sich wieder aufheitern, sodass die Esslinger Wasserballer auf ihr Publikum zählen können, zumal im SSVE-Freibad einiges los sein wird, da parallel die Süddeutsche Meisterschaft der B-Jugend zur Austragung kommt.

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Predrag Spasojevic (Torwart), Hannes Glaser (1 Tor), Hannes Rothfuß, Matthias Thoma, Axel Hänchen, Mike Troll, Robert Roth (3), Michael Müller (1), Lars Blankenhorn, Robert Berghoff, Jovan Radojevic (3), Christopher Meinhold und Robin Finkes.


04.05.10

Hoffen auf den ganz großen Coup

SV Weiden startet am Mittwoch in die Pre-PlayOffs

(prg)  Die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden stehen vor der wohl größten Chance in der Vereinsgeschichte: In den Pre-Play-Offs der 1. Deutschen Wasserball-Liga (DWL) starten die Luczak-Schützlinge bereits am Mittwoch im heimischen Schätzlerbad (Anpfiff 18 Uhr) in die Relegation und können sich in der Best-Of-Five-Serie gegen die SG Neukölln Berlin für die Play-Offs um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.

Jetzt beginnt alles wieder bei Null: Weidens dritter Platz in der Hauptrunde B, Neukölln Sechster in der Hauptrunde A, ab Mittwoch ist das Nebensache. Drei Siege brauchen die Teams um in die Play-Offs einzuziehen, der Verlierer muss in den Play-Downs gegen den SV Cannstatt ran. „Wir wollen am Mittwoch bereits unser Heimspiel gewinnen und uns somit ein weiteres an Christi Himmelfahrt offen halten“, gibt Trainer Luczak die Marschroute vor. Sollte der SVW am Mittwoch beim Freiwasserauftakt im Schätzlerbad nämlich punkten, kämen die Berliner auch bei zwei Siegen in der Hauptstadt am Samstag und Sonntag zu einem weiteren Treffen in die Reger-Stadt.

Der Einsatz von Center Serkan Dogdu ist nach neun Wochen immer noch fraglich, Kapitän Thomas Aigner wird im ersten Relegationsspiel definitiv fehlen, sein Einsatz in den Wochenendspielen bleibt auch fraglich. „Ich bin dennoch optimistisch, Neuköllns Formkurve zeigt nach unten“, so Torhüter Vladimir Srajer, der weiß, dass die Berliner bereits seit sieben Spielen sieglos sind und nur zwei Punkte in der Rückrunde holten. „Es ist an der Zeit nach dem Aufstieg 2007 wieder etwas ganz Großes zu schaffen“, so Srajer weiter.

Trotz der zuletzt schwachen Leistungen der SG, der SV Weiden ist gewarnt: Die Berliner standen in der vergangenen Saison im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft, konnten in dieser Spielzeit sogar gegen den Dritten der Liga SV Bayer Uerdingen einen Heimsieg einfahren. Seit 1995 belegen die Neuköllner nur einstellige Tabellenplätze, von 2006 an gehörten sie zu den fünf Besten der Bundesliga. Mit René Grotzky und Torhüter Lars Teske verfügt die Mannschaft um Trainer Peter Driske über erfahrene und starke Akteure und kann besonders vor eigenem Publikum über sich hinauswachsen.

Es wird hammerschwer werden, doch wir müssen alles darauf setzten, unsere einmalige Chance zu nützen. Es muss definitiv viel mehr kommen, als eine durchschnittliche Leistung, wir müssen die Herausforderung nnehmen und eine optimale Leistung abrufen. Nur eiserne Disziplin und bedingungsloser Einsatz können uns dabei helfen“, so Trainer Luczak respektvoll vor dem Gegner aus Berlin.

Genau das will der SVW am Mittwoch jedoch selbst tun: „Zur Prämiere im Schätzlerbad hoffen wir natürlich auf die rege Unterstützung unserer treuen Fans und Zuschauer, die diese große Chance und Möglichkeit für den gesamten Verein erkennen und uns nach vorne peitschen. Der SV Weiden kann in die Play-Offs einziehen und wir hoffen, dass so viele Weidener wie nur möglich dabei sein wollen“, so die Verantwortlichen, die bereits seit Monaten auf die Pre-Play-Offs hinfiebern. Anpfiff ist um 18 Uhr, der Einlass beginnt um 17.30 Uhr.

Die Mannschaft für Mittwoch: Vladimir Srajer im Tor, Thomas Ingel, Stefan Kick, Holger Quast, Thomas Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold, Sebastian Roßmann und Alex Schäfer

Pre-Play-Offs, Spiel 1 am Mittwoch, den 05. Mai 2010:

SV Weiden – SG Neukölln Berlin (18 Uhr, Schätzlerbad Weiden)

SV Krefeld 72 – SSV Esslingen

WU Magdeburg – SV Würzburg 05

OSC Potsdam – Wedding Berlin (Donnerstag)


04.05.10

SSV Esslingen: Weichenstellung für die nächste Saison

Entscheidende Phase der Meisterschaft - Qualifikation gegen Krefeld

von Axel Hänchen

Esslingen - Für den SSV Esslingen geht es nun Schlag auf Schlag. Nach Beendigung der Hauptrunde treten die Esslinger Wasserballer bereits am Mittwoch um 20 Uhr im Vereinsfreibad des SV Krefeld 72 zum ersten Qualifikationsspiel um die Teilnahme an den PlayOffs an.

Nach dem Ende der Hauptrunde und Platz 5 für den SSV Esslingen geht es nun in die entscheidende Phase der laufenden Saison. Nicht nur die gespannt erwartete Pokalendrunde an Pfingsten im Freibad auf der Neckarinsel steht auf dem Programm, schon jetzt geht es in der Meisterschaft um alles: die Qualifikationsspiele gegen den Tabellenvierten der Gruppe B, den SV Krefeld 72, entscheiden über die Teilnahme an den PlayOffs um die Deutsche Meisterschaft bzw. PlayDowns gegen den Abstieg. Bei diesen im Modus „Best-of-Five“ ausgetragenen Spielen werden sogar schon die entscheidenden Weichen für die nächste Saison gestellt. Drei Siege bedeuten nämlich nicht nur die Teilnahme an den PlayOffs, sondern auch die Garantie, in der neuen Saison wieder unter den acht besten Mannschaften des deutschen Wasserballs antreten zu dürfen.

Die Wichtigkeit der nun folgenden Spiele ist Patrick Weissinger sehr bewusst: „Es ist für uns von elementarer Bedeutung, auch in der nächsten Saison in der ersten Gruppe zu sein, um uns mit den Top-Mannschaften Deutschlands messen zu können. In Krefeld wird es schwer, allerdings haben wir auch diese Aufgabe dieses Jahr schon einmal bravourös gemeistert.“ Dabei spielt der SSVE-Cheftrainer auf das gewonnene Pokalviertelfinale an. Mitte März war man schon einmal zu Gast in Krefeld und siegte mit 14:11. Damals begannen die Esslinger stark und lagen zur Halbzeit schon mit 8:2 in Führung. Doch die Krefelder bewiesen, dass sie eine Mannschaft sind, die niemals aufgibt. Tor um Tor kämpften sich die Westdeutschen noch einmal heran, der Vorsprung des SSVE schmolz drei Minuten vor dem Schlusspfiff auf zwei Tore. Letztendlich setzten sich die Esslinger Wasserballer aber aufgrund der starken ersten Halbzeit souverän durch.

Die Mannschaft wird zum ungewohnten Spieltermin am Mittwochabend fast in Bestbesetzung antreten können, lediglich Centerverteidiger Bastian Lehmann fehlt aus beruflichen Gründen. Dagegen scheint Stammtorwart Predrag Spasojevic wieder rechtzeitig fit zu werden.

Weiter geht es dann in der Qualifikation mit den Spielen zwei und drei am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 12 Uhr auf der Esslinger Neckarinsel. Sollte ein viertes bzw. fünftes Spiel notwendig werden, so müsste der SSVE am 13. Mai in Krefeld antreten, am 15. Mai wäre die entscheidende Partie im SSVE-Vereinsbad.


02.05.10

SV Duisburg 98 gewinnt in eigener Anlage gegen ASC Brandenburg

von Mirco Schott

Pünktlich zur Eröffnung der Freiluftsaison am Maifeiertag spielte zum letzten Spieltag der Hauptrunde in der Deutschen Wasserball-Bundesliga der DSV 98 erstmals wieder in der eigenen Vereinsanlage im Sportpark Wedau. Zu Gast war die Mannschaft vom ASC Brandenburg. In einem bis in die Schlussminuten spannenden Spiel konnte die Mannschaft von Trainer Christian Koke schließlich mit 9:7 gewinnen.

Die Ausgangssituation, wie es für den DSV 98 weitergeht, war klar: Während es für den Gast aus Brandenburg schon feststand, dass diese in den Play-downs gegen den Abstieg spielen werden, waren für den DSV 98 noch alle Wege offen. Ob direkt Play-downs oder die Qualifikation zur Relegation mit Chance auf die Play-offs um die Meisterschaft, dies entschied sich an diesem letzten Spieltag. Wollte der DSV 98 in die Relegation, musste er also sein Heimspiel mit möglichst hoher Tordifferenz gewinnen und darauf hoffen, dass der SVK sein Auswärtsspiel beim SV Cannstatt verliert. Die Tordifferenz würde bei Punktgleichheit dann entscheiden. Bei Unentschieden oder gar Sieg des SVK konnte sich der DSV 98 auf die Play-downs, die dann Ende Mai (29.05.) beginnen, vorbereiten. Die Partie des SV Weiden gegen Magdeburg war insofern interessant, da sich im Falle des Verbleibens auf Platz 5 für den DSV 98 hier der erste Play-down-Gegner bestimmt wurde. Bei Sieg von SVK und Niederlage des SV Weiden wäre Weiden der erste Gegner. Anderenfalls käme es zur Derby-Serie mit dem linksrheinischen Nachbarn.

Das Team hatte sich also viel vorgenommen. Doch der Gegner aus dem Havelland wollte dieses Spiel nicht einfach hergeben. Trotz einer schnellen 1:0-Führung durch Michael Werner, der durch den Ausfall von Center Raul Diakon (Spielsperre) in die Startformation gerückt ist, ließen die Gäste sich nicht beeindrucken und gingen ihrerseits sogar mit zwischenzeitlich 1:2 und sogar 2:4 in Führung. Mangelnde Chancenauswertung des DSV 98 förderte das Spiel des Gegners. Doch der DSV 98 kämpfte sich in das Spiel zurück: Klar konnte das dritte Viertel mit 3:1 gewonnen werden, im Schlussviertel setze der DSV 98 weiter nach, so dass es schließlich zum hart erkämpften, aber verdienten Sieg des DSV 98 kam. Die Zuschauer, die bei doch gutem Wetter zahlreich aufgrund der Saisoneröffnung zum DSV 98 gekommen waren, kamen so auf ihre Kosten. Spieler des Tages wurde Marek Debski, der 5 Treffer zum Sieg beisteuerte.

Durch diesen Sieg, der nicht die erforderliche Höhe aufwies, um am SVK im Falle einer Niederlage vorbeiziehen zu können, stand auch fest, dass der DSV 98 auf dem 5.Platz in der Tabelle verbleibt. Trostpflaster war da, dass der SVK 10:10-Untschieden spielte und es aufgrund der Punkte eh nicht gereicht hätte. Somit steht fest, dass der DSV 98 in der ersten Play-down-Runde gegen den Verlierer der Serie SVK gegen SSV Esslingen spielt und es so wahrscheinlich zur Derby-Serie mit den Krefeldern kommt.

Dies sah auch Trainer Koke so: "Das Spiel heute war nicht eines unserer Besten. Dennoch haben wir gekämpft und verdient gewonnen. Umso wichtiger bei dieser großartigen Kulisse in der heimischen Anlage zur Saisoneröffnung zu punkten. Das es am Ende nicht zum Sprung in die Relegation gereicht ist zwar schade, aber wir haben nicht die Anzahl Tore erzielt, zudem wäre es aufgrund der anderen Ergebnisse eh nicht möglich gewesen. Dennoch bin ich stolz und wir können zufrieden sein: Wir haben eine sehr gute Rückrunde gespielt und aus den letzten 5 Spielen 9 Punkte geholt. Die Mannschaft hat mehr als bewiesen, dass sie als Aufsteiger für diese Liga tauglich ist. Jetzt werden wir uns gezielt auf die Play-downs vorbereiten und den Klassenerhalt schaffen. Wer auch der Gegner sein mag, ist für uns in der aktuellen Form absolut schlagbar. Es werden spannende Spiele!"

Versöhnlich also der bisherige Abschluss. Nun muss der DSV 98 beweisen, dass er die Klasse hält. Die Play-downs starten am 29. Mai und werden in der ersten Runde im Modus "best of three" ausgetragen. Sollte der DSV 98 diese erste Serie gewinnen, wäre das Ziel erreicht. Im anderen Falle wäre eine zweite Runde gegen einen anderen Verlierer aus der ersten Runde im Modus "best of five" erforderlich.

DSV 98 - ASC Brandenburg: 9:7 (1:2, 1:1, 3:1, 4:3)

Aufstellung (Tore in Klammern): Thomas Hertes, Sven Wies, Mirco Schott, Nils Theiß, Marek Debski (5), Jan Bilstein, Felix Grade, Florian Sons, Michael Werner (1), Daniel Grohs (2), Lars Standke (1), Benjamin Poley, Gerrit Rosshoff.


02.05.10

SV Weiden bleibt trotz Niederlage Dritter

Zu harmlos beim Tabellenführer Magdeburg

(prg)  "Ende gut, alles gut", neigt man nach dem Ausgang des letzten Hauptrundenspieltages der Deutschen Wasserball Liga in Weidener Reihen zu sagen. Die Oberpfälzer verloren ihr letztes Spiel beim Tabellenführer SC Wasserballunion Magdeburg deutlich mit 5:11 Toren, bleiben jedoch nach dem Punktverlust der Krefelder in Cannstatt auch am Ende der Hauptrunde auf dem dritten Rang der Tabelle der Hauptgruppe B. Um zwei Tore besser ist die Tordifferenz der Max-Reger-Städter gegenüber SV Krefeld 72 und bringt damit den Sechsten der Hauptgruppe A, SG Neukölln Berlin, als Gegner in der „best-of-five“ Serie in der Relegation um die Play-Off Teilnahme. Das erste Spiel findet am Mittwoch, den 05.Mai im Schätzlerbad statt, die Spiele 2 und 3 finden in Berlin statt.

Nicht nur die Weidener mussten vor dem letzten Hauptrundenspiel Ausfälle vermelden, auch die Hausherren aus Magdeburg vermissten gleich drei Akteure aufgrund ihrer Sperren. Das Spiel begann noch relativ ausgeglichen, die Weidener gingen schnell in Führung, die innerhalb kürzester Zeit egalisiert wurde. Die Hausherren gingen kurzfristig mit 3:1 in Führung, doch auch dieser Rückstand der Gäste hielt nicht lange an. Zur Pause trennten sich die Teams mit einem 3:2 Zwischenstand. Auch im zweiten Viertel konnten die Weidener den Sachsen-Anhaltiner noch Paroli bieten und das Spiel völlig offen halten. Doch die Spieler um Interimskapitän Rico Horlbeck scheiterten in der entscheidenden Spielphase am bestens aufgelegten Torwart der Magdeburger und späterem „Spieler des Tages“ Marc Boer, der neben einigen Hundertprozentigen sogar einem Strafwurf im zweiten Viertel parieren konnte. Mit 5:3 im Rückstand kehrten die SV-ler keineswegs hoffnungslos aus der Halbzeit, doch direkt zu Beginn des dritten Viertels konnten sich die Hausherren mit vier Toren in Folge vorentscheidend auf 9:3 absetzten. Noch je ein Treffer der Rivalen brachte den 10:4 Spielstand zur letzten Pause. Die Weidener wussten, dass die Punkte weg waren, sie wollten sich dennoch ein gutes Gefühl für die nächste Aufgabe am Mittwoch erspielen und die Tordifferenz (acht besser als Krefeld) für den Fall eines Remis in Cannstatt halten. Das gelang den Luczak-Schützlingen, das letzte Viertel ging 1:1 aus, das gesamte Spiel demzufolge verdient 11:5 verloren. Doch kurze Zeit später stand auch der dritte Platz fest, nachdem Trainer Luczak telefonisch erfuhr, dass das Spiel SV Cannstatt gegen SV Krefeld mit 10:10 Unentschieden ausging.

Es ist nicht einfach, wenn man in Gedanken schon beim nächsten Spiel ist. Wir legten die gesamte Konzentration darauf aus, keine Sperren und keine Verletzungen zu riskieren, da verhält man sich automatisch zurückhaltender als sonst. Wir hatten im zweiten Viertel die Chance auszugleichen und vielleicht sogar in Führung zu gehen, dann hätte sich das Spiel möglicherweise anders entwickelt, doch das haben wir versäumt. Im dritten Viertel war die Messe schon gelesen, nachdem die Magdeburger drei Tore in Folge erzielten. Anschliessend waren wir einfach zu harmlos, um das Spiel noch offen zu halten. Jetzt zählt zuerst nur die Relegation“, erklärte Trainer Luczak nach dem Spiel.

SC WU Magdeburg – SV Weiden 11:5 (3:2, 2:1, 5:1, 1:1)

SV Weiden: Vladimir Srajer im Tor, Thomas Ingel, Stefan Kick, Holger Quast (2 Tore), Thomas Kick, Sebastian Roßmann (1), Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Andreas Jahn, Florian Bronold und Alex Schäfer (2)

SC WU Magdeburg: Marc Boer im Tor, Milos Sekulic (1), Ilia Butikashvili (4), Dimitri Papadileris (1), Patrick Stelzner (1), Holger Dammbrück, Michael Knobloch (2), Roland Kiefer, Frank Beiersdorf und Lazar Kalibarda (2)

„Englische Wochen“ beginnen in Weiden

Nach dem Spielmodus der DWL spielt der Dritte der Hauptgruppe B (SV Weiden) gegen den Sechsten der Hauptgruppe A (SG Neukölln Berlin) in einer „best-of-five“ Serie um die Teilnahme in den Play-Offs der Bundesliga. Der Sieger der Serie wird auf Platz sechs der Liga platziert und trifft im Viertelfinale auf den Dritten der Gruppe A (SV Bayer 08 Uerdingen). Der Verlierer dagegen wird auf Platz drei der Gruppe B platziert und spielt in der ersten Play-Down Runde gegen den Sechsten der Gruppe B (Duisburg 98) gegen den Abstieg.

Es bleibt noch einige Wochen alles offen, doch die Weidener stehen vor der einmaligen Chance, sich den sechsten Platz der Bundesliga zu sichern. Ein sehr schweres aber nicht unmögliches Unterfangen, wie man aus Reihen der Oberfpälzer hört. „Wenn wir komplett sind, haben wir am Mittwoch unsere erste Chance, die Serie spannend zu machen, dann kann wirklich alles geschehen“ ,hofft man in Weiden vor der Partie am Mittwoch um 18.00 Uhr.


01.05.10

SV Cannstatt mit Remis gegen SV Krefeld 72

Starkes Spiel beider Mannschaften

von Christoph Vorpahl

Am vergangenen Samstag trennten sich der SV Cannstatt und die SV Krefeld 72 mit einem 10:10 (2:2, 2:3, 3:2, 3:3) Unentschieden.

Die Partie war durchweg sehr ausgeglichen, so dass dem Publikum über 32 Minuten ein spannendes Spiel geboten wurde. An der Platzierung der Cannstatter ändert sich auch durch dieses Unentschieden nichts mehr, allerdings kann man nun mit ruhigem Gewissen in die Pause vor den wichtigen Play-Down Spielen gehen.

Beide Mannschaften waren heute sehr stark. Ein Unentschieden war für beide Seiten gerecht. Für die Zuschauer war es besonders spannend, da sogar in den letzen Sekunden beide Mannschaften noch einmal die Chance auf ein Tor und somit zum Sieg hatten“, resümiert Trainer Andras Feher.

Nun geht es für die Wasserballer aus Cannstatt aber in die wichtige Phase der Saison. Am 29.5.2010 wird man vermutlich auf den SV Weiden 1921 treffen. Hier könnte man sich innerhalb von drei Spielen vor dem Abstieg bewahren. Trainer Feher hat deshalb nochmals Konzentration auf das Training und die kommende wichtige Phase gefordert, um das Ziel des Klassenerhalts einhalten zu können. Sicher kann man sich aber erst sein nachdem man die Play-Downs erfolgreich hinter sich gebracht hat. Man blickt den Play-Offs sehr gespannt entgegen und hofft auf eine starke Unterstützung aus dem eigenen Publikum.

Tore für den SV Cannstatt erzielten: Steffen Dierolf (7), Peter Ambrus (2), Marvin Thran (1)


30.04.10

Spandau siegt, Esslingen lernt

Deutliche 6:19-Heimniederlage gegen den Rekordmeister

von Axel Hänchen

Esslingen - Es war zwar keine Lehrstunde für das Heimteam, aber dennoch muss der SSV Esslingen seine Lehren daraus ziehen, warum man das Spiel gegen Spandau 04 nicht erfreulicher gestalten konnte. Am Ende stand ein ernüchterndes 6:19 (2:4, 1:5, 2:8, 1:2) auf der Anzeigetafel.

Unerwartet kam die Niederlage nicht, aber auf Esslinger Seite hätte man sich einen offeneren Spielverlauf gegen den Topfavoriten auf die Deutsche Meisterschaft gewünscht. Matthias Thoma in seiner ersten DWL-Saison beim SSVE sah gravierende Unterschiede: „Spandau war einfach in den meisten Situationen aufmerksamer. Dazu haben sie im Gegensatz zu uns ihre Chancen genutzt.“ Die Berliner waren die in jeder Phase des Spiels überlegene Mannschaft gegen die ohne ihren verletzten Stammtorhüter Predrag Spasojevic aufgelaufenen Esslinger. Der wurde jedoch von A-Jugendtorwart Moritz Baum und dem 39jährigen Ernesto Priol Bicet gut vertreten, die mit ihren Paraden verhinderten, dass Spandau die 20-Tore-Marke knackte.

Der SSV Esslingen legte einen Blitzstart hin. Nach nur 15 Sekunden traf Mannschaftskapitän Robert Roth zum 1:0. Es sollte die einzige Führung der Esslinger bleiben. Die Nationalspieler Andreas Schlotterbeck und Marko Savic, letzterer wurde nach der Partie zum Spieler des Tages auserkoren, brachten den Tabellenführer mit 2:1 in Führung, Erik Bukowski und Jeldrik Biegel bauten diese weiter aus. Eine Minute vor der ersten Viertelpause konnte Hannes Glaser auf 2:4 verkürzen. Im zweiten Spielabschnitt setzte sich der Rekordmeister weiter ab, erst beim Stande von 2:9 sollte der nächste Esslinger Treffer durch einen von Robert Berghoff verwandelten Strafwurf fallen. Die Esslinger vergaben viele Chancen, vor allem in Überzahl traf man das Tor nur bei zwei von elf Möglichkeiten. Und im Gegenzug kassierte das Heimteam ein ums andere Mal Kontertore. Im dritten Spielviertel traf zwar Esslingens Serbe Jovan Radojevic doppelt, doch acht Berliner Tore in acht Minuten ließen das Ergebnis doch sehr deutlich werden. Im letzten Abschnitt ließen dann auch die Spandauer einige Chancen liegen, sodass das vierte Viertel mit nur drei Treffern das torärmste wurde. Auf Esslinger Seite war es noch einmal der 17jährige Hannes Glaser, der den Endstand zum 6:19 markierte. SSVE-Spieler Robert Berghoff fasste die Situation wie folgt zusammen: „Der Beginn war ok, doch dann hat Spandau das Kontern angefangen. Spandau war einfach besser. Unsere Konzentration gilt nun aber sowieso der Qualifikation für die PlayOffs und der Pokalendrunde.

In der Tat beginnen für den SSVE nun die Wochen der Wahrheit. Bereits am Mittwoch muss der SSVE auswärts beim SV Krefeld 72 antreten (voraussichtlich 20 Uhr). Die Westdeutschen wurden in der Hauptrundengruppe B Vierter und treffen somit auf die in Gruppe A fünftplatzierten Esslinger. In den im Modus Best-of-Five ausgetragenen Qualifikationsspielen um die PlayOff-Teilnahme haben die Esslinger dann am kommenden Wochenende zweimal Heimrecht auf der Neckarinsel (Samstag 16 Uhr, Sonntag 12 Uhr).

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Moritz Baum (Torwart), Hannes Glaser (2 Tore), Hannes Rothfuß, Matthias Thoma, Christopher Meinhold, Mike Troll, Robert Roth (1), Michael Müller, Lars Blankenhorn, Robert Berghoff (1), Jovan Radojevic (2), Nenad Stojcic, Ernesto Priol Bicet (Torwart).


30.04.10

SV Krefeld 72 am letzten Spieltag gefordert

Für Gerrit Schäfer ist die Saison beendet

von Jörg Schäfer

Die SV Krefeld reist am letzten Wochenende zum „Showdown“ nach Cannstatt und will dabei den 4. Tabellenplatz mit aller Macht verteidigen. Die Mannschaft von Trainer Bujka hätte sich zwar den letzten Spieltag in der Hauptgruppe B ein wenig stressfreier vorgestellt, doch die Mannschaft trauert nicht den vergebenen Chancen der letzten Spiele nach, sondern schaut selbstbewusst nach vorne. Die Formkurve der Krefelder zeigt nach oben und so will man beim Aufsteiger auch auftreten.

Hierzu der Trainer: „Meine Jungs haben zuletzt gezeigt, dass sie Wasserball spielen können. Wir machen uns keinen Kopf um Tabellenplätze und die zeitgleich laufenden Spiele der Konkurrenten, wir wollen unser Spiel spielen und sehen, was dabei herauskommt.

Dabei hat die SVK großen Respekt vor dem Team von András Feher. Hinzu kommt das kleine Becken im Mombachbad, was dem Gastgeber sicherlich entgegenkommt. Daher sieht man sich auch nicht als Favorit in der Begegnung. Mannschaftskapitän Daniel Packenius schätzt die Situation realistisch ein: „Duisburg 98 wird sein Match gegen Brandenburg, für die es leider um nichts mehr geht, deutlich gewinnen. Daher müssen wir in Cannstatt punkten. Ich hoffe, dass wir auswärts diesmal auch mit den Schiedsrichtern mehr Glück haben als zuletzt.

Die Mannschaftsaufstellung lässt der SVK-Trainer noch offen. 15 Spielern fahren mit an den Neckar. Nicht mit dabei sein werden Tobias Packenius und Gerrit Schäfer, für den nach dem Bruch der Augenhöhle im letzten Heimspiel gegen Magdeburg die Saison beendet ist. Nach der Operation drückt er seinen Kameraden vom Krankenbett aus beide Daumen und hofft, am nächsten Mittwoch nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus beim 1. Pre-Play-Off-Spiel an der Palmstraße wieder am Beckenrand mit dabei zu sein.


30.04.10

Spannung in der DWL 

Duisburg 98 in eigener Anlage gegen ASC Brandenburg

von Mirco Schott

Spannender kann es wohl nicht mehr werden: Pünktlich zur Eröffnung der Freiluftsaison am Maifeiertag entscheidet sich morgen, wie es für den DSV 98 in der letzten Phase der diesjährigen Saison weiter geht. Zum letzten Spieltag der Hauptrunde in der Deutschen Wasserball-Bundesliga spielt der DSV 98 erstmals wieder in der eigenen Vereinsanlage im Sportpark Wedau. Zu Gast ist die Mannschaft vom ASC Brandenburg. Anschwimmen im Inselbad an der Kruppstrasse ist um 16.00 Uhr.

Vorab gibt es diverse Szenarios wie es für den DSV 98 weitergeht, über die spekuliert werden können: Während es für den Gast aus Brandenburg schon fest steht, dass diese in den Play-downs gegen den Abstieg spielen werden, sind für den DSV 98 noch alle Wege offen. Ob direkt Play-downs oder die Qualifikation zur Relegation mit Chance auf die Play-offs um die Meisterschaft, dies entscheidet sich am morgigen letzten Spieltag. Zur Tabellensituation vorab: Der DSV 98 steht aktuell mit 14:12 Punkten und einem positivem Torverhältnis von + 12 Toren auf Platz 5 der Tabelle der Hauptrunde B. Die Konkurrenten in den Fernduellen SV Weiden und der SV Krefeld 72 stehen aktuell mit 17:9 Punkten und + 32 Toren sowie 16:10 Punkten und + 25 Toren auf den Plätzen 3 und 4. Diese Mannschaften spielen gegen Spitzenreiter Magdeburg (SV Weiden) und Aufsteiger SV Cannstatt (SVK). Will der DSV 98 in die Relegation muss er also sein Heimspiel mit möglichst hoher Tordifferenz gewinnen und darauf hoffen, dass der SVK sein Auswärtsspiel beim SV Cannstatt verliert. Die Tordifferenz würde bei Punktgleichheit dann entscheiden. Bei Unentschieden oder gar Sieg des SVK kann sich der DSV 98 auf die Play-downs, die dann Ende Mai beginnen, vorbereiten. Die Partie des SV Weiden gegen Magdeburg ist insofern interessant, da sich im Falle des Verbleibens auf Platz 5 für den DSV 98 hier der erste Play-down-Gegner bestimmt. Bei Sieg von SVK und Niederlage des SV Weiden wäre Weiden der erste Gegner. Anderenfalls käme es zur Derby-Serie mit dem linksrheinischen Nachbarn.

Wie es auch wird: Fest steht, dass der DSV 98 zunächst gewinnen muss. "Wir sind heiß auf dieses Spiel, da es weiterhin für uns um viel geht und wir endlich auf unserer Anlage für unsere Fans spielen können", so Christian Koke vor dem Spiel. "Bei aller Rechnerei, die dieser spannende letzte Vorrundenspieltag bringt, müssen wir erst mal nur auf unser Spiel konzentrieren! Wir sind in diesem Spiel der Favorit und müssen schauen, dass wir ein gutes Spiel machen, alles andere kommt dann von selber. Die letzten Wochen waren für uns alle sehr intensiv, wir haben eine tolle Rückrunde gespielt und hoffen jetzt darauf, uns die Krone auf zu setzen. Da wir es aber nicht selber in der Hand haben, müssen wir schauen, was noch geht."

Zeitgleich wird morgen traditionell die Freiluftsaison beim DSV 98 eröffnet. Hier wird am "Tag der offenen Tür" mit viel Andrang im Inselbad gerechnet. "Das kann für uns nur gut sein!", so Koke. "Unsere Fans werden uns wieder voll unterstützen, was zusätzliche Motivation bringt."

Mannschaftlich tritt der DSV 98 leider nicht komplett an. Verletzt fehlt nach wie vor Spieler Jens Standke. Fehlen wird aber auch Center Raul Diakon, der wegen eines Verweises im letzten Spiel zunächst gesperrt ist. "Raul ist einer unser Angriffsspieler, der immer für Tore gut ist, und wird uns deswegen in diesem Spiel schon fehlen", so Christian Koke zur personellen Situation. Dafür rücken wieder die Jugendspieler wie Jan Bilstein und Sebastian Tauwel in den Kader. Angeschlagen ist auch nach wie vor Mannschaftskapitän Mirco Schott, er wird aber für das Spiel einsatzbereit sein./font>


29.04.10

Saisoneröffnung und Tag der offenen Tür am 1. Mai beim DSV 98

Bundesligaspiel gegen ASC Brandenburg als Highlight

von Mirco Schott

Wie in jedem Jahr steht die Saisoneröffnung sowie der "Tag der offenen Tür" beim DSV 98 an. Das traditionelle "Anschwimmen" findet auch in diesem Jahr wieder am 1. Mai statt und bietet sowohl Mitgliedern als auch allen Gästen zahlreiche Attraktionen an diesem Tag. Bereits um 11 Uhr wird das Vereinsgelände für die diesjährige Saison eröffnet. Ab 12 Uhr gibt es dann ein Rahmenprogramm mit Feierlichkeiten (Ehrungen von Jubiläen diverser Mitglieder; Vereinsmeisterschaften etc.), sportlichen Aktivitäten sowie Verköstigung und Musik. Für Kinder gibt es ein separates Unterhaltungsprogramm.

Im Rahmen der Saisoneröffnung findet als Highlight dann um 16 Uhr das DWL-Bundesliga-Spiel zwischen dem DSV 98 und dem ASC Brandenburg statt. Hier wird zum Abschluss der Hauptrunde bereits mit zahlreichen Zuschauern gerechnet. Besonderer Anreiz für alle Interessierten: Der DSV 98 stellt für den "Tag der offenen Tür" ein besonderes Angebot zur Verfügung: Für alle am 1.Mai abgeschlossenen Mitgliederverträge entfällt die Aufnahmegebühr. Zusätzlich sind "Badekarten" für dreimaligen Besuch des Vereinsgeländes zum Preis von 15,-€/Erw. nur am 1. Mai für Familienangehörige von Mitgliedern erhältlich.

11.00 Uhr Eröffnung Vereinsgelände
12.00 Uhr Begrüßung und Ehrung
16.00 Uhr DWL: DSV 98 - ASC Brandenburg

Außerdem: Live-DJ, Hüpfburg für Kinder, Spielstände, Grillstände, Biertheken, Kaffee, Kuchen, Waffeln, Shirt-Verkauf, Kinderschminken, Malen, Vereinsralley und vieles mehr! Keine Aufnahmegebühr bei Abschluss eines Mitgliedsvetrages am 1. Mai, "Badekarten".

Tag der offenen Tür: Freies Spielen, feiern und schwimmen im See und Warmwasserbecken für jedermann

Vereinsanlage
Duisburger Schwimmverein von 1898 e.V.
Kruppstr. 26 A
47055 Duisburg


29.04.10

SV Cannstatt erwartet SV Krefeld 72

Letztes Spiel vor der Play-Down-Runde

von Christoph Vorpahl

Am kommenden Samstag empfängt der SV Cannstatt den SV Krefeld 72 um 16 Uhr im vereinseigenen Mombach-Bad. Dies ist das vorerst letzte Spiel vor der Play-Down Runde für die Cannstatter.

Nach dem 9:11-Patzer gegen den SV Duisburg 98 will man nun erneut zeigen, dass man durchaus den Platz in der DWL verdient hat. Das Ziel hat Trainer Andras Feher klar vorgegeben: „Nach der Niederlage am Samstag haben wir wieder etwas gut zu machen. Wir wollen gegen Krefeld zeigen, dass wir durchaus auch gegen die Favoriten punkten können.

Dies haben die Cannstatter bereits in den Spielen gegen Magdeburg und Weiden bewiesen. An der Platzierung wird sich sowohl bei einer Niederlage als auch bei einem Sieg voraussichtlich Nichts ändern. Allerdings weiss Feher: „Ein Sieg würde uns wieder Selbstvertrauen geben bevor wir dann in die Play-downs gehen. Zudem können wir dann nicht mehr auf Krefeld treffen und auch will ich nicht zwei mal in der Saison gegen die gleiche Mannschaft verlieren.

Das Ziel ist also klar vorgegeben und Trainer Feher steht am Wochenende der komplette Kader, bis auf Center Thomas Mooser (Schulterverletzng) zur Verfügung. Am Samstag wird sich dann zeigen ob man den hohen Anforderungen gerecht werden kann. Man hofft auf einen fairen Spielverlauf und auf kräftige Unterstützung aus den eigenen Reihen.


29.04.10

Tabellenführer Spandau als Test

SSV Esslingen erwartet am kommenden Samstag den Rekordmeister

von Axel Hänchen

Esslingen - Der SSV Esslingen empfängt am kommenden Samstag um 16 Uhr im vereinseigenen Freibad auf der Neckarinsel die Wasserfreunde Spandau 04. Die Berliner stellen seit Jahrzehnten die bestimmende Kraft des Deutschen Wasserballs dar.

Was der FC Bayern im Fußball ist, ist Spandau 04 im Wasserball – nur noch viel drastischer und überlegener. Seit Jahrzehnten sammeln die Berliner nationale Titel, auch in diesem Jahr gelten die Mannen um Ex-SSVE-Spieler Florian Naroska als Topfavorit auf den Meistertitel.

Die Mehrzahl der Spandauer Spieler stehen zugleich auch im Nationalkader, daher kommt die Einschätzung von SSVE-Trainer Robert Bleich nicht von ungefähr: „Wir spielen gegen die ‘kleine‘ Deutsche Nationalmannschaft, aber gerade gegen eine so starke Mannschaft können wir Spielpraxis sammeln und Routine gewinnen. Daher sind für unsere junge Mannschaft solche Spiele sehr wichtig für die Weiterentwicklung.“ Cheftrainer Patrick Weissinger blickt schon einmal voraus: „Die Spiele in den kommenden Wochen werden über das Abschneiden in dieser Saison entscheiden. Wir nehmen das Spiel gegen Spandau aus vollem Training heraus.“ Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Torhüter Predrag Spasojevic, den eine Fußverletzung in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtig. Ansonsten können die beiden Trainer aus dem Vollen schöpfen. Ein gesunder Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft ist um die zu vergebenden 13 Plätze entbrannt, auch am Samstag wird die Rotation innerhalb des SSVE-Kaders fortgesetzt.

Ziel des SSV Esslingen wird sein, sich gegen die Berliner Übermacht zu stemmen und das Spiel möglichst lange offen zu halten. Im Hinspiel gelang dies nur im ersten Viertel. Völlig überraschend lag der SSVE im vergangenen November plötzlich mit 3:1 in Führung. Doch was dann passiert ist, nämlich 14 Gegentreffer in Folge, soll auf der Neckarinsel vor den eigenen Fans vermieden werden.

Im Anschluss an das Spiel wird auch der Gegner des SSVE in der Qualifikation um die PlayOffs feststehen. Mögliche Konkurrenten der Esslinger Wasserballer sind der SV Weiden, SV Krefeld 72 und Duisburg 98. Die im Modus „Best-of-Five“ ausgetragene Qualifikation beginnt bereits am kommenden Mittwoch mit einem Auswärtsspiel des SSVE. Am darauffolgenden Wochenende haben die Esslinger dann zweimal Heimrecht (Samstag, 16 Uhr und Sonntag, 12 Uhr).


29.04.10

Platz drei oder vier: alles selbst in der Hand

SV Weiden am Samstag bei Tabellenführer Magdeburg

(prg)  Die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden kämpfen am letzten Spieltag der Hauptrunde B der 1. Deutschen Wasserball-Liga um den dritten Platz und damit eine gute Ausgangsposition für die Pre-Play-Offs. Dabei hat es die Mannschaft um Trainer Irek Luczak beim Gastspiel bei Tabellenführer WU Magdeburg selbst in der Hand. Anpfiff für alle acht Partien der DWL ist um 16 Uhr.

Was für ein letzter Spieltag! Im 14. und damit letzten Akt der beiden Hauptrunden in der 1. Deutschen Wasserball-Liga (DWL) sind ganze zwölf der 16 Plätze noch nicht sicher besetzt, einzig die beiden Tabellenführer Spandau Berlin und ASC Duisburg sowie die beiden Teams am Tabellenende (Brandenburg und Aegir Uerdingen) können sich bereits sicher auf ihre Positionen in den Play-Offs- und Play-Downs vorbereiten. Im großen „Mittelfeld“ befindet sich auch der SV Weiden, der mit einem Punkt Vorsprung gegenüber dem Tabellennachbarn SV Krefeld 72 allerdings seinen Platz aus eigener Kraft halten kann. Der zweite Rang der Hauptrunde B ist nicht mehr zu holen, bei einem Sieg steht jedoch der dritte Platz und damit bei den Pre-Play-Offs der Sechste der Hauptrunde A als Gegner fest. Bei einer Niederlage blickt man nach Cannstatt, wo unter Umständen dann schon ein Unentschieden der Krefelder für das Vorbeiziehen reicht.

Ich bin schon mal sehr froh, dass uns in dieser ausgeglichenen und spannenden Saison zumindest die Relegation um die Play-Offs nicht mehr zu nehmen ist. Dennoch wollen wir mit einem Sieg in Magdeburg unbedingt unseren dritten Platz sichern und mit einem guten Gefühl in die Pre-Play-Offs gehen“, so SV-Coach Irek Luczak. Kurios dabei: Dauer-Tabellenführer Wasserball-Union Magdeburg könnte bei einer Niederlage und einem Sieg Potsdams in Uerdingen ausgerechnet am letzten Spieltag als Spitzenreiter abgelöst werden und damit doch „nur“ als Zweiter in die Relegation gehen.

Deswegen erwarten wir auch heftige Gegenwehr in der Elbe-Schwimmhalle. Nach zuletzt drei Niederlagen in vier Spielen brennt da der Baum, wenn die nicht Erster bleiben“, so Kapitän Thomas Aigner, der allerdings zum dritten Mal dem SV-Team fehlen wird, seine Kieferhöhlenentzündung und anschließende Punktion stellte sich hartnäckiger als erwartet aus. Auch Center Serkan Dogdu ist noch nicht einsatzfähig, Paul Kosiba wird aus privaten Gründen nicht dabei sein. „Seit Januar kann ich nicht mehr auf den gesamten Kader zurückgreifen, es ist wie verhext“, so Luczak.

Auch Magdeburgs drittbester Angreifer, der Serbe Mateja Loncaric, wird am Samstag fehlen, kassierte er doch eine Spieldauerstrafe beim letzten Auswärtsduell bei der Schwimmvereinigung Krefeld 72. Wenn die Reger-Städter dann die Rückreise antreten, werden sie auch ihren Gegner in den Pre-Play-Offs kennen. Neukölln Berlin und der SSV Esslingen sind die heißesten Kandidaten. Fest steht jetzt schon, dass das erste Spiel der „best of five“ Serie am 5. Mai in Weiden stattfindet. Spielbeginn wurde auf 18,00 Uhr terminiert.

Die Mannschaft für den letzten Spieltag: Vladimir Srajer und Markus Glass im Tor, Thomas Ingel, Stefan Kick, Holger Quast, Thomas Kick, Sebastian Roßmann, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Andreas Jahn, Florian Bronold und Alex Schäfer


25.04.10

Esslingen: heiter und sonnig

SSVE besiegt Hannover / Stojcic mit tollem Debüt

von Axel Hänchen 

Esslingen - Der SSV Esslingen hat wie erhofft einen guten Start in die Freibadsaison hingelegt. Beim 12:8 (2:1, 3:2, 4:4, 3:1)-Heimsieg gegen den Tabellendritten SG W98/Waspo Hannover zeigten die Gastgeber eine überzeugende Leistung vor etwa 300 Zuschauern.

Nicht nur die Sonne strahlte über dem SSVE-Freibad auf der Neckarinsel, auch die Anwesenden, sofern sie auf Esslinger Seite waren, freuten sich über das Wetter und vor allem über den Sieg des SSVE gegen Hannover. Mannschaftskapitän Robert Roth, vierfacher Torschütze, Spieler des Tages und Aktivposten der Esslinger, war zufrieden, sieht aber noch Steigerungspotential: „Wir waren von Anfang an das bessere Team. Durch eigene Fehler haben wir es uns teilweise selbst schwerer gemacht, als nötig gewesen wäre. Aber am Ende haben wir durch eine geschlossene Mannschaftsleistung verdient gewonnen.

Die erste Führung durch einen verwandelten Strafwurf des japanischen Nationalspielers Yoshinori Shiota gehörte den Gästen aus Hannover, es sollte zugleich ihre einzige sein. Allerdings dauerte es mehr als vier Minuten bis zum ersten Tor des SSVE, schließlich traf der 17jährige Hannes Glaser zum Ausgleich. Kurz vor der ersten Viertelpause war es dann Centerverteidiger Mike Troll, der die Fans mit seinem Treffer zum 2:1 jubeln ließ. Robert Roth besorgte das 3:1, doch Hannover blieb hartnäckig dran und verkürzte erneut durch Yoshinori Shiota auf 3:2. Dann kam der große Auftritt des Nachwuchscenters Nenad Stojcic. Erstmals stand der erst 17jährige Serbe im Aufgebot der Esslinger DWL-Mannschaft, nachdem sein Landsmann Jovan Radojevic pausierte. Gleich im ersten Spiel zeigte Nenad Stojcic sein Talent und erzielte sein erstes Tor, das 4:2 für den SSVE. Ilja Immermann war auf Hannoveraner Seite mit dem Anschlusstreffer zur Stelle, doch Hannes Rothfuß stellte den alten Abstand wieder her.

Auch nach dem Seitenwechsel sollte es spannend bleiben. Yoshinori Shiota traf erneut per Strafwurf zum 4:5 aus Sicht der Norddeutschen. Lars Blankenhorn stürmte den linken Flügel entlang und schloss erfolgreich zum 6:4 für die Hausherren ab. Das dritte Viertel war mit gleich acht Treffern sehr torreich und es wurde noch einmal richtig spannend. Philip Gatzemeier und Lukas Taplick trafen jeweils in Überzahl für die Gäste – damit stand es 6:6-Unentschieden. Nenad Stojcic legte seinem ersten Tor gleich noch eines nach und brachte sein Team damit wieder mit 7:6 in Führung. Nach der Partie freute sich der 17jährige: „Ich bin stolz auf meinen ersten Einsatz und froh, der Mannschaft mit meinen zwei Toren geholfen zu haben.“ Erneut in Überzahl traf Philip Gatzemeier zum 7:7. Doch in der letzten Spielminute des dritten Abschnittes sollte auch der SSVE seine Überzahlstärke demonstrieren und zwei Tore in einer Mann-Mehr-Situation erzielen. Nach einer Auszeit fiel das 8:7 durch Centerspieler Michael Müller, der wie schon in den vergangenen Wochen stark agierte und mehrere Überzahlmöglichkeiten für sein Team erarbeitete und durch Nenad Stojcic auf der anstrengenden Centerposition ungewohnte Entlastung erfuhr. Drei Sekunden vor Viertelende baute Robert Roth den Esslinger Vorsprung auf 9:7 aus. Und nach der Viertelpause machten die Esslinger genau so weiter. Robert Roth ließ einen weiteren Überzahltreffer folgen und auch Hannes Rothfuß traf nach einer Auszeit in Überzahl zum vorentscheidenden 11:7 viereinhalb Minuten vor Spielende. Kapitän Robert Roth hatte seinen Torhunger noch nicht gestillt und ließ es noch einmal zum 12:7 krachen. Als Lukas Taplick 22 Sekunden vor dem Schlusspfiff auch den dritten Strafwurf für die SG verwandelte, war das Spiel längst entschieden.

Der SSV Esslingen ist damit gut in die Freibadsaison gestartet. In der eigentlichen Heimstätte auf der Esslinger Neckarinsel wurde das gesteckte Ziel damit erreicht. Schließlich sollen diese Saison im Vereinsbad des SSVE noch weitere große und erfolgreiche Spiele des Heimteams folgen, erinnert sei dabei an die Ausrichtung der Pokalendrunde und die anstehenden PlayOffs. Bereits am kommenden Samstag steht das nächste Heimspiel der Esslinger Wasserballer auf dem Programm. Zu Gast wird dann Rekordmeister Spandau 04 Berlin sein. Danach wird auch Klarheit herrschen, wer Gegner des SSVE in der Qualifikation um die PlayOffs sein wird, noch stehen mehrere Mannschaften zur Auswahl.

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Predrag Spasojevic (Torwart), Hannes Glaser (1 Tor), Hannes Rothfuß (2), Matthias Thoma, Axel Hänchen, Mike Troll (1), Robert Roth (4), Michael Müller (1), Lars Blankenhorn (1), Robert Berghoff, Nenad Stojcic (2), Bastian Lehmann und Robin Finkes.


25.04.10

SV Krefeld 72 mit erfolgreichem Wochenende

Siege gegen Aegir und Magdeburg festigen wichtigen 4. Tabellenplatz in der Gruppe B

von Jörg Schäfer 

Die SV Krefeld 72 hat in der Hauptrundengruppe B durch Siege gegen Lokalrivalen Aegir Uerdingen (11:4) und gegen Tabellenführer WU Magdeburg (10:8) einen großen Schritt in Richtung Erreichen der Pre-Play-Off’s getan. Nach dem sicheren Sieg am Samstag gegen das Tabellenschlusslicht von Aegir Uerdingen war die Mannschaft von SVK-Coach Gábor Bujka am Sonntag voll konzentriert auf das Duell gegen den Spitzenreiter aus Magdeburg. Schließlich galt es, für die unglückliche Niederlage vor einer Woche an der Elbe Revanche zu nehmen.

Entsprechend engagiert ging die SVK in dieses wichtige Spiel. Magdeburg war nach dem 9:12 am Vorabend in Potsdam nervös und nominierte sogar Trainer Milos Sekulic als Spieler, um für alle Fälle gewappnet zu sein. Krefeld erwischte den besseren Start und ging schnell durch Tore von Mannschaftskapitän Daniel Packenius und Lukas Stöffges mit 2:0 in Führung. Den 2:1 Anschlusstreffer durch Christian Schlanstedt beantwortete Sebastian Bruch postwendend per Strafwurf mit dem 3:1. Danach allerdings begann die starke Zeit von Magdeburgs Linkshänder Michael Knobloch, der die nächsten drei Tore, davon zwei in Überzahl, bei einem Gegentreffer von Andreas Jürgens für seine Mannschaft erzielen konnte. Beim Spielstand von 4:4 wurde zur ersten Pause gepfiffen.

Das 2. Viertel war kurios, da es nach dem torreichen Auftakt torlos endete. Die Gäste verpassten es allerdings hier, die Weichen auf Sieg zu stellen. Dreimal Überzahl konnten nicht in Tore umgesetzt werden, weil Krefeld aggressiv verteidigte und Schlussmann Kai Füge mehrfach großartig abwehren konnte. Dies brachte ihm am Ende zu Recht die Auszeichnung „Spieler des Tages“ ein. Der 4:4 Halbzeitstand hatte der SVK Mut gemacht, weiter um die zwei Punkte zu fighten.

Anders als im 2. Viertel begann Magdeburg anschließend unkonzentriert und verlor auch die Disziplin. Dies nutzte die SVK, um sich in Überzahl einen kleinen Vorsprung zu erkämpfen. Nach dem 9:6 brannten dem Magdeburger Mateja Loncaric vollkommen die Sicherungen durch, so dass er völlig zu Recht zum Duschen geschickt wurde. Besser machte es Lazar Kilibarda, der kurz vor Viertelende in Überzahl zum 7:9 verkürzen konnte und damit die Hoffnung des Tabellenführers am Leben hielt.

Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein Hitchcock-Krimi. Bereits in der 25. Minute verkürzte Magdeburg nach Auszeit in Überzahl durch Patrick Stelzner auf 8:9 und bekam Morgenluft, zumal Krefeld anschließend eine Überzahl nicht nutzen konnte. Allerdings machte sich zu dieser Zeit bei den Gästen aufgrund des intensiven Spiels immer mehr der Kräfteverschleiß bemerkbar. Die Angriffe konnten nicht mehr druckvoll nach vorne gebracht werden. Die Entscheidung fiel dann in der 30. Spielminute, als Gästespieler Patrick Stelzner einen durchgebrochenen Krefelder Angreifer nur noch regelwidrig am Torschuss hindern konnte. Den fälligen Strafwurf verwandelte Alexander Stomps zum 10:8 Endstand. Entsprechend groß war der Jubel auf Krefelder Seite nach dem Schlusspfiff.

SVK-Trainer Gábor Bujka: „Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat den Gegner aus Magdeburg regelrecht niedergekämpft. Es war letztlich der „Fighting Spirit“ meiner Jungs, der uns den Sieg gebracht hat. Diese 2 Punkte waren enorm wichtig für uns. Wir wissen, dass wir den 4. Platz immer noch nicht sicher haben, da ich befürchte, dass Brandenburg sein Spiel gegen Duisburg 98 „wegschenken“ wird. Wir konzentrieren uns aber nur auf uns. Der Sieg heute hat die Mannschaft enorm nach vorne gebracht und wir werden weiter zusammenwachsen.

Für den sportlichen Leiter der SVK, Udo Lünebrink, war der Sieg gegen Magdeburg das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung: „Jeder unserer Spieler ist an seine Grenzen gegangen und wir hatten den Sieg verdient. Magdeburg hat sich durch seine eigene Undiszipliniertheit selbst aus dem Konzept gebracht und damit den Faden verloren. Der Auftritt der von den Schiedsrichtern zu recht ausgeschlossenen Spieler anschließend außerhalb des Wassers war grenzwertig. Ich nehme an, dass Milos Sekulic, der diesmal in Doppelfunktion als Spielertrainer agieren musste, nicht die Zeit hatte, für Disziplin zu sorgen. Ich befürchte allerdings, dass Magdeburg bei der Fehleranalyse die Schuld mal wieder nicht bei sich selber suchen wird. Wir werden uns den 4. Platz jetzt nicht mehr nehmen lassen.

SVK-Tore am Wochenende: Simon Stöffges (2), Alexander Stomps (3), Gerrit Schäfer (1), Lukas Stöffges (3), Andreas Jürgens (2), Yannik Zilken (3), Daniel Packenius (2), Tobias Packenius (1), Phillip Stachelhaus (2), Hanno Vulmahn (1), Sebastian Bruch (1)


25.04.10

SV Duisburg 98 siegt 11:9 bei Mitaufsteiger SV Cannstatt

von Mirco Schott 

Das "Endspiel" wurde gewonnen. Am vergangenen Samstag (24.04.2010) stand für den DSV 98 in der Wasserball-Bundesligasaison 2009/2010 die nächste Herausforderung an. Diesmal war die 1. Mannschaft zu Gast beim Mitaufsteiger SV Cannstatt. Das Spiel endete erfolgreich 11:9 für den DSV 98.

Nach dem perfekten Wochenende mit zwei Siegen sowie dem hart erkämpften Punkt aus der Vorwoche in Weiden musste das Team von Trainer Christian Koke nun erneut auswärts seine Form unter Beweis stellen. Im Kampf um die Relegation mit der Chance zum Aufstieg zur Hauptrunde A sowie anschließenden Play-Offs oder Play-Downs wurden weitere Punkte benötigt. Dabei musste der DSV 98 aber nicht nur nach oben schauen, sondern sich zunächst nach unten absichern. Denn auch der Mitaufsteiger aus Cannstatt war in den letzten Spielen erfolgreich und bis auf zwei Punkte herangerückt.

Alles fing nach Plan an. Schnell konnte der DSV 98 mit 5:3 nach dem ersten Viertel in Führung gehen und beherrschte sicher das Spiel. Doch Anfang des zweiten Viertels wurde Center Raul Diakon wegen einer Tätlichkeit des Wassers verwiesen und so musste der DSV 98 zunächst 4 Minuten in Unterzahl spielen, bevor der siebte Mann wieder eingesetzt werden durfte. In dieser Zeit kassierte das Team 4 Tore, die sichere Führung war verloren und SV Cannstatt im Spiel. Doch durch einen mannschaftlichen Kraftakt konnte sich im Spielverlauf zurück gekämpft werden und so schließlich das Spiel verdient gewonnen werden. Den Siegtreffer zum 11:9 erzielte in der heißen Schlussphase Lars Standke. Ein glänzend aufgelegter Torwart Thomas Hertes, der verdient zum "Spieler des Tages" gewählt wurde, war sicherer Rückhalt. Erfolgreichster Torschütze auf Seiten des DSV 98 war Daniel Grohs mit insgesamt 5 Treffern.

"Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft", so Trainer Christian Koke nach dem Spiel, "es war ein Endspiel und wir haben es trotz Rückschlag gewonnen! Die Mannschaft hat sich nicht entmutigen oder verunsichern lassen, sondern mannschaftlich geschlossen gekämpft und alles gegeben. Sie hat sich selbst mit dem Sieg belohnt. Es war einfach super! Ebenfalls ein Kompliment geht an unsere Fans: Sie haben uns wieder zahlreich unterstützt und das Auswärtsspiel gefühlt zum Heimspiel gemacht! Das gibt der Mannschaft den letzten Kick."

Damit hat sich der DSV 98 in der Tabelle zumindest Rang 5 gesichert, was eine gute Ausgangsposition für die Play-downs mit sich bringt. Der Blick nach oben ist nach wie vor drin, denn der DSV 98 kann auch noch einen Relegationsplatz mit der Chance zum Aufstieg zur Hauptrunde A sowie anschließenden Play-Offs erreichen. Doch hat überraschenderweise Konkurrent um Platz 4 SV Krefeld 72 am Sonntag sein Heimspiel gegen Spitzenreiter Magdeburg gewonnen und ist einen Spieltag vor Ende der Hauptrunde mit 2 Punkten in Front. So muss der DSV 98 sein kommendes Spiel mit deutlichem Torunterschied gewinnen und auf eine Niederlage der Krefelder beim SV Cannstatt hoffen, um den 4. Platz noch zu erreichen. "Wir werden unsere Hausaufgaben mit einem Sieg im nächsten Spiel erledigen und das Spiel des Gegners abwarten. Mal sehen, wo wir dann landen", so Trainer Koke nüchtern zu den möglichen Szenarien. Es wird also ein spannender letzter Spieltag in der Hauptrunde B am kommenden Wochenende.

Spielen wird der DSV 98 dann im Heimspiel gegen ASC Brandenburg. Anschwimmen ist um 16 Uhr. Weitere Informationen hierzu folgen.


25.04.10

SV Cannstatt mit Sieg und Niederlage

9:11 gegen SV Duisburg 98 / 19:9-Sieg über Brandenburg

von Christoph Vorpahl 

Am vergangenen Wochenende bestritten die Wasserballer des SV Cannstatt gleich zwei schwere Heimpartien in der Deutschen Wasserball Liga.

Am Samstag unterlagen die Cannstatter dem Aufsteiger SV Duisburg 98 mit 9:11 (2:5; 5:0 ; 1:5; 1:1) Toren. Trainer Andras Feher war enttäuscht über die schlechte Chancenauswertung, da Cannstatt immerhin 4 Minuten lang, durch einen Ausschluss von Raul Diakon, in Überzahl spielte. „Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben. So viele einfache Tore darf man einfach nicht verschießen. Zwar ist die Trainingssituation und die anderen Umstände gerade nicht so optimal, trotzdem hätten wir das Spiel gewinnen müssen“, äußerte Feher.

Gegen den ASC Brandenburg konnte der SVC sich aber souverän mit 19:9 (2:3; 5:4; 6:2; 5:1) Toren durchsetzen. Obwohl auch in dieser Partie zu Beginn nichts klappen wollte und die Cannstatter wieder viel zu viele hundertprozentige Chancen vergaben, konnte man sich dann im 3. Spielabschnitt gegen Brandenburg durchsetzen.

Torschützen gegen den SV Duisburg 98 waren: Tiberius Casper (4), Peter Ambrus (2), Steffen Dierolf (2) und Elmar Golla.

Gegen den ASC Brandenburg: Peter Ambrus (4), Steffen Dierolf (4), Tiberius Casper (3), Marvin Thran (3), Elmar Golla (2), Frederic Becker, Christian Dlouhy und Sandro Obrecht.


25.04.10

Relegation gesichert

Auftakt am 5. Mai in Weiden

(prg)  Die Bundesligawasserballer machen es spannend, wie nie zuvor. Sowohl in der Hauptgruppe A, wo die Tabellenplätze drei bis sechs noch zu vergeben sind, als auch in der Hauptgruppe B bleiben einige Ränge bis zum letzten Spieltag am 1. Mai noch offen.

Positives haben dafür die Weidener jetzt schon zu berichten. Mit dem Sieg am vergangenen Samstag gegen Brandenburg stehen die Oberpfälzer sicher in der Relegation um die Play-Offs. Die Weidener fertigten die Gäste aus Brandenburg mit 18:8 vor eigener Kulisse regelrecht ab und festigten damit ihren dritten Platz in der Hauptgruppe B der Deutschen Wasserball Liga. Nur der SV Krefeld 72 könnte den Max-Reger-Städtern den dritten Rang noch wegschnappen, sollten sie ihr letztes Hauptrundenspiel noch gewinnen. Die Krefelder überraschten mit ihrem Sieg im Nachholspiel gegen die Magdeburger, doch sie erwartet noch eine schwere Auswärtspartie beim Ex-Meister SV Cannstatt. Schlechter als Vierte können jedoch die Oberpfälzer nicht mehr werden und sicherten sich damit die Teilnahme in der Pre-Play-Off Runde.

Der Gegner der Weidener in der best-of-five-Serie steht noch nicht fest, als dritter trifft der SV auf den sechsten der Hauptgruppe A, als vierter auf den fünften. Im Moment kommen drei, vielleicht sogar vier Vereine in Frage: Waspo Hannover, SSV Esslingen, SG Neukölln und am wenigsten wahrscheinlich sogar der Klub des Luczak-Sohnes Bayer Uerdingen. Fest steht jedoch, dass die erste Begegnung am 5. mai in Weiden stattfindet, die zweite und dritte am 8. und 9. Mai auswärts, die eventuell benötigte Partie-Nr.4 am 13.05. wieder in Weiden und das mögliche Entscheidungsspiel am 15. Mai in fremden Gewässern. Die Weidener erwarten mit Spannung, mit wen sie ihre Kräfte messen müssen und sehen selbst dem letzten Spiel beim Tabellenführer Magdeburg gelassen entgegen: „Jetzt müssen wir unsere gesamte Kraft und Konzentration auf die Relegationsspiele richten, in Magdeburg haben wir nichts mehr zu verlieren, wollen uns aber für die Heimniederlage natürlich revanchieren. Doch wichtiger ist es jetzt, dass alle gesund werden und wir vielleicht zum ersten Mal in diesem Jahr rechtzeitig zur Relegation komplett sind", beschreibt Trainer Luczak die aktuelle Situation, der auch vor der Begegnung gegen Brandenburg, kurzfristig mit Ausfällen zu tun hatte.

Kapitän Thomas Aigner, sowie Florian Bronold fielen aus gesundheitlichen Gründen aus und begleiteten den Langverletzten Serkan Dogdu auf die Tribüne. Doch die Mannschaft wusste um die Wichtigkeit der Partie, ging sehr entschlossen und konzentriert ins Spiel, was sich schnell mit der 3:0 Führung auszahlte. Die Gäste verkürzten noch mit Strafwurf, doch die zweite Weidener Welle kam postwendend und brachte mit der 7:2 Führung zur ersten Pause eine kleine Vorentscheidung. Die Brandenburger, bekannt für ihrem Kampfgeist und Siegeswillen, durften trotzdem noch nicht abgeschrieben werden, somit gingen die Hausherren wieder entschieden vorwärts und stellten mit dem 12:5 Halbzeitstand die Weichen endgültig in Richtung Sieg. Zwei Akteure auf Weidener Seite wurden den Gästen zum Verhängnis: Center Schäfer, der später zum „Spieler des Tages“ gekürt wurde, war mit fairen Mitteln kaum zu halten und sorgte für zahlreiche Überzahlspiele der Weidener und Holger Quast verrichtete den Rest und lochte eins nach dem anderen ins gegnerische Tor ein. Quast erzielte alle seine acht Treffer in der ersten Halbzeit.

Trainer Luczak verlangte zwar in der Halbzeit weitere Konzentration, doch damit taten sich die Oberpfälzer schwer, nachdem die Gäste offensichtlich selbst nicht mehr an ihren Erfolg in Weiden glaubten. Das Spiel verflachte in der zweiten Hälfte, aber auch hier konnten die Weidener die Oberhand behaupten, gewannen die Viertel drei und vier und am Ende das gesamte Spiel verdient mit 18:8 Toren. Eine überzeugende Vorstellung der SV-ler im letzten Thermenweltspiel der Saison.

SV Weiden – ASC Brandenburg: 18:8 (7:2, 5:3, 2:1, 4:2)

SV Weiden: Vladimir Srajer (1-24) und Markus Glass (25-32) im Tor, Thomas Ingel, Stefan Kick, Holger Quast (8 Tore), Thomas Kick (2), Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner (2), Rico Horlbeck (3), Sebastian Roßmann (1), Andreas Jahn (1) und Alex Schäfer (1)

ASC Brandenburg: Andre Koschnmieder im Tor, Rene Oldenburg (2), Maximilian Stresow (2), Stefan Gebert, Oliver Wienholdt, Björn Dupont, Sebastian Geyer, Markus Behrendt, Patrick Hehr, Axel Marquardt, Sascha Mischur (4) und Christian Hehr

„Spieler des Tages“: Alex Schäfer (Weiden)


23.04.10

Pre-PlayOffs fest eingeplant

SV Weiden empfängt am Samstag ASC Brandenburg

(prg)  Wie am vergangenen Spieltag muss auch an diesen Sonnabend die Mannschaft des Schwimmvereins Weiden in der Hauptrunde B der 1. Deutschen Wasserball-Liga wieder ein niedriger platziertes Team empfangen, das sich jedoch gerade auf dem aufsteigendem Ast befindet. Ab 17.30 Uhr ist der ASC Brandenburg in der Thermenwelt an der Raiffeisenstraße zu Gast, nachdem es zuletzt ein 7:7 gegen den Tabellenzweiten Potsdam gab.

Die 1. Deutsche Wasserball-Liga scheint spannender zu sein, als jemals zuvor: Während man in der Hauptrunde A, also der Runde der „Besten Acht“, verbissen um die Ränge eins bis vier und die damit verbundene direkte Qualifikation für die Play-Offs kämpft, ist in der Hauptrunde B nicht nur das Rennen um die Pre-PlayOff-Plätze (1-4) offen, auch die untere Tabellenhälfte scheint für die PlayDowns gerade warmgelaufen zu sein.

So kommt es, dass am Sonnabend in der Thermenwelt mit dem ASC Brandenburg zwar „nur“ der Tabellenvorletzte und ein mit fünf Punkten bereits sicher in den PlaDowns positioniertes Team anschwimmt, der heimische Tabellendritte SV Weiden hat dennoch gehörigen Respekt vor den Havelstädtern. So konnte der ASCB vergangenen Spieltag dem Tabellenzweiten OSC Potsdam ein 7:7-Unentschieden abtrotzen und das sogar ohne ihren Top-Torschützen Sebastian Mischur (Schulterverletzung).

Der spannenden und ausgeglichenen Liga sei Dank, für den SV Weiden ist das Sonnabend-Spiel erneut eines aus der Kategorie „Schlüsselpartie“: Gewinnen die Luczak-Schützlinge, so können die Verantwortlichen bereits fest mit den Pre-Play-Offs planen, auch Platz 3 wäre dann zunächst abgewehrt, eine Niederlage könnte die Truppe noch aus dem Relegations-Rennen werfen.

Im Hinspiel gab es einen knappen 8:10-Sieg, in der „Therme“ soll es am Samstag endlich wieder einen Heim-Zweier geben. „Unsere Fans und wir sind heiß auf die Relegationsspiele und die werden wir uns jetzt auch nicht mehr nehmen lassen“, gibt sich der wiedergenesene Rico Horlbeck optimistisch. Coach Luczak scheint immer noch nicht auf den Kader zurückgreifen zu können, bangt um den Einsatz seines Kapitäns Thomas Aigner (Kieferhöhlenentzündung) und muss zudem auf das Comeback von Center Serkan Dogdu warten, der nach einer Fußverletzung schon die neunte Wochen außer Gefecht ist. Verteidiger Andreas Jahn ist nach seine Sperre wieder im Einsatz.

Die Mannschaft für das Wochenende: Vladimir Srajer, Thomas Aigner, Stefan Kick, Holger Quast, Thomas Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Sebastian Roßmann, Andreas Jahn, Florian Bronold, Alex Schäfer, Thomas Ingel, Markus Glass


23.04.10

SV Krefeld will am Doppelspieltag punkten

Heimspiele gegen Aegir Uerdingen und SC Magdeburg

von Jörg Schäfer

Am kommenden Wochenende muss die SV Krefeld 72 im Badezentrum Bockum gleich zweimal ins Wasser steigen. Dabei gestaltet sich zumindest nach der Papierform ein interessantes Kontrastprogramm. Gegner am Samstag ist um 18:45 Uhr zunächst der Tabellenletzte, Lokalrivale SSF Aegir Uerdingen. Am Sonntag (Spielbeginn ist um 13.00 Uhr) empfängt die SVK dann den Spitzenreiter aus Magdeburg.

Beide Duelle sind für die Mannschaft von Trainer Gábor Bujka nicht ohne Brisanz. Die aktuelle Tabellensituation in der Hauptgruppe B führt dazu, dass die Krefelder punkten müssen, will man den 4. Platz nicht aus der Hand geben. Dass Lokalderbys ihre eigenen Gesetze haben, hat nicht zuletzt am vergangenen Wochenende das Spiel Brandenburg gegen Potsdam gezeigt, wo der haushohe Favorit aus Potsdam dem Gegner völlig unerwartet einen Punkt überlassen musste.

Die SVK ist also gewarnt, zumal beim Tabellenschlusslicht Aegir ein Aufwärtstrend zu erkennen ist. Beim Heimspiel gegen Cannstatt konnten sich die Aegiraner beim 5:9 recht achtbar aus der Affäre ziehen. Mit Trainerfuchs Werner Stratkemper ist auch mehr Ordnung ins Spielsystem der Uerdinger gekommen, der sicherlich mit seiner neuen Mannschaft der SV Krefeld ein Schnippchen schlagen möchte. Für Mannschaftskapitän Daniel Packenius ist daher die Ausgangslage klar: „Gegen Aegir können wir uns keinen Ausrutscher erlauben. Den Gegner auf keinen Fall unterschätzen, die Chancen konsequent nutzen und mit einer konzentrierten Leistung die erforderlichen Punkte einfahren.

Am Sonntag gegen den Tabellenführer aus Magdeburg dürften die Trauben für die Krefelder dann erheblich höher hängen. Aber die knappe 14:13 Niederlage am letzten Spieltag gegen den gleichen Gegner hat Mut gemacht und das Selbstbewusstsein der Spieler gestärkt. Hierzu der Co-Trainer der SVK Robert Fuchs: „Eigentlich wollten wir uns zu den Geschehnissen in Magdeburg nicht mehr äußern, aber wir sind doch mit ziemlich dicken Hälsen nach Krefeld zurück gefahren. Leider haben die beiden Unparteiischen in der 2. Halbzeit ihre Linie verloren. Ich möchte bewusst keine Wertung vornehmen, sondern nur Fakten nennen. Jeder möge sich dann selbst eine Meinung bilden. In der ersten Spielhälfte war das Verhältnis der persönlichen Fehler mit 5:6 noch ausgeglichen. Nach der Halbzeit gab es gegen Magdeburg noch eine Hinausstellung, während wir von den Schiedsrichtern noch achtmal (!) bestraft wurden. Bis Mitte des 3. Viertels führten wir noch mit 12:8 Toren und waren auf der Siegerstraße. Danach gab es noch fünf Strafen gegen uns, aber keine mehr gegen Magdeburg. Höhepunkt war dann im letzten Viertel, als wir noch mit 13:12 knapp vorne lagen, dass gleich zwei Spieler von uns gleichzeitig hinausgestellt wurden und Magdeburg erst diese doppelte Überzahl zum Ausgleich nutzen konnte. Am Ende 14:6 persönliche Fehler gegen die SVK, dabei 4 Spieler aufgrund der hohen Foulbelastung vorzeitig im Spiel verloren. Dass bei diesen Fakten die knappe Niederlage für uns ein gewisses „Geschmäckle“ hat, ist doch verständlich, zumal Magdeburg in der Liga als Team bekannt ist, das das faire körperlose Spiel pflegt“, fasst Fuchs seine Eindrücke ironisch zusammen.

SVK-Trainer Gábor Bujka richtet trotz der Erlebnisse in Magdeburg den Blick nach vorne: „Wir können nicht dem verlorenen Spiel hinterher trauern, sondern müssen nach vorne schauen. Meine Spieler werden das Positive aus diesem Match mitnehmen. Wir haben dem Spitzenreiter einen großen Kampf geliefert, sind aber für unseren Einsatz insbesondere in der 2. Halbzeit nicht mehr belohnt worden. Meine Jungs haben aber gespürt, dass sie auch gegen diesen Gegner eine Chance haben. Wir werden alles versuchen, am Sonntag im Rückspiel den Spieß umzudrehen.

Welche Mannschaft Trainer Bujka nominieren wird, ist noch offen. Yannik Zilken steht nach seiner Abi-Klausur wieder zur Verfügung. Offen ist noch, ob die Verletzung von Center Christian Jünemann soweit auskuriert ist, dass er spielen könnte. Auch der Einsatz von Veit Schäfer ist fraglich, der aus Magdeburg eine angebrochene Nase und diverse Blutergüsse mitgebracht hat

Die Verantwortlichen der SVK hoffen am Wochenende bei den beiden Spielen natürlich auch auf einen guten Besuch. Hierzu der sportliche Vorstand Udo Lünebrink: „Im Lokalderby gegen Aegir am Samstag erwarte ich wie immer zahlreiche Zuschauer. Ich würde mich aber auch sehr freuen, wenn viele Krefelder und SVK’ler am Sonntag zum Spiel gegen Magdeburg kommen und unsere Mannschaft unterstützen würden. Gerade in der entscheidenden Saisonphase wäre es für die Mannschaft enorm wichtig, wenn die Fans auf der Tribüne hinter ihr stehen.


23.04.10

SSV Esslingen eröffnet Freibadsaison

SG W98/Waspo Hannover Gegner auf der Neckarinsel

von Axel Hänchen

Esslingen - Der SSV Esslingen eröffnet die diesjährige Freibadsaison auf der Neckarinsel bereits am kommenden Samstag um 16 Uhr mit dem DWL-Spiel gegen die SG W98/Waspo Hannover. Die Norddeutschen liegen derzeit in der Tabelle auf Platz 3.

Der Zeitpunkt der Freibaderöffnung Ende April wird von den SSVE-Spielern jedes Jahr aufs Neue herbeigesehnt: das Vereinsbad auf der Neckarinsel ist die wahre Heimstätte der Esslinger Wasserballer, der Sommer ist nicht mehr in allzu weiter Ferne und die stickige Hallenatmosphäre weicht zumeist blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Daher ist auch Patrick Weissingers Wunsch nur zu verständlich: „Wir wollen einen guten Start in unserem Bad hinlegen.“ Außerdem fordert der Cheftrainer von seiner Mannschaft „eine Reaktion auf das bisher schlechteste Saisonspiel gegen Würzburg“. Auch aus dem Hinspiel hat der SSVE etwas wiedergutzumachen. Denn dort gab man eine 7:6-Führung vier Minuten vor Schluss noch aus der Hand, verlor mit 8:7 und kassierte so eine ärgerliche und unnötige Niederlage. „Die verschenkten Punkte möchte ich zurückhaben“, äußert daher auch Trainer Robert Bleich seinen Wunsch. Ein Esslinger Sieg im vorletzten Hauptrundenspiel entscheidet auch über die Ausgangsposition für die PlayOffs und ist daher besonders wichtig. Nachdem der SSVE vergangene Woche mit der Niederlage in Würzburg die Ränge 3 und 4 und damit die direkte Qualifikation für die PlayOffs verspielt hat, geht es nun um die Plätze ab Rang 5. Als fünftplatziertes Team würde man beispielsweise auf den Viertplatzierten der Hauptrundengruppe B treffen, derzeit der SV Krefeld, mit dem man sich bereits im Pokalviertelfinale duellierte. Aktuell liegen die Esslinger Wasserballer allerdings auf Platz 6, was als Qualifikationsgegner den drittplatzierten SV Weiden aus der B-Gruppe bedeuten würde. Mögliche Gegner des SSVE sind außerdem Potsdam und Duisburg, aber auch ein Derby gegen den SV Cannstatt ist noch denkbar.

Da die Wettervorhersage Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad verspricht, hofft der SSVE auf eine tolle und vor allen Dingen erfolgreiche Eröffnung der Freibadsaison 2010.


23.04.10

Duisburg 98 auswärts zu Gast beim SV Cannstatt

Spiel beim Mitaufsteiger mit "Endspielcharakter"

von Mirco Schott

Man kann wohl sicher behaupten, dass das kommende Wochenende schon Endspielcharakter hat: Dann (24.04.2010) steht für den DSV 98 in der Wasserball-Bundesligasaison 2009/2010 die nächste Herausforderung an. Diesmal ist die 1.Mannschaft zu Gast beim Mitaufsteiger SV Cannstatt. Anschwimmen ist um 18 Uhr.

Nach dem perfekten Wochenende mit zwei Siegen sowie dem hart erkämpften Punkt aus der Vorwoche in Weiden muss das Team von Trainer Christian Koke nun erneut auswärts seine Form unter Beweis stellen. Und wieder unter Endspielcharakter: Im Kampf um die eventuelle Relegation mit der Chance zum Aufstieg zur Hauptrunde A sowie anschließenden Play-Offs oder Play-Downs werden weitere Punkte benötigt. Mit aktuell ausgeglichenem Konto von 12:12 Punkten steht der DSV 98 aktuell auf Platz 5 der Tabelle in der Hauptrunde B und muss im anstehenden Spiel nicht nur nach oben schauen, sondern sich nach unten absichern. Denn auch der Mitaufsteiger aus Cannstatt war in den letzten Spielen erfolgreich, steht auf Platz 6 und ist bis auf 2 Punkte herangerückt. Eine Herausforderung, denn Cannstatt ist eine sehr erfahrene Mannschaft und möchte sich für die Play-Downs möglichst gut platzieren.

"Wir bereiten uns intensiv auf unser Endspiel gegen Cannstatt vor", so Trainer Christian Koke, "allerdings haben wir unter der Woche durch einige Krankheiten und Abi-Prüfungen von Spielern nicht optimal trainieren können. Wenn wir den Spirit aus dem Weiden-Spiel mitnehmen und den absoluten Willen zu siegen, werden wir das auch gegen eine sehr erfahrene Mannschaft wie Cannstatt schaffen. Mit Sicherheit werden uns auch wieder unsere zahlreichen Fans beflügeln. Das unsere Fans uns bei allen bisherigen Auswärtsspielen zahlreich unterstützt haben ist einzigartig im deutschen Wasserball und gibt der Mannschaft den letzten Kick."

Damit auch wieder das Motto: Den DSV 98 werden wie auch in der Vorwoche nach Weiden wieder seine Fans begleiten und so hoffentlich den achten Mann ins Wasser bringen. Nicht selbstverständlich in Deutschland. Die Vorzeichen zum Spiel sind also denkbar spannend. Mit einem Sieg wäre der DSV 98 weiter mitten im Rennen um eine mögliche Relegation zur Teilnahme an den Play-Offs in Hauptrunde A. Im Falle einer Niederlage müsste sich der DSV 98 nach unten absichern. Die Form aus der letzten Woche war bestens, so dass hier sogar mit Punkten gerechnet werden kann.

Mannschaftlich tritt der DSV 98 diesmal fast komplett an. Wermutstropfen ist nach wie vor das Fehlen von Spieler Jens Standke, der wegen einer Verletzung weiterhin ausfällt. Dafür sind Center Michael Werner (in der Vorwoche Allergie) sowie Mannschaftskapitän Mirco Schott (Rückenprobleme) zwar weiter angeschlagen, aber auf dem Wege der Besserung und für das Spiel am Wochenende einsatzbereit.


23.04.10

Doppelspieltag für den SV Cannstatt

Partie gegen Duisburg 98 und ASC Brandenburg im Mombach-Bad

von Christoph Vorpahl

Am kommenden Wochenende stehen den Wasserballern des SV Cannstatt gleich zwei wichtige Spiele bevor. Am Samstag empfängt man den Aufsteiger Duisburger SV 89 um 18 Uhr im vereinseigenen Mombach-Bad. Bereits 19 Stunden später, am Sonntag um 13 Uhr, ist dann der ASC Brandenburg zu Gast im Mombach-Bad.

Das sind die entscheidenden Spiele der Saison“, warnt Trainer Andras Feher. Gegen den Duisburger SV hatte man bereits im Hinspiel knapp mit 7:9 Toren verloren. Die körperlich starke Mannschaft der Duisburger wird vermutlich auf dem kleinen Feld nicht leichter zu schlagen sein. „Duisburg 98 hat diese Saison schon einige Male bewiesen, dass sie in der Lage sind schwere Spiele zu gewinnen. Seit dem Aufstiegsturnier im Juni letztes Jahr haben sie sich durch Torhüter Thomas Hertes, Daniel Grohs, den Centern Raul Diakon und Michael Werner gut verstärkt. Ich denke das wird eine ziemlich knappe Partie“, meint Trainer Feher.

Auch gegen Brandenburg wird es keinesfalls leicht. Die Partie in Brandenburg konnte man zwar knapp mit 9:8 für sich entscheiden, aber Brandenburg hat am vergangenen Wochenende mit einem starken 7:7 gegen den OSC Potsdam bewiesen, dass sie nicht zu unterschätzen sind. Man erwartet ein sehr spannendes und faires Wochenende in Cannstatt und hofft auf viele Zuschauer im Mombach-Bad.


19.04.10

Duisburg 98 holt auswärts wichtigen Punkt

13:13 gegen SV Weiden

von  Mirco Schott

Am vergangenen Wochenende (17.04.2010) stand für den DSV 98 in der Wasserball-Bundesligasaison 2009/2010 die nächste Herausforderung an. Dazu war die 1.Mannschaft zu Gast in der Oberpfalz auswärts beim SV Weiden. Nach einem spannenden und kampfbetonten Spiel hieß es am Ende 13:13 und der DSV 98 konnte einen wichtigen Punkt auswärts aus Weiden mitnehmen.

Nach dem perfekten Wochenende mit zwei Siegen musste das Team von Trainer Christian Koke nun auswärts seine Form beweisen. Im Kampf um eine eventuelle Relegation mit der Chance zum Aufstieg zur Hauptrunde A sowie anschließenden Play-Offs oder Play-Downs wurden wieder Punkte benötigt. So war Angriff die Devise in diesem Spiel und die mitgereisten Zuschauer aus Duisburg kamen voll auf ihre Kosten ...

Trotz eines kurzen Rückstandes zu Beginn konnte das Spiel stets ausgeglichen werden. Sämtliche Viertel des Spiels endeten unentschieden, beide Mannschaften kämpften in dem "kleinen" Becken der Weidener Thermenwelt um jeden Zentimeter und konnten sich nicht entscheidend absetzen. Zum Zünglein an der Waage wurden beinahe noch die beiden Unparteiischen des Spiels: Mit einer doch ungleichen Foulbelastung (17 Zeitstrafen gegen den DSV 98 !!!) zugunsten der Weidener Gastgeber waren gleich vier Spieler des DSV 98 nicht mehr einsatzberechtigt und so musste zum Schluss mit der sowieso schon dünnen Personaldecke der Punkt regelrecht "ermauert" werden. So kam erzwungenerweise auch Jugendspieler Jan Bilstein zu seinem Bundesliga-Debüt, der aber die letzten Minuten in dem ausgeglichenen Spiel fehlerfrei agierte und somit den Punkt zu erkämpfen half.

"Wir sind überglücklich über diesen Punkt!", so Trainer Christian Koke nach dem Spiel. "Die Mannschaft hat Moral bewiesen, allen Widrigkeiten getrotzt und bewiesen, dass sie eine Mannschaft ist, in der jeder für jeden kämpft. In Weiden einen Punkt zu erkämpfen ist wertvoll, vor allem bei den doch merkwürdigen Entscheidungen der beiden Schiedsrichter. Wir wollen uns nicht beklagen, dennoch sind solche ungleichen Verhältnisse nicht korrekt. Umso höher ist die Leistung der Mannschaft einzustufen: Selbst mit reduzierter Personalstärke hat es geklappt. Jetzt sind wir im Kampf um die Play-Offs weiter dabei und wollen auch in der nächsten Woche weiter punkten."

Damit greift er schon auf die nächste Woche vor, wo der DSV 98 wieder auswärts, diesmal in Cannstatt, punkten muss, wenn es ein Platz unter den ersten Vier am Ende der Hauptrunde B werden soll. Aktuell steht der DSV 98 mit 12:12 Punkten auf Platz 5, doch Krefeld 72 hat klar das schwierigere Restprogramm. Die Zeichen stehen also gut, wenn der DSV 98 punktet ...

SV Weiden - DSV 98: 13:13 (4:4, 3:3, 3:3, 3:3)

DSV 98: Thomas Hertes (TW) - Sven Wies, Mirco Schott, Nils Theiß, Marek Debski (2 Tore), Raul Diakon (2), Felix Grade (1), Florian Sons (1), Jan Bilstein, Daniel Grohs (5), Lars Standke (2), Sebastian Tauwel, Roland Golla


18.04.10

Thermenweltkrimi endet unentschieden

Wichtiger Punkt im Kampf um Platz drei

(prg)  Punktverlust oder Punktgewinn? So richtig kann es wohl heute noch keiner bewerten. Doch nach der packenden Bundesligapartie zwischen SV Weiden und SV Duisburg 98, die mit 13:13 Remis endete, waren sich beide Teams mit ihren Trainern einig: ein schönes spannendes Spiel mit gerechten Ausgang gespielt und gesehen zu haben.

Der Punkt für die Weidener bringt ziemlich sicher einen Relegationsplatz mit sich, doch um den dritten Platz zu sichern, muss noch das nächste Heimspiel gegen Brandenburg gewonnen werden. Der Punktgewinn der Gäste aus Duisburg bringt sie nicht wirklich weiter, doch sie bleiben immer noch dran im Kampf um die avisierte Plätze 4 und 5.

Gemischte Gefühle auch beim Weidener Anhang, der eine ganze Reihe von sehr unglücklichen Gegentoren erlebte. Trainer Luczak: „So viele Glücktreffer, wie heute gegen uns, habe ich in einem Spiel noch nie erlebt.“ In der Tat landete der Ball mindestens vier Mal im Gehäuse der Weidener nach einem Abpraller oder stark abgefälscht unhaltbar für SV-Keeper Vladimir Srajer. Auch ein verschossener Strafwurf und eine vergebene Überzahl im vierten Viertel lagen im Magen der Weidener Fans. Doch der Gesamteindruck rechtfertigte des Endergebnisses: Das Spiel hatte keinen Verlierer verdient.

Nur zu Beginn der Partie konnten die Hausherren einen Blitzstart hinlegen und sich nach drei perfekt ausgespielten Überzahlen mit 3:0 hoffnungsvoll absetzten. Doch die motivierten Gäste von der Wedau ließen sich davon nicht verunsichern und kämpfen engagiert weiter. Der polnische Nationalspieler Marek Debski verkürzte mit einem direkten Freiwurf, eher das erste Tor der Gäste aus der Reihe "kurios und unglücklich" fiel (3:2 durch Lars Standke). Auch die nächste Überzahl der Weidener konnte mit einem Treffer von SV-Kapitäns Thomas Aigner abgeschlossen werden (4:2). Lange musste man nicht warten und  der nächste Abpraller nach Wurf von Lars Standke landete im Weidener Tor zum 4:3 Zwischenstand. Daniel Grohs erzielte dann in Überzahl den 4:4 Ausgleichstreffer. Mit diesem Ausgleichstor kamen die Duisburger definitiv wieder ins Spiel und machten anschließend den Hausherren das Leben richtig schwer.

Sehr körperbetont aber diszipliniert gingen beide Teams zur Sache, doch die Weidener wurden durch ihre Beweglichkeit häufiger als die Gäste mit einer Überzahl belohnt. Genau dieses Überzahlspiel wurde zur stärksten Waffe der Weidener (10 von 14 Überzahlen wurden mit Torerfolg abgeschlossen). Die übrigen drei Spielabschnitte verliefen mit ähnlichen Spielszenen. Die Weidener bemühten sich und spielten ihre Überzahl mit beeindruckter Sicherheit aus, doch sie kassierten häufig unglückliche Gegentreffer und damit blieb das Spiel bis zum Ende ausgeglichen und spannend. Die Ergebnisse der einzelnen Viertel sprechen für sich: 4:4, 3:3, 3:3 und 3:3 und obwohl am Ende jedes Team auch den Sieg zum Greifen nahe hatte, ging das Spiel unentschieden aus. Zuerst waren es die Oberpfälzer, die einen Strafwurf und ein Überzahlspiel beim 12:12 Spielstand vergaben, dann waren es die Gäste, die die 13:12 Führung 90 Sekunden vor Spielende nicht über die Zeit retten konnten und den 13:13 Ausgleich durch den „Spieler des Tages“ Holger Quast zuließen. In der letzten Minute verteidigten die Hausherren sicher den Duisburger Angriff und versuchten noch nach einer Auszeit des Trainers das Siegestor zu erreichen, doch es blieb beim 13:13.

Es war ein sehr spannendes Spiel, das sich das tolle Publikum verdient hat. Wir haben nicht viel gewonnen aber auch nichts verloren, wir müssen das nächste Heimspiel (am 24.04.2010 gegen ASC Brandenburg) gewinnen, dann haben wir den dritten Platz sicher und können uns auf die Relegation konzentrieren. Dass es kein Selbstläufer am kommenden Samstag werden wird, haben uns die Brandenburger heute bestätigt (7:7 gegen OSC Potsdam) aber auch wir haben heute viel Selbstvertrauen getankt und unsere Moral gestärkt. Jjetzt hoffen wir, dass alle gesund bleiben und mit Andreas Jahn, den wir heute aufgrund seiner Sperre vermissten, haben wir alles in der Hand“, äußerte sich Trainer Luczak nach dem Abpfiff.

Rechnerisch ist die Sache für die Weidener vorerst klar. Mit einem Sieg gegen Brandenburg dürfte der dritte Platz sicher sein, im Falle einer Niederlage, könnte es noch sehr spannend werden. Der vierte Platz und damit die Teilnahme an der Relegation scheint schon gesichert, allerdings nicht mit 100-prozentiger Sicherheit.

SV Weiden – SV Duisburg 98: 13:13 (4:4, 3:3, 3:3, 3:3)

SV Weiden: Vladimir Srajer im Tor, Thomas Aigner (2 Tore), Stefan Kick, Holger Quast (5), Thomas Kick (1), Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck (3), Sebastian Roßmann, Thomas Ingel, Florian Bronold, Alex Schäfer (2) und Markus Glass

SV Duisburg 98: Thomas Hertes im Tor, Sven Wies, Mirco Schott, Nils Theiß, Marek Debski (2), Raul Diakon (2), Felix Grade (1), Florian Sons (1), Jan Bilstein, Daniel Grohs (5), Lars Standke (2), Sebastian Tauwell und Roland Golla

„Spieler des Tages“: Holger Quast (SV Weiden)


17.04.10

Esslingens Serie reißt trotz toller Fans

7:10-Auswärtsniederlage in Würzburg

von Axel Hänchen

Esslingen - Das Gastspiel der Esslinger Wasserballer beim SV Würzburg endete wie das Hinspiel, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Die 7:10 (1:1, 1:2, 2:3, 3:4)-Niederlage bedeutet für den SSVE das „Aus“ im Rennen um die Plätze 3 und 4, die die direkte Qualifikation für die PlayOffs bedeutet hätten.

Nicht nur die Esslinger Spieler ließen aufgrund der Niederlage die Köpfe hängen, auch SSVE-Cheftrainer Patrick Weissinger zeigte sich unzufrieden: „Ich bin enttäuscht, weil wir nicht die Konsequenz aus den letzten Spielen an den Tag gelegt haben. Wir haben uns zu sehr das Spiel der Würzburger aufzwingen lassen. Und das war es, was wir unbedingt vermeiden wollten.“ Die über 40 mitgereisten Esslinger Fans hatten alles gegeben und die Mannschaft lautstark unterstützt, doch die Würzburger machten an diesem Nachmittag einfach den entschlosseneren Eindruck.

Zu Beginn des Spiels war die Leistung der Esslinger Wasserballer noch in Ordnung. Die Würzburger 1:0-Führung durch Dominik Fries glich Mannschaftskapitän Robert Roth aus. In der Folgezeit erarbeitete sich der SSVE einige Chancen, doch versäumte es, diese auch zu nutzen, sodass es mit 1:1 in die erste Viertelpause ging. Nach 10 Minuten brachte der Slowake Jaro Kalinka das Heimteam mit 2:1 in Führung, doch erneut Robert Roth war mit dem Ausgleich zur Stelle. Die Würzburger bekamen das Spiel besser in Griff, ließen in der Folgezeit weniger Esslinger Chancen zu und erzielten ihrerseits durch Stefan Reichert den 3:2-Halbzeitstand. Nach Wiederanpfiff sollte SSVE-Spieler Hannes Rothfuß letztmalig den Ausgleich erzielen, Würzburg setzte sich gegen jetzt zu passive Esslinger mit zwei Treffern innerhalb von 45 Sekunden auf 5:3 ab. Esslingens Hannes Glaser traf zwar noch einmal zum 5:4-Anschluss, doch Dominik Krüger stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Gleich zu Beginn des letzten Spielabschnittes traf der dreifache Torschütze Simon Stier zum 7:4, der ersten Drei-Tore-Führung der Heimmannschaft. Hoffnung auf Esslinger Seite keimte auf, als Robert Roth mit seinem dritten Treffer und Centerspieler Michael Müller noch einmal auf 7:6 verkürzen konnten. Das Spiel stand aber nur kurz auf der Kippe, denn die entschlossenen Würzburger schlugen mit gleich drei Treffern in Folge zurück und zogen entscheidend auf 10:6 davon. Der Treffer von Hannes Glaser eine Sekunde vor Spielende von der Mittellinie bedeutete nur noch Ergebniskosmetik, die Niederlage stand bereits fest.

Die Zielsetzung, das Spiel in Würzburg zu gewinnen, wurde von den Esslinger Wasserballern nicht erfüllt. Damit muss man den Kampf um die Plätze 3 und 4 nach Beendigung der Hauptrunde aufgeben und den Gang in die Qualifikation um die PlayOff-Plätze antreten. Doch schon am kommenden Samstag (16 Uhr) steht das nächste Highlight für den SSVE auf dem Programm: zur Freibaderöffnung 2010 wird die derzeit drittplatzierte SG W98/Waspo Hannover zu Gast auf der Esslinger Neckarinsel sein. Da es weiterhin um eine gute Ausgangsposition für die weiteren Spiele geht, ist dies das nächste „Endspiel“ für die Esslinger Wasserballer. Für Spannung ist also auch in den nächsten Wochen gesorgt.

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Predrag Spasojevic (Torwart), Hannes Glaser (2 Tore), Hannes Rothfuß (1), Matthias Thoma, Robin Finkes, Mike Troll, Robert Roth (3), Michael Müller (1), Lars Blankenhorn, Christopher Meinhold, Jovan Radojevic, Bastian Lehmann, Moritz Baum (Torwart).


17.04.10

Glanzloser Sieg gegen die SSF Aegir Uerdingen

SV Cannstatt mit 9:5-Erfolg in Krefeld

von Christoph Vorpahl

Am vergangenen Samstag, den 17.04.2010, siegte der SV Cannstatt mit 9:5 ( 2:1; 1:1; 2:0; 4:3) Toren beim Auswärtsspiel gegen den SSF Aegir Uerdingen.

Der Begegnung endete aber nicht so deutlich wie man sich es in Cannstatt erhoffte. Trainer Andras Feher hat bereits zuvor erwähnt, dass man Aegir nicht unterschätzen dürfe, da sie in der laufenden Saison schon öfter ihre Heimstärke bewiesen haben. Wie erwartet machte Aegir es den Cannstattern nicht leicht. „Heute sind wieder einige Fehler passiert und wir haben viele Torchancen ausgelassen. Wir haben nicht so souverän gespielt wie in den Spielen zuvor. Das einzig Positive ist heute, dass wir trotz des schlechten Spiels zwei Punkte holen konnten“, äußerte Trainer Feher nach dem Spiel. Am kommenden Wochenende darf dies nicht nochmal unterlaufen, da gleich zwei wichtige Partien gegen Duisburg und Brandenburg wichtige Punkte zum Klassenerhalt liefern sollen.

Tore für den SV Cannstatt erzielten: Tiberius Casper (2), Dejan Alecsic (2), Steffen Dierolf (2), Timo van der Bosch (2) und Milosav Aleksic (1)


16.04.10

Duisburg 98 auswärts zu Gast in Weiden

Mit einem Sieg bliebe Chance auf PlayOff gewahrt

von Mirco Schott 

Am kommenden Wochenende (17.04.2010) steht für den DSV 98 in der Wasserball-Bundesligasaison 2009/2010 die nächste Herausforderung an. Dazu ist die 1. Mannschaft zu Gast in der Oberpfalz auswärts beim SV Weiden. Spielbeginn ist um 17.30 Uhr in der Weidener Thermenwelt.

Nach dem perfekten Wochenende mit zwei Siegen muss das Team von Trainer Christian Koke nun auswärts seine Form beweisen. Im Kampf um eventuell die Relegation mit der Chance zum Aufstieg zur Hauptrunde A sowie anschließenden Play-Offs oder Play-Downs, stellen sich auch an diesem Wochenende vorentscheidend die Weichen. Mit aktuell ausgeglichenem Konto von 11:11 Punkten steht der DSV 98 aktuell auf Platz 5 der Tabelle der Hauptrunde B und benötigt am kommenden Wochenende weitere Punkte, um einen der begehrten Relegationsplätze für einen möglichen Sprung in die Play-Offs zu ergattern. Eine Herausforderung, steht doch der SV Weiden aktuell auf Platz 3 der Tabelle und hat in der laufenden Saison in der "Festung Thermenwelt" bisher nur gegen Spitzenreiter Magdeburg und Verfolger Potsdam Punkte abgeben müssen. Doch der DSV 98 ist an diesem Wochenende optimistisch ...

"Wir nehmen den Spirit und die positive Eindrücke vom letzten Wochenende, insbesondere aus dem Potsdam-Spiel mit", so Trainer Christian Koke freundlich gestimmt vor dem Spiel. "Wir wollen weiter punkten, um uns eine glänzende Position für die eventuelle Relegation, aber auch mit Blick nach unten zu erarbeiten. Wir wollen an diesem erneut richtungsweisenden Wochenende das Spiel gewinnen. Wir sind heiß und glauben an unsere Chance. Wenn wir zu 100% unsere Leistung abrufen, wird es klappen!", so Koke optimistisch. "Dennoch müssen wir in diesem kleinen Becken extrem vorsichtig und konzentriert zu Werke gehen. Wir haben uns in der letzten Woche auf diese Verhältnisse im Training eingestellt und sind bestens vorbereitet."

"Die Vorzeichen zum Spiel sind also denkbar spannend. Mit einem Sieg wäre der DSV 98 weiter mitten im Rennen um eine mögliche Relegation zur Teilnahme an den Play-Offs in Hauptrunde A. "Das wäre glänzend!", so Koke. Im Falle einer Niederlage müsste sich der DSV 98 nach unten zunächst absichern. Die Form aus der letzten Woche war bestens, so dass hier sogar mit Punkten gerechnet werden kann.

Mannschaftlich tritt der DSV 98 nicht ganz komplett an. Wermutstropfen ist nach wie vor das Fehlen von Spieler Jens Standke, der wegen einer Verletzung in den kommenden Wochen ausfallen wird. Auch der Einsatz von Center Michael Werner ist aufgrund einer schweren Allergie fraglich. Erfreulich dagegen: Mannschaftskapitän Mirco Schott, der mit Rückenproblemen kämpfte, ist zwar weiter angeschlagen, aber auf dem Wege der Besserung und einsatzbereit


16.04.10

Angriff aus dem Mittelfeld 

SV Wasserballer empfangen Duisburg 98

(prg)  Der zweite Platz ist weg. Nach der 6:12-Schlappe vergangenen Spieltag beim OSC Potsdam glaubt in Weiden selbst der kühnste Optimist nicht mehr an die Vize-Position. Nun muss der SV Weiden unbedingt punkten, wollen die Luczak-Schützlinge ihren dritten Platz in der Hauptrunde B der 1. Deutschen Wasserball-Liga (DWL) verteidigen. Am Samstag kommt dabei der Duisburger SV 98 in die Thermenwelt (Anpfiff 17.30 Uhr) und scheint gerade zu diesem Aufeinandertreffen richtig in Fahrt gekommen zu sein.

Nach der Weidener Niederlage taten sich am Samstag neben dem nicht mehr zu erreichenden zweiten Platz noch ganz andere Probleme auf: Völlig überraschend konnten sich die beiden Aufsteiger sowie Sechst- und Fünftplatzierten SV Cannstatt und Duisburg 98 gegen das Spitzenduo Magdeburg und Potsdam durchsetzten, sodass der SVW nun mächtig aufpassen muss, will er nicht noch im Endspurt um die Pre-Play-Offs den dritten oder sogar den mindestens geforderten vierten Platz verlieren. Während Magdeburg beim 10:14 in Cannstatt blass aussah und sich die erste Niederlage in der laufenden Saison abholen musste, spielte der Weidener Samstags-Gegner aus Duisburg zuhause ganz groß auf und besiegte die tags zuvor noch über Weiden siegreichen Potsdamer mit 10:7.

Die letzten drei Spieltage haben es richtig in sich. Läuft alles nach Plan bleiben wir auf dem dritten Rang, im schlimmsten Fall droht aber sogar Platz 5“, weiß Mannschafts-Betreuer Bernhard Müller. Bereits bei einer Niederlage am Samstag rücken die SV Krefeld 72 sowie der Duisburger SV 98 gefährlich nahe und machen dem SVW den dritten Rang streitig.

Jeder meiner Spieler weiß um die Bedeutung der Partie sowie um die Spielstärke der Gäste. Mit Debski, Diakon, Grohs und dem zuletzt starken Standke haben die Duisburger einige starke Angreifer, auf die wir vorbereitet sein müssen“, meint SV-Coach Irek Luczak, dessen Team am Sonnabend wieder personell gehandikapt auftreten muss. Serkan Dogdu fehlt schon seit zwei Monaten, Andreas Jahn ist gesperrt, Alex Schäfer, Thomas Aigner und Rico Horlbeck trainierten erst die letzten Tage eingeschränkt und sind immer noch recht geschwächt. Doch immerhin kann er schon einen kompletten Kader aufstellen, im Gegensatz zum letzten Auswärtsspiel in Potsdam.

Die Pre-Play-Offs und damit verbundene große Chance auf die Play-Offs um die deutsche Wasserball-Meisterschaft sind für den SV Weiden nicht weit weg, mit Hilfe der vielen Weidener Wasserball-Anhänger kann besonders durch die wiedergefundene Heimstärke das Unternehmen Play-Off-Teilnahme am Leben erhalten werden. Einlass ist ab 17.00 Uhr. Anpfiff ist um 17.30 Uhr.

Die Mannschaft für Samstag: Vladimir Srajer, Markus Glass, Thomas Aigner, Stefan Kick, Holger Quast, Thomas Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Thomas Ingel, Sebastian Rossmann, Florian Bronold und Alex Schäfer


15.04.10

Südderby: Würzburg gegen Esslingen

SSVE will weiteren Sieg / Unterstützung durch Fan-Bus

von Axel Hänchen

Esslingen - Der SSV Esslingen möchte seine Serie ausbauen und auch im fünften Spiel in Folge ungeschlagen bleiben, mehr noch: ein Sieg soll her in der „Festung“ Würzburg. Zum Auswärtsspiel ins Fränkische um 16.30 Uhr wird ein Fan-Bus die Esslinger Wasserballer begleiten.

Das Hinspiel gewann der SSVE mit 10:7. Doch dass es kein einfacher Sieg für die Esslinger war, zeigt die Tatsache, dass es sechs Minuten vor Ende des Spiels noch 8:7 stand. Doch auswärts ist erfahrungsgemäß mit noch mehr Gegenwehr der Würzburger zu rechnen. Deren eigene Halle, das Wolfgang-Adami-Bad, ist seit Jahren für Gastmannschaften kein einfaches Pflaster. Oft ein Hexenkessel, stets trifft man dort auf ein hochmotiviertes Heimteam. Das musste der SSVE auch im vergangenen Jahr erfahren, als man nach einer 4:2-Führung im letzten Viertel sogar noch mit 4:5 verlor.

Wir haben erneut etwas wiedergutzumachen“, spielt SSVE-Cheftrainer Patrick Weissinger auf die letztjährige Auswärtsniederlage an, „aber in Würzburg ist es immer schwer zu spielen. Es ist ein wichtiges Spiel und wir wollen unsere gute Serie fortsetzen und als Sieger aus dem Becken steigen.“ In der Tat zeigte der SSVE in den vergangenen vier Partien Konstanz und blieb ungeschlagen. Dem Unentschieden gegen Bayer Uerdingen folgte der Sieg im Pokalviertelfinale in Krefeld und die Erfolge in Neukölln und vergangenes Wochenende zuhause gegen Wedding. Derzeit liegen die Esslinger Wasserballer auf Platz 6 der Tabelle, doch noch immer sind sie im Rennen um Platz 3 bzw. 4. Diese beiden Plätze würden die direkte Qualifikation für die PlayOffs bedeuten, andernfalls müsste man in die Qualifikation gegen eine Mannschaft aus der B-Gruppe. Gleich fünf Teams streiten sich um diese zwei Plätze hinter den Topteams aus Spandau und Duisburg, lediglich die achtplatzierten Würzburger sind schon etwas abgeschlagen. Doch sollten sich die Esslinger davon nicht täuschen lassen, schließlich steht auch der SV Würzburg wie der SSVE im Pokalhalbfinale. In der Runde der letzten Acht feierten die Würzburger einen überzeugenden 11:6-Heimerfolg über die SG W98/Waspo Hannover. Und die wiederum befindet sich derzeit auf Platz 3 der Tabelle. Um sich alle Chancen auf einen der vorderen Plätze offen zu halten, ist ein Esslinger Sieg in Würzburg erforderlich.

Die Vorbereitungen auf den Südschlager laufen gut, die Mannschaft wird wohl fast vollzählig nach Würzburg reisen können. Einzig Robert Berghoff wird wegen seinem Nasenbeinbruch noch nicht einsatzbereit sein. Doch die SSVE-Wasserballer werden die Reise ins Fränkische nicht alleine antreten müssen. Begleitet werden sie gleich von einem ganzen Bus voller Fans. Mit dieser lautstarken Unterstützung im Rücken sollten die Esslinger ihren Weg nach oben weiter fortsetzen können.


14.04.10

SV Cannstatt zu Gast bei SSF Uerdingen

von Christoph Vorpahlt

Am kommenden Samstag, den 17.04.2010, spielt der SV Cannstatt bei den bisher sieglosen SSF Aegir Uerdingen. Die Partie beginnt um 18.45 Uhr im Badezentrum Bockum. Nach dem erfolgreichen Sieg gegen die Union Magdeburg am vergangenen Samstag gilt es nun auch gegen Aegir Uerdingen zwei Punkte zu holen um sich im Abstiegskampf wichtige Punkte zu sichern.

Als der SV Cannstatt die SSF Aegir Uerdingen im heimischen Inselbad empfing konnte man die Partie damals deutlich mit 12:3 Toren für sich entscheiden. „Wir dürfen Aegir jetzt aber auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Diese Mannschaft hat zuhause bereits einige gute Ergebnisse erzielt wie z.B. eine knappe 7:10 Niederlage gegen Krefeld. Wir müssen genau so konzentriert sein wie am vergangenen Samstag. Eine Niederlage würde für die Mannschaft genau jetzt ziemlich schmerzhaft sein“, warnt Trainer Andras Feher. Man blickt der Partie hoffnungsvoll entgegen und hofft auf weitere zwei Punkte auf dem Konto.


12.04.10

Duisburg 98 mit perfektem Wochenende

Heimsiege gegen SSF Uerdingen und OSC Potsdam

von Mirco Schott

Am vergangenen Wochenende (10./11.04.2010) stieg für den DSV 98 in der Wasserball-Bundesligasaison 2009/2010 ein wichtiges Heimspiel-Wochenende. Zum Start der finalen Saisonphase gab es das Doppelpack im heimischen Schwimmstadion. Zu Gast war am Samstag der linksrheinische Nachbar SSF Aegir Uerdingen, am Sonntag war OSC Potsdam zu Gast. Mit zwei Siegen war es für den DSV 98 das perfekte Wochenende. Das Spiel gegen SSF Aegir Uerdingen endete erwartungsgemäß siegreich mit 12:5, im Spiel gegen den OSC Potsdam waren es "Big Points" und endete 10:7 für den DSV 98.

"Damit sind wir in der Verlosung wieder mittendrin!", freute sich Trainer Christian Koke nach dem erfolgreichen Wochenende. Und das zu Recht: Mit den beiden Partien an diesem Wochenende startete für den DSV 98 das Saisonfinale in der Hauptrunde der Wasserball-Bundesliga, bevor eventuell die Relegation mit der Chance zum Aufstieg zur Hauptrunde A sowie anschließend Play-Offs oder Play-Downs absolviert werden. Richtungsweisend war daher das Wochenende für die Frage, wohin die Reise für den DSV 98 geht. Der DSV 98 benötigte definitiv Punkte, um einen der begehrten Relegationsplätze für einen möglichen Sprung in die Play-Offs zu ergattern und auch die bisherige Platzierung nach unten abzusichern, das Mitaufsteiger SV Cannstatt gegen Tabellenführer Magdeburg überraschenderweise auch siegen konnte.

"Wir standen unter Druck und haben die passenden Antworten gegeben", so Koke. "Das Spiel am Samstag war für uns klar, wir mussten gewinnen, haben stark angefangen und unsere Leistung gezeigt. Am Sonntag ging es für uns um einen Big Point: einen Favoriten dieser Runde zu schlagen und selbst wichtige Punkte für unsere Position mitzunehmen. Wir waren heiß, haben an unsere Chance geglaubt und zu 100% unsere Leistung abgerufen. Dafür sind wir belohnt worden! Jetzt können wir wieder noch oben schauen und haben uns gleichzeitig nach unten abgesichert."

Und so war es: Gegen Schlusslicht SSF Aegir Uerdingen war am Samstag im Derby ein Sieg "Pflicht". Stark wollte gestartet werden, um zu zeigen, wer Herr im Hause ist und die Mannschaft setzte dies um: Zwischenzeitlich stand es 5:0 aus Sicht der Gastgeber. Routiniert wurde das Spiel dann sicher mit 12:5 gewonnen. Trainer Koke konnte auch gut durchwechseln, um Kräfte für das am Sonntag anstehende Spiel gegen Potsdam zu schonen. So kam auch Sebastian Tauwel aus der eigenen Jugend zu seinem Bundesliga-Debüt und bekam die ersten Minuten Spielzeit. Raul Diakon wurde mit seinem drei Treffern zum Spieler des Tages.

DSV 98 - SSF Aegir Uerdingen: 12:5

Aufstellung (Tore in Klammern):< Thomas Hertes / Roland Golla, Sven Wies, Mirco Schott (1), Nils Theiß, Marek Debski (1), Raul Diakon (3), Felix Grade (2), Florian Sons (1), Michael Werner (1), Daniel Grohs (3), Sebastian Tauwel, Benjamin Poley

Spieler des Tages: Raul Diakon

Am Sonntag stand mit dem OSC Potsdam am Sonntag ein ganz anderes Kaliber an. Der OSC Potsdam, klar auf Platz 2, war von daher Favorit für dieses Spiel. Positiv war zuvor jedoch anzumerken, dass der DSV 98 die einzige Mannschaft in der laufenden Saison war, die Potsdam beim 9:9 vor Weihnachten einen Punkt zu Hause abringen konnte. Spannung vor diesem wichtigen Spiel war also angesagt und so war es auch.

Der DSV 98 fing stark und konnte das Spiel zunächst ausgeglichen gestalten. Auch ein Zwei-Tore-Rückstand konnte die Mannschaft nicht verunsichern: Lars Standke, gestern wohl im Spiel seines Lebens, und Mirco Schott brachten den DSV 98 durch Tore aus dem Rückraum wieder heran, bevor abermals Lars Standke mit weiteren Treffern den DSV 98 in Front brachte. Ausgelichen ging es durch das dritte Viertel, die Spannung war riesig. Im letzten Viertel konnte dann im Schlussspurt gewonnen werden: Felix Grade, gestern sicherer Rückhalt in der Abwehr, und Lars Standke setzten mit ihren beiden Toren die Schlusspunkte und sicherten so den verdienten Sieg für ihre Mannschaft. Spieler des Tages wurde natürlich Lars Standke, der mit seinen 6 Treffern den OSC Potsdam fast im Alleingang besiegte. "Ich freue mich riesig für uns und besonders für Lars. Endlich ist bei ihm der Knoten geplatzt!", so Trainer Koke zum Abschluss. Mannschaft und Fans feierten anschließend das rundum gelungene Wochenende.

DSV 98 - OSC Potsdam: 10:7

Aufstellung (Tore in Klammern): Thomas Hertes / Roland Golla, Sven Wies, Mirco Schott (1), Nils Theiß, Marek Debski (1), Raul Diakon (1), Felix Grade (1), Florian Sons, Michael Werner, Daniel Grohs, Lars Standke (6), Benjamin Poley

Spieler des Tages: Lars Standke

Weiter geht es für den DSV 98 bereits am kommenden Wochenende, so dass keine Zeit zum Ausruhen für den DSV 98 bleibt. Am Samstag tritt die Mannschaft auswärts beim Tabellendritten SV Weiden an und will auch hier die nächsten "Big Points" im Kampf um eine bestmögliche Ausgangsposition für die anschließenden Play-Off/-Down-Runden erzielen.


11.04.10

Schwere Verluste für Weiden in Potsdam

SV-Wasserballer verlieren stark gebeutelt mit 6:12

(prg) Starke Verluste vor dem Spiel, während der Begegnung und auch danach haben die Weidener Bundesligawasserballer in den letzten Tagen zu verkraften. Nach zahlreichen Ausfällen vor der wichtigen Partie in Potsdam kam es noch dicker für die Max-Reger-Städter: Center Alex Schäfer erkrankte noch auf der Anfahrt und konnte nur sporadisch eingesetzt werden. Das Spiel entwickelte sich zu einem Zeitstrafenfestival, was die Weidener sehr schmerzhaft traf, weil gleich vier Spieler nach drei persönlichen Fouls das Spiel vorzeitig beenden mussten und Trainer Luczak keine Wechselspieler mehr zur Verfügung hatte. Der im Krankenstand mitgereiste Kapitän Tomas Aigner musste sogar für knapp drei Minuten ins Wasser steigen, damit seine Mannschaft nicht in Unterzahl spielen musste. Die Misere der Oberpfälzer erreichte kurz vor Ende des Spiels den Höhepunkt. Andreas Jahn wurde mit einem Ausschluss mit Ersatz bis Ende des Spiels ausgeschlossen. Aus Sicht der Weidener lag der Unparteische mit seiner Entscheidung daneben. Die schmerzhafte Folge: dieser Ausschluss bringt eine Spielsperre mit sich. Andreas Jahn wird auch im wichtigen Spiel am kommenden Samstag gegen den SV Duisburg 98 in der Thermenwelt fehlen.

Das Spiel begann für die Gäste ganz schlecht, sie verschliefen den Anfang und ließen schnell zwei Gegentore zu. Alex Schäfer verkürzte zwar noch auf 2:1, doch die Potsdamer nutzten die danach folgenden Fehler der Oberpfälzer im Spielaufbau und konterten. Zwei weitere Überzahltreffer der Hausherren führten zum 5:1 Zwischenstand zur ersten Pause. Das zweite Viertel verlief ausgeglichen, die SV-ler erholten sich sichtlich vom ersten Schock und standen sicherer in der Verteidigung. Zwei Unterzahlen konnten abgewehrt werden, doch ein Centertor von Stefan Frank erhöhte auf 6:1. Die nächste Überzahl schloss Holger Quast mit dem zweiten Tor der Weidener ab, Alex Schäfer konnte wieder seinen kurzen Einsatz mit einem sehenswerten Tor abschließen und verkürzte auf 6:3, diesen Zwischenstand retteten die Weidener trotz zweier weiterer Wasserverweise in die Halbzeit. Das dritte Viertel begann mit dem zweiten Centertor des Tages durch Frank, Sebastian Rossmann traf zum 7:4, ehe Jungnationalspieler Hannes Schulz per Strafwurf auf 8:4 erhöhte. Je eine Überzahlsituation wurde auf beiden Seiten vergeben, bevor Holger Quast auch den Weidener Strafwurf einlochte. Gerade mal sechs Sekunden vor der letzten Viertelpause verabschiedete sich auch Quast mit seinem dritten Foul und begleitete Stefan Kick unter die Dusche. Ganz chaotisch und kraftlos schienen die Max-Reger-Städter im letzten Viertel des Spiels, die weiteren Verluste auf Weidener Seite mit Florian Bronold und später Andreas Jahn brachen ihnen sprichwörtlich das Genick. Die Luft war definitiv raus und das Spiel 12:6 verloren.

Mit dieser Niederlage verspielten die Weidener definitiv die Chance, den zweiten Tabellenrang noch zu erringen. Jetzt gilt es den dritten Rang zu verteidigen, dafür müssen die folgenden beiden Heimspiele gewonnen werden (Duisburg und Brandenburg), ansonsten ist auch der dritte Platz noch in Gefahr.

Das Spiel stand unter keinem guten Stern für uns. Die Ausfälle vor dem Spiel taten schon weh, dann kränkelte noch Alex und im Spiel verloren wir noch vier weitere Spieler. Das macht zusammen neun Stammspieler. Unter diesen Umständen kannst Du kein Bundesligaspiel gewinnen. Das wichtigste ist jetzt, dass möglichst viele Spieler wieder gesund werden und am nächsten Samstag eingesetzt werden können. Sehr ärgerlich ist für mich die Spielsperre von Andreas, hier lag der Schiri falsch, es trifft Andreas zum zweiten Mal, zum zweiten Mal gegen den gleichen Gegner ...“, meinte Luczak in der Abschlussbesprechung.

Dem gegnerischen Spieler die Schuld zu geben sei, nach seiner Ansicht nicht richtig, denn dieser versuche das Beste für sich und sein Team. Lässt sich der Schiri darauf ein, habe er es richtig gemacht.

OSC Potsdam – SV Weiden 12:6 (5:1, 1:2, 2:2, 4:1)

SV Weiden: Vladimir Srajer und Markus Glass im Tor, Thomas Aigner (2.45 Minuten aus Not eingesetzt), Stefean Kick (3 Fouls/0 Tore), Holger Quast (3/2), Thomas Kick (1/0), Paul Kosiba (0/0), Thomas Ingel (0/1), Sebastian Rossmann (0/1), Andreas Jahn (3/0), Florian Bronold (3/0) und Alex Schäfer (1/2)


11.04.10

Erfolgreicher Samstag für SSV Esslingen

11:6-Heimsieg über Wedding / Wedding Gegner im Halbfinale

von Axel Hänchen

Esslingen - Heimsieg vor guter Kulisse und ein machbares Los – die SSVE-Wasserballer und ihre Anhänger haben Grund zum Feiern. Beim 11:6 (3:1, 3:3, 2:1, 3:1)-Erfolg über den SC Wedding zeigten die Esslinger Wasserballer eine gute Leistung und waren die überlegene Mannschaft.

Jubel zum Schlusspfiff und Jubel etwa 20 Minuten nach Spielende – die Wasserballer und ca. 250 Fans des SSV Esslingen hatten beim letzten Heimauftritt im Untertürkheimer Winterquartier mehrfach Grund zum Jubeln: einem souveränen Heimerfolg über Tabellennachbar SC Wedding folgte ein machbarer Gegner bei der Auslosung des Pokalhalbfinales. Denn beim FinalFour-Turnier an Pfingsten auf der Esslinger Neckarinsel  werden erneut die Berliner dem Heimteam gegenüberstehen. Das dies zwar kein Selbstläufer wird, konnte man bei der Partie im Inselbad sehen, dennoch sind die Esslinger Wasserballer favorisiert und dem ASC Duisburg als ersten Anwärter auf den Pokalsieg, kann man frühestens im Finale begegnen. Für das glückliche Händchen bei der Auslosung sorgte SSVE-Vorstandsmitglied Rudi Aigner als Organisator des Endturniers: „So Jungs, ich habe die Vorlage gegeben, ihr müsst sie verwerten,“ meinte er erleichtert darüber, nicht schon im Halbfinale auf die Duisburger zu treffen, die sich ihrerseits zunächst mit dem SV Würzburg messen müssen. Bei den Frauen kommt es dagegen zu einem vorgezogenen Finale: Serienmeister SV Blau-Weiß Bochum trifft auf Dauerrivalen Bayer Uerdingen. Die beiden Teams haben die letzten fünf Pokalfinals bestritten, in Esslingen werden sie bereits eine Runde vorher aufeinandertreffen. Komplettiert wird die Doppelveranstaltung vom zweiten Halbfinale der Frauen zwischen der SG Neukölln und dem SV Wuppertal Neuenhof.

Doch vor der Auslosung stand das DWL-Spiel zwischen den sechstplatzierten Esslingern und den auf Platz 7 liegenden Berlinern vom SC Wedding auf dem Programm. Die SSVE-Spieler wollten einiges wiedergutmachten, schließlich hatte man das Hinspiel mit 6:9 und auch das letzte Heimspiel (4:9) gegen Wedding verloren. Daher begannen die Esslinger hochkonzentriert. Zwar musste man das 0:1 durch Sascha Knoop hinnehmen, doch dann bekam man das Spiel in den Griff. Michael Müller glich mit einem sehenswerten Rückhandkracher zum 1:1 aus, der erneut stark aufspielende Mannschaftskapitän Robert Roth traf zur 2:1 Führung und Jovan Radojevic erhöhte noch vor der ersten Pause in Überzahl auf 3:1. Im zweiten Spielabschnitt sollte sich ein munteres Spielchen entwickeln, es ging Hin und Her. Erst nach viereinhalb Minuten war es erneut Michael Müller, der den Treffer zum 4:1 für sein Team markierte. Jovan Radojevic und Robert Roth brachten den SSVE bei einem Gegentreffer von Sascha Knoop mit 6:2 in Führung. Es lief also für die Esslinger. Gedanklich war man aber wohl zu früh bereits in der Halbzeitpause, denn in den letzten dreißig Sekunden konnten die Berliner zwei Treffer durch Marcel Pierry und Philip Reid für sich verbuchen und das Spiel war auf einmal wieder offen. Auch zu Beginn des dritten Viertels hielt Wedding gut dagegen und SSVE-Schlussmann Predrag Spasojevic musste mehrfach sein Können beweisen und half seinem Team speziell in dieser Phase mit einigen Glanzparaden. Für seine Leistung wurde der Serbe mit dem Prädikat „Spieler des Tages“ ausgezeichnet. Bastian Lehmann war es dann, der nach dreieinhalb Minuten bei Überzahl nach einer Auszeit und einer sehenswerten Kombination ins Schwarze traf. Jovan Radojevic, mit drei Treffern zusammen mit Robert Roth erfolgreichster Torschütze der Partie, erhöhte auf ein beruhigendes 8:4. Zwei Sekunden vor der letzten Viertelpause kassierten die Esslinger aber noch einmal durch Philip Reid einen unnötigen Gegentreffer, sodass es mit 8:5 ins letzte Viertel ging. Robert Roth stellte mit dem 9:5 die Weichen für Esslingen endgültig auf Sieg, die Tore von Mike Troll und Hannes Glaser bei einem Gegentreffer von Benny Wünschmann bedeuteten einen Endstand von 11:6. SSVE-Cheftrainer Patrick Weissinger: „Wir schaffen es so langsam mehr und mehr, Konstanz in unsere Spiele zu bringen. Die Konsequenz, mit der wir in die letzten vier Spiele gegangen sind, gefällt mir.“ Einmal mehr in dieser Saison kamen alle Spieler zum Einsatz, sein Debüt dabei feierte der 18jährige Christopher Meinhold. Der gebürtige US-Amerikaner erhielt vergangene Woche seinen deutschen Pass und somit war der schnelle Linkshänder erstmals für den SSVE spielberechtigt.

Die Esslinger Wasserballer konnten sich über einen souveränen Sieg freuen. Sie hatten den Gegner gut im Griff und die einzige Drangphase der Berliner in der Mitte des Spiels haben sie geduldig und konzentriert überstanden. Das nächste „Endspiel“ um eine gute Ausgangsposition in den PlayOffs steht schon vor der Tür. Nächste Woche wird der SSVE zum schweren Auswärtsspiel nach Würzburg reisen. Doch die Spieler werden die Reise nicht alleine antreten, ein Bus voller Fans wird die SSV-Wasserballer unterstützen. Einige wenige Plätze sind noch frei, mehr Informationen unter www.ssv-esslingen.de.

Für den SSV Esslingen waren im Einsatz: Predrag Spasojevic (Torwart), Hannes Glaser (1 Tor), Hannes Rothfuß, Matthias Thoma, Axel Hänchen, Mike Troll (1), Robert Roth (3), Michael Müller (2), Lars Blankenhorn, Christopher Meinhold, Jovan Radojevic (3), Bastian Lehmann (1) und Moritz Baum (Torwart).


11.04.10

SV Krefeld 72 überrollt Brandenburg im letzten Viertel

Am Ende deutlicher 17:6-Sieg

von Jörg Schäfer

Die SV Krefeld 72 konnte im Heimspiel gegen Brandenburg nach schwachem Beginn am Ende einen deutlichen 17:6 Sieg einfahren. Wie schon typisch für diese Saison hatte die SVK aber auch gegen den Tabellenvorletzten aus Brandenburg ein enttäuschendes Viertel zu verkraften.

Die Mannschaft von Trainer Bujka begann verunsichert. Man liess den Gegner gewähren, der gleich seine ersten beiden Überzahlspiele nutzen konnte. Vorne agierten die SVK-Spieler zu pomadig und zögerlich. Ergaben sich einmal Torchancen, wurden diese kläglich vergeben, was Kopfschütteln auf der Krefelder Bank nach sich zog. 4:2 für die Gäste stand es zur ersten Pausensirene und lange Gesichter waren auch auf der Tribüne zu erkennen.

SVK-Trainer Gábor Bujka schien aber die richtigen Worte gefunden zu haben. Im 2. Viertel agierten seine Jungs konsequenter. Schließlich war es Linkshänder Sebastian Bruch, der sich nach seiner Gehörgangentzündung kurzfristig zurück gemeldet hatte und mit zwei schönen Toren die SVK wieder heranbrachte. Simon Stöffges konnte kurz vor der Halbzeit dann erstmalig die Führung für den Gastgeber erzielen.

Zwei schnelle Tore zu Beginn des 3. Viertels gaben der SVK weitere Sicherheit, während die Gäste aus Brandenburg mehr und mehr abbauten und wohl in Gedanken schon beim wichtigen Sonntagspiel gegen Aegir Uerdingen waren. 8:5 führte die SVK schon beruhigend vor dem Schlussabschnitt und kaum jemand glaubte jetzt noch an eine Wende im Spiel. Bereits in der 25. Minute erzielte Andreas Jürgens innerhalb von 28 Sekunden erneut zwei Treffer für die SVK. Damit war die Moral der Gäste endgültig dahin und die Gegenwehr erlahmte zusehends. Die Folge waren SVK-Tore im Minutentakt. SVK-Mannschaftskapitän Daniel Packenius zeigte sich hier besonders torhungrig und konnte allein viermal im Gästetor einnetzen. Am Ende siegte der Gastgeber noch deutlich mit 17:6.

Entsprechend erleichtert war auch der SVK-Trainer: „Zunächst freue ich mich für die Jungs. Sie konnten sich ein wenig den Frust der letzten Wochen von der Seele schießen. Ich hoffe, dass sie für die kommenden Spiele ein wenig Selbstbewusstsein mitnehmen werden. Sebastian Bruch hat nach seiner Krankheit eine tolle kämpferische Einstellung gezeigt und ist zu recht Spieler des Tages geworden. Ich bin aber Realist genug, um zu erkennen, dass die Leistung heute gegen einen schwachen Gegner nur durchschnittlich war. Wenn wir den 4. Platz halten wollen, werden wir uns bei dem schweren Restprogramm steigern müssen. Nach dem überraschenden Sieg von Cannstatt gegen Tabellenführer Magdeburg könnte es am letzten Spieltag ausgerechnet in Cannstatt das entscheidende Spiel um den 4. Platz geben.

SV Krefeld 72 - ASC Brandenburg 17:6 (2:4, 3:0, 3:1, 9:1)

Torschützen SV Krefeld 72: Daniel Packenius (5), Sebastian Bruch (3), Andreas Jürgens (2), Simon Stöffges (2), Lukas Stöffges (2), Alexander Stomps (1), Hanno Vulmahn (1), Luca Vulmahn (1)

Torschützen ASC Brandenburg: Sascha Mischur (3), Maximilian Stresow (1), Björn Dupont (1), Marco Förster (1)

Spieler des Tages: Sebastian Bruch (SVK 72)


10.04.10

Sensationeller Überraschungssieg des SV Cannstatt

SVC bringt Tabellenführer WU Magdeburg erste Saisonniederlage bei

von Christoph Vorpahl

Am vergangenen Samstag schaffte der SV Cannstatt eine kleine Sensation in der Hauptgruppe B der Deutschen Wasserball Liga (DWL) und besiegte den bisher ungeschlagenen Erstplatzierten Union Magdeburg mit 14:10 (3:2, 4:1, 3:3, 4:4) Toren. Die Mannschaft um Trainer Andras Feher knüpft somit an den Sieg an vor sechs Wochen gegen den damals Zweitplatzierten SV 1921 Weiden an und beweist, dass sie durchaus die Mittel zum Klassenerhalt besitzt.

Bereits in den ersten beiden Spielabschnitten erarbeiteten sich die Cannstatter einen 4-Tore-Vorsprung auf die Union Magdeburg und konnten diesen, im Gegensatz zu den ersten Spielen der Saison, bis zum Schlusspfiff aufrecht erhalten. Durch ein sehr bewegliches Spiel kamen elf persönliche Fehler auf das Konto der Magdeburger Abwehr, wodurch für den SV Cannstatt Chancen entstanden. Diese nutze man konsequent und erzielte dadurch 7 von insgesamt 14 Treffern. Auch Ex- Nationaltorwart Volker Wörn trug einen großen Teil zum Sieg bei. Er parierte viele wichtige Bälle und rettete den Vorsprung durch das gesamte Spiel hindurch.

Wir haben verdient gewonnen. Die Mannschaft hat sich kaum Fehler geleistet und hat heute sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung gute Leistungen gezeigt“, resümiert Trainer Andras Feher glücklich. Bereits zu Beginn der Saison hatte er angekündigt, dass man die Punkte vermutlich erst in der zweiten Saisonhälfte gewinnen wird, hatte aber nicht mit einem solchen Sieg gerechnet, zumal er auf Center Thomas Mooser und Christian Dlouhy verzichten musste.

Der Sieg sichert den Cannstattern abermals wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt und gibt der Mannschaft hoffentlich Selbstvertrauen für die kommenden Spiele der Saison. Trotz der allgemein guten Leistung der Mannschaft um Andras Feher gilt es vor allem den 16 jährigen Jugendnationalspieler Timo Van der Bosch hervor zu heben. Er zeigte sich heute, sowohl in der Verteidigungsarbeit als auch mit vier Toren im Angriff, von seiner besten Seite und wurde verdient zum Spieler des Tages ernannt.

SV Cannstatt - WU Magdeburg 14:10 (3:2, 4:1, 3:3, 4:4)

SV Cannstatt: Volker Wörn (TW) – Florian Tiberius Casper (2 Treffer), Marvin Thran, Peter Ambrus (3), Elmar Golla, Milosav Aleksic (3), Frederik Becker, Dejan Aleksic, Timo van der Bosch (4), Johannes Christoph, Christoph Vorpahl, Steffen Dierolf (2), Bojan Mrdja

WU Magdeburg: Marc Böer (TW) - Christian Schlanstedt (1 Treffer), Ilia Butikashivili (4), Dimitri Papadileris, Patrick Stelzner, Christopher Bott (1), Tom Hagendorf, Holger Dammbrück (2), Michael Knobloch, Marco Schoder, Frank Beiersdorf, Lazar Kilibarda (2)

"Spieler des Tages": Timo van der Bosch (SV Cannstatt)

SV Cannstatt: Überraschungscoup gegen Tabellenführer Magdeburg


08.04.10

Duisburg 98 zu Hause gegen Aegir Uerdingen und OSC Potsdam

Trainer Koke fordert Punkte

von Mirco Schott

Am kommenden Wochenende (10./11.04.2010) steigt für den DSV 98 in der Wasserball-Bundesligasaison 2009/2010 ein wichtiges Heimspiel-Wochenende. Zum Start der finalen Saisonphase gibt es das Doppelpack im heimischen Schwimmstadion. Zu Gast ist am Samstag der linksrheinische Nachbar SSF Aegir Uerdingen, am Sonntag wird OSC Potsdam zu Gast sein. Spielbeginn ist um 16 Uhr bzw. am Sonntag um 15 Uhr.

Mit den beiden Partien an diesem Wochenende startet für den DSV 98 das Saisonfinale in der Hauptrunde der Wasserball-Bundesliga, bevor eventuell die Relegation mit der Chance zum Aufstieg zur Hauptrunde A sowie anschließend Play-Offs oder Play-Downs absolviert werden. Wohin die Reise für den DSV 98 geht, stellen sich bereits an diesem Wochenende vorentscheidend die Weichen. Mit aktuell 7:11 Punkten steht der DSV 98 aktuell auf Platz 5 der Tabelle in der Hauptrunde B und benötigt am kommenden Wochenende definitiv Punkte, um einen der begehrten Relegationsplätze für einen möglichen Sprung in die Play-Offs zu ergattern. Der SV Krefeld 72 steht aktuell mit 10:8 Punkten auf Platz 4 und ist im Kampf um besagte Relegationsplätze derzeit schärfster Konkurrent der Duisburger.

"Wir stehen unter Druck und müssen an diesem Wochenende punkten", so Trainer Christian Kokes klares Statement vor dem Spiel. "Mit diesem Druck müssen und werden wir aber klar kommen und wollen an diesem richtungsweisenden Wochenende beide Spiele gewinnen. Wir sind heiß und glauben an unsere Chance. Wenn wir zu 100% unsere Leistung abrufen, wird es klappen!", so Koke optimistisch.

Die Vorzeichen zu beiden Spielen können unterschiedlicher aber gar nicht sein: Während gegen Schlusslicht SSF Aegir Uerdingen am Samstag im Derby ein Sieg "Pflicht" ist, steht mit dem OSC Potsdam am Sonntag ein ganz anderes Kaliber an. Der OSC Potsdam mit dem 15:3 Punkten klar auf Platz 2 und ist von daher Favorit für dieses Spiel. Positiv ist jedoch anzumerken, dass der DSV 98 die einzige Mannschaft in der laufenden Saison ist, die Potsdam beim 9:9 vor Weihnachten einen Punkt abringen konnte. Spannung vor diesem wichtigen und richtungsweisenden Wochenende ist also wieder angesagt.

"Das Spiel am Samstag müssen wir mitnehmen", fordert Koke, "dennoch müssen wir auch hier 100% konzentriert zu Werke gehen. Ein wichtiger Punkt wird sein, dass wir gut in das Spiel kommen und direkt zeigen, wer Herr im Hause ist. Für Sonntag müssen wir alles in die Waagschale legen und uns an Taktik halten und Torchancen nutzen. Dann haben wir eine Chance zu gewinnen und unser Ziel, die Relegation zu erreichen, weiter im Auge. Trotz Ausfall und Verletzung sowie der längeren Spielpause sind wir gut vorbereitet und freuen uns auf das Wochenende!"

Mannschaftlich tritt der DSV 98 nicht ganz komplett an. Wermutstropfen ist das Fehlen von Spieler Jens Standke, der wegen einer Verletzung in den kommenden Wochen ausfallen wird. "Das ist ein herber Verlust, haben wir doch eine taktische Variante auf ihn ausgelegt", so Koke. Angeschlagen ist auch Mannschaftskapitän Mirco Schott, der mit Rückenproblemen kämpft und in den vergangenen beiden Wochen nicht richtig trainieren konnte.

Mannschaft und Trainer hoffen von daher umso mehr auf zahlreiche Unterstützung der Fans an diesem Wochenende. "Wir müssen die "blau-weisse Wand" in die Waagschale werfen!", so Koke zum Abschluss.


08.04.10

Ein Heimsieg ist Pflicht

SV Krefeld 72 empfängt ASC Brandenburg

von Jörg Schäfer

Nach der Auswärtsniederlage beim SV Weiden steht die SV Krefeld 72 im Heimspiel am Samstag unter Zugzwang. Will man in der Endabrechnung den begehrten 4. Platz in der Gruppe B erreichen, muss die Mannschaft von SVK-Coach Gábor Bujka gegen den ASC Brandenburg die Punkte in Krefeld behalten. Durch das spielfreie Osterwochenende hat das Team auch die Zeit genutzt, sich zusammenzusetzen, um die Ursachen auszumachen, warum es in dieser Saison nicht so rund läuft, wie man es sich eigentlich erhofft hatte. Auch wenn Verletzungen, berufliche Verpflichtungen und längere Spielpausen ihren Teil zum bisherigen sportlichen Abschneiden beigetragen haben, standen den Krefeldern zuletzt häufig die eigene Abschlussschwäche und Leistungsschwankungen innerhalb eines Spiels für einen Erfolg im Weg.

Hierzu der SVK-Trainer: „Ich weiss, dass meine Jungs es auch anders können. Wir haben uns ja die Torchancen herausgearbeitet, diese aber bisher nicht ausreichend verwertet. Wenn wir dies abstellen können und von der ersten bis zur letzten Minute hart und konzentriert arbeiten, dann bin ich nicht nur für das Samstagspiel optimistisch. Nicht nur ich, auch meine Mannschaft wünscht sich kein Zitterspiel wie in Brandenburg. Wir möchten überzeugend gewinnen.

Dabei wird die SVK den Gegner aus Brandenburg keinesfalls unterschätzen. „In Brandenburg waren wir oft die glücklichen Sieger und auch zu Hause haben wir uns immer schwer getan. Brandenburg ist ein Team, das nie ein Spiel aufgibt und uns kämpferisch alles abverlangen wird. Wir wollen aber den 4. Platz bis zum Ende verteidigen. Daher können wir uns keine Ausrutscher mehr erlauben“, schätzt Mannschaftskapitän Daniel Packenius die Ausgangslage vor dem Spiel ein.

SVK-Trainer Gábor Bujka kann erneut nicht aus dem Vollen schöpfen. Nach Torwart Kai Füge, der wegen einer Ohrentzündung schon in Weiden kurzfristig passen musste und weiterhin ausfällt, konnte Linkshänder Sebastian Bruch seit dem Weidenspiel wegen einer Gehörgangentzündung nicht mehr trainieren und steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Zu allem Überfluss meldete sich in dieser Woche auch noch Christian Jünemann krank. Eine im Training erlittene Kapselverletzung macht einen Einsatz des Polizisten erneut unmöglich. Der bullige Center, der in der letzten Saison für den Ligakonkurrenten Aegir Uerdingen mit 45 Toren Platz 5 der DWL-Torschützenliste belegt hatte, konnte in diesem Jahr erst viermal für die SVK ins Wasser steigen.

Neben dem langfristigen Ausfall von Jens Goldbaum fehlt der SVK mit Christian Jünemann gerade in der entscheidenden Hauptgruppenphase ein weiterer erfahrener Bundesligaspieler und mit Sebastian Bruch, der in der letzten Saison noch in der A-Jugend aktiv war, der bisher in dieser Saison mit 9 Treffern erfolgreichste Torschütze. Bujka lässt dies aber nicht als Entschuldigung gelten: „Die ganze Mannschaft muss nun zusammen rücken und sich als Einheit präsentieren. Das gilt von der Nr. 1 bis zur Nr. 13. Das Potential ist vorhanden.


08.04.10

Letzte Chance auf Platz zwei

Weiden personell stark gebeutelt beim Tabellennachbarn Potsdam

(prg) Werden die Personalsorgen der Weidener Wasserballer zum größten Gegner im Kampf um den zweiten Platz? Es ist die wohl letzte Chance auf eine Top-Platzierung für die Pre-Play-Offs: In der heißen Phase der Hauptrunde B der 1. Deutschen Wasserball-Liga reist der SV Weiden am 11. Spieltag zum direkten Tabellennachbarn und derzeitigen Zweiten OSC Potsdam (Anpfiff 18 Uhr) und hat nur bei einem Sieg noch die realistische Chance, die Brandenburger von diesem Rang zu verdrängen. Doch die Vorzeichen sind gar nicht gut für die Oberpfälzer. Gleich vier Stammkräfte fallen aus, bzw. werden stark gehandikapt ins Wasser steigen. Center Serkan Dogdu fällt den SV-lern schon seit acht Wochen und kann immer noch nicht trainieren, Hans-Christoph Aigner wird nicht mitreisen (Studienstress), Rico Horlbeck ist stark angeschlagen und konnte die letzten zwei Wochen kaum trainieren und Kapitän Thomas Aigner trainierte gar nicht in den letzten zehn Tagen und wird höchstwahrscheinlich zuhause bleiben müssen (beide mit Stirn- bzw. Nebenhöhlenentzündung). Allesamt wichtige Stammkräfte, die in so einem wichtigen Spiel schmerzlich vermisst werden. Trainer Luczak lässt den Kopf dennoch nicht hängen: „Jeder, der unsere Mannschaft kennt, weiß genau wie wichtig die vier sind. Doch wir haben ein sehr ausgeglichenes Team und müssen die Verluste zu kompensieren. Jetzt sind alle anderen gefragt, alles zu geben, um die letzte Chance in Potsdam noch zu nutzen.“

Auch wenn die prädestinierten Pre-Play-Off-Gegner aus der Hauptrunde A („Beste Acht“) sich teilweise wie nach Belieben die Punkte abnehmen und kaum ein „Wunschgegner“ auszumachen ist, zumindest vom Papier her hat der Zweite der Hauptrunde B die leichteren Karten in den Relegationsspielen um die Play-Offs, bei denen der Erste der Hauptrunde B gegen den Achten der Hauptrunde A spielt, der Zweite gegen den Siebten, der Dritte gegen den Sechsten und der Vierte gegen den Fünften unter den „Ersten Acht“.

Drastischer sind die Auswirkungen da schon im Falle der Niederlage in der Relegation und den damit verbundenen Play-Downs: Als Dritter trifft man auf den Sechsten der Hauptrunde B und damit auf einen stärkeren Gegner als der Verlierer von Startplatz zwei, selbst bei einem Sieg in den Play-Downs ist dann nur noch Platz elf der Gesamtwertung möglich.

Der SV Weiden, nach Minuspunkten drei Zähler hinter den „Olympischen“, hat nur bei einem Auswärtssieg in der Schwimmhalle am Brauhausberg noch die realistische Chance, an den Tabellennachbarn vorbei zu ziehen und am Ende doch gegen den Vorletzten der Hauptrunde A zu spielen. Die Potsdamer gelten vor ihrer großen und lautstarken Kulisse am Brauhausberg als recht heimstark, besonders schwimmerisch ist die junge Truppe um Coach André Laube schwer in den Griff zu bekommen. Bei der bitteren 6:7–Heimniederlage im Hinspiel Anfang Februar wurden die Luczak-Schützlinge aus Weiden von der harten und ruppigen Gangart der OSCler überrascht: „Damit hatten wir damals nicht gerechnet, nochmals passiert uns so etwas aber nicht“, so Holger Quast, der seiner Mannschaft einen Auswärts-Zweier beim direkten Tabellennachbarn trotz aller Schwierigkeiten im Vorfeld zutraut.


08.04.10

Große Herausforderung für den SV Cannstatt

Tabellenführer Union Magdeburg im Inselbad zu Gast

von Christoph Vorpahl

Nach sechswöchiger Pause tritt der Bundesligist SV Cannstatt am kommenden Samstag, den 10.April, gegen den Tabellenführer Union Magdeburg an. Vor heimischer Kulisse im Untertürkheimer Inselbad wird die Partie um 18 Uhr angepfiffen.

Für den SVC ist das Ziel klar definiert: wieder in den Spielrhytmus kommen. Nach der unglücklichen Pause wird dies wohl keine einfache Aufgabe. Der Sieg gegen den SV Weiden ist nun schon fast vergessen und die Mannschaft muss sich wieder Selbstvertrauen schaffen. „Magdeburg ist in der Hauptgruppe B eindeutig die beste Mannschaft. Sie haben mehrere gute Schützen und einen starken Center, ich denke es wird auch kein Problem für sie in der Hauptgruppe A mitzuspielen. Für uns wird die Aufgabe deshalb sein, Selbstvertrauen für die kommenden Spiele zu sammeln und in den Spielrhythmus zu finden. Punkte müssen wir in den Spielen danach sammeln“, meint Chefcoach Andras Feher. Man rechnet sich also nur wenig Chancen gegen den ungeschlagenen Erstplatzierten Magdeburg aus zumal auch der Cannstatter Center Thomas Mooser verletzungsbedingt ausfällt. Trotzdem werden die Cannstatter versuchen sich möglichst positiv zu präsentieren und hoffen auf große Unterstützung aus den eigenen Reihen.


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