GER

1. Bundesliga

Saison 2011/12

91. Spielsaison / 35. Spielsaison einteilige BL

WIB-Startseite

aktuell: Gruppe A / Gruppe B (BR3 online)

Saison aktuell - 2010 - 2009 - 2008 - 2007 - 2006

 

Tabellenstand Hauptrunde

  Platz Verein Spiele G U V Tore Differenz Punkte
    Hauptgruppe A
  1 Wasserfreunde Spandau 04 8 8 0 0 129:46 83 16:0
  2 ASC Duisburg 8 7 0 1 98:45 53 14:2
  3 SG W98/Waspo Hannover 9 4 1 4 75:73 2 10:8
  4 OSC Potsdam 9 5 0 4 55:100 -45 10:8
  5 SV 1921 Weiden 7 2 2 3 54:60 -6 6:8
  6 SV Bayer Uerdingen 08 9 3 0 6 73:68 5 6:12
  7 SV Würzburg 05 9 2 1 6 47:84 -37 5:13
  8 SC Wedding Berlin 9 0 1 8 63:118 -55 1:17
    Hauptgruppe B
  1 SV Cannstatt 9 8 0 1 97:71 26 16:2
  2 SV Krefeld 72 9 6 2 1 80:57 23 14:4
  3 SSV Esslingen 9 5 1 3 101:87 14 11:7
  4 SG Neukölln Berlin 9 4 1 4 82:74 8 9:9
  5 Duisburger SV 98 7 2 3 3 66:70 -4 7:9
  6 Wasserball Union Magdeburg 9 3 1 5 80:91 -11 7:11
  7 SGW Köln 10 2 1 7 80:101 -21 5:15
  8 SpVg Laatzen 9 1 1 7 82:117 -35 3:15

Ergebnisübersicht

Hauptgruppe-A 2012 Gastmannschaft
Heimmannschaft SCW ASCD SGWH OSC S04 BAYU SVWD SVW

Wedding Berlin

SCW

 

8:12 8:14 03.03. 7:16 25.02. 9:9 11.02.

ASC Duisburg

ASCD 16:6

 

12.02. 12:2 8:9 11:8 11.02. 13:2

Waspo Hannover

SGWH 18.02. 5:11

 

7:8 04.02. 03.03. 10:6 5:5

Potsdam

OSC 8:7 5:15 11.02.

 

8:22 18.02. 25.02. 4:3

Spandau Berlin

S04 20:6 03.03. 15:5 20:2

 

11.02. 26.02. 12.02.

Bayer Uerdingen

BAYU 15:5 04.02. 5:9 7:8 5:6

 

9:5 9:5

Weiden

SVWD 04.02. 19.02. 8:8 7:10 18.02. 12:9

 

03.03.

Würzburg

SVW 8:7 18.02. 7:12 04.02. 5:21 7:6 5:7

 

Hauptgruppe-B 2012 Gastmannschaft
Heimmannschaft SGN SVC D98 SSVE SGK SVK SVLA WUM

Neukölln Berlin

SGN

 

5:8 8:6 9:9 25.02. 7:8 04.02. 11:8

Cannstatt

SVC 11:10

 

25.02. 03.03. 04.02. 6:5 18.02. 11.02.

Duisburg 98

D98 11.02. 9:10

 

18.02. 7:6 28.01. 12:12 7:7

Esslingen

SSVE 10:14 7:10 16:11

 

16:6 04.02. 25.02. 12:6

Köln

SGK 11:7 5:15 6:9 11.02.

 

7:7 12:5 03.03.

Krefeld

SVK 03.03. 6:8 5:5 11:8 9:7

 

14:6 13:5

Laatzen

SVLA 3:11 11:19 03.03. 12:14 15:11 11.02.

 

9:14

Magdeburg

WUM 18.02. 11:12 04.02.

8:9

11:9 25.02. 11:9

 

(Stand: 21.01.12)

Spielplan Gruppe ASpielplan Gruppe B (ext. Link zur DWL)

Interessante Begegnung oder überraschender Spielausgang? Bitte Protokoll (Fax, Digitalfoto, Scan) an WiB übermitteln.


Gerne veröffentlichen wir hier Eueren Spielbericht, der selbstverständlich die subjektive Sicht von Beteiligten widerspiegeln darf. Weitere Berichte und Protokolle sind mit der Ergebnisübersicht verlinkt.

  

Beiträge der Redaktion von Wasserball in Baden sind mit WiB kenntlich gemacht.


22.01.12

SV Cannstatt mit hervorragender Ausgangsposition 

Doppelerfolg gegen Neukölln und Magdeburg 

von Uwe Umbach

War das schon die Vorentscheidung in B-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga? Damit hatten sie beim SV Cannstatt nicht wirklich gerechnet. Zunächst verteidigte der SV Cannstatt überraschenderweise im Spitzenspiel souverän die Tabellenführung in der Gruppe B der Deutschen Wasserball-Liga. Beim Dritten SG Neukölln behielten die ersatzgeschwächten Schwaben mit 8:5 (2:1, 1:0, 3:3, 2:1) deutlich die Oberhand. Ausgerechnet bei der vermeintlich schwächeren WU Magdeburg taten sich die Schwaben deutlich schwerer und konnten erst in allerletzter Minute beim 12:11 (2:2, 1:2, 7:5, 1:3) beide Punkte von der Elbe an den Neckar mitnehmen.

Mit 16:2 Punkten haben die Cannstatter bei fünf ausstehenden Begegnungen, die sie allesamt im Untertürkheimer Inselbad austragen werden, schon sieben Minuspunkte Vorsprung auf den Tabellenfünften von Duisburg 98. Die Teilnahme an der Relegation dürfte den Cannstattern also kaum mehr zu nehmen sein.

Mit einem solchen Erfolg beim Tabellendritten SG Neukölln hatten allerdings nur Optimisten beim SVC gerechnet. Ohne zwei gesperrte Stammspieler, den Routinier Peter Ambrus und den britischen Nationalspieler Cieran James, war das typische Cannstatter Konterspiel nicht mehr umzusetzen. Aber SVC-Coach Andras Feher machte mit seiner Mannschaft, die durch A-Jugendliche aufgefüllt wurde, aus der Not eine Tugend. „Wir haben beobachtet, dass Neukölln gegen Esslingen vor allem aus dem Rückraum getroffen hatte. Deshalb haben wir die Abwehr verstärkt“, erläuterte Feher das Erfolgsrezept. Im Hinspiel hatten die Berliner beim SVC noch erbitterten Widerstand geleistet, doch ausgerechnet vor heimischem Publikum und ersatzgeschwächt, hatten die Cannstatter den Tabellendritten im Griff. Neukölln führte nur ein Mal (1:0); dann zogen die Feher-Schützlinge auf 5:1 (3. Viertel) davon – die Vorentscheidung.

Die SVC-Abwehr mit dem überragenden Torhüter Florian Pirzer (Spieler des Tages) sorgte für die halbe Miete. „Wir haben insbesondere in Unterzahl hervorragend verteidigt. Außerdem gelangen uns immer zur richtigen Zeit Nadelstiche gegen die aufkommenden Berliner, wenn sie wieder den Abstand verkürzen konnte“, lobte Feher auch die Erfolge seiner Angreifer, die die Nerven behielten.

Angesichts des Disputs um die Sperre des britischen Nationalspielers Cieran James, erklärte SVC-Wasserballwart Frieder Class in Anlehnung an den berühmten Spruch von Otto Rehhagel: „Die Antwort haben wir im Wasser gegeben.“ Die Cannstatter waren über den Verlauf des DSV-Verfahrens enttäuscht. Sie hatten gehofft, dass die Entscheidung erst nach dem Wochenende gefällt würde und die Sperre gegen James so lange ausgesetzt würde; die Cannstatter hatten zunächst eine Wettbewerbsverzerrung befürchtet. Der SVC-Erfolg in Neukölln machte aber alle Diskussionen obsolet.

Tore für den SVC gegen Neukölln: Christian Schubert, Timo van der Bosch, Jaroslav Radojevic (je 2), Christian Vorpahl, Marvin Thran.

Ausgerechnet beim vermeintlich schwächeren Gegner WU Magdeburg tat sich der in Bestbesetzung angetretene SVC dann überraschend schwer. Nach der 4:3 Halbzeitführung, ließen sich die Cannstatter fast noch die Butter vom Brot nehmen. „Sieben Gegentore in einem Spielviertel sind absolut zu viel,“ erklärte Andras Feher nach dem Abpfiff und nahm auch sonst seine Spieler noch einmal kräftig ins Gebet: „Wir haben uns in Unterzahl regelrecht dumm angestellt.“

In einer abwechslungsreichen und hektischen Partie waren die Magdeburger mit 8:5 und 11:9 in Front, ehe die Cannstatter in einem fulminanten Schlussspurt doch noch das Ruder herumrissen. Den Siegtreffer erzielte der „Spieler des Tages“, Timo van der Bosch 30 Sekunden vor dem Schlusspfiff. Danach hatten die Magdeburger zwar noch eine Überzahlmöglichkeit, aber endlich konnte die SVC-Abwehr an die Vortagesleistung anschließen und brachte die beiden Punkte ins Trockene.

Das war ein ganz anderes Spiel als in Neukölln“, erklärte SVC-Coach Feher, „vielleicht hatten wir die Anhaltiner auch zu leicht genommen. Am Ende gelang uns aber ein glücklicher Sieg.

Tore für den SVC in Magdeburg: Jovan Radojevic (3), Milosav Aleksic, Cieran James, Peter Ambrus (je 2), Christian Schubert, Timo van der Bosch und Marvin Thran.


22.01.12

SSV Esslingen zurück in der Spur

Start-Ziel-Sieg gegen Magdeburg / SSVE wieder Tabellendritter

von Axel Hänchen

Esslingen – Die geforderte Wiedergutmachung nach der Heimniederlage vor einer Woche ist dem SSV Esslingen gelungen: souverän wurde Tabellennachbar WU Magdeburg mit 12:6 (2:1, 4:1, 4:4, 2:0) nach Hause geschickt.

So enttäuscht die Stimmung eine Woche zuvor nach der Niederlage gegen Neukölln noch war, so entspannt war sie nun nach dem Schlusspfiff der Partie gegen Magdeburg. Den Sieg hatten sich die Esslinger Bundesligawasserballer erarbeitet, gerade deshalb war Trainer Davorin Golubic auch zufrieden: „Ich möchte meiner Mannschaft gratulieren, sie hat heute toll gekämpft. Es war kein einfaches Spiel und ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir haben vorsichtiger gespielt, mit Köpfchen, aber auch mit Lust und Herz. Die Verteidigungsarbeit hat mir heute gut gefallen.“ Mannschaftskapitän Robert Roth sah ebenfalls in der Abwehr einen wichtigen Baustein: „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, insbesondere in der Defensive konnten wir das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Das war der Schlüssel zum Erfolg.

Die Zuschauer im Untertürkheimer Inselbad sahen zerfahrene erste Spielminuten. In der vierten Minute nahm SSVE-Coach Davorin Golubic dem Spiel die Hektik, indem er schon zu diesem frühen Zeitpunkt eine Auszeit anforderte. Mit Erfolg: in Überzahl traf Michael Müller zum 1:0. Die Chance zum Ausgleich der Gäste vereitelte der gut aufgelegte Esslinger Torhüter Marco Watzlawik, indem er einen Strafwurf parierte. Im darauffolgenden Konter erzielte Kapitän Robert Roth das 2:0. Doch die Magdeburger blieben durch einen Treffer ihres vierfachen Torschützen Tamas Kuncz vorerst noch dran. Im zweiten Spielabschnitt legten die Esslinger dann den Grundstein für den souveränen Heimsieg: die Routiniers Müller und Roth bauten den Vorsprung innerhalb von drei Minuten auf 4:1 aus. Nach einem Gegentreffer waren es dann Hannes Rothfuß und Hannes Glaser, die zur beruhigenden 6:2-Halbzeitführung trafen.

Auch nach der Pause machte der SSVE da weiter, wo er aufgehört hatte: Robert Roth und Mike Troll trafen zum 8:2. Es folgte eine zweiminütige Schwächephase mit drei Magdeburger Gegentoren in Folge. Doch bevor es noch einmal spannend hätte werden können, begruben Hannes Glaser und Michael Müller mit ihren Toren jegliche Magdeburger Hoffnungen. Mit 10:6 ging es in den Schlussabschnitt und die beiden Linkshänder Hannes Glaser und Valentin Finkes setzten mit ihren Treffern zum 12:6 die Schlusspunkte bei einem auch in dieser Höhe verdienten Sieg.

Die Esslinger müssen nun die Spannung hochhalten, denn nach einem spielfreien Wochenende wartet Anfang Februar mit Gegner SV Krefeld das nächste Vier-Punkte-Spiel. Der Partie samstags um 15 Uhr gegen den aktuellen Tabellenzweiten folgt dann am Sonntag um 17 Uhr die reizvolle Aufgabe gegen Vizemeister ASC Duisburg im Pokal. Beide Partien finden im Untertürkheimer Inselbad statt.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: Marco Watzlawik (Torwart), Tim Hornuf, Hannes Rothfuß (1 Tor), Matthias Thoma, Valentin Finkes (1), Mike Troll (1), Robert Roth (3), Michael Müller (3), Lars Blankenhorn, Hannes Glaser (3), Lars Hechler, Jan Glaser und Moritz Baum (Torwart).


19.01.12

SSV Esslingen auf Wiedergutmachung aus

Heimspiel gegen Magdeburg / Leistungssteigerung nötig

von Axel Hänchen

Esslingen - Der SSV Esslingen möchte im Kampf um die Qualifikationsspiele zur PlayOff-Teilnahme nicht weiter ins Hintertreffen geraten und peilt daher einen Sieg am Samstag gegen die WU Magdeburg an. Spielbeginn im Untertürkheimer Inselbad ist um 16 Uhr.

Die Enttäuschung nach der Niederlage gegen die SG Neukölln am vergangenen Samstag war riesig. Die Mannschaft ist nun gefordert, eine Reaktion muss her, denn mit der WU Magdeburg steht gleich die nächste schwere Aufgabe an. Die auf Platz 4 der B-Gruppe abgerutschten Esslinger treffen auf die (minus-)punktgleichen fünftplatzierten Ostdeutschen. Wie schon letzte Woche also wieder ein „Vier-Punkte-Spiel“. SSVE-Trainer Davorin Golubic hofft auf Wiedergutmachung, warnt aber: „Gegen Magdeburg wird es genauso schwer wie gegen Neukölln. Wir müssen also besser spielen, um die beiden Punkte hier zu behalten. Ich hoffe, dass die Partie letzten Samstag eine Lehre für meine Mannschaft war und wir die richtigen Schlüsse daraus gezogen haben.

Das Hinspiel in Magdeburg gewann der SSVE trotz personeller Probleme knapp mit 9:8 am ersten Spieltag der aktuellen Saison. Zunächst sah es nach einer herben Niederlage aus, denn nach nicht einmal vier Minuten stand ein 0:3 aus Esslinger Sicht auf der Anzeigetafel. Doch mit viel Willen kämpften sich die SSVE-Spieler ins Spiel zurück und führten ihrerseits zwischenzeitlich mit 7:5. Beim Stande von 8:8 zeigten sie dann großen Siegeswillen und konnten den entscheidenden Treffer setzen.

Da die Esslinger wie schon gegen Neukölln voraussichtlich in Bestbesetzung antreten werden, ist ein Heimsieg eigentlich Pflicht. Doch die Magdeburger kommen mit zwei Siegen im Rücken an den Neckar. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat sich das Team von Jugendnationaltrainer Vlad Hagiu mittlerweile gefangen. Dagegen suchen die Esslinger Wasserballer nach ordentlichem Saisonstart derzeit ihre Form, was sich in zuletzt in zwei Heimniederlagen widerspiegelte. Für Spannung dürfte im Untertürkheimer Inselbad am Samstag ab 16 Uhr also wieder gesorgt sein.


19.01.12

SV Cannstatt zweimal auswärts

Ersatzgeschwächt nach Berlin und Magdeburg

von Uwe Umbach

Noch zwei Mal muss der SV Cannstatt in der Fremde antreten. Am Samstag beim Tabellendritten SG Neukölln (Schöneberg, 16.00 Uhr) und am Sonntag dann im Nachholspiel gegen WU Magdeburg (Dynamo-Halle, 18.00 Uhr). Dabei wird der SVC schwer gehandicapt nach Ostdeutschland reisen. Gegen Neukölln werden sowohl Routinier Peter Ambrus als auch der englische Nationalspieler Cieran James gesperrt fehlen.

Praktisch in letzter Minute lehnte Rundenleiter Bernt Jacobs (Hamburg) den Einspruch der Cannstatter ab. Mit Ambrus und James fehlen in Berlin zwei Säulen des SVC-Spiels. „Wir werden natürlich alles versuchen, aber so haben wir in Berlin praktisch keine Chancen“, ist SVC-Coach Andras Feher pessimistisch. Und auch im Nachholspiel in Magdeburg dürfte es dann ganz schwer werden. „Die dubiose Absage im November hat natürlich Magdeburg in die Karten gespielt“, erläutert Feher. „Jetzt können sie in der eigenen Halle antreten.“ Die war damals wegen Renovierungsarbeiten gesperrt. Allerdings haben die Cannstatter mit Blick auf den Saisonendspurt immer noch ein Eisen im Feuer. Fünf Heimspiele in Folge lassen dem SVC noch genügend Gelegenheiten sich eine gute Ausgangsposition für die Relegation zu schaffen.


15.01.12

SSV Esslingen enttäuscht

Schmerzhafte 10:14-Niderlage gegen Neukölln

von Axel Hänchen

Esslingen – Der SSV Esslingen hat im Kampf um eine gute Ausgangsposition für das Erreichen der Qualifikation einen herben Dämpfer hinnehmen müssen: vor heimischem Publikum setzte es eine bittere 10:14 (3:2, 3:5, 2:2, 2:5)-Niederlage gegen die direkte Konkurrenz von der SG Neukölln.

Nach dem Schlusspfiff gab es enttäuschte Gesichter bei den Esslinger Wasserballern und den ca. 250 Zuschauern. Das erste Spiel im neuen Jahr hatte man sich wahrlich anders vorgestellt, doch am Ende stand eine klare Niederlage gegen den Tabellennachbarn aus Berlin. SSVE-Trainer Davorin Golubic haderte: „Es reicht einfach nicht, wenn nicht alle Spieler mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen. Der Start war noch in Ordnung, aber dann kam eine Phase am Ende des zweiten Viertels, als jeder individuelle Fehler sofort mit einem Gegentor bestraft wurde. Ich habe dann versucht, wieder mehr Ruhe ins Spiel zu bekommen, was uns im dritten Abschnitt auch fast wieder zurückgebracht hätte, allerdings haben wir auch da oft überhastet abgeschlossen, was die erfahrenen Gäste eiskalt ausgenutzt haben. Mit Robert Roth und Michael Müller zeigten nur die erfahrenen Kräfte eine gute Leistung, daneben hatten noch ein oder zwei andere Spieler Normalform, aber damit kann man ein solches Spiel nicht gewinnen.

Nach eineinhalb Minuten gingen die Gäste mit 0:1 in Führung, doch die Esslinger antworteten mit drei Treffern von Michael Müller, Hannes Glaser und Robert Roth zum 3:1 nach fünf Minuten. Neuköllns Routinier Carsten Oestreich verkürzte noch vor der ersten Pause auf 2:3. Mike Troll und erneut Michael Müller erzielten zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 5:2 und alles schien gut für den SSVE zu laufen. Auf einen weiteren Berliner Treffer hin stellte Tim Hornuf mit dem 6:3 den alten Abstand wieder her. Dann kam der Bruch im Esslinger Spiel. In der 13. Spielminute wurde SSVE-Centerverteidiger Mike Troll bereits das dritte Mal des Wassers verwiesen und durfte fortan nicht mehr ins Spiel eingreifen. Innerhalb von weniger als drei Minuten wandelten die Berliner den Drei-Tore-Rückstand in eine Ein-Tore-Führung um (6:7). Sie bestraften dabei Esslinger Fehler und Unkonzentriertheiten eiskalt.

Nach der Halbzeitpause bauten die Gäste ihre Führung zunächst auf 6:9 aus, doch der engagierte Valentin Finkes sowie Mannschaftskapitän Robert Roth trafen zum 8:9-Anschluss noch vor Beginn des letzten Viertels. Gleich am Anfang des Schlussabschnittes folgte schließlich eine Vorentscheidung: statt den Ausgleichstreffer zu erzielen mussten die Esslinger Wasserballer in Unterzahl das 8:10 durch Christopher Dangschat und kurze Zeit später gar das 8:11 durch Sascha Pacyna hinnehmen. Mannschaftskapitän René Grotzky brachte mit seinem vierten Treffer die Berliner endgültig auf die Siegerstraße. Die Treffer von Robert Roth und Hannes Rothfuß konnten bei zwei weiteren Berliner Treffern schließlich nur eine noch höhere Esslinger Niederlage vermeiden.

Nun heißt es für die Esslinger Wasserballer schnell die Form wiederzufinden, was sich nur über eine kontinuierliche und ernsthafte Trainingsarbeit erreichen lässt. Denn bereits am nächsten Samstag (16 Uhr, Inselbad Untertürkheim) steht mit der Partie gegen WU Magdeburg eine weiteres Spiel gegen einen direkten Gegner um die Qualifikationsplätze an.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: Marco Watzlawik (Torwart), Tim Hornuf (1 Tor), Hannes Rothfuß (1), Matthias Thoma, Valentin Finkes (1), Mike Troll (1), Robert Roth (3), Michael Müller (2), Lars Blankenhorn, Hannes Glaser (1), Robin Finkes, Jan Glaser und Lars Hechler.


15.01.12

Erste Saisonniederlage für den SV Cannstatt

6:8-Niederlage gegen Tabellennachbar SV Krefeld 72

von Uwe Umbach

Beim Tabellenzweiten unterlag der Tabellenführer der B-Gruppe der deutschen Wasserball-Liga mit 6:8 (3:3; 2:3; 1:1; 0:1). Die Schwaben protestierten allerdings wegen einer Fehlentscheidung gegen den britischen Nationalspieler Cieran James gegen die Spielwertung. Cannstatt führt in der Tabelle mit 12:2 Punkten weiter vor Krefeld (12:4), hat allerdings noch ein Spiel weniger auf dem Konto.

Bis zum Schluss war das Spiel im Badezentrum Bockum hart umkämpft, beide Mannschaften schenkten sich wie schon in der Vergangenheit nichts. Die Begegnung wurde ihrer Ankündigung als „Spitzenspiel“ voll gerecht. Nach anfänglicher 1:0 Führung für den SVC, konnten die Krefelder bis auf 6:3 davonziehen. Erst danach startete der SVC zur Aufholjagd, die bis zum 6:7 beim letzten Seitenwechsel reichte. Auch in der Schlussphase hatten die Cannstatter zumindest noch den Ausgleich zum 7:7 durch einen Strafwurf auf der Hand, bekamen aber auch in der Folge im Angriff keine weiteren Überzahlchancen mehr, sondern musste sogar noch die 6:8 Entscheidung hinnehmen.

Die Schwaben monierten nach dem Abpfiff, dass sie in vergleichbaren Spielsituation öfters Zeitstrafen einsammelten: Insgesamt war der SVC 12 mal mit einem Mann weniger im Wasser – Krefeld nur 4 Mal und zusätzlich 2 Strafwürfe. Letztlich scheiterte der SVC aber auch an der eigenen Chancenverwertung: 9 „Hochkaräter“ ließen die Spieler von der Cannstatter Mombach-Quelle „liegen“ – darunter jene zwei Strafwürfe, die Jovan Radojevic vergab. Aber auch Timo van der Bosch und Marvin Thran hatten kein Schussglück.

Wir haben zu viel verschossen,“ ärgerte sich deshalb SVC-Coach Andras Feher nach dem Abpfiff. „Wir sind auch noch zu unerfahren, um uns an unterschiedliche Regelauslegungen anpassen zu können,“ sah Feher noch Verbesserungsbedarf. „In den bisherigen sieben Spielen konnte ich leider kaum vergleichbare Regelauslegungen erkennen. Das macht es gerade unserer sehr jungen Mannschaft schwer.“ Darüber hinaus fühlte er sich gerade in den Entscheidung gegen Cieran James benachteiligt: „Das war eine klare Fehlentscheidung. In der Situation – der Spieler greift nach Hinausstellung noch mal ins Spiel ein - kann es keine Hinausstellung mit Ersatz, sondern nur Strafwurf gegen uns geben.“ Der kleine Unterschied: Bleibt es dabei, muss James ausgerechnet in der wichtigen Partie beim Tabellendritten Neukölln pausieren.

Doch für die Cannstatter ist die Niederlage in Krefeld kein Beinbruch. „Die Liga ist sehr eng zusammen. Es ist noch gar nichts entschieden,“ hatte Feher während der gesamten Vorrunde betont. „Hauptsache, wir holen noch die notwendigen Punkte aus den Heimspielen,“ erklärte er mit Blick auf die Serie von fünf Heimbegegnungen am Stück. Dafür haben sich die Cannstatter bereits vor dem Jahreswechsel eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen.

Tore SV Cannstatt: Jovan Radojevic, Peter Ambrus (je 2), Christian Schubert, Marvin Thran.


11.01.12

SSV Esslingen startet mit Heimspielserie ins neue Jahr

Tabellennachbar SG Neukölln zu Gast / Unentschieden im Hinspiel

von Axel Hänchen

Esslingen – Der SSV Esslingen startet mit einer Serie von vier Heimspielen in Folge in das Jahr 2012. Erster Gegner ist die SG Neukölln aus Berlin, die am kommenden Samstag um 16 Uhr zu Gast im Untertürkheimer Inselbad sein wird.

Der SSV Esslingen möchte gerne zurück in die A-Gruppe der Deutschen Wasserball Liga (DWL). Voraussetzung dafür ist, dass die Esslinger Wasserballer die Qualifikationsspiele um den Aufstieg erreichen, also mindestens Platz 4 in der B-Gruppe. Daher könnte die Partie gegen die SG Neukölln schon von richtungsweisender Natur sein: bei einem Sieg hätten die drittplatzierten Esslinger (9:5 Punkte) schon ein kleines Polster auf die derzeit viertplatzierten Berliner (7:7 Punkte).

Mit den auf Platz fünf liegenden Magdeburgern eine Woche später und dem derzeit zweitplatzierten SV Krefeld Anfang Februar stehen also äußerst wichtige und vorentscheidende Wochen für die Bundesligawasserballer des SSVE an. Als Zugabe und viertes Heimspiel in Folge wartet dann noch Vizemeister ASC Duisburg im Pokal-Achtelfinale.

Doch das Augenmerk ist zunächst nur auf den Gegner aus Berlin gerichtet. Im Hinspiel Anfang November des vergangenen Jahres musste man sich nach langer Führung mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Beim 9:9 führte das junge Team des SSVE bereits nach dem ersten Viertel mit 4:1 und behielt diese Führung über ein 6:3 und 9:7 auch bis in den letzten Spielabschnitt hinein, um am Ende doch nur einen Punkt aus der Fremde zu entführen. Daher erwartet SSVE-Trainer Davorin Golubic auch keine leichte Aufgabe: „Wir müssen kämpferisch und mit Siegeswillen ins Wasser steigen, nur dann werden zwei Punkte möglich sein. Neukölln ist gut aufgestellt, hat ein paar erfahrene Spieler und es kann sehr gefährlich werden, wenn man nicht 100 % Leistung und Konzentration bis zum Schluss bringt. Das mussten wir leidvoll in Berlin erfahren.“ Zu seinem ersten Saisoneinsatz wird wohl Tim Hornuf kommen. Der 19jährige hatte sich bei einem Vorbereitungsturnier in Duisburg die Mittelhand gebrochen und musste bisher passen. Damit wird der SSV Esslingen nach der kurzen Weihnachtspause aller Voraussicht nach in Bestbesetzung antreten können.


11.01.12

Spitzenreiter Cannstatt mit schweren Jahresauftakt

Auswärtsprüfungen gegen Krefeld, Neukölln und Magdeburg 

von Uwe Umbach

Zum Auftakt der zweiten Hälfte der Vorrunde in der Gruppe B der Deutschen Wasserball-Liga kommt es für den SV Cannstatt gleich knüppeldick. Als bislang ungeschlagener Tabellenführer müssen die Schwaben beim Tabellenzweiten Krefeld 72 ins Wasser steigen (Samstag 18.00 Uhr, Badezentrum Bockum).

Mit Spannung wird erwartet, welche Mannschaft die weihnachtliche Spielpause, die in dieser Saison immerhin fünf Wochen umfasste, besser überstanden hat. Dabei ist die Begegnung beim Verfolger aus Krefeld für die Cannstatter nur der erste Schritt eines überaus schweren Jahresauftakts. „Wenn wir aus den ersten drei Spielen (in Krefeld, bei Neukölln und in Magdeburg; Red.) drei Punkte mitnehmen, wäre ich sehr zufrieden,“ hofft SVC-Coach Andras Feher auf einen gelungenen Einstand. Immerhin haben die Cannstatter vier Punkte Vorsprung auf die Krefelder.

Das wird eine ganz schwierige Aufgabe,“ ist sich Feher aber bewusst, dass man die Westdeutschen nicht im Vorbeigehen bezwingt. Die ließen schon beim denkbar knappen 6:5 Erfolg des SVC im Hinspiel im Inselbad ihre Stärke aufblitzen.

Die Schwaben, bei denen der britische Nationalspieler Cieran James an einer Knieverletzung und Center Christian Schuber an einer Zerrung laborieren, haben sich mit Trainingsspielen nach dem Jahreswechsel vorbereitet. Gleich drei Begegnungen gab es gegen den ehemaligen Schweizer Meister SC Horgen und am vergangenen Dienstag noch gegen den Lokalrivalen SSV Esslingen. „Wir müssen auf jeden Fall noch viel stabiler werden, unsere Leistung schwankt noch zu stark,“ nahm Feher als wichtige Erkenntnis mit.

Und wenn die Cannstatter in Krefeld nicht über vier Viertel ans Limit gehen, werden sie mit leeren Händen die Krefelder Schwimmhalle verlassen müssen.


11.01.12

Auftakt in die Rückrunde gegen Aufsteiger SGW Köln

von Susanne Becker

Die Hälfte der Hauptrundenspiele ist ausgetragen. Pünktlich zum Jahresbeginn startet für die Wasserballer des DSV 98 die Bundesliga-Rückrunde. Das Team um Trainer Carsten Jocks lieferte spannende und knappe Spiele, die bis auf die Auswärtsbegegnung in Esslingen alle mit einer Punkteteilung oder brisant knappen Tordifferenz endeten. Dass die Spiele der 98’er gleich dreimal unentschieden endeten, beweist einmal mehr, wie dicht in der laufenden Saison die Kräfteverhältnisse der B-Gruppen-Teilnehmer beieinander liegen. Mit einem bisher einzigen Sieg (gegen Aufsteiger Köln), sind die Männer keinesfalls zufrieden und bleiben noch hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Umso wichtiger werden die anstehenden Spiele werden, will man sich noch einen der vier vordersten Plätze sichern, um die Qualifikationsrunde gegen die A-Gruppen-Teilnehmer spielen zu können.

Der Aufsteiger darf sicherlich keinesfalls unterschätzt werden - immerhin gelang den Domstädtern bisher ein Unentschieden gegen den SVK72 und zwei Siege gegen Neukölln und Laatzen in der Hinrunde - dennoch steht außer Frage, dass die 98’er die Punkte unbedingt mitbringen möchten, will man sich die Chance auf die Qualifikationsrunde erhalten.

Nach der Trainingspause über die Feiertage (bedingt durch die Hallenschließung) haben die Bundesligawasserballer des DSV 98 daher eine intensive und umfangreiche Trainingswoche hinter sich gebracht, die mit einem Trainingsspiel gegen Het Ravijn am Freitag, 6.01. endete. Im Fokus der Einheiten standen Ausdauer und Kraft, in dieser Woche wurde dann mit Blick auf das Spiel gegen Köln an den spielerischen und taktischen Feinheiten gearbeitet.

Jan Janzen, Kapitän des DWL-Teams geht zuversichtlich in die Rückrunde: „Die Stimmung im Team ist gut, alle sind mit Einsatz und Konzentration bei der Sache. Auch wenn kommenden Samstag eine schwere Auswärtspartie auf dem Programm steht, sind alle zuversichtlich, die ersten zwei Punkte im fremden Becken in dieser Saison zu holen. Wir haben aus der ersten Begegnung gegen Köln unsere Schlüsse gezogen und wissen, dass uns eine taktisch gut eingestellte und kämpferisch starke Mannschaft erwarten wird. Wir wollen mit einem Sieg und Schwung in die Rückrunde starten.

Die 98’er-Fans stehen natürlich komplett hinter ihrer Mannschaft und werden die Jungs in Köln wieder kräftig unterstützen. Mit knapp 50 Fans und einem speziell angemieteten Fanbus reisen die Duisburger in die Domstadt und verbringen wie üblich vorher einen unterhaltsamen Ausflug in die Innenstadt des Gegners.

Pünktlich zum Rückrundenstart und Jahresbeginn kann der DSV 98 mit einem weiteren Highlight aufwarten: Der enge Kontakt zu Fans, Mitgliedern und Interessierten wurde durch die Realisierung des neuen Newsletters optimiert. Auf der Homepage des Vereins kann sich nun jeder für den immer aktuellen Newsletter registrieren und damit ständig aktuelle Informationen, Termine und Berichte rund um das Vereinsgeschehen erhalten.

Ich kenne nicht viele Vereine, die so viel für die Öffentlichkeitsarbeit leisten, wie wir – und das zahlt sich auch aus! Unsere Fans kommen gerne und zahlreich zu den Spielen und Wettkämpfen“, freut sich die Wasserballwartin Susanne Becker über das neue Medium.


12.12.11

Keine Punkte zum Jahresabschluss

SV Weiden mit zwei Auswärtsniederlagen

(prg)

Lange Reise, zwei sehr schwere Auswärtspartien und kein Lohn – so schnell ist die Geschichte des letzten Auswärtstrips der Weidener Bundesligawasserballer erzählt. Es hätten wertvolle Punkte gegen die engsten Kontrahenten um die begehrten Plätze drei und vier sein können, doch die SV-ler kehrten mit leeren Händen zurück. Einer 6:10-Niederlage bei SG Waspo/98 Hannover am Samstag folgte am Sonntag eine weitere mit 5:9 beim SV Bayer 08 Uerdingen. Die Weidener konnten zwar immer noch den fünften Tabellenrang halten, doch es wird immer enger in der Tabelle und die direkte Play-Off Qualifikation (mindestens Platz 4) entfernt sich immer weiter aus der Reichweite der Oberpfälzer.

In beiden Spielen war eine sehr hohe Foulbelastung der Max-Reger-Städter und ein deutlich verlorenes Spielviertel zu verzeichnen, was offensichtlich zum Verhängnis wurde. Das Spiel in Hannover begann nach dem frühen Treffer von Sean Ryder vielversprechend, doch die Hausherren um Trainer Karsten Seehafer konnten schnell in Überzahl ausgleichen und nutzten ihre weitere Chancen im Konterangriff und zwei Überzahlen, um sich zwischenzeitig auf 4:1 abzusetzen. Mit den 5:2 Zwischenstand zur ersten Pause überraschten die Hausherren die Gäste aus der Oberpfalz und setzten ein Ausrufezeichen, nachdem Fehler in der Abstimmung der Weidener Abwehrreihen effektiv genutzt wurden. Ab dem zweiten Viertel schienen die SV-ler besser zu ihrem Spiel gefunden zu haben und stellten für den Rest des Spiels einen gleichwertigen Gegner dar, doch die hohe Foulbelastung kostete Kraft, die wiederum im Abschluss fehlte, um den bestens aufgelegten Nationaltorwart Roger Kong zu bezwingen. Die Hannoveraner spielten ihre ganze Erfahrung aus und „verwalteten“ den Sieg gekonnt bis zum Spielende, denn der erste Treffer des Ex-Krefelders Matthias Lebens im dritten Viertel zum 7:3 Zwischenstand brachte bereits die Vorentscheidung. Eine wichtige Partie ging damit verloren, doch die Weidener reisten dennoch zuversichtlich weiter, um es am Tag danach in Uerdingen besser zu machen.

SG W98/Waspo Hannover - SV Weiden 10:6 (5:2, 1:1, 2:1, 2:2)

Hannover: Roger Kong im Tor, Daniele Polverino (2 Tore), Alexander Weik, Alexander Schwarz (1), Philipp Gatzemeier, Cole Bitter (2), Ilja Immermann (2), Ingo Pickert (1), Felix Haarstick, Bence Toth, Matthias Lebens (1), Patrick Weik und Lukas Taplick (1). Trainer Karsten Seehafer, Betreuer Karl-Heinz Windt

SV Weiden:Vladimir Srajer im Tor, Thomas Aigner (1), Alexander Fritzsch, Klaus Bronold, Hans-Christoph Aigner, Sean King (2), Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold, Sean Ryder (2) und Jakob Ströll (1). Trainer Irek Luczak, Betreuer Bernhard Müller

„Spieler des Tages“: Roger Kong (Hannover)

Und sie machten es besser, allerdings nur zwei Viertel lang. Die SV-ler legten gleich stürmisch los, gingen schnell sogar mit 3:1 in Führung. In ihrer stärksten Spielphase wurden sie jedoch nicht oft genug für ihre Mühe belohnt, dafür mussten sie öfter in Unterzahl verteidigen, was sie allerdings bestens taten. Die Abwehr der Oberpfälzer stand zu dieser Zeit bestens und was dennoch durchkam, das hielt das Geburtstagskind und „Spieler des Tages“ Vladimir Srajer im Kasten des SV Weiden. „In dieser Phase konnten und sollten wir uns deutlicher absetzten, mussten dafür viel Kraft im Unterzahlspiel lassen, was sich dramatisch im dritten Abschnitt auswirkte. Die Mannschaft verlor im dritten Viertel teilweise komplett den Faden und wirkte verwirrt, was die erfahrene Gegenspieler sehr effektiv zu nutzen wussten. Wir waren zwei Viertel lang die bessere Mannschaft, mit weniger Ausschlüssen wäre es einfacher, dieses Niveau zu halten, doch es kam anders. Wasserball dauert eben vier Viertel,“ äußerte sich der Trainer der Weidener verärgert nach der zweiten Niederlage in Folge. Ganz unglücklich waren außerdem die Weidener Centerspieler nach dem Spiel. Sie wurden permanent, vor allem in der ersten Halbzeit, in ihren starken Aktionen durch teilweise massive Fouls gestoppt, was nicht oft genug entsprechend geahndet wurde. Das dritte Viertel ging mit 0:4 verloren und brachte die erste Vorentscheidung für die Werkssieben. Nachdem die Krefelder auch das erste Tor des Abschlussviertels erzielten (7:3 Zwischenstand), war das Spiel für die Gäste aus der Oberpfalz gelaufen.

Die Weidener bleiben vorerst auf dem guten Tabellenplatz fünf, doch die Verfolger bleiben ihnen dicht an den Fersen. Die Chance, den vierten Platz noch zu erreichen, bleibt nur noch in theoretischer Form, praktisch können sich die Weidener von diesem Ziel langsam verabschieden, denn sie haben noch ein sehr schweres Restprogramm, in dem sie noch vier Spiele gegen die Ausnahmeteams der Liga WF Spandau Berlin und ASC Duisburg zu absolvieren haben.

SV Bayer 08 Uerdingen – SV Weiden 9:5 (1:2, 1:1, 4:0, 3:2)

Uerdingen: Tobias Schweihoff im Tor, Milos Sekulic, Jake Vivent, Michael Gorgs, Tobias Tamson, Robert Glüder (1), Tim Wolthan (3), Bartek Luczak, Ulf Ranta, Michael Knobloch (1), Thilo Kaiser, Gerit Pape (1) und Lazar Kilibarda (3). Trainer Rainer Hoppe, Betreuer Dirk Zeien

Weiden: Vladimir Srajer im Tor, Thomas Aigner (1), Stefan Kick, Alexander Fritzsch, Klaus Bronold, Hans-Christoph Aigner, Sean King (2), Serkan Dogdu (1), Andreas Jahn (1), Florian Bronold, Sean Ryder und Jakob Ströll. Trainer Irek Luczak, Betreuer Bernhard Müller

„Spieler des Tages“: Vladimir Srajer (Weiden)


10.12.11

Cannstatt gewinnt das Wasserballfest

Esslingen unterliegt im Derby vor 750 Zuschauern mit 7:10

von Axel Hänchen

Esslingen – Der SSV Esslingen hat auch im zweiten Derby des Jahres Spitzenreiter SV Cannstatt den Vortritt lassen müssen. Im Gegensatz zum schmachvollen 5:12 fiel die Niederlage mit 7:10 (2:3, 1:3, 3:3, 1:1) diesmal erträglicher aus, trotzdem waren die Esslinger Wasserballer enttäuscht.

Wasserball war an diesem Samstagnachmittag keine Randsportart. Gleich 750 Zuschauer bescherten dem Untertürkheimer Inselbad eine rassige Derbyatmosphäre. Von Beginn an feuerten die beiden lautstarken Fanlager ihre Teams bedingungslos an.

Doch zu Beginn der Partie hatten die Cannstatter Fans mehr zu Jubeln. Während der SSVE das erste Überzahlspiel ungenutzt ließ, machte es der SVC seinerseits in Überzahl besser: Jovan Radojevic, am Ende zum „Spieler des Tages“ auserkoren, traf zum 0:1 in der vierten Spielminute. Die Esslinger Wasserballer bewegten sich gut, holten zwei weitere Überzahlspiele, doch das verdiente erste Tor wollte einfach nicht fallen. Als dann Jovan Radojevic und erneut in Überzahl Milo Aleksic auf 0:3 erhöhten, fühlte sich auf beiden Seiten manch einer schon an das zu schnell entschiedene Derby von vor 11 Monaten erinnert. SSVE-Trainer Davorin Golubic: „Ich habe gesehen, dass meine Mannschaft unbedingt gewinnen wollte und das ist auch gut. Allerdings wollten wir gerade zu Beginn zu viel und agierten zu schnell, und nicht abgeklärt genug. Wir wollten jede Torchance sofort realisieren, speziell wenn wir einer mehr im Wasser waren. Durch die Fehler und die vergebenen Chancen wurden wir unsicherer und unser Gegner natürlich dementsprechend sicherer. Nutzen wir diese Chancen, kann das Spiel in eine ganz andere Richtung gehen.“ Aber der SSVE zeigte sich nicht nur personell verstärkt, sondern auch gereift: Robert Roth erzielte nach knapp sechs Minuten das 1:3. Noch vor der ersten Viertelpause wurde dann auch endlich die fünfte Überzahlsituation genutzt, zum 2:3 traf Valentin Finkes. Der zweite Abschnitt begann ereignisarm, bis Michael Müller in der 12. Spielminute den vielumjubelten 3:3-Ausgleichstreffer schoss. Doch der SVC schlug eiskalt zurück: zweimal Marvin Thran sowie einmal Timo van der Bosch erzielten den 3:6-Halbzeitstand. Als Cannstatts englischer Nationalspieler Ciaran James das 3:7 erzielte, machte sich bei den Esslinger Fans Ernüchterung breit. Hannes Glaser verkürzte zwar umgehend auf 4:7, die Routiniers auf Cannstatter Seite, Jovan Radojevic und Peter Ambrus erhöhten vorentscheidend auf 4:9. Natürlich steckte die Pokalniederlage noch in den Köpfen der Esslinger Spieler, doch wer nun dachte, sie würden sich der Niederlage fügen, sah sich in der Folgezeit getäuscht. Dem 5:9 durch Hannes Glaser folgte sieben Sekunden vor der letzten Viertelpause das 6:9 durch Mannschaftskapitän Robert Roth. Drei Tore Vorsprung sind im Wasserballsport zwar nicht wenig, aber auch nicht uneinholbar. Die Esslinger versuchten alles, doch Cannstatt hatte nun ein Abwehrbollwerk aufgebaut. Ihrerseits hatten sie nun zwei Mail die Chance, in Überzahl alles klar zu machen, aber noch wollten die Esslinger sich nicht geschlagen geben. Doch auch der SSVE ließ ein weiteres Überzahlspiel ungenutzt und als das 7:9 durch Hannes Glasers dritten Treffer fiel, standen nur noch knapp eineinhalb Minuten Restspielzeit auf der Anzeigetafel. Ciaran James besiegelte mit seinem Treffer zum 7:10-Endstand die erneute Esslinger Niederlage gegen den Lokalrivalen. SSVE-Mannschaftskapitän Robert Roth erklärt die Niederlage so: „In der Verteidigung haben wir die Tore zu leicht hergeschenkt und im Angriff unsere Chancen nicht ausreichend genutzt. Da waren die Cannstatter einfach konsequenter. Aber trotzdem kann man sagen, dass die kämpferische Leistung gestimmt hat und wir nie aufgegeben haben.

Es war eine Niederlage, daran soll auch nichts schöngeredet werden, was angesichts der Zwischenstände von 0:3, 3:7 und 4:9 auch unangebracht wäre. Allerdings muss der Frust aufgrund der erneuten Derbyniederlage bei den SSVE-Spielern diesmal nicht so groß sein, zeigte sich das junge Team doch deutlich gefestigt, was zum einen an der positiven Gesamtentwicklung aufgrund der guten Trainingsarbeit von Davorin Golubic liegt und zum anderen an den personellen Verstärkungen wie z. B. Hannes Glaser. Kontinuierliche Weiterentwicklung ist nun gefordert. Und sicherlich wird diese Niederlage keinen mentalen Knacks bei der Mannschaft hinterlassen, wie noch zu Jahresbeginn. Einen Altersunterschied von drei Jahren (SSVE 20 Jahre Durchschnittsalter, SVC 23 Jahre) leistungsmäßig auszugleichen, dauert eben seine Zeit. Doch das Potential bei den Esslinger Wasserballern ist groß - und das nächste Derby steigt bereits Anfang März. Man darf gespannt sein.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: Marco Watzlawik (Torwart), Lars Hechler, Hannes Rothfuß, Matthias Thoma, Valentin Finkes (1 Tor), Mike Troll, Robert Roth (2), Michael Müller (1), Lars Blankenhorn, Hannes Glaser (3), Robin Finkes, Jan Glaser und Moritz Baum (Torwart).

SSV Esslingen - SV Cannstatt: 7:10 (2:3, 1:3, 3:3, 1:1)

SSV Esslingen: Marco Watzlawik (TW) - Lars Hechler, Hannes Rothfuß, Matthias Thoma, Valentin Finkes (1 Treffer), Mike Troll, Robert Roth (2), Michael Müller (1), Lars Blankenhorn, Hannes Glaser (3), Robin Finkes, Jan Glaser, Moritz Baum

SV Cannstatt: Florian Pirzer (TW) - Christian Schuberth, Marvin Thran (2 Treffer), Peter Ambrus (1), Johannes Christoph, Milosav Aleksic (1), James Cirian (2), Jakob Zühl, Timo van der Bosch (1), Lennart Löscher, Jovan Radojevic (3), Christoph Vorpahl, Bojan Mrdja

 

"Spieler des Tages": Jovan Radojevic (SV Cannstatt)

 

(Zusammenfassung in der SWR-Landesschau)


08.12.11

Schwere Auswärtsaufgaben zum Jahresabschluss

SV Weiden zwei Mal auswärts gefordert

(prg)

Wenn man die zwei „Übermannschaften“ der Deutschen Wasserball-Liga, WF Spandau Berlin und ASC Duisburg nicht berücksichtigt, sind es mit die schwersten Aufgaben für die Weidener Wasserballer, die am kommenden Wochenende zu meistern sind. Die Oberpfälzer gastieren gleich zwei Mal in Folge bei direkten Mitstreitern um die begehrte Plätze drei und vier der Gruppe A der Deutschen Wasserball-Liga.

Am Samstag heißt es um 16,30 Uhr in Hannover, bei SG Waspo Hannover, die gute Leistung von vor vier Wochen in Weiden (8:8 Unentschieden) zu bestätigen und zu punkten, um den Anschluss an die Niedersachsen zu behalten. Am Sonntag (Beginn um 12,00 Uhr) geht es dann zum SV Bayer 08 Uerdingen (Weiden gewann 12:9 zuhause), um dort wieder die Krefelder auf Distanz zu halten.

Die Hannoveraner gelten als sehr heimstark, auch wenn sie ihr letztes Heimspiel an den OSC Potsdam abgeben mussten. Die Weidener wissen, dass sie einen sehr guten Tag benötigen, um den ersten Ligasieg gegen die Niedersachsen zu erzwingen. Nachdem Centerverteidiger Stefan Kick für dieses Spiel gesperrt ist, wir es sehr darauf ankommen, wie die Oberpfälzer die Verteidigung gegen den starken Center Ilja Immermann einstellen. In der Offensive dagegen müssen nicht nur die Defensivreihen von Trainer Seehafer, sondern auch Nationaltorwart Roger Kong mit gut ausgespielten Angriffen bezwungen werden. Höchste Konzentration ist auch wegen der gefährlichen Konterangriffe der Hannoveraner angesagt.

Die Werksieben vom Waldsee sorgte vor einer Woche für eine „fast Sensation“ in dem sie den Rekordmeister Spandau Berlin an den Rand eines Punktverlustes brachte. Am Ende verloren sie zwar mit 5:6 Toren, doch konnten damit viel Selbstvertrauen tanken. Dieses Ergebnis, wie auch der Auftritt beim ASC Duisburg (8:11) beweist das Potenzial der Mannschaft um Trainer Rainer Hoppe, auch wenn die bisherige Punkteausbeute (2:12) für sie äußerst unzufriedenstellend ausfällt. „Sie haben Potenzial und stehen gerade mit dem Rücken zur Wand, das wird ein schwerer Ritt werden aber wir sind gut drauf und werden alles für einen Sieg versuchen,“ gibt sich der Weidener Torwart Vladimir Srajer kämpferisch. Die Weidener hoffen dabei die richtigen spielerischen Mittel gegen die Mannschaft um das gefährliche Duo Tim Wolthan und Lazar Kilibarda zu finden und ähnlich wie in Weiden die Verteidigung der Westdeutschen konsequent ins Rotieren zu bringen, um die Partie zu kontrollieren.

Die Max-Reger-Städter haben sich vor Saisonbeginn acht Punkte bis zum Jahresende gewünscht, um an Ihrem Ziel – direkter Viertelfinaleinzug – verfolgen zu können. Zwei Punkte aus dem Wochenende würden bereits dafür reichen, doch der Wunsch nach drei Punkten wird geäußert und manche träumen sogar von einer Komplettausbeute. Am Sonntag wird es jedenfalls klar werden, wo die Weidener in der Tabelle überwintern und wie es mit der erhofften Ausbeute aussieht.


08.12.11

Ein Spiel um Punkte und noch einiges mehr

SV Cannstatt trifft "auswärts" auf SSV Esslingen

von Uwe Umbach

Tabellenführer gegen den direkten Verfolger, dazu noch Lokalderby, für Zündstoff ist (wieder einmal) gesorgt, wenn der SV Cannstatt am kommenden Samstag zum letzten Spiel des Jahres beim SSV Esslingen antreten muss (16.00 Uhr, Inselbad Untertürkheim).

Beide Mannschaften kennen sich aus dem ff, müssen sich teilweise die Wasserfläche für das Training im Inselbad teilen. Viele Spieler sind schon für beide Vereine ins Wasser gestiegen. „Klar, das ist kein normales Punktspiel, sondern ein Derby,“ erklärt SVC-Trainer Andras Feher. Aber die gefühlte Rivalität auf den Tribünen übersteigt diejenige im Wasser deutlich. Was aber nicht bedeutet, dass es nicht auch im Wasser hoch hergehen kann. Denn die Stimmung auf den Rängen überträgt sich oft auf die Mannschaften.

Die Mannschaft, die ruhig bleibt und die Nerven behält, wird am Ende gewinnen“, glaubt Feher deshalb. Einen Favoriten gibt es nicht, beide Mannschaften trennt nur ein Pluspunkt. Die Cannstatter haben mit 10:0 Punkten zwar noch eine weiße Weste, aber auch ein Spiel weniger absolviert als die Esslinger (9:3 Punkte) und hatten vermutlich bisher auch das etwas leichtere Programm als der Tabellenzweite aus der ehemaligen freien Reichstadt.

Die Stärke der Esslinger ist, dass sie sehr schwer auszurechnen sind,“ lobt Feher den Gegner. „Hannes Glaser, Robert Roth, Mike Troll und Michael Müller sind alles Spieler, die ein Spiel allein entscheiden können,“ erklärt der Ungar und ergänzt, „wenn einer mal einen schlechten Tag hat, kann ein anderer in die Bresche springen.“ Und alle gleichzeitig können auch nur deutlich stärkere Mannschaften „abstellen“.

Allerdings dürfte sich da der SVC auch kaum von den Esslingern unterscheiden. Zwar zeichnen der vierfache „Spieler des Tages“ Timo van der Bosch und der britische Nationalspieler Cieran James in dieser Saison bisher für das Gros der Cannstatter Treffer verantwortlich, aber Kapitän Milosav Aleksic und Jovan Radojevic haben auch schon oft genug bewiesen, dass sie ein Spiel allein aus dem Feuer reißen können.

Feher unterstreicht aber nochmals auch den Respekt vor dem Gegner: „Die Esslinger präsentieren sich in dieser Saison sehr gut. Wenn beide Mannschaften am Schluss der Vorrunde in der Tabelle vorne sind, wäre das doch für beide o.k..“ Allerdings zeigen die Ergebnisse der anderen Mannschaften auch, dass die Vorrunde alles andere als schon abgehakt ist. „Es könnte wieder so kommen wie letztes Jahr. Da haben sich die Platzierungen von Zwei bis Sieben auch erst am letzten Spieltag ergeben.“ Die Zuschauer dürfen also auf eine spannende und ausgeglichene Partie hoffen.

Der Meistertrainer von 2006 sieht dabei seine Mannschaft nicht unter Druck, die Tabellenführung unbedingt verteidigen zu müssen: „Wir sind über dem Soll, das wir uns zu diesem Zeitpunkt erwartet haben. Wir können daher das Ganze ruhig angehen.“ Außerdem ist für die Cannstatter noch nicht einmal die Hälfte der Saison vorbei und sie haben den vermeintlichen Vorteil wegen der kuriosen Spielplangestaltung die letzten fünf Spiele der Vorrunde vor heimischem Publikum austragen zu können.

Bislang hofft Feher gegen den SSVE in Bestbesetzung antreten zu können. Allerdings hatte er noch keinen Kontakt zum britischen Nationalspieler Cieran James, der am Mittwoch mit der Nationalmannschaft im heimischen Manchester in der Weltliga gegen Weltmeister Italien mit 6:14 unterlag. James gehörte dabei zu den britischen Torschützen. Allerdings hofft Feher, dass er ohne Blessuren aus der nordenglischen Stadt wieder an den Neckar geflogen kommt. „Bei der harten Gangart der Italiener ist vieles möglich“, befürchtet er. James laborierte diese Saison bereits mehrmals an Verletzungen. Sollte der englische Neuzugang ausfallen, droht sich die Waagschale zugunsten der Esslinger zu neigen. Aber selbst in diesem Fall würden die Cannstatter das Feld nicht kampflos räumen. Denn ein Erfolg im Derby bringt letztlich dann doch noch mehr als die blanken Punkte.


08.12.11

Derby und Spitzenspiel in einem

Der "Klassiker" am Neckar: SSV Esslingen gegen SV Cannstatt

von Axel Hänchen

Esslingen – Im letzten Spiel des Jahres 2011 trifft der zweitplatzierte SSV Esslingen auf das erstplatzierte Team vom SV Cannstatt. Anpfiff zum brisanten Nachbarschaftsduell ist am Samstag um 16 Uhr im Untertürkheimer Inselbad.

Es ist das Wasserball-Highlight zum Abschluss des Jahres 2011: Die beiden Traditionsmannschaften aus dem Südwesten Deutschlands, der 103jährige SSV Esslingen und der 113jährige SV Cannstatt treffen zum Derby aufeinander. Gerade einmal 10 km Luftlinie liegen zwischen dem Esslinger und dem Cannstatter Marktplatz, zwischen den beiden Teams liegt lediglich die imaginäre „Mittellinie“ im Untertürkheimer Inselbad. Entsprechend den tatsächlichen örtlichen Gegebenheiten trainieren die Stuttgarter neckarabwärts, die Esslinger im neckaraufwärts gelegenen Teil des Beckens. Und das gleich dreimal pro Woche gemeinsam, zur selben Zeit im selben Bad. „Man kennt sich also“, nahezu jede Woche findet ein Trainingsspiel statt. Als wäre durch die nachbarschaftliche Konkurrenz und die vielen Wechselgeschichten der vergangenen Jahre nicht schon genug Brisanz im Spiel, erwartet die Fans neben einer vollen Halle mit einer aufgeladenen Atmosphäre nun auch noch das Spitzenspiel der B-Gruppe in der Deutschen Wasserball Liga.

Der SVC liegt mit weißer Weste und 10:0-Punkten unangefochten auf Platz eins, aber direkt dahinter lauert der SSVE mit einem Spiel mehr und 9:3 Zählern. SSVE-Trainer Davorin Golubic sieht dann auch den besserplatzierten Gegner leicht im Vorteil: „Für viele Spieler ist das Spiel wie ein Meisterschaftsfinale. In einem solchen Derby ist das wichtigste der Kopf. Aufgrund der größeren Erfahrung ist der SVC unserer jungen Mannschaft vielleicht einen Schritt voraus. Aber am Ende gewinnt ja auch nicht immer der Favorit!

Auf Esslinger Seite wird neben Tim Hornuf, der nach seinem Handbruch erst im neuen Jahr wieder zum Einsatz kommen kann, erneut Novak Zugic wegen einer Sperre fehlen. Mit von der Partie sein wird dagegen der wiedergenesene Linkshänder Valentin Finkes.

Es ist also alles angerichtet für einen Wasserball-Leckerbissen. Aus Esslinger Sicht ist zu hoffen, dass die Pokalschmach vom Januar, der SSVE war damals dem SVC mit 5:12 allzu deutlich unterlegen, nicht mehr zu sehr in den Köpfen rumgeistert und stattdessen der Sinn nach Revanche steht.


08.12.11

Duisburg 98 muss Punkte sichern

Heimspiel gegen punktlose SpVg Laatzen

von Susanne Becker

Gegen den bisher punktlosen Aufsteiger der SpVg Laatzen müssen die Jungs um Trainer Carsten Jocks am Samstag wichtige Punkte sichern und dürfen den Gegner keinesfalls unterschätzen.

Nach der ebenso ärgerlichen wie unnötigen Niederlage am letzten Spieltag gegen Cannstatt will sich der DSV 98 nun mit einem Sieg in die kurze Weihnachtspause verabschieden. Mit einer engagierten Leistung gelang es der Mannschaft zwar, die Partie gegen den Spitzenreiter der Gruppe B aus dem Süden lange zu kontrollieren, allerdings wurde das letzte Viertel mit 1:3 abgegeben. Individuelle Nachlässigkeiten ermöglichten den Cannstattern, einen Rückstand innerhalb von drei Minuten wettzumachen und schließlich 35 Sekunden vor dem Abpfiff den Siegtreffer zum 10:9 zu erzielen. Nachdem der DSV also nicht die erhofften „Big Points“ holen konnte, muss am Samstag gegen den Aufsteiger aus Laatzen unbedingt gewonnen werden, um nicht den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu verlieren.

Zuletzt trafen sich beide Mannschaften beim Aufstiegsturnier, das der DSV 98 im Jahr 2009 ausrichtete. Das Endergebnis war damals denkbar knapp: Der DSV 98 besiegte die SpVg Laatzen mit 7:6. Beide Torschützen Marek Debski (4) und Mirco Schott (3) gehören nicht mehr zum Stamm-Kader des DSV 98-Bundesliga-Teams. Laatzen stieg damals nicht auf, sondern der DSV 98 und der SV Cannstatt.

Auch wenn die junge Truppe aus Laatzen bisher noch keinen Punkt in der laufenden Saison verbuchen konnte, wäre es sicher ein großer Fehler den Gegner zu unterschätzen, der mit zahlreichen Spielern der White Sharks Hannover (mit Zweitstartrecht) auf einen großen Kader blickt und sicher die Sperre von Jens Möller kompensieren kann. "Auch aus psychologischer Sicht wäre es sicher von Vorteil, die Hinrunde mit zwei Punkten in der Hand abzuschließen. Dennoch wird die Partie gegen die Niedersachsen kein Selbstläufer. Auch wenn die Laatzener bisher noch punktlos sind, zeigten sie doch in den letzten Wochen aufsteigende Form und spekulieren sicherlich auf eine Überraschung im Duisburger Schwimmstadion", so Kapitän Jan Janzen.

Dies gilt es aus Sicht des DSV mit einer konzentrierten und disziplinierten Leistung zu verhindern und sich somit auch wieder einmal mit einem Erfolgserlebnis zu belohnen. "Nach dem guten Spiel letzten Samstag und der doch unglücklichen Niederlage, brauchen nicht nur die Fans und der Verein einen Sieg, sondern auch die Spieler. Laatzen ist letzter und so sind wir auch der Favorit und müssen die Punkte holen. Was allerdings nicht passieren darf ist, dass wir Laatzen unterschätzen. Es ist eine recht junge Mannschaft die sicherlich bis zum Ende kämpfen wird, aber kämpfen können wir auch," äußerte sich Trainer Carsten Jocks in Hinblick auf die anstehende Begegnung.

10.12.2011 (18:00): DSV 98 - SpVg Laatzen

ab 17:30 Uhr Rahmenprogramm mit Catering, Stadion-Talk, Fanshop uvm.


04.12.11

"Festung" Adami-Bad gestürmt

Weiden schlägt Würzburg und festigt Platz 5

(prg)

Spannender kann ein Derby kaum noch sein. Die Weidener Wasserballer, die mit lautstarkem Anhang und einem Fanbus nach Würzburg gereist sind, schlugen die Unterfranken mit 7:5 Toren nach einer dramatischen Bundesligapartie. Damit festigen die Oberpfälzer vorerst den fünften Tabellenrang, bevor es nächste Woche mit den Schlüsselpartien in Hannover und Uerdingen weitergeht.

Das Spiel im Wolfgang-Adami-Bad begann ziemlich turbulent und nicht besonders vielversprechend aus Sicht der Gäste. Allein im ersten Viertel mussten die Weidener vier Mal in Unterzahl verteidigen, dennoch ging es mit 1:1 in die Pause, nachdem Sean Ryder den ersten seiner drei Treffer markierte. Im zweiten Viertel kam es noch  dicker für die Max-Reger-Städter. Der Abschnitt begann mit drei weiteren Wasserverweisen auf Weidener Seite. Die Hausherren gingen im dritten Anlauf mit 2:1 in Führung, ehe die Oberfpälzer ihre erste Überzahl in diesem Spiel vergaben und wiederholt einen Unterzahltreffer kassierten (3:1). Kaum wurde die neunte Würzburger Überzahl in diesem Spiel absolviert, verkürzte der spätere Spieler des Tages, Sean Ryder, auf 2:3 zur Halbzeit.

Dass die Mannschaft diese Rückschläge verkraftet hat und nach 9:1 Wasserverweisen mit nur 2:3 Toren in die Halbzeit ging, war mich einfach genial und letztendlich spielentscheidend. In der zweiten Halbzeit war es ein bisschen leichter und wir konnten unsere Überlegenheit schließlich ausspielen. Ich bin nur noch stolz auf die Mannschaft, das sind die schönsten Siege, wenn man sich unter solchen Umständen doch noch behaupten kann,“ freute sich Trainer Luczak.

Im dritten Abschnitt spielten die Weidener ihre Überlegenheit endlich aus. Gut sortiert und konzentriert in der Defensive entschärften sie die Bemühungen der Hausherren und arbeiteten sich Schritt für Schritt nach vorne. Andreas Jahn glich mit einem platzierten Treffer zum 3:3 aus, Thomas Aigner schloss die nächste Überzahl erfolgreich ab und erzielte die erste Weidener Führung an diesem Tag (3:4), ehe der Ex-Weidener Dominik Fries seinen Strafwurf souverän einlochte und die Würzburger Fans weiter hoffen ließ. Direkt nach Beginn des Schlussviertels gingen die Unterfranken, nach eine gelungenen Konterangriff, zum letzten Mal in Führung (Sebastian Bruch zum 5:4). Doch dann folgte die Weidener Zeit, die auch im Spielbogen kaum zu übersehen ist. Die letzten sieben Einträge gingen nämlich allesamt auf das Konto der Oberpfälzer. Drei Wasserverweise gegen Weiden, drei Tore für Weiden und eine Auszeit kurz vorm Schluss für den SV. Am Ende stand ein mehr als verdienter 7:5 Sieg zur Buche, nach einer unglaublichen Bilanz.

„Es ist besser, wenn ich nicht erläutern muss, was wir hier erlebten … Wir waren die meiste Zeit in Unterzahl und gewannen das Spiel am Ende, genau so wie unsere Fans in Unterzahl waren und uns eine Heimspielatmosphäre beschert haben - genial,“ so das Fazit des Weidener Trainers.

Damit stehen die Oberpfälzer ganz im Soll und wollen sich auf den Jahresabschluss nächstes Wochenende in Hannover und Uerdingen vorbereiten. Zwei ganz schwere Auswärtsaufgaben, beide mit Schlüsselspielcharakter.

SV Würzburg 05 – SV Weiden: 5:7 (1:1, 2:1, 1:2, 1:3)

SV Würzburg: Matthias Försch im Tor, Dominik Fries (1 Tor), Sebastian Bruch (2), Inaki Urkiaga, Julian Langguth, Simon Stier, Sven Kristandt, Glen Robinson, Fabian Packenius, Alexander Försch, Stephan Försch und Julian Fleck. Trainer Jürgen Helmschrott, Betreuer Ralf Schauer

WeidenSV Weiden: Vladimir Srajer im Tor, Thomas Aigner (1), Stefan Kick, Sven Luczak, Alexander Fritzsch (2), Michael Trottmann, Sean King, Serkan Dogdu, Andreas Jahn (1), Sean Ryder (3), Jakob Ströll. Trainer Irek Luczak, Betreuer Bernhard Müller

„Spieler des Tages“: Sean Ryder (SV Weiden)


04.12.11

SV Krefeld 72 mit bester Saisonleistung

Magdeburg beim 13:5 ohne Chance

von Jörg Schäfer

Nach Spielschluss sah man im Krefelder Badezentrum nur in strahlende Gesichter - zumindest in die, die Anhänger der SVK 72 sind. Soeben hatte die SVK die Magdeburger Wasserball-Union beim 13.5 Erfolg regelrecht aus der Halle geschossen. Mit der besten Saisonleistung konnte die Mannschaft von Trainer Gábor Bujka damit einen hartnäckigen Verfolger zunächst abschütteln und den eigenen Tabellenplatz unter den ersten vier Teams der Hauptgruppe B festigen.

Dabei war die Heimmannschaft noch mit gemischten Gefühlen in das Match gegangen, da mit Lukas Stöffges ein wichtiger Leistungsträger aufgrund seiner Spielsperre aus dem Auswärtsmatch in Köln zuschauen musste. Doch von Beginn an zeigten die Krefelder eine konzentrierte Mannschaftsleistung. Die war auch nötig, da auch die Gäste von der Elbe zumindest bis kurz vor der Halbzeit gut mithielten. Es entwickelte sich ein schnelles Spiel und vor allem die schwimmerischen Qualitäten beider Mannschaften waren gefordert. Das war Gift für die Gäste, wie sich vor allem in der zweiten Spielhälfte herausstellen sollte.

Endlich zeigte die SVK auch in Überzahl Qualitäten, während bei Magdeburg in dieser Hinsicht überhaupt nichts zusammenlief. So fielen nach dem Pausentee die Tore für Krefeld wie reife Früchte. Gäste-Trainer Vlad Hagiu griff zum Torwartwechsel, aber die SVK agierte wie aufgedreht. Der Vorsprung gab Krefeld die nötige Sicherheit und die SVK-Fans konnten sich an gelungenen Aktionen der eigenen Mannschaft erfreuen.

10:3 führte die SVK vor dem Schlussabschnitt, so dass Trainer Bujka auch den drei B-Jugendlichen Bastian Schmellenlkamp, Janek Neuhaus und Leonard Vogel, die alle ihr Bundesligadebüt gaben, erstmals Wasserzeit geben konnte. Magdeburg war aber nach wie im Schockzustand und schaffte es auch in den verbleibenden acht Minuten nicht, dass Ergebnis erträglicher zu gestalten.

Aus einer homogenen Mannschaft der Krefelder fiel es nach Spielschluss schwer, einen Akteur besonders herauszuheben. Torhüter Sascha Vaegs zeigte eine Klasseleistung und war einmal mehr ein sicherer Rückhalt seines Teams. Der Ungar Gergö Kovacs lies öfters seine Qualität aufblitzen und entwickelt sich immer mehr zum Leistungsträger. Letztlich wurde der vierfache Torschütze Peter Bröcken zum Spieler des Tages ernannt.

SVK-Trainer Gábor Bujka stellte hierzu fest: „Heute hätten mehrere Jungs meiner Mannschaft diese Auszeichnung verdient gehabt. Auch Geburtstagskind Alexander Stomps hat mit seiner Schnelligkeit Löcher in die gegnerische Abwehr gerissen, die seine Mitspieler dann nutzen konnten. Für Peter freut es mich ganz besonders. Er hat in den letzten Monaten eine große Entwicklung nach vorne gemacht. Der Sieg gegen Magdeburg war enorm wichtig für uns und hat uns zusätzlich Selbstvertrauen gegeben. Allerdings bekommt man für dieses schöne Spiel auch nur zwei Punkte, daher müssen wir es endlich mal schaffen, auswärts nachzulegen. Gegen Neukölln am nächsten Samstag ist dazu die Gelegenheit. Es wäre toll, wenn wir mit einem weiteren Erfolg in die Weihnachtspause gehen könnten. Wir wissen aber um die Schwere der Aufgabe. Neukölln ist sehr heimstark.

Auch SVK-Teammanager Jörg Schäfer zeigte sich zufrieden: „Ich freue mich für die Mannschaft. Nach dem enttäuschenden Punktverlust in Köln hat die Truppe eine Trotzreaktion gezeigt. Auch unser Team hat zu dieser Saison durch die zahlreichen Zu- und Abgänge ein völlig neues Gesicht bekommen. Es war klar, dass hier erst einmal etwas zusammenwachsen muss. Ich würde mir wünschen, wenn jetzt von Woche zu Woche immer mehr Konstanz in unser Spiel kommt. Dann sind wir auch in Neukölln am nächsten Samstag nicht chancenlos.

SVK 72 – WU Magdeburg: 13:5 (2:2, 2:0, 6:1, 3:2)

SV Krefeld 72: S. Vaegs, D. Vaegs (1), A. Stöffges (2), Schmellenkamp, Bröcken (4), Neuhaus, Stomps (1), Dorogi, T. Packenius (1), Kovacs (3), Rogge, Japaridze (1), Munz. Trainer: Bujka, Co-Trainer: Fuchs

WU Magdeburg: Schoder, Schlanstedt, Butikashvili (2), Campianu (1), Wiese, Wien, Bott (1), Kohnert, Richter, Hagendorf, Haack, Kuncz (1), Boer. Trainer: Hagiu


04.12.11

SSV Esslingen mit Pflichtsieg

Ungefährdeter Sieg in Laatzen / Durchwachsene Leistung

von Axel Hänchen

Esslingen – Der SSV Esslingen hat seine Pflichtaufgabe im niedersächsischen Laatzen zwar erfüllt, doch vor allem die vielen Gegentore trübten die Freude über den 12:14 (2:3, 1:3, 4:5, 4:3)-Auswärtssieg.

Ein Spiel, ein Sieg, zwei Punkte - mehr geht nicht, aber mehr war es auch nicht. So könnte man die Auswärtsfahrt des SSVE ins norddeutsche Laatzen mit wenigen Worten beschreiben. SSVE-Center Michael Müller: „Der Sieg war zwar nie gefährdet, aber in der Verteidigung hatten wir im dritten und vierten Viertel große Probleme. Anderseits hätten wir uns auch schon viel früher absetzen müssen, indem wir unsere Torchancen besser nutzen.“ Trainer Davorin Golubic konnte mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein: „Das war nicht gut, aber wichtig sind die zwei Auswärtspunkte. Mir war schon bewusst, dass es aufgrund des kleinen Beckens, der langen Anreise und einer motivierten Heimmannschaft nicht einfach werden würde, aber dass wir so große Probleme haben werden, hätte ich nicht gedacht. Trotzdem war der Sieg zu keiner Zeit gefährdet, aber auf die äußeren Umstände konnten wir uns nicht wirklich einstellen.

Phasenweise agierten die Esslinger Wasserballer souverän, so beispielsweise zu Beginn der Partie. Zwar blieben einige Chancen ungenutzt, aber Mike Troll und Hannes Glaser brachten den SSVE nach etwas mehr als drei Minuten mit 2:0 in Führung. Doch die kämpferischen Gastgeber konnten zum Ausgleich zurückschlagen. Durch einen Treffer von Michael Müller ging der SSVE mit einer knappen 3:2-Führung in die erste Viertelpause.

Auch in den zweiten Abschnitt starteten die Schwaben gut. Hannes Rothfuß und Hannes Glaser erhöhten auf 5:2, Mike Troll traf zum 6:3-Halbzeitstand. Als Jan Glaser mit einer schönen kämpferischen Leistung von der Centerposition aus das 7:3 erzielte, schien der SSVE auf einem guten Weg zu sein. Doch immer wieder Fehler in der Rückwärtsbewegung und bei der Abwehrarbeit ermöglichten den noch punktlosen Gastgebern Chancen, die diese in der Folgezeit mehr und mehr nutzten. Zwar blieb es bis zum Ende des dritten Viertels bei der Vier-Tore-Führung (11:7), allerdings sind neun Gegentore in einer Halbzeit eindeutig zu viel. Zu Beginn des letzten Abschnitts erhöhte Mannschaftskapitän Robert Roth mit drei Treffern auf 13:8 bzw. 14:9 und sicherte so den nie gefährdeten Esslinger Sieg endgültig, doch drei Gegentreffer in den letzten etwa 100 Sekunden offenbarten erneut die Abwehrschwächen beim SSVE.

Vor dem Lokalderby gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter SV Cannstatt am kommenden Samstag um 16 Uhr im Untertürkheimer Inselbad gilt es für die Esslinger Wasserballer also vor allem an der Stabilisierung der Abwehrleistung zu arbeiten. Ein weiterer Wermutstropfen vor dem Aufeinandertreffen der beiden Top-Platzierten der B-Gruppe ist die erneute Sperre von Novak Zugic nach einer Hinausstellung mit Ersatz in der siebten Spielminute. Zu hoffen ist dagegen, dass der diesmal mit Schulterbeschwerden fehlende Valentin Finkes wieder mit von der Partie sein kann.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: Marco Watzlawik (Torwart), Novak Zugic, Hannes Rothfuß (2 Tore), Matthias Thoma, Lars Hechler, Mike Troll (3), Robert Roth (3), Michael Müller (2), Lars Blankenhorn (1), Hannes Glaser (2), Robin Finkes, Jan Glaser (1) und Moritz Baum (Torwart).


04.12.11

SV Cannstatt beendet schwarze Serie gegen Duisburg

von Uwe Umbach

Der SV Cannstatt bleibt die einzige Mannschaft ohne Verlustpunkt in der B-Gruppe der Wasserball-Bundesliga. Beim Mitfavoriten Duisburger SV 98 drehten die Cannstatter im Schlussviertel beim 10:9 (1:2; 4:3; 2:3; 3:1) Erfolg noch das Spiel und konnten erstmals seit dem Wiederaufstieg die Duisburger bezwingen. Der SVC baute damit die Saisonbilanz auf 10:0 Punkte aus.

In einer hart umkämpften Partie hätten die Schwaben vor allem im zweiten Viertel schon für eine Vorentscheidung sorgen müssen, ließen aber klare Chancen aus und mussten dafür im Gegenzug noch Treffer hinnehmen. Beim 5:5 Halbzeitstand begann das Spiel praktisch wieder von vorn. Nach der zwischenzeitlichen 8:6 Führung der Duisburger im dritten Abschnitt schienen die Felle für den SVC schon Wedau-abwärts zu schwimmen. Aber die Cannstatter behielten die Nerven und erzielten 35 Sekunden vor dem Abpfiff den Siegtreffer durch den britischen Nationalspieler Cieran James.

Nur vier Tage nach seinem 18. Geburtstag bescherte sich Timo van der Bosch selbst: Erster Sieg über Duisburg, 4 Treffer und die Wahl zum Spieler des Tages – van der Bosch ist auf der Überholspur.

Trotzdem war SVC-Trainer Andras Feher nicht zufrieden. „Wir müssen das Spiel schon früher entscheiden," erklärte er nach dem Abpfiff. „Das Ergebnis ist o.K. Wir haben aber zeitweise zu wenig Druck nach vorn entwickelt,“ kritisierte er und war am Ende erleichtert: „Das ging gerade noch einmal gut aus.

Tore SV Cannstatt: Timo van der Bosch (4), Cieran James (3), Marvin Thran (2), Jovan Radojevic.


02.12.11

Duisburg fiebert Heimspiel gegen Cannstatt entgegen

von Susanne Becker

Gegen die beiden Mitkonkurrenten Neukölln und Esslingen gab es auswärts leider nichts zu holen. Trotz jeweils guten kämpferischen Leistungen konnten die 98er keine Punkte aus Berlin und Stuttgart entführen. Folglich rutschten die Duisburger auf Platz 5 der Hauptgruppe B ab.

Dennoch ist im weiteren Saisonverlauf noch alles möglich, auch weil in diesem Jahr das Feld enger zusammenrückt ist. Saisonziel bleibt weiterhin ein Platz unter den ersten Vier,“ so Kapitän Jan Janzen. Dafür will der DSV weiter auf seine Heimstärke bauen, die auch der momentane Tabellenführer Cannstatt zu spüren bekommen soll. „Mit einen Sieg wäre man weiter im Soll und würde den Gästen aus dem ‚Ländle‘ sogar die erste Niederlage in dieser Spielzeit zufügen,“ räumt Trainer Carsten Jocks ein.

Nach diversen krankheitsbedingten Ausfällen der letzten Wochen hofft der Trainer am aktuellen Spieltag endlich auf den kompletten Kader zurückgreifen zu können. „Mit einer kämpferisch und spielerisch optimalen Leistung ist der Mannschaft gegen Cannstatt ein Sieg alle mal zuzutrauen,“ so Carsten Jocks zuversichtlich.

Unter der Woche waren die Kapitäne Jan Janzen und Sven Wies zu Gast beim Regionalsender nrw.tv und stellten den DSV 98 und die Sportart Wasserball im Rahmen der Sendung „NRW Live“ vor. Ein Mitschnitt ist im Videoarchiv des Senders verfügbar: Bei Minute 29:08 und 1:13 erklären die beiden Bundesligaspieler vieles zum Hintergrund der Sportart und der aktuellen Situation des DSV 98, des deutschen und internationalen Wasserballs.


01.12.11

Derby um die Freistaatkrone

SV Weiden mit Fanbus nach Würzburg

(prg)

Bei diesem Spiel geht es nicht nur ums Prestige, es geht um wertvolle Ligapunkte und diesmal auch um die Krone im bayerischen und sogar süddeutschen Wasserball. Wenn der Traditionsverein SV Würzburg 05 die Oberpfälzer vom SV Weiden empfängt, spielen nämlich die beiden besten Teams Bayerns und im Moment die einzigen Süddeutschen in der Gruppe der Top Acht Deutschlands. So gesehen spielen die Würzburger (derzeit 7. Platz) gegen die Weidener (5. Platz der DWL-Tabelle) um das Prädikat des besten Teams des süddeutschen Wasserballs. Die Max-Reger-Städter reisen mit einem Fanbus nach Unterfranken, um die Festung Adami-Bad, wie die Würzburger ihr Bad selbst nennen, einzunehmen und die wertvollen Punkte aus dem Herz der SVW05-Fans herauszureißen.

Die Oberpfälzer können leider auf keine gute Bilanz in den Begegnungen gegen die Würzburger verweisen, lediglich in Testspielen konnten die Weidener häufiger gewinnen, in den Punktspielen dagegen hatten sie des Öfteren das Nachsehen. Die Bilanz der aktuellen Saison sieht bei beiden Teams sehr ähnlich aus. Beide verloren ihre Partien gegen den Neuling der Gruppe A, die Überraschungsmannschaft der Liga, OSC Potsdam, beide gewannen ihr Heimspiel gegen SV Bayer 08 Uerdingen und nur in den Begegnungen gegen SC Wedding (Weiden mit Unentschieden, Würzburg mit Sieg) und Waspo Hannover (Weiden mit Unentscheiden und Würzburg mit Niederlage) konnten die Bayernvertreter unterschiedliche Ergebnisse einfahren. Die bisherigen Auftritte und die aktuelle Tabellensituation deuten jedenfalls auf eine spannende Partie in Würzburg hin. Die Brisanz der Bayernderbys ist auch in der Szene bekannt, auch wenn sich beide Mannschaften als befreundet bezeichnen und immer einen guten Kontakt pflegen. Eine gesunde Konkurrenz bringt nämlich beide weiter, betonen stets die Verantwortlichen der Vereine.

Die Weidener sind mit dem Trainingsverlauf der letzten zwei Wochen sehr zufrieden, das 3-Punkte Wochenende vor 14 Tagen tat ihnen sichtlich gut: „Das waren zwei ganz gute Trainingswochen, wir konnten uns gezielt auf das Spiel in Würzburg vorbereiten,“ lobt Trainer Luczak. „Die Mannschaft ist motiviert, alle sind gesund und die Körpersprache der Spieler ist vielversprechend, sie sind gut drauf,“ fügte er optimistisch hinzu.

Seit Jahren stehen sich die Teams auf Augenhöhe gegenüber, teilweise entscheidet die Tagesform, Glück und Pech über den Spielausgang, es wird auch stark auf die Unterstützung der Fans ankommen. Deshalb entschied sich ein Sponsor der Weidener Wasserballer eine Fanbusreise zu finanzieren. Die letzten Plätze sind bereits vergriffen.

Im Falle eines Sieges der Oberpfälzer im Wolfgang-Adami-Bad würden sie den fünften Tabellenrang festigen und bei günstigen Ergebnissen der anderen Paarungen wäre auch der vierte Rang möglich, ehe die beiden letzten Spiele des Jahres am darauffolgenden Wochenende zu absolvieren sind. Die SV-ler müssen sich dann am Samstag (10. Dezember) in Hannover und am Sonntag in Uerdingen den Rückspielen stellen.

Die Mannschaft für Samstag: Vladimir Srajer im Tor, Thomas Aigner, Stefan Kick, Sven Luczak, Alexander Fritzsch, Johannes Kellner, Michael Trottmann, Sean King, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold, Sean Ryder und Jakob Ströll


01.12.11

SSV Esslingen möchte auswärts nachlegen

Gastspiel bei SpVg Laatzen / Personalsituation entspannt sich

von Axel Hänchen

Esslingen – Der SSV Esslingen reist nach zwei erfolgreichen Heimspielen am 6. Spieltag der Deutschen Wasserball Liga zur SpVg Laatzen in die Region Hannover. Spielbeginn beim Aufsteiger im neu eröffneten Aqualaatzium ist am Samstag um 16 Uhr.

Nach den ungefährdeten und souveränen Heimsiegen gegen Köln und Duisburg möchte der SSV Esslingen auch bei der SpVg Laatzen als Sieger aus dem Becken steigen. Matthias Thoma und Novak Zugic haben ihre Sperren abgesessen und sind gegen den niedersächsischen Aufsteiger wieder spielberechtigt, womit sich die angespannte Personalsituation nach und nach löst. SSVE-Trainer Davorin Golubic: „Nach zwei wirklich guten Spielen fahren wir optimistisch nach Laatzen. Dort erwartet uns ein ungewohnt kleines Becken, aber ich hoffe, dass das für mein junges Team kein allzu großes Problem sein wird. Wer am Samstag spielen wird, weiß ich noch nicht, aber ich erwarte von meinen Spielern eine kämpferische und clevere Leistung. Wenn wir unser Potential abrufen können, werden wir uns zufrieden auf die Heimfahrt machen können.

Die noch punktlosen Niedersachsen feierten im Juli den erstmaligen Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Beim Aufstiegsturnier in Brandenburg schlugen sie den ehemaligen DWL-Club SGW Brandenburg in einer dramatischen Partie mit 15:14 und machten mit einem 11:9-Sieg über Südvertreter Fulda den Aufstieg perfekt. Gegen Mitaufsteiger Köln gab es dann eine bedeutungslose 5:8-Niederlage. Das junge Team aus der Nähe der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover hat sich den Klassenverbleib auf die Fahnen geschrieben und schon nach den ersten Partien stecken sie mit 0:10-Punkten im Abstiegskampf. Daher müssen die Esslinger Wasserballer konzentriert und motiviert an die Aufgabe herangehen, denn ein Punktverlust könnte am Ende schmerzlich sein im Kampf um eine gute Ausgangsposition für den weiteren Saisonverlauf. Im Hinblick auf das Lokalderby eine Woche später gegen den SV Cannstatt wäre es natürlich auch kein Fehler, auswärts noch einmal Selbstvertrauen zu tanken.


01.12.11

Beendet SV Cannstatt seine schwarze Serie?

Stuttgarter auswärts gegen Duisburg 98

von Uwe Umbach

Beendet der SV Cannstatt am kommenden Samstag (18.00 Uhr, Schwimmstadion Duisburg) seine schwarze Serie gegen den Duisburger SV 98? Seit dem gemeinsamen Aufstieg ins Wasserball-Oberhaus 2009 konnten die Schwaben kein Spiel mehr gewinnen. Alle Partien waren eng und spannend - am Ende stand der SVC aber immer mit leeren Händen da.

Klar, das würden wir gerne ändern“, lacht SVC-Coach Andras Feher. Aber danach vergeht ihm das Lachen. Mit Kieran James (Grippe), Christian Schubert (Wirbelsäulenblockade) und Torwart Florian Pirzer (Dienstreise) haben drei Stammspieler unter der Woche gefehlt. Außerdem droht Lennart Löscher (Magen-Darm-Virus) auszufallen. Dazu noch eine Schrecksekunde am Dienstag: Kapitän Milosav Aleksic wurde angefahren, blieb aber ohne große Blessuren.

Das sind schlechte Vorzeichen. Aber wir müssen uns zusammenreißen,“ feuert Feher seine Mannschaft an. Die Duisburger sind erfahren und spielen auch schon einige Jahre in dieser Besetzung. Man darf gespannt sein, ob die bessere Jugend-Mannschaft des SVC da den richtigen Hebel findet um zum ersten Mal wenigstens ein Pünktchen von der Wedau an den Neckar zu bringen?

Anschauungsunterricht könnten sich die Cannstatter direkt davor holen. Denn um 16.00 Uhr steigt in Duisburg das Top-Spiel zwischen Meister Spandau 04 und Vizemeister ASC Duisburg. Doch Feher hat nur das Spiel seiner Mannschaft gegen Duisburg 98 im Blick: „Auch wenn das sicher sehr interessant wäre, nach maximal zwei Vierteln gehen wir. Wir müssen uns voll auf unser eigenes Spiel konzentrieren.


30.11.11

SV Cannstatt behält weiße Weste

19:11-Sieg in Laatzen / Schon dritte Auszeichnung für van der Bosch 

von Uwe Umbach

Der SV Cannstatt bleibt Tabellenführer in der B-Gruppe der Wasserball-Bundesliga. Mit einem 19:11 (5:3; 5:2; 4:1; 5:5) Sieg beim Aufsteiger SpVg Laatzen bewahrten die Cannstatter (8:0 Punkte) als einzige Mannschaft der „unteren Gruppe“ ihre weiße Weste. Die nächsten Verfolger aus Esslingen und Neukölln haben beide schon drei Minuspunkte auf dem Konto. Allerdings hat der SVC wegen der Absage in Magdeburg auch ein Spiel weniger auf dem Konto.

Die Schwaben ließen sich auch von dem ungewohnt kleinen Becken der Stadt an der Leine nicht irritieren. Sie begannen konzentriert und setzten sich auch gegen die aggressive Spielweise des Aufsteigers durch. Gerade die Spielweise der Mannschaft aus dem Süden der Region Hannover zeigte allerdings, dass Laatzen nicht kampflos aufgeben wollte und trotz des deutlichen Rückstands im Schlußviertel jede Möglichkeit noch nutzte. Das nötigte auch Cannstatts Trainer Andras Feher Respekt ab: „In Laatzen hat man gesehen, dass diese Saison die Mannschaften enger zusammengerückt sind.

Allerdings hatte seine Mannschaft das Heft im Aqualaatzium trotzdem in der Hand. Feher: „Wir haben sehr konzentriert begonnen und das Spiel sehr gut im Griff.“ Kontinuierlich wuchs der Vorsprung der Schwaben bis zum Anfang des vierten Abschnitts auf 17:7 an. Da bei den Cannstattern am Ende einige Stammspieler mit drei persönlichen Fehlern belastet waren, machte Feher aus der Not eine Tugend und gab dem Nachwuchs Einsatzzeiten. Der B-Jugendliche Lennart Löscher – Sohn des ehemaligen SVC-Bundesliga-Centers Frank Löscher - bedankte sich mit dem ersten Bundesliga-Treffer, der sechs Sekunden vor dem Abpfiff zugleich den Schlusspunkt unter die Partie setzte.

Trotz des deutlichen Erfolgs kritisierte Feher aber Unaufmerksamkeiten in der Abwehr. „Gegen die starken Mannschaften muss das besser werden“, fordert der Ungar. Und für große Übungen bleibt den Schwaben keine Zeit mehr. Mit dem Duisburger SV 98 und dem Derby gegen den SSV Esslingen warten noch vor Weihnachten ganz dicke Brocken auf den SVC. „Jetzt kommen die Hammer-Aufgaben,“ erwartet Feher.

In Laatzen freute er sich zuerst aber noch über die Leistung von Timo van der Bosch (17). Der siebenfache Torschütze wurde zum „Spieler des Tages“ gewählt – zum dritten Mal im vierten SVC-Saisonspiel. Zeigt die Leistungskurve des Abiturienten weiter nach oben, kommt Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) kaum noch an dem gebürtigen Heidelberger vorbei.

Tore SVC: van der Bosch (7), Radojevic, Aleksic (je 3), Vorpahl (2), Thran, Schubert, Zühl, Löscher.


30.11.11

SSV Esslingen in Spiellaune

Verdientes 16:11 gegen Duisburg / Glaser-Comeback mit fünf Toren

von Axel Hänchen

Esslingen – Der SSV Esslingen hat einen wichtigen Schritt für das Erreichen der Qualifikationsspiele um die PlayOff-Teilnahme gemacht und überraschend klar mit 16:11 (3:1, 6:3, 3:3, 4:4) gegen Mitkonkurrent Duisburg 98 gewonnen.

Vor der Partie war von einer Standortbestimmung die Rede, von einem sogenannten Vier-Punkte-Spiel gegen einen direkten Konkurrenten um die wichtigen Plätze 1-4 der B-Gruppe. Entsprechend motiviert legten die Esslinger Wasserballer los und dominierten vor allem in der ersten Spielhälfte ihren Gegner aus Duisburg. Das junge Team mit einem Durchschnittsalter von 19,5 Jahren wusste mit schnellen Spielzügen zu gefallen, erzielte schön herausgespielte Tore und konnte so die ca. 200 Zuschauer regelrecht mitreißen, die dem Spiel eine tolle Atmosphäre bescherten. Mannschaftskapitän Robert Roth: „Das war stark, eine kämpferisch wirklich wieder tolle Leistung. Wir können heute hochzufrieden sein, mal von drei Minuten im letzten Viertel abgesehen, wo wir etwas die Konzentration verloren haben. Neben dem Sieg ist aber vor allem wichtig, dass eine Steigerung im Vergleich zu den letzten Spielen zu sehen war.“ Die Souveränität über die Spieldauer erklärt Centerverteidiger Mike Troll: „Wir haben von Anfang an im Wasser gemerkt, dass wir heute die bessere Mannschaft sein werden und das auch gezeigt.

Wenn man auch wirklich von einer tollen ersten Esslinger Hälfte sprechen kann, die ersten Minuten erinnerten doch stark an den nervösen Beginn vor einer Woche an selber Stelle gegen Köln. Klare Torchancen wurden nicht genutzt, zwei Überzahlsituationen ausgelassen und so waren es die Gäste, die nach knapp vier Minuten durch einen abgefälschten Schuss des vierfachen Torschützen Lars Standke in Führung gingen. Doch dann nahm Esslingens Routinier Michael Müller das Heft in die Hand und brachte sein Team mit einem Doppelpack in Führung. Mike Troll traf noch vor der ersten Pause zum 3:1. Im zweiten Viertel ließ sich dann auch die optische Überlegenheit am Ergebnis ablesen. In Überzahl erzielte Hannes Glaser nach überstandener Schulterverletzung in seinem ersten offiziellen Spiel für den SSVE nach seiner Rückkehr das 4:1, Hannes Rothfuß und Michael Müller bauten die Führung bei einem Gegentreffer auf 6:2 in der elften Spielminute aus. Die Westdeutschen kamen zwar noch einmal auf zwei Tore heran, doch Hannes Glaser, Mike Troll und der erneute „Spieler des Tages“ Hannes Rothfuß sorgten für eine beruhigende 9:4-Halbzeitführung.

SSVE-Trainer Davorin Golubic gratulierte seiner Mannschaft zum Sieg und der guten Leistung: „Wir haben das Spiel immer unter Kontrolle gehabt. In einigen Situationen haben wir wieder zu überhastet agiert, dadurch Fehler gemacht und von einem erfahrenen Gegner gleich Tore kassiert. Da müssen wir noch an uns arbeiten, denn die elf Gegentore sind schon etwas zu viel.“ Sieben dieser elf Gegentreffer fielen in der zweiten Hälfte. Zunächst zog der SSVE auf 12:5 davon, doch die angesprochenen Unkonzentriertheiten gaben Duisburg immer wieder die Möglichkeit, einfache Tore zu erzielen. Mit einer 12:7-Führung gingen die Hausherren ins letzte Viertel und ließen die Gäste aufgrund der von Kapitän Robert Roth eingangs angesprochenen „drei Minuten“ noch einmal auf 13:11 herankommen. Hannes Glaser machte mit seinem fünften Treffer knapp zwei Minuten vor Spielende den sprichwörtlichen Sack zu und zeigte mit seiner Leistung gleich im ersten Einsatz sein Potential für das Esslinger Spiel. Valentin Finkes, am Vormittag auf der alljährlichen SSVE-Mitgliederehrung noch zum Sportler des Jahres gekürt, und mit dem Schlusspfiff der jüngste Esslinger Spieler Jannis Niemann in seinem ersten DWL-Einsatz sorgten mit ihren Treffern zum 16:11-Endstand dafür, dass das Ergebnis wieder dem Spielverlauf entsprach.

Nach diesem in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten Heimsieg steht für die Esslinger Wasserballer am kommenden Wochenende wieder eine Auswärtspartie auf dem Programm. Bei Aufsteiger SpVg Laatzen soll der dritte Sieg in Folge gelandet werden, zumal Matthias Thoma und Novak Zugic ihre Sperren abgesessen haben und wieder einsatzbereit sein werden und sich so die Personalsituation beim SSVE langsam etwas entspannt.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: Marco Watzlawik (Torwart), Jannis Niemann (1 Tor), Hannes Rothfuß (2), Hannes Buchholz, Valentin Finkes (2), Mike Troll (2), Robert Roth (1), Michael Müller (3), Lars Blankenhorn, Hannes Glaser (5), Lars Hechler, Jan Glaser und Moritz Baum (Torwart).


25.11.11

SSV Esslingen vor wichtiger Standortbestimmung

Heimpartie gegen Duisburg 98 / Spielerdecke wird noch dünner

von Axel Hänchen

Esslingen – Nach dem eher leichten Heimauftakt des SSV Esslingen vergangenen Samstag gegen Köln wartet nun in einem weiteren Heimspiel eine erste eventuell richtungsweisende Partie: mit dem SV Duisburg 98 ist ein direkter Konkurrent im Kampf um die wichtigen Plätze 1-4 für die Qualifikationsspiele zu Gast im Untertürkheimer Inselbad (Samstag, 16 Uhr).

Die viertplatzierten Esslinger Wasserballer (5:3 Punkte) treffen auf die fünfplatzierten Duisburger (4:4). Und eben jener vierte Platz ist mindestens notwendig, um die Qualifikation um die PlayOff-Teilnahme zu erreichen, was erklärtes Ziel der beiden Kontrahenten ist. Der SSVE möchte nach der gelungenen Heimpremiere gegen Köln gegen ein weiteres westdeutsches Team nachlegen. Doch die Duisburger sind ein anderes Kaliber und die angespannte Personalsituation wird es der jungen Esslinger Mannschaft nicht gerade einfacher machen: neben dem gesperrten Matthias Thoma und dem verletzten Tim Hornuf werden im Gegensatz zum Köln-Spiel nun auch noch der gesperrte Novak Zugic, der beruflich in Paris weilende Robert Berghoff und aller Voraussicht nach auch der der erkrankte Robin Finkes fehlen. Hannes Glaser trainiert dagegen seit dieser Woche wieder und könnte am Samstag eventuell erstmals in dieser Saison zum Einsatz kommen. SSVE-Trainer Davorin Golubic blickt aufgrund der Ausfälle sorgenvoll auf die Partie: „Mit all unseren personellen Problemen wird das ein sehr schweres Spiel gegen Duisburg. Aber wir werden natürlich alles versuchen, um die zwei Punkte bei uns zu behalten.

Anfang Oktober trafen die beiden Mannschaften im Rahmen eines Vorbereitungsturniers in Duisburg bereits schon einmal aufeinander. Damals überrollten die Westdeutschen die Esslinger im ersten Viertel mit 5:1, allerdings kämpften diese sich mehrmals auf ein Tor heran, zogen am Ende aber dann doch mit 10:14-Toren den Kürzeren. Quervergleiche zu ziehen ist immer schwierig, aber dass sich im Inselbad zwei Teams auf Augenhöhe begegnen werden, zeigen die bisherigen Ergebnisse: Duisburg spielte gegen Magdeburg Unentschieden, Esslingen gewann dagegen in Magdeburg. Die Esslinger verloren in Krefeld, wo die Duisburger wiederum ein Unentschieden erkämpften. Für Spannung dürfte am Samstag ab 16 Uhr also gesorgt sein.


25.11.11

SV Cannstatt bei Aufsteiger Laatzen

von Uwe Umbach

Eigentlich müssten die Rollen am kommenden Samstag beim Gastspiel des SV Cannstatt beim Wasserball-Bundesliga-Aufsteiger SpVg Laatzen (18.00 Uhr, Hallenbad aquaLaatzium) klar verteilt sein. Der SV Cannstatt (6:0 Punkte) ist noch ohne Verlustpunkt, während der Aufsteiger aus Niedersachsen noch keinen Zähler verbuchen konnte (0:8).

Aber SVC-Coach Andras Feher glaubt nicht an einen Selbstläufer: „Auswärts ist es immer schwer“, erklärt der gebürtige Ungar, zumal die Laatzener mit Sondergenehmigung auf einem ungewohnt kleinen Spielfeld antreten: Glatte 5m in der Länge und 2,5 m in der Breite fehlen zur Norm. „Das werden sicher einige Spielzüge nicht funktionieren“, erwartet Feher. Aber als Ausrede für ein schlechtes Ergebnis will er das dann doch nicht gelten lassen und setzt die Meßlatte: „Wenn wir Ansprüche nach oben haben, müssen wir gewinnen.

Die Cannstatter haben ausgesprochen durchwachsene Erinnerungen an Gastgeber von der Leine: 2009, beim Bundesliga-Aufstiegsturnier, bezwangen die Schwaben den damaligen Nord-Meister mit 10:4 deutlich. Doch beim Aufeinandertreffen im Pokal in der kleinen Laatzener Halle setzte es eine 5:7 Niederlage.

Feher hofft derweil, dass die Nachwuchsspieler Johannes Christoph und Julian Thran nach Grippeerkrankungen wieder rechtzeitig fit werden. Außerdem steht noch ein Fragezeichen hinter dem britischen Nationalspieler Ciaran James, der derzeit an einem Trainingslager der englischen Nationalmannschaft in Holland teilnimmt und der zuletzt an Schulterproblemen laborierte.


20.11.11

Stark gekämpft aber am Ende nicht belohnt

DSV 98 unterliegt der SG Neukölln mit 6:8

von Susanne Becker

Gegen die SG Neukölln konnte sich das Team von Trainer Carsten Jocks heute nicht durchsetzen. In einem weitgehend knappen Spiel unterlag der DSV 98 am Ende 6:8.

Die vom Hallensprecher als "Das Team 2012" angekündigten Berliner genossen hierbei auch die Brisanz der Begegnung, in der die beiden Standke-Brüder erstmalig gegeneinander antraten: Jens Standke (Purzel) wechselte bekanntlich studienbedingt Anfang der Saison zu den Berlinern und wurde dort als 'begnadeter Linkshänder' herzlich begrüßt, während 'der starke Allrounder' Lars Standke weiterhin für die 98'er in Wasser steigt.

Nachdem der DSV 98 frühzeitig durch „seinen“ Standke in Führung gehen konnte, sahen die mitgereisten Anhänger der 98'er ein weitgehend spannendes Spiel, in dem es dem DSV am Ende leider nicht oft genug gelang, die zahlreich erarbeiteten Chancen in messbare Erfolge umzuwandeln. Entscheidend für den Ausgang der Begegnung war der dritte Spielabschnitt, in dem sich die Hausherren mit drei Treffern auf 8:5 absetzen konnten.

Die kämpferische Leistung der Duisburger im letzten Viertel wurde nicht mehr belohnt. Zahlreiche Chancen, zumindest noch den Ausgleich zu erzielen, blieben ungenutzt. Angesichts der starken Defensivleistung, mit der die Neuköllner in eigener Halle bei nur acht Toren gehalten werden konnten, wäre in dieser Partie mit ein wenig mehr Glück auf Seiten des DSV 98 auch ein, wenn nicht sogar zwei Punkte im Bereich des Möglichen gewesen.

Nun gilt es, sich konzentriert auf die nächste schwere Auswärtsbegegnung am kommenden Samstag beim SSV Esslingen vorzubereiten und zwei Punkte aus Süddeutschland zu entführen.

SG Neukölln - DSV 98: 8:6 (3:3, 2:1, 3:1, 0:1

Duisburg 98: Paul Constantin – Sven Wies, Felix Grade, Raul Diakon (2), Lars Standke (1), Wojciech Leszek, Andreas Jürgens (2), Jan Janzen, Florian Sons, Michael Werner (1), Sven Wies, Jan Bilstein, Roland Golla. Carsten Jocks


20.11.11

Thermenwelt steht Kopf

SV Weiden mit Drei-Punkte-Wochenende

(prg)

Viel besser konnte das Wochende gar nicht enden für die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden. Nach dem 8:8 Remis am Samstag gegen Waspo Hannover folgte ein überzeugender 12:9 Sieg am Sonntag gegen SV Bayer Uerdingen. Ein fast perfektes Wochenende für die Oberpfälzer, die offenbar immer besser ins Spiel finden. Beide Gegner an diesem Wochenende gelten als sehr spielstark und zählen definitiv zu den Favoriten im Kampf um die begehrten Plätze drei und vier der Deutschen Wasserball-Liga, die den direkten Einzug in die Halbfinalrunde garantieren. Während Bayer gleich zwei Niederlagen aus dem Bayern-Trip ins Gepäck nahm (6:7 Niederlage beim SV Würzburg 05 am Samstag), konnten die Hannoveraner drei Punkte nach Niedersachsen mitnehmen, nachdem sie die Würzburger klar mit 12:7 am Sonntag schlugen. Damit steht das Waspo Team auf dem vierten und die Weidener auf dem fünften Tabellenrang.

Das Samstagsspiel begann vielversprechend für SV-ler, die nach zwei Überzahlen 2:0 in Führung gingen und selbst zwei Unterzahlen verteidigten. Eine konsequente und entschlossene Verteidigung brachte die wichtige 2:0 Führung zur ersten Viertelpause. Durch einen Strafwurf verkürzten die Gäste aus Hannover, bevor die Weidener ihre nächste Gelegenheit in Überzahl vergaben und selbst den Ausgleichstreffer der Gäste zuließen. Doch in der letzten Überzahl des Viertels machten es die Hausherren besser und der überragende Sean King traf zum 3:2 Halbzeitstand. Im dritten Viertel hätten die Max-Reger-Städter eine Vorentscheidung erzielen können, nachdem sie schon 6:2 führten, doch die Waspo-Schützlinge gaben nicht auf, erarbeiteten sich zwei Wasserverweise gegen den SV und nutzten beide zum 6:4 Zwischenstand vor dem letzten Spielabschnitt. Das letzte Viertel war geprägt durch vergebene Chancen auf beiden Seiten, die Weidener konnten zwar noch auf 7:4 erhöhen, standen noch knapp drei Minuten vor Spielende mit 8:7 in Führung und hatten in Überzahl die Chance, den Sack zuzumachen, doch die Gäste verteidigten clever und es kam, wie es kommen musste, mit einem glücklichen Treffer erzielte Bence Töth den 8:8 Ausgleich für die Gäste. Auch die letzte Chance, wieder in Überzahl, wurde vergeben und die Weidener mussten sich am Ende mit einem Punkt zufrieden geben. Schade für die Weidener, die jedoch die Geduld und den Kampfgeist der Gäste anerkennen müssen.

Das Sonntagsspiel begann dagegen nicht so gut. Eine schnelle Unterzahl wurde sofort durch Routinier Tim Wohltan verwandelt und der SVW geriet noch in der ersten Minute in Rückstand. Eine Hinausstellung und ein unglücklich entstandener Strafwurffehler des Ex-Weidener Bartek Luczak brachte die Chance zum Ausgleich, die Serkan Dogdu eiskalt nutzte. Zwei starke Angriffe konnten in Folge mit Treffern von Dogdu und Alex Schäfer gekrönt werden und brachten den 3:1 Zwischenstand. Doch die Werkssieben zeigte sich wieder treffsicher in Überzahl, erneut traf Kapitän Wohltan und verkürzte auf 3:2, ehe Sean King in Überzahl auf 4:2 erhöhte. Noch zwei Ausschlüsse auf Weidener Seite konnten durch engagierte Verteidigungsarbeit entschärft werden, während man selbst noch eine Überzahl ausließ, gingen die Teams mit 4:2 in die erste Pause. Sven Luczak bewies seine exzellente Schusstechnik und erhöhte schnell auf 5:2 zu Beginn des neuen Abschnittes, doch der Torschützenkönig der letzten zwei Bundesligajahre, Lazar Kilibarte, verkürzte nach einer Soloaktion auf 5:3. Im weiterem Spielverlauf des zweiten Viertels passierten vielleicht vorentscheidende Szenen in diesem Spiel. Tim Wohltan kassierte während dieser Zeit seinen dritten persönlichen Fehler und musste zwölf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff vorzeitig duschen gehen. Die Weidener nutzten ihre Chancen und gingen durch die Treffer von Alexander Fritzsch, Sean Ryder (2) und Hans-Christoph Aigner eine Sekunde vor der Halbzeitpause mit 9:5 in Front. Die stärkste Phase des Weidener Spiels folgte jedoch im Viertel drei. Sean Ryder traf zum 10:5, dann verteidigten die Oberpfälzer zwei Unterzahlen bevor Sean King zum 11:5 traf. Das von Kilibarda erzielte Tor nach Ausschluss von Sven Luczak verunsicherte die Hausherren nicht wirklich. Der zweimalige „Spielers des Tages“ Sean King bewies in der letzten Sekunde des Viertels seine Wurfqualitäten und traf aus 15 Metern genau ins Dreieck zum 12:6 Zwischenstand vor dem letzten Abschnitt. Teilweise sehr kontrolliert, teilweise ein wenig zu leichtsinnig gestalteten die SV-ler ihre Angriffe im letzten Viertel. Es war nicht mehr leicht, die nötige Spannung zu halten, die Spieler verloren teilweise ihre Linie und kassierten noch drei Tore, um am Ende dennoch ungefährdet mit 12:9 Toren das Spiel unter Dach und Fach zu bringen. Ein verdienter Sieg, mit dem die 3:1 Punktebilanz des Wochenendes vielleicht sogar die Erwartungen übertraf.

Wir steigern uns von Spiel zu Spiel und das ist für mich alles was zählt. Gegen Hannover fehlte uns am Ende das Quäntchen Glück, das wir dann am Sonntag doch noch bekamen. Die Mannschaft hat sich die drei Punkte verdient, auch wenn wir den Sieg am Samstag eigentlich schon fast in der Hand hatten. Ich bin mit der Ausbeute zufrieden,“ bilanziert Trainer Irek Luczak das gelungene Wochenende in der Thermenwelt.

Jetzt folgen zwei Wochen Pause, ehe am 3. Dezember eine Reise nach Würzburg ansteht. Ein Fanbus wird für alle, die mitfahren möchten, zur Verfügung gestellt. Anmeldungen werden gerne von der Wasserballabteilung entgegengenommen.

SV Weiden – SG W98/Waspo Hannover: 8:8 (2:0, 2:1, 3:2, 2:4)

SV Weiden: Vladimir Srajer, Thomas Aigner (1 Tor), Stefan Kick, Sven Luczak, Alexander Fritzsch, Alex Schäfer, Johannes Kellner, Sean King (4), Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Sean Ryder (2), Jakob Ströll (1). Trainer Irek Luczak, Betreuer Bernhard Müller

Spieler des Tages“: Sean King (Weiden)

SV Weiden – SV Bayer 08 Uerdingen: 12:9 (4:2, 5:3, 3:1, 0:3)

SV Weiden: Vladimir Srajer, Thomas Aigner, Stefan Kick, Sven Luczak (1), Alexander Fritzsch (1), Alex Schäfer (1), Hans-Christoph Aigner (1), Sean King (4), Serkan Dogdu (2), Andreas Jahn, Sean Ryder (2), Jakob Ströll. Trainer Irek Luczak, Betreuer Bernhard Müller

Spieler des Tages“: Sean King (Weiden)


20.11.11

SSV Esslingen mit deutlichem Sieg

16:6-Erfolg über Köln bei  Heimpremiere

von Axel Hänchen

Esslingen – Der SSV Esslingen hat bei seiner Heimpremiere der Bundesliga-Saison 2011/2012 den erwarteten Sieg eingefahren. Nach etwas nervösem Beginn stand am Ende ein klarer 16:6 (2:1, 3:1, 4:0, 7:4)-Sieg gegen Aufsteiger SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln zu Buche.

Auch wenn noch nicht alles rund lief beim ersten Auftritt der Esslinger Wasserballer vor den eigenen Fans, so waren die ca. 200 Zuschauer am Ende doch zufrieden mit ihrem jungen Team. SSVE-Trainer Davorin Golubic wunderte sich gar nicht so sehr über den etwas holprigen Start in die Partie: „Das war das erste Heimspiel und das erste Mal sind wir als Favorit ins Wasser gesprungen. Daher war etwas Nervosität zu spüren. Die kämpferische Einstellung und die Arbeit in der Verteidigung waren gut, aber im Angriff waren wir zu nervös und wollten oft zu schnell alles zeigen, was wir können. Im Laufe des Spiels sind wir dann aber ruhiger geworden und hatten alles im Griff, was auch an unserer körperlichen Überlegenheit zu sehen war.

Der angesprochene nervöse Beginn war geprägt von einer Reihe von ausgelassenen Chancen auf Esslinger Seite. Die Gäste gingen in der 4. Spielminute sogar durch ihren dreifachen Torschützen Jakob Wilhelm Otten mit 1:0 in Führung, doch nur 15 Sekunden später war es der ebenfalls drei Mal erfolgreiche Michael Müller auf Esslinger Seite, der umgehend den Ausgleich erzielen konnte. Der SSVE ließ weitere gute Chancen liegen, bis schließlich Hannes Rothfuß eine Überzahlchance zur Führung nutzte. Nach der ersten Viertelpause lief es dann besser und bis zur Halbzeit konnten die Gastgeber ihre Führung durch Treffer von Mannschaftskapitän Robert Roth, Mike Troll und Hannes Rothfuß bei einem Kölner Gegentreffer auf 5:2 ausbauen. Das dritte Viertel begann mit einem Rückschlag, als Nachwuchscenter Novak Zugic wegen „ungebührlichen Benehmens“ des Wassers verwiesen wurde und so für das nächste Spiel gesperrt sein wird. Erst ab der Hälfte des dritten Viertels platzte der Knoten dann endgültig und der SSVE bog durch Treffer von Valentin Finkes, Hannes Rothfuß, Michael Müller und Robert Roth endgültig auf die Siegerstraße ein. Der letzte Spielabschnitt gestaltete sich dann ereignisreicher als die drei Viertel zuvor. Hannes Rothfuß erzielte das vierte seiner fünf Tore und nicht zuletzt wegen seiner Treffsicherheit wurde der 21jährige bereits zum dritten Mal in dieser Saison zum „Spieler des Tages“ gekürt. Valentin Finkes traf nach einer Auszeit in Überzahl zum 11:2 und erneut Hannes Rothfuß zum 12:2. In den verbleibenden knapp fünf Spielminuten ließ dann in der Esslinger Abwehr etwas die Konzentration nach und so fing man sich unnötige Gegentreffer ein. Noch einmal Michael Müller, der mittlerweile in Paris arbeitende und daher wohl bei einem seiner seltenen Einsätze spielende Robert Berghoff, Jan Glaser und mit dem Schlusspfiff mit seiner dritten Treffer der erst 16jährige Valentin Finkes stellten den 16:6-Endstand her.

Gute Ansätze und einige schöne Spielzüge sowie über weite Strecken eine gute Abwehrarbeit lassen für die Zukunft hoffen. Allerdings wird schon nächste Woche beim Heimspiel gegen das erfahrene Team des SV Duisburg 98 (16 Uhr, Inselbad Untertürkheim) eine Steigerung notwendig sein, um auch diese Punkte am Neckar zu behalten.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: Marco Watzlawik (Torwart, 1.-16. Minute), Novak Zugic, Hannes Rothfuß (5 Tore), Robert Berghoff (1), Valentin Finkes (3), Mike Troll (1), Robert Roth (2), Michael Müller (3), Lars Blankenhorn, Lars Hechler, Robin Finkes, Jan Glaser (1) und Moritz Baum (Torwart, 17.-32. Minute).


17.11.11

Zwei harte Brocken in der Thermenwelt

SV Weiden vor schweren Heimaufgaben

(prg)

Nach dem verpatzen Start im Heimspiel gegen Potsdam (7:10) folgte eine Steigerung bei Wedding Berlin mit dem - aus Sicht der Hauptstädter - glücklichen 9:9 Unentschieden. Jetzt warten zwei sehr schwere Aufgaben auf die Oberpfälzer Bundesligawasserballer vom Schwimmverein Weiden und das Team will den Aufwärtstrend der letzten Woche aufrecht erhalten.  Am kommenden Samstag (Anpfiff um 18,00 Uhr) gastiert der Bronzemedaillegewinner der letzten Saison und Euroleague-Teilnehmer SG Waspo Hannover in der Weidener Thermenwelt. Am Sonntag (10,30 Uhr) gibt sich der verstärkte Traditionsverein SV Bayer 08 Uerdingen die Ehre. Beide Teams absolvieren eine „Bayerntour“, Uerdingen spielt am Samstag beim SV Würzburg und Hannover reist am Sonntag direkt aus Weiden zu den Mainfranken.

Gegen die Hannoveraner konnten die Weidener in der jüngsten Vergangenheit fast immer eine solide Leistung abrufen und begegneten den Niedersachsen meist auf gleicher Augenhöhe. Doch die Schützlinge von Trainer Karten Seehafer scheinen den Abgang des starken japanischen Nationalspieler Shiota mit adäquaten Neuverpflichtungen kompensiert zu haben. Das Waspo-Team machte im Europäischen Wettbewerb eine gute Figur und begann die Saison mit einem Kantersieg beim SC Wedding. Die aktuelle Tabellensituation täuscht, denn die letzten beiden Spiele mussten die Hannoveraner gegen die Meisterkandidaten Spandau Berlin und ASC Duisburg absolvieren und die erwarteten Niederlagen hinnehmen. Die Oberpfälzer begegnen dem Gegner mit Respekt, dennoch wollen sie ihren Heimvorteil in die Waagschalle werfen und mit einem guten Spiel eine Überraschung versuchen.

Der Sonntagsgegner der SV-ler, Bayer 08 Uerdingen, erscheint von der Papierform her als der leichtere Gegner, auch konnten die Weidener beide Rundenspiele der letzten Saison relativ klar für sich entscheiden. Allerdings legten sich die Krefelder während der Transferzeit in punkto Verstärkungen mächtig ins Zeug. Mit Lazar Kilibarda (WU Magdeburg) konnte der Torschützenkönig der vergangenen zwei Bundesligajahre unter Vertrag genommen werden. Mit dem Serben wechselten zwei weitere Magdeburger an den Rain, Michael Knobloch und Milos Sekulic. Der neuer Trainer der Werkssieben Rainer Hoppe holte zusammen mit Abteilungsleiter Jens Goldbaum kurz vor Transferschluss auch noch den englischen Nationalspieler Jake Vincent zur Verstärkung der Defensive und obendrein noch Nachwuchstalent Ulf Ranta vom Lokalrivalen ASC Duisburg. Neben der Begegnung der britischen Spieler (SV Weiden spielt mit Sean King und Sean Ryder), kommt es wieder zur Vater-Sohn-Begegnung in der Thermenwelt. Bartek Luczak, Sohn des SV-Trainers und ein Weidener Gewächs, wird es sich natürlich nicht nehmen lassen, an alter Wirkungsstätte aufzulaufen: „Es ist für mich immer eine Freude und eine Ehre in Weiden Bundesligawasserballl zu spielen, alte Freunde zu treffen und natürlich mein Elternhaus zu besuchen, ich freue mich sehr drauf und hoffe auf ein schönes und spannendes Wasserballspiel. Die Atmosphäre in der Thermenwelt ist einmalig und ich möchte es wieder genießen,“ sagt der Wahlkrefelder zum Spiel in Weiden.

Die Krefelder patzten ähnlich wie die Weidener beim Start gegen den OSC Potsdam zuhause (7:8), rehabilitierten sich jedoch mit einem 15:5 Kantersieg gegen den SC Wedding und einem Achtungserfolg (8:11 Niederlage) gegen den Meisterschaftsaspiranten ASC Duisburg) und gehen damit gestärkt ihren Bayerntrip an. Die Weidener sind gewarnt und werden die Krefelder sicherlich nicht unterschätzen. „Die sind personell bestens aufgestellt und sehr schwer zu kontrollieren, ihre Sturmreihen sind brandgefährlich. Wir müssen seht vorsichtig agieren und unsere Chancen konsequent nutzen, nur dann haben wir eine Chance,“ sieht Trainer Luczak nüchtern aber auch vorsichtig optimistisch der  Partie entgegen. „Wir haben uns das Halbfinale als Ziel gesetzt, da müssen wir unsere Heimspiel gewinnen und das soll immer unser Ziel sein,“ fügt er hinzu.

Die voraussichtliche Aufstellung für das Wochenende: Vladimir Srajer im Tor, Thomas Aigner, Stefan Kick, Sven Luczak (Johannes Kellner), Alexander Fritzsch, Jakob Ströll (am Samstag)/Hans-Christoph Aigner (am Sonntag), Sean Ryder, Sean King, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold, Alex Schäfer und Michael Trottmann


17.11.11

SSV Esslingen mit erstem Heimspiel

Aufsteiger Köln zu Gast / Verletztenmisere verschärft

von Axel Hänchen

Esslingen – Der SSV Esslingen hat nach einem Pokal- und drei Ligaauswärtsspielen erstmals in der neuen Saison Heimrecht. Gegner am Samstag um 16 Uhr im Untertürkheimer Inselbad ist Liganeuling SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln.

Die Freude über das erste Heimspiel nach ziemlich genau sieben Monaten ist den Esslinger Bundesligawasserballern anzumerken - allerdings ist sie aufgrund der derzeitig schwierigen Situation nicht ungetrübt: neben den Verletzten Hannes Glaser und Tim Hornuf wird auch der gesperrte Matthias Thoma fehlen. Die Einsätze des ebenfalls angeschlagenen Mannschaftskapitäns Robert Roth sowie des Torhüters Marco Watzlawik sind noch unsicher. Positiv dagegen die Nachricht, dass Lars Blankenhorn nicht gesperrt wurde und am Samstag gegen Köln also dabei sein kann. Trotz der langen Ausfallliste sieht SSVE-Trainer Davorin Golubic sein Team gegen den Aufsteiger in der Favoritenrolle: „Endlich haben wir wieder ein Heimspiel. Der Saisonbeginn war nicht schlecht, 3:3 Punkte auswärts sind okay und jetzt sind wir der Favorit. Ich hoffe, dass wir trotz der Schwächungen unseren Fans eine gute und kämpferische Partie zeigen werden. Ich bin optimistisch, dass wir am Samstagabend zufrieden sein können.

Allerdings darf nicht erwartet werden, dass die Partie unter diesen Voraussetzungen ein Selbstläufer werden wird. Beim Vorbereitungsturnier in Duisburg Anfang Oktober behielt der SSVE mit 12:6 zwar klar die Oberhand, jedoch fehlten auf beiden Seiten einige Spieler. Fehlen wird den Kölnern in jedem Fall einer ihrer besten, denn mit dem langjährigen Ex-Duisburger Vlad Kapsa ist ein äußerst erfahrener Kölner für die Partie im Inselbad gesperrt.

Zum Heimauftakt lädt der SSV Esslingen alle Zuschauer ein, der Eintritt zur ersten Bundesligapartie der neuen Saison ist frei.


16.11.11

DWL-Partie in Magdeburg abgesagt

von Uwe Umbach

Wegen der Erkrankung von sechs Stammspielern hat der Gegner des SV Cannstatt am kommenden Wochenende, WU Magdeburg, beim Rundenleiter der Deutschen Wasserball-Liga die Verlegung der Begegnung gegen den SV Cannstatt beantragt (bisheriger Spieltermin: 19.11.11 - 18.00 Uhr - Dynamo-Halle Magdeburg). Die Spielverlegung wurde von Rundenleiter Bernt Jacobs (Hamburg) genehmigt, ein neuer Termin steht aber noch nicht fest. Allerdings zeichnet sich wegen des engen Terminkalenders der Vorrunde eine schwierige Terminfindung ab.


14.11.11

Ein Wochenende mit viel Licht und Schatten

DSV 98 mit DWL-Remis und Niederlage im Turbo-Cup

von Jan Janzen

7:7 hieß es am Samstag nach hartem Kampf gegen die WU Magdeburg. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem letzten Spiel gegen Aufsteiger Köln blieb der DSV auch diesmal im heimischen Schwimmstadion ungeschlagen. Während die Defensive gewohnt sicher stand, lief es nun auch im Angriff rund. Der Mannschaft gelang es, Center Raul Diakon wesentlich öfter als zuletzt ins Spiel einzubinden. So konnte Diakon an diesem Tag nicht nur fünf Treffer erzielen, sondern auch seinen Mitspielern mehr und mehr Freiräume schaffen. Die 98er gingen zudem mit der nötigen Aggressivität zu Werke und kontrollierten die Partie. Die 4:3-Führung zu Halbzeit konnte nach dem Seitenwechsel zwischenzeitlich sogar auf 6:3 ausgebaut werden. Danach folgten leider fünf unkonzentrierte Minuten der Hausherren, die es den Magdeburgern ermöglichten, den Spielstand zu egalisieren und sogar in Führung zu gehen.

Knapp zwei Minuten vor Schluss behielt dann Lars Standke die Nerven und sorgte mit einem souverän verwandelten Strafwurf für den Endstand, an dem auch die hektischen Schlussminuten mit Chancen auf beiden Seiten nichts mehr änderten.

Unter dem Strich stehen für den DSV 98 so ein Punkt und viele positive Eindrücke, gerade in der Offensive. Aber auch die Erkenntnis, dass in der in diesem Jahr äußerst engen Hauptrunde B ein paar Minuten der Unkonzentriertheit reichen, ein Spiel fast noch aus der Hand zu geben.

Die Nachholpartie der zweiten Runde des Turbo-Cups am folgenden Tag verlief für den DSV 98 hingegen weniger zufriedenstellend. Zunächst erinnerte die Begegnung gegen die Schwimmvereinigung aus Krefeld stark an die Ligapartie an gleicher Stelle vor zwei Wochen. Die zahlreichen Führungswechsel bis zur Halbzeit ließen auf ein bis zum Schluss enges Spiel hoffen. Allerdings kamen die Krefelder wesentlich frischer aus der Pause und konnten ihre Führung schnell von 4:3 auf 7:3 ausbauen. Der DSV gab sich zwar nicht auf und versuchte alles, um das Spiel vielleicht doch noch zu drehen. Allerdings blieben die Angriffsbemühungen weitgehend erfolglos und die linksrheinischen Nachbarn gaben das Heft auch nicht mehr aus der Hand. So zogen die Seidenstädter letztlich verdient mit 9:5 in die nächste Pokalrunde ein und treffen dort auf Rekordmeister und –pokalsieger Spandau 04.

DSV 98 - WU Magdeburg: 7:7 (2:1, 2:2, 2:1, 1:3)

WU Magdeburg: Marco Schoder, Christian Schlanstedt (2), Ili Butikashvili, Bogdan Campianu (3), Dimitri Papadileris (1), Patrick Stelzner, Christopher Bott, Dennis Kohnert, Tim Richter, Tom Hagendorf, Martin Haack, Tamas Kuncz (1), Nils Wiese. Trainer: Vlad Hagiu

DSV 98: Paul Constantin, Sven Wies, Wojciech -"Wolfgang" - Leszek, Jan -JJ -Janzen, Sven Gehlen, Raul Diakon (5), Felix Grade, Tom Graue, Michael "Michi" Werner, Andreas Jürgens, Lars Standtke (2), Jörn Dammann, Gerrit Rosshoff. Trainer: Carsten Jocks, Co-Trainer: Ralf Obschernikat, Betreuer: Werner Quentmeier


13.11.11

Teilerfolg in Berlin

SV Weiden rettet Punkt beim SC Wedding

(prg)

Der erste Punkt der Saison und der erste (Teil)Erfolg in der Bundesligageschichte des SV Weiden gegen den SC Wedding Berlin wurde im zweiten Saisonspiel eingefahren. Ein Punkt, mit dem die Weidener nur zum Teil zufrieden sind, denn sie führten noch 90 Sekunden vor dem Schlusspfiff mit 9:7 und der Sieg schien schon gesichert. Doch es bewahrheitete sich wieder, dass ein Wasserballspiel eben erst nach 32 Minuten zu Ende ist. Am Ende hielt sich die Enttäuschung in Grenzen, denn sogar der eine Punkt war in der letzten Sekunde noch in Gefahr.

Die Weidener verschliefen den SYpielbeginn total, ließen sich gleich in den ersten zwei Minuten zweimal auskontern (2:0) und kassierten noch ein Tor aus einem Rückraumfreiwurf zum 3:0 nach gut zwei Spielminuten. Darauf folgten sogar zwei Wasserverweise gegen die Gäste aus der Oberpfalz, doch die wurden  bravourös verteidigt und die drohende Vorentscheidung in diesem Match abgewandt. Die Max-Reger-Städter fanden immer besser ins Spiel und konnten mit dem Doppelpack von Sean Ryder und Kapitän Thomas Aigner sogar den 3:2 Anschluss vor der ersten Viertelpause erzielen. Noch eine Unterzahl konnte abgewehrt werden, ehe die erste eigene Überzahl unglücklich im Abschluss scheiterte.

Im zweiten Abschnitt gerieten die Gäste zunächst 4:2 Rückstand, doch auch dies schien die moralisch stark aufgelegte Truppe nicht zu verunsichern. Wiederholt zwei Unterzahlen in Folge wurden abgewehrt und die Überzahl klappte endlich im dritten Anlauf (Sean Ryder zum 4:3). Die nächste Überzahl führte schon zum 4:4 Ausgleich (Sean King), ehe gegen Ende der ersten Halbzeit die nächste Unterzahl und darauffolgend ein Strafwurf des Gegners zunichte gemacht wurden. Ärgerlich in dieser Phase war der dritte persönliche Fehler des starken Sean Ryder, der für den Rest des Spiels zum Zuschauer wurde.

Auch im dritten Spielabschnitt waren die Oberpfälzer den Weddingern überlegen und konnten mit 3:2 den 6:7 Spielstand vor der letzten Viertelpause erzielen. Erneut sehr stark und konzentriert in der Verteidigung sowie effektiv im Angriff konnten sich die SV-ler eine vielversprechende Ausgangssituation vor dem letzten Abschnitt verschaffen. Diese konnte sogar zu Beginn des Schlussviertels durch den Ferntreffer von Kapitän Aigner noch zum 6:8 ausgebaut werden. Doch kurze Zeit später wurde ein Weidener, wie so häufig in dieser Partie, des Wassers verwiesen und diese Überzahl nutzten die Gastgeber zum 7:8 Anschluss. Als Sean King knapp fünf Minuten vor Spielende zum 7:9 einlochte, verließen einige Zuschauer sogar die Ränge und gratulierten den Gästen vorzeitig zum Sieg. Doch sie waren voreilig und verpassten die spannendste und sehr kontroverse Schlussphase.

Die Weidener bemühten sich um einen kontrollierten Spielaufbau, hielten gekonnt den Zwischenstand noch bis 92 Sekunden vor der Schlusssirene, bevor die spielentscheidenden Szenen folgten. Ein doppelter Wasserverweis konnte noch abgewehrt werden, doch kurze Zeit später musste Stefan Kick nach einer ziemlich harmlosen Aktion das Wasser verlassen und die Weddinger nutzten die Gelegenheit, wenn auch glücklich, mit einem Abprallertor zum 8:9 Anschluss. Was danach passierte, können sich die Oberpfälzer nur schlecht erklären. Die Hausherren setzten alles auf eine Karte, gingen auf eine aggressive Pressdeckung über und schafften es, nach einer unerklärlichen Foulregelauslegung in dieser Zeit, die Angriffe der Weidener zu zerstören. Einen der Gegenangriffe krönten sie auch mit dem Ausgleichstreffer zum 9:9 eine knappe Minute vor dem Spielende. Dass die Weidener diesen Punkt noch über die Zeit retten konnten, ist zum Teil darauf zurück zu führen, dass die Weddinger offensichtlich mit dem Punktgewinn zufrieden waren und nicht mehr viel riskierten, denn auch der letzte Angriff der Gäste wurde massiv „im Keim erstickt“. Am Ende stand mit 9:9 der erste Teilerfolg der Weidener beim SC Wedding überhaupt und der erste Punkt der Saison fest.

Ich kann der Mannschaft nur ein Kompliment aussprechen und für die Moral Respekt zollen, dafür wie sie sich vom 0:3 Rückstand erholte und das Spiel noch in den Griff bekam. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und hätten uns einen Sieg verdient. Das es am Ende nicht geklappt hat, kann ich diesmal nicht auf die Mannschaft abwälzen, denn sie haben richtig versucht, die Zeit auszuspielen. Ich kann nicht verstehen, wie in den letzten Minuten die Regelauslegung plötzlich verändert wurde, für uns war es die entscheidende Spielphase, doch unsere Bemühungen wurden nicht belohnt. Schade, dennoch sind wir mit dem Punkt und vor allem mit der Moral der Mannschaft äußerst zufrieden, es hat Spaß gemacht heute“, resümierte Trainer Luczak nach der Partie.

Positiv denken und aus dem guten Spiel Kräfte schöpfen, gilt jetzt für die Truppe vor dem Doppelspieltag am kommenden Wochenende gegen Waspo Hannover und Bayer Uerdingen in Weiden.

SC Wedding Berlin – SV Weiden 9:9 (3:2, 1:2, 2:3, 3:2)

SC Wedding: Dominik Lefevre im Tor, Ralph Kleinschmidt, Schscha Knoop (2 Tore), Andrè Koch, Marton Sarosi (1), Carsten Schulz (1), William Middleton (1), Jedrik Biegel (2), Philipp Hebisch, Dennis Wieder, Sebastian Mischur (2), Frank Dieter. Trainer Tschierschky Stefan, Co-Trainer Rund Peter.

SV Weiden: Vladimir Srajer, Thomas Aigner (2), Stefan Kick, Sven Luczak (1), Alexander Fritzsch (1), Peter Bronold, Michael Trottmann, Sean King (2), Serkan Dogdu (1), Andreas Jahn, Florian Bronold und Sean Ryder (2)


13.11.11

SSV Esslingen verliert Spiel und zwei Spieler

8:11-Niederlage in Krefeld / Blankenhorn und Thoma gesperrt

von Axel Hänchen

Esslingen - Die Partie beim SV Krefeld 72 ist für den SSV Esslingen wohl eher unter der Rubrik „suboptimal“ einzustufen: zusätzlich zur 8:11 (1:3, 1:2, 3:2, 3:4)-Niederlage verlor der SSVE früh zwei Spieler, die nun erst einmal gesperrt sind und die Personallage beim SSVE nicht einfacher machen.

Die Personaldecke beim schwäbischen Wasserball-Bundesligisten wird langsam eng: zu den beiden Langzeitverletzten Hannes Glaser und Tim Hornuf gesellte sich am vergangenen Samstag nun auch noch ausgerechnet Mannschaftskapitän Robert Roth, der wegen einer im Neukölln-Spiel erlittenen Verletzung erst gar nicht mit nach Krefeld reisen konnte. Zu allem Übel werden beim ersten Heimauftritt am kommenden Samstag gegen Aufsteiger Köln zusätzlich Lars Blankenhorn und Matthias Thoma gesperrt sein. SSVE-Trainer Davorin Golubic kommentierte die Partie dann auch mit Sorgenfalten im Gesicht: „Wir haben toll gekämpft, dazu gratuliere ich meiner Mannschaft. Die Schiedsrichter haben harte Entscheidungen getroffen, die natürlich den weiteren Spielverlauf beeinflusst haben. Leider fielen die harten Entscheidungen alle gegen uns, sodass wir früh auf zwei Spieler verzichten mussten. Mit den drei verletzungsbedingt fehlenden Spielern war das dann einfach zu viel für meine junge Mannschaft.

Der Reihe nach: Hannes Rothfuß traf in der dritten Spielminute zum 1:0, doch sollte dies die einzige Esslinger Führung während des Spiels bleiben. Die Hausherren nutzten in der Folgezeit des ersten Viertels ihre Chancen konsequent und behielten mit 3:1 die Oberhand. Nach dem 4:1 der Krefelder nutzte Mike Troll eine Überzahlchance und verkürzte auf 2:4. Nahezu fünf Minuten sollte kein weiterer Eintrag im Spielprotokoll erscheinen, dann aber eine Szene, die das Spiel veränderte: der SSVE im Angriff, Matthias Thoma vor seinem Gegenspieler, es kommt zu einem Gerangel, doch ein Pfiff bleibt aus. Erst als sich der Esslinger versucht, von seinem Gegenspieler zu lösen, entscheidet das Schiedsrichtergespann auf Ausschluss ohne Ersatz wegen Brutalität. Zur Folge hat dies, dass der Spieler nicht mehr eingesetzt werden kann, das Team vier Minuten in Unterzahl spielen muss und der Gegner einen Strafwurf zugesprochen bekommt. Bei diesem Strafwurf kommt es dann zum nächsten Esslinger Rückschlag: der Krefelder Schütze vergibt, doch nach Ansicht der Schiedsrichter wurde er bei der Ausführung durch den Esslinger Lars Blankenhorn gestört, was dessen Ausschluss mit Ersatz bedeutete. Der wiederholte Strafwurf saß und das 5:2 war zugleich der Halbzeitstand. Wer nun aber glaubte, die geschwächten Esslinger würden sich in der vierminütigen Unterzahl in ihr Schicksal ergeben, sah sich getäuscht. Zwar zogen die Gastgeber zunächst auf 6:2 davon, doch dem von Trainer Davorin Golubic gut auf die neue Situation eingestellten SSVE gelangen trotz Unterzahl durch Valentin Finkes und dem unermüdlichen Centerspieler Michael Müller zwei Treffer. Mit diesem Zwei-Tore-Rückstand sollte es in den letzten Abschnitt gehen, wo nun aber die Dezimierung der Esslinger Mannschaft spürbar wurde und Krefeld vorentscheidend auf 9:5 davonzog. Doch weitere Treffer von Mike Troll, Lars Hechler und dem dreifachen Torschützen Hannes Rothfuß machten die Niederlage zumindest ergebnistechnisch erträglich.

Vor dem ersten Auftritt vor eigenem Publikum im Inselbad am kommenden Samstag um 16 Uhr gegen Aufsteiger SGW Köln heisst es nun, die verbliebenen Kräfte zu bündeln und die Ausfälle zu kompensieren, was aufgrund der Anzahl von mindestens vier Stammkräften nicht einfach werden wird.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: Marco Watzlawik (Torwart, 1. - 32. Minute), Novak Zugic, Hannes Rothfuß (3 Tore), Matthias Thoma, Valentin Finkes (1), Mike Troll (2), Hannes Buchholz, Michael Müller (1), Lars Blankenhorn, Lars Hechler (1), Robin Finkes, Jan Glaser, Moritz Baum (Torwart).


13.11.11

Überraschend deutlicher Sieg beim Aufsteiger

Cannstatts Trainer dämpft Euphorie

von Uwe Umbach

Mit einem überraschend deutlichen 15:5 (1:1; 3:1; 6:3; 5:0) Erfolg beim Aufsteiger SGW Köln verteidigte der SV Cannstatt (6:0 Punkte) seine Führung in der Gruppe B der Deutschen Wasserball-Liga. „Das bedeutet nach dem dritten Spieltag noch gar nichts“, tritt SVC-Trainer Andras Feher aber kräftig auf die Euphorie-Bremse.

Der SVC benötigte zwei Spielviertel, um in Köln Tritt zu fassen. Die 4:2 Führung zur Halbzeit war alles andere als die halbe Miete, die Kölner hatten sich – wie schon die Ergebnisse der ersten Spieltage gezeigt hatten – als der erwartet schwere Gegner erwiesen. Allerdings machten sich die Schwaben auch selbst das Leben schwer: Vor allem die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Erst nach der 4:2 Führung zum Seitenwechsel lief der SVC-Motor wie geschmiert. Die nachlassenden Kölner hatten zunehmend Schwierigkeiten mit der Konterstärke des SVC.

Trotz des deutlichen Erfolgs fand Feher Haare in der Cannstatter Suppe: „In Überzahl haben wir zu viele Chancen liegen gelassen. Wir spielen die Chance heraus und suchen dann einen noch besser platzierten Spieler. Und am Anfang waren wir auch im Normalangriff noch nicht effektiv genug.“ Allerdings lobte der Ungar die „gute Verteidigungsarbeit“ seiner Mannschaft. Die SVC-Abwehr stellte Kölns Spielmacher Vlad Kapsa (30) kalt. Entgegen der Erwartung stellte Feher dem Routinier aber keinen spezifischen Sonderbewacher zur Seite. „Wir haben bei Vlad immer wieder gewechselt“, erläuterte Feher, der auch ansonsten eher auf eine Press-Deckung gesetzt hatte.

In der zweiten Spielhälfte war der SVC dann der Herr im Leistungszentrum in Köln-Müngersdorf und dominierte mit zunehmender Spieldauer fast nach Belieben. Endlich saßen die Angriffe und die Schwaben kamen aus allen Spielsituationen zu Torerfolgen: Center, Konter und Rückraum waren gleich gefährlich, so dass sich die Kölner Abwehr nicht mehr einstellen konnte. „Da haben wir endlich einmal die ganze Palette anbringen können“, konstatierte Feher nach dem Abpfiff.

Am Schluss nutzte der Ungar am SVC-Beckenrand die Möglichkeit um kräftig durchzuwechseln. Der B-Jugendliche Julian Thran, Bruder von Centerverteidiger Marvin Thran (19) feierte sein Bundesliga-Debut. Außerdem bekam Reserve-Torhüter Bojan Mrdja (18) die Möglichkeit auch außerhalb der zweiten Mannschaft seine Fähigkeiten zu zeigen.

Andras Feher wollte den Erfolg und die Tabellenführung aber nicht überbewerten. „Wir hatten bislang zwei Heimspiele und einen Aufsteiger. Das schwere Programm kommt jetzt noch“, befürchtet er. Mit WU Magdeburg wartet bereits kommende Woche eine der Top-Mannschaften der B-Gruppe aus den vergangenen Jahren.

Zum „Spieler des Tages“ wurde der dreifache Torschütze Timo van der Bosch gewählt; für ihn war es bereits das zweite Mal im dritten SVC-Saisonspiel.

Weitere Tore für Cannstatt: Ciaran James (je 3), Christian Schubert, Milosav Aleksic, Jovan Radojevic (je 2), Christoph Vorpahl, Jakob Zühl, Marvin Thran.


11.11.11

DSV 98 mit Doppelpack am Wochenende

DWL-Partie gegen Magdeburg und Pokalaufgabe gegen Krefeld 

von Susanne Becker

Gleich zwei Spiele stehen für die Wasserballer des DSV 98 am kommenden Wochenende auf dem Programm. Die Bundesliga wartet und im Turbo-Cup geht's in die nächste Runde. Am kommenden Samstag heißt es wieder "Heimspieltag" für die DSV 98 Wasserballer in der Bundesliga (DWL). Die Jungs um Trainer Carsten Jocks empfangen den Vorjahres-Tabellen-Ersten WU Magdeburg im heimischen Schwimmstadion. Das Rahmenprogramm beginnt ab ca. 17.20 Uhr bevor das Anschwimmen um 18.00 Uhr angepfiffen wird.

Gleich am Folgetag geht es dann weiter: Im Turbo-Cup (40. Deutschen Wasserballpokal der Herren) haben sich die 98'er dem linksrheinischen Nachbarn SV Krefeld 72 zu stellen. Für die Einen "Angstgegner", für die anderen "Lieblingsgegner" scheinen die Nachbarn eine gefühlte Dauerpartie gegen die 98'er spielen zu müssen. Aufgrund der Vorbereitungsmaßnahmen beider Teams in Hamm konnte der erste Turbo-Cup-Spieltag am 22.10. nicht eingehalten werden, daher findet diese Partie verspätet statt. Die Auslosung für die Folge-Runde ist bereits gelost und birgt eine Pokal-Brisanz: Der Sieger aus der Partie SV Krefeld 72 gegen den DSV 98 empfängt die Wasserfreunde Spandau 04 am 5. Februar 2012. Ob das eine willkommene Herausforderung für einen der beiden NRW-Vetreter sein kann, wird sich zeigen.

Auch wenn man nach dem knappen 7:6-Sieg am vergangenen Wochenende gegen Aufsteiger SGW Rhenania/BW Köln wenige zufriedenen Gesichter am Beckenrand ausmachen konnte, so bleibt doch festzuhalten, dass der DSV 98 nach den ersten zwei Bundesligaspielen, zumindest mit die Blick auf Punktausbeute, voll im Soll liegt.

"Dass Spiele, in denen man auf dem Papier als Favorit gilt, oft zu den schwersten gehören, ist nicht nur im Wasserballsport eine alte Erkenntnis. So verhielt es sich auch in der Begegnung gegen den Liganeuling aus Köln. Die Männer aus der Domstadt verstanden es geschickt, das Tempo der Partie zu diktieren und die 98er zu leichten Fehlern zu zwingen. Hier machte sich dann auch die Tatsache bemerkbar, dass der DSV in Folge der zahlreichen Ab- und Zugänge noch nicht hundertprozentig eingespielt ist. Dennoch behielt die Mannschaft am Ende gegen einen überraschend starken Aufsteiger die Oberhand," so Kapitän Jan Janzen in der Nachbetrachtung.

Gerade wenn man bedenkt, dass bei den 98ern noch viel Luft nach oben ist, kann man unter dem Strich mit drei Punkten aus den ersten beiden Spielen zufrieden sein. "Damit man am Samstag gegen die WU Magdeburg die Punkte vier und fünf einfahren kann, wurde unter der Woche intensiv und konzentriert gearbeitet. Die WU Magdeburg verfügt über starke Einzelspieler und präsentierte sich in den vergangenen Jahren immer als eine Mannschaft in bester körperlicher Verfassung. Trotz der Abgänge einiger Leistungsträger ist mit dem Vorjahresersten der Hauptrunde B aus Sachsen-Anhalt auch in dieser Saison zu rechnen," so Jan weiter.

Dem DSV 98 stehen also zwei schwierige Aufgaben bevor. Die Mannschaft baut dabei aber erneut auf die tolle Unterstützung ihrer Fans und will die zwei Bundesliga-Punkte in Duisburg behalten und im Pokal die nächste Runde erreichen.


10.11.11

SV Weiden hofft auf Wiedergutmachung

Schwere Aufgabe beim SC Wedding

(prg)

Nach dem verpatzten Auftakt im ersten Spiel zuhause gegen den OSC Potsdam (7:10 Niederlage) wünschen sich die Wasserballer des Schwimmevereins Weiden freilich eine Wiedergutmachung. Die Aufgabe bei dem heimstarken SC Wedding Berlin gehört jedoch nicht zu den einfachsten im Oberhaus des Deutschen Wasserballs.

Auch wenn die Weddinger immer noch auf die ersten Punkte warten (drei Niederlagen in den ersten drei Spielen), kann von einer Krise keine Rede sein. Schließlich verloren sie bis jetzt gegen den Rekordmeister Spandau Berlin, den heißen Medaillenkandidaten Waspo Hannover und den verstärkten Traditionsverein Bayer 08 Uerdingen, allesamt Vereine gegen die man eine Niederlage einkalkulieren muss. Die Weddinger gelten seit Jahren als eine sehr starke Heimmannschaft, die in ihrem ungewöhnlichen Becken (schmal wie das Weidener, jedoch mit regulärer Länge) immer eine gute Figur macht und welche für die meisten Mannschaften eine große Herausforderung darstellt. Dieser Herausforderung wollen sich auch die Oberpfälzer stellen, die bis jetzt in der Bundesliga noch keinen Punkt gegen den SC Wedding holten. Doch ausgerechnet jetzt, nach dem enttäuschenden Auftakt wollen sich die SV-ler rehabilitieren und zu ihren Stärken zurück finden. Die personellen Voraussetzungen für den Hauptstadttrip sind nicht optimal. Andreas Jahn erkrankte während der Woche und sein Einsatz ist im Moment noch fraglich, Hans-Christoph Aigner ist beruflich verhindert und Centerroutinier Alex Schäfer wird höchstwahrscheinlich auch nicht mitreisen können. Doch egal wie die Aufstellung letztendlich aussehen mag, die Luczak-Schützlinge nehmen sich einiges vor und wollen alles in Berlin geben, um die ersten Saisonpunkte mit in die Oberpfalz nehmen zu können. Ein Erfolg wäre für das bevorstehende und äußerst schwierige Doppelspieltag-Wochenende eine Woche später in Weiden (gegen Waspo Hannover und Bayer Uerdingen) von enormer Wichtigkeit, ansonsten würden die Max-Reger-Städter zum ersten Mal in der Saison richtig unter Erfolgsdruck stehen. Der Anpfiff im Kombibad in der Seestraße findet am Samstag um 18,00 Uhr statt.

Die Mannschaft für Samstag: Vladimir Srajer und Florian Modl im Tor, Thomas Aigner, Stefan Kick, Sven Luczak, Alexander Fritzsch, Peter Bronold, Michael Trottmann, Sean King, Serkan Dogdu, Andreas Jahn (?), Florian Bronold und Sean Ryder


10.11.11

SSV Esslingen noch einmal in der Fremde

Schweres Auswärtsspiel bei SV Krefeld 72 erwartet

von Axel Hänchen

Esslingen - Der SSV Esslingen ist mit drei Punkten aus zwei Auswärtsspielen gut in die Saison gestartet. Am kommenden Samstag wartet mit der SV Krefeld 72 eine weitere schwere Auswärtsaufgabe, bevor dann eine Woche später endlich der erste Heimauftritt der jungen Esslinger Truppe stattfindet. Gespielt wird im Badezentrum Bockum um 18 Uhr.

Nach zwei langen Reisen in den Osten verschlägt es die Esslinger Wasserballer dieses Wochenende in den nicht ganz so weit entfernten Westen der Republik. Gegner SV Krefeld 72 ist mit einem 5:5-Unentschieden im Westderby gegen Duisburg 98 gestartet und verlor vergangenes Wochenende knapp mit 5:6 beim Esslinger Lokalrivalen SV Cannstatt. Es treffen also zwei Teams aufeinander, die bereits zwei hartumkämpfte Partien hinter sich haben. Die Einschätzung von SSVE-Trainer Davorin Golubic ist daher auch folgerichtig: „Ich weiss, ich wiederhole mich, aber auch dieses Mal wird es wieder eine sehr, sehr schwere Auswärtsaufgabe. Die Krefelder haben mit Gabor Bujka einen ungarischen Trainer und diese dort übliche aggressive, körperbetonte und teilweise harte Spielweise verinnerlicht. Darauf müssen wir also gefasst sein. Ich gehe davon aus, dass sie uns nach unseren guten Ergebnissen in Magdeburg und Neukölln auf keinen Fall unterschätzen werden.

Verletzungsbedingt ausfallen werden auf Esslinger Seite weiterhin Linkshänder Hannes Glaser und Centerspieler Tim Hornuf. Doch auch der Einsatz von Robert Roth ist noch ungewiss, da der Mannschaftskapitän seit dem Neukölln-Spiel angeschlagen ist und noch kein Training in dieser Woche absolvieren konnte.

Die Krefelder verpassten in der vergangenen Saison als Fünfter der B-Gruppe die Qualifikationsspiele um die PlayOff-Plätze knapp. In den Abstiegsspielen ließen sie dann aber erwartungsgemäß der SGW Leimen/Mannheim keine Chance und sicherten sich so den Klassenverbleib. In der laufenden Saison sollen die Qualifikationsspiele unbedingt wieder erreicht werden. Die letzten Aufeinandertreffen zwischen den beiden Kontrahenten Esslingen und Krefeld gab es in der Saison 2009/2010, als man in eben jenen Qualifikationsspielen aufeinandertraf und sich eine hochdramatische Serie lieferte. Einem klaren Auswärtssieg der Esslinger unter der Woche sollten eine Niederlage und ein Sieg vor heimischem Publikum folgen. In der vierten Partie setzte sich der SSVE in Krefeld erst nach Verlängerung schließlich durch und erreichte so die PlayOffs. Für Spannung dürfte also gesorgt sein.


10.11.11

SV Cannstatt zu Gast beim Überraschungsteam der Liga

Aufsteiger Köln stellt ältestes Team der Runde 

von Uwe Umbach

Noch ist der SV Cannstatt in der B-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga mit 4:0 Punkten Tabellenführer. Aber Aufsteiger Blau-Weiß/Rhenania Köln im ersten Auswärtsspiel (18.00 Uhr, LLZ Müngersdorf) ist das Überraschungsteam der Saison, das nach einem deutlichen Sieg gegen Mit-Aufsteiger Laatzen, und knapper Niederlage beim Mitfavoriten Duisburg 98 aufhorchen ließ.

Köln stellt mit durchschnittlich 36 Jahren die älteste Bundesliga-Mannschaft überhaupt. Dabei sind aber namhafte Spieler wie Vlad Kapsa (30), der von Vizemeister ASC Duisburg an den Rhein kam. Das nötigt auch SVC-Coach Andras Feher Respekt ab: „Mit so viel Routine macht Köln sicher wenig Fehler. Wir müssen also unbedingt unsere Chance nutzen.“ Aber genau daran haperte es in den ersten beiden Spielen, die Cannstatter vergaben zu oft vor dem gegnerischen Gehäuse.

Feher hofft, dass seine Mannschaft zumindest schwimmerisch überlegen ist. „Die Kölner werden aber versuchen, keinen Konter zuzulassen“, befürchtet er. Dies würde bedeuten, dass „wir auch im Normal-Angriff ausreichend Druck aufbauen müssen“. Wichtig dürfte es sein, die Kreise von Vlad Kapsa zu begrenzen. „Vlad ist mit allen Wassern gewaschen, da kann ich keinen Neuling drauf ansetzen. Da muss ich mir was anderes einfallen lassen“, will er sich aber noch nicht in die Karten schauen lassen.

Wenigstens können die Cannstatter in Bestbesetzung an den Rhein fahren. Lediglich Timo van der Bosch fehlte im Training nach einer Erkältung. Ein Ausfall des gebürtigen Heidelbergers würde aber ein Loch in das Cannstatter Spiel reissen.


06.11.11

Kampfstarke Potsdamer verderben SV Weiden den Auftakt

SV Weiden startet mit 7:10-Niederlage

(prg)

Bleibt der OSC Potsdam ein Angstgegner für die Bundesligawasserballer des SV Weiden? Die bisherige Bilanz deutet jedenfalls darauf hin, in sieben Pflichtspielen unterlagen die Oberpfälzer schon fünf Mal den Brandenburgern. Die jüngste Niederlage musste am letzten Samstag zum Start der fünften Bundesligasaison der Max-Reger-Städter verzeichnet werden. Die SV-ler verloren nach einer spannenden Partie doch noch deutlich mit 7:10 Toren. Das war bereits der zweite Auswärtssieg des Neulings der DWL-Gruppe A, damit legten die Potsdamer einen hervorragenden Start hin.

Das haben sich die Weidener ganz anders vorgestellt. Gut vorbereitet und mit gutem Gefühl aus den Siegen in den letzten Tests (unter anderen auch gegen OSC beim Turnier in Potsdam) gingen sie optimistisch in die Partie. Vielleicht eben zu optimistisch, doch das könnte nur einer der Gründe sein. Das Spiel begann sehr ausgeglichen mit kleinen Vorteilen für die Gastgeber. Die Weidener wehrten die ersten zwei Unterzahlen des Spiels ab und scheiterten im Abschluss einer gut ausgespielten Überzahl, ehe Sean King mit seinem Rückraumtreffer für die erste Führung sorgte. Doch keine Minute später wurde wiederholt ein Weidener des Wassers verwiesen und diesmal gelang es nicht die Überzahl abzuwehren. Nach einem Abpraller fand der Ball die Weidener Tormaschen und damit fiel der 1:1 Ausgleich. Sven Luczak erzielte in einem Positionsangriff das 2:1, bevor die letzte Aktion des Viertels, Üeine berzahl der Gäste, erfolglos blieb und die Führung in die Pause gerettet werden konnte.

Das zweite Viertel verlief äußerst ereignisreich und turbulent, das die Gäste mit 5:3 Toren zum 5:6 Zwischenstand aus Sicht der Weidener für sich entschieden. Den Ausgleich erzielte Tobias Lenz mit einem Strafwurf. Weiden verpasste den Führungstreffer in Überzahl und kassierte kurze Zeit später einen Gegentreffer zum 2:3. Ein Doppelpack von Serkan Dogdu und Andreas Jahn sorgte für die wiederholte Führung der Oberpfälzer, doch die Potsdamer sind dafür bekannt, dass sie nie aufgeben und immer motiviert weiterkämpfen und das bestätigten sie auch in Weiden. Anstatt die Chance in Überzahl zu nutzen und die Führung auszubauen, fingen sich die Hausherren den nächsten Konterangriff und den Ausgleichstreffer ein. Der zwischenzeitige 4:5 Rückstand konnte durch Sean King noch egalisiert werden, doch Tobias Lenz nutzte die nächste Überzahlsituation zur 5:6 Führung, die trotz zwei folgender Wasserverweise der Weidener bis zur Halbzeitpause bestehen blieb.

So ereignisreich wie das zweite Viertel präsentierte, so verhalten und ereignisarm blieb der dritte Spielabschnitt. Die Weidener verspielten die einzigen zwei Überzahlchancen und Kapitän Thomas Aigner erzielte das einzige Tor des Viertels zum 6:6 Zwischenstand vor der letzten Viertelpause. Insgesamt konnten die nur selten gut ausgespielte Aktionen leider nicht mit einem sicheren Abschluss gekrönt werden und das Spiel der Weidener schien zu verflachen.

Die Motivationsversuche des Trainergespanns in der Pause waren nicht zu übersehen, die Mannschaft nahm sich einen Sieg im letzten Viertel vor, doch daraus wurde leider nichts. Gleich zum Beginn des Viertels gerieten die Weidener in Unterzahl, die wiederum nach einem Abpraller mit Torerfolg der Gäste endete (6:7) und noch in der gleichen Spielminute wurde der nächste Weidener des Wassers verwiesen und es kam zum 6:8 Zwischenstand nach einem erfolgreichen Abschluss der Laube-Schützlinge. Die nächste Chance, den Spielstand zu verkürzen, wurde im Überzahl kläglich vergeben, ehe die Potsdamer den nächsten Ausschluss eines Weidener zu nutzen verstanden und mit 6:9 die Vorentscheidung im Spiel schafften. In den verbleibenden fünf Spielminuten schienen die SV-ler wie gelähmt, der 7:9 Treffer von Sean King sorgte noch kurz für Hoffnungen auf den Zuschauerrängen, doch der darauffolgende Ausschluss von Kapitän Aigner und der Treffer der Gäste entschieden alles. Kein richtiges Spiel kam mehr zustande und kein Ereignis wurde in den letzten 3:25 Minuten eingetragen. Die erste Saisonniederlage der Weidener war damit mit 7:10 besiegelt.

Es lief eigentlich nicht so schlecht für uns, die Angriffe wurden größtenteils gut ausgespielt, doch wir hatten kein Glück und zeigten teilweise auch Unvermögen im Abschluss. Dagegen kassierten wir einige unglückliche Gegentreffer, die sich teilweise deprimierend auswirkten. Es war alles noch drin, doch so wie das vierte Viertel schon losging, kann man kein Spiel gewinnen. Wir wirkten dann wie gelähmt, leidenschaftslos und die Potsdamer marschierten und kämpften weiter. Damit haben sie sich den Sieg nicht nur erarbeitet sondern auch verdient. Glückwunsch an Potsdam. Jetzt müssen wir weiterarbeiten, die Fehler analisieren und versuchen, die nächsten Spiele wieder zu unserem Konzept zu finden. Die Saison ist noch lang genug, um die Niederlage noch wett machen zu können, auch wenn sie uns am Ende weh tun kann,“ resümiert Trainer Luczak das emotionsreiche Spiel in der Thermenwelt.

SV Weiden – OSC Potsdam: 7:10 (2:1, 3:5, 1:0, 1:4)

SV Weiden: Vladimir Srajer (TW) - Thomas Aigner (1 Tor), Stefan Kick, Sven Luczak (1), Alexander Fritzsch, Sean Ryder, Hans-Christoph Aigner, Sean King (3), Serkan Dogdu (1), Andreas Jahn (1), Florian Bronold, Alex Schäfer, Michael Trottmann. Trainer Irek Luczak, Co-Trainer Cristian Iordache, Betreuer Bernhard Müller

OSC Potsdam: Dmitriy Gusev (TW) - David Kleine (1), Artur Tschigir (2), Felix Rasenhorn, Stefan Frank, Jacob Drachenberg, Maximilian Meißner, Christian Saggau, Tobias Lenz (2), Matteo Dufour (3), Miro Tadin (1), Klaus Einhorn und Marc Langer (1)

"Spieler des Tages“: Matteo Dufour (Potsdam)


06.11.11

SV Cannstatt übernimmt Tabellenführung

Schwerer 6:5-Sieg über Krefeld / Neuzugang James überzeugt

von Uwe Umbach

Zweiter Sieg im zweiten Spiel für den SV Cannstatt. Durch ein knappes 6:5 (2:3, 2:0, 1:1, 1:1) gegen den SV Krefeld 72 erklomm der SVC die Tabellenspitze der Gruppe B der Deutschen Wasserball-Liga.

Bevor sie beide Punkte im Inselbad behalten konnten, mussten die Cannstatter aber ein schweres Stück Arbeit verrichten. Krefeld startete besser und führte im ersten Viertel schon mit 2:0 und 3:1. Erst im zweiten Viertel ging Cannstatt mit 4:3 in Front. In der Folge hatten zwar Krefeld mehrmals die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen oder der SVC die Chance auf einen Drei-Tore-Vorsprung, aber beide Teams machten es spannend und überzeugten nicht gerade mit konsequenter Chancenverwertung. In einer von beiden Seiten sehr hart aber nicht brutal geführten Partie hätte vielleicht auch die eine oder andere Zeitstrafe oder 5m-Strafwurf zur Beruhigung beigetragen. Aber das Gespann Ralf Talaga/Franz-Toni Weber hielt sich mit Eingriffen in das Geschehen sehr zurück, wie auch der Blick auf die Statistik (vier Zeitstrafen Cannstatt / fünf gegen Krefeld) zeigt.

So konnte der SVC aber seine Führung bis zum Schluss verteidigen. Die Schlussphase war dabei ausgesprochen spannend. Zunächst hatte SVC-Neuzugang Jakob Zühl nach einem Konter das 7:4 auf der Hand, schoss aber am linken Pfosten des von Sascha Vaegs gehüteten Krefelder Gehäuses vorbei. Im Gegenzug gelang Krefelds ungarischem Neuzugang Gergö Kovacas nach einer Zeitstrafe gegen SVC-Kapitän Milosav Alecsic der 6:5 Anschlusstreffer (1:45). Bei 0:24 kam Krefeld nochmals in Ballbesitz, konnte aber auch die Chance nach einer Auszeit durch Trainer Gabor Bujka nicht mehr nutzen.

SVC-Coach Andras Feher war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden: „Zeitweise entwickelten wir zu wenig Druck nach vorne und wir müssen uns auch noch mehr Chancen erarbeiten.“ Dass die Mannschaft aber zwei schwere Spiele gewinnen konnte, sei „positiv“. Auch SVC-Wasserball-Vorstand Matthias Zielke sah noch Verbesserungsmöglichkeiten: „Das war sehr schwer und muss auf jeden Fall noch besser werden.

Ein Cannstatter durfte sich aber freuen: Vor den Augen seiner Eltern, die aus Lancaster eingeflogen waren, wurde SVC-Neuzugang Ciaran James zum „Spieler der Tages“ gekürt. „Eigentlich war ich sehr nervös, weil sie mich wegen einer Verletzung vor über einem Jahr zum letzten Mal spielen sahen.“ Zum Glück legte er diese Nervosität schon mit dem Anpfiff ab, gewann alle vier Anschwimmen, behielt in der Verteidigung immer wieder den Überblick und erzielte auch die erste Zwei-Tore-Führung für den SVC (5:3), die letztlich schon die Vorentscheidung bedeuten sollte.

SV Cannstatt - SV Krefeld 72: 6:5 (2:3, 2:0, 1:1, 1:1)

SV Cannstatt: Florian Pirzer (TW) – Christian Schubert, Marvin Thran, Peter Ambrus (2 Treffer), Johannes Christoph, Milosav Aleksic, Ciaran James (2), Jakob Zühl, Timo van der Bosch (1), Lennart Löscher, Jovan Radojevic (1), Christoph Vorpahl, Bojan Mrdja

SV Krefeld 72: Sascha Vaegs – Dennis Vaegs, Peter Bröcken, Gerrit Schäfer, Veit Schäfer, Lukas Stöffges, Alexander Stomps, Balasz Dorogi (3 Treffer), Tobias Packenius, Gergö Kovacs (1), Tim Heinrich, Pavlo Japaridze (1)

"Spieler des Tages“: Ciaran James (SV Cannstatt)


06.11.11

DSV 98 mit Arbeitssieg über SGW Rhenania/BW Köln

7:6-Erfolg lässt noch Wünsche offen

von Jan Janzen

Im heimischen Schwimmstadion startete der Heimspieltag wieder mit dem 98'er Rahmenprogramm. Stadion-Sprecher Benjamin Poley interviewte den Wasserball-Experten Christian Koke und stellte die neue E-Jugend vor, die unter Leitung von Julia Bilstein und Benny Poley mittwochs in Neuenkamp trainiert. Sponsor Auto Hortz hatte die Anschaffung von Shirts für die Jüngsten unterstützt und so genossen die jungen Spieler zusammen mit ihren Eltern den ersten Heimspieltag der 98'er. Ein wildes Tröt-Konzert der E-Jugend rundete dann später auch das Spielgeschehen ab. Trotz einer schwachen Leistung im ersten Heimspiel der Saison bezwang der DSV 98 den Liganeuling aus Köln mit 7:6.

Auch wenn man im Vorfeld der Partie wusste, dass gegen die Kölner eine konzentrierte Leistung über 32 Minuten nötig sein würde, um den ersten Sieg der noch jungen Saison zu feiern, lieferten die 98er vor allem zu Beginn des Spiel alles andere als eine Glanzvorstellung ab. Durch Nachlässigkeiten in Offensive und Defensive gab man das erste Viertel gleich mit 0:2 Toren ab.

In der Folge bekam der DSV das Spiel zwar besser in den Griff und ging sogar mit einer Führung von 5:4 in die Halbzeitpause, aber besonders im Angriff war noch viel Sand im Getriebe auszumachen. Wer nun hoffte, in den letzten zwei Vierteln eine deutliche Steigerung der Heimmannschaft zu sehen, wurde leider enttäuscht. Die Angriffsbemühungen blieben weiterhin ineffizient und so ermöglichte der DSV es den Kölner, wieder in die Begegnung zurückzukommen, anstatt den Sack vorzeitig zuzumachen.

Nach mehreren ergebnislosen Angriffen auf beiden Seiten, erlöste schließlich Tom Graue mit seinem dritten Treffer des Tages in der Schlussminute zum Endstand von 7:6 den DSV und seine Anhänger. Letztlich war es ein nicht schön anzuschauender „Arbeitssieg“ der Duisburger. Wenn auch unter dem Strich zwei Punkte bleiben, so waren weder Mannschaft noch Trainer mit der gezeigten Leistung zufrieden. Beim nächsten Heimauftritt am kommenden Samstag gegen die WU Magdeburg ist eine deutliche Steigerung nötig, will man gegen den Vorjahresersten der Hauptrunde B aus Sachsen-Anhalt mithalten und die nächsten Punkte einfahren.

SV Duisburg 98 - SGW Rhenania/BW Köln: 7:6 (0:2, 4:1, 2:1, 1:2)

SV Duisburg 98: Paul Constantin, Sven Wies, Wojciech Leszek (1), Jan Janzen (1), Sven Gehlen, Raul Diakon (1), Felix Grade, Tom Graue (3), Michael Werner, Jan Bilstein, Lars Standtke (1), Jörn Dammann, Gerrit Rosshoff. Trainer: Carsten Jocks; Co-Tainer: Ralf Obschernikat; Betreuer: Werner Quentmeier

SGW Rhenania/BW Köln: Jürgen Ignatzy, Florian Schmitz, Christian Offermann, Olaf Bispinghoff, Dirk van der Logt, Vlad Kapsa (3), Christian Winkelmolen, Lars Hebbecker, Jakob Otten (1), Bernd Plohmann, Simon Stöcker (1), Irakli Tatsinoili (1), Martin Becker. Trainer: Ilie Llavei; Betreuer: Safak Kadioglu

"Spieler des Tages": Tom Graue (Duisburg 98)


06.11.11

SSV Esslingen mit Unentschieden in Berlin

9:9 gegen Neukölln nach langer Führung

von Axel Hänchen

Esslingen - Der SSV Esslingen holte einen weiteren Auswärtspunkt beim 9:9 (1:4, 3:2, 2:2, 3:1)-Unentschieden bei der SG Neukölln. Nach langer Esslinger Führung erkämpften sich die erfahrenen Berliner am Ende doch noch einen Punkt.

Unterschiedlicher könnten die Reaktionen kaum sein: während die Esslinger Spieler direkt nach der Partie das Gefühl hatten, einen Punkt verloren zu haben, kamen aus der Heimat die Glückwünsche zu einem weiteren Auswärtspunkt. Auch SSVE-Trainer Davorin Golubic wusste nicht so recht, ob er sich über das 9:9 seiner Mannschaft mehr freuen oder mehr ärgern sollte: „Hätte mir jemand vor dem Spiel gesagt, wir holen hier einen Punkt, wäre ich wahrscheinlich zufrieden gewesen. Aber jetzt nach dem Spiel ist wohl eher unser Gegner mit dem Punkt zufrieden.“ Diese Einschätzung wird verständlich, kennt man den Spielverlauf: ausgehend von einem 4:1 im ersten Viertel führten die Esslinger Wasserballer über ein 6:3 und ein 9:7 über das gesamte Spiel und kassierten erst zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff den Ausgleichstreffer. Gänzlich unzufrieden war der SSVE-Coach aber natürlich nicht: „Es war das erwartet schwere Spiel gegen ein erfahrenes Team und wir haben toll gekämpft. Wir haben das Spiel kontrolliert, doch am Ende hat die nötige Erfahrung gefehlt, um den Sieg in Ruhe unter Dach und Fach zu bringen. Ich möchte meiner Mannschaft aber dennoch zu ihrer kämpferischen Einstellung gratulieren und ich hoffe, dass es eine große Erfahrung für unser junges Team war.

Angetrieben von Vizekapitän Hannes Rothfuß starteten die Esslinger mit viel Druck in die Partie. Dreimal traf der spätere „Spieler des Tages“ gleich im ersten Viertel, den vierten Esslinger Treffer erzielte mit seinem ersten DWL-Tor der 17jährige Jan Glaser. Bei nur einem Neuköllner Gegentreffer ging der SSVE mit einem 4:1-Vorsprung in die erste Pause. Berlins dreifacher Torschütze Christopher Dangschat verkürzte auf 2:4, doch umgehend traf SSVE-Kapitän Robert Roth zum 5:2. Dangschat auf Neuköllner und Rothfuß auf Esslinger Seite sorgten für die weiteren Treffer. In dieser Phase hatten die Gäste das Spiel unter Kontrolle, müssen sich allerdings vorwerfen lassen, die sich bietenden Überzahlchancen nicht ausreichend genutzt zu haben. Eine Sekunde vor der Halbzeit traf Berlins Routinier Sascha Pacyna zum 4:6 und hielt sein Team so im Spiel. Ein weiterer Routinier, Rene Grotzky schaffte zu Beginn des dritten Viertels den Anschlusstreffer zum 5:6. Es entwickelte sich nun ein spannendes Spiel vor den zahlreichen Zuschauern in der Schöneberger Schwimmhalle. Ein Doppelpack von Esslingens Mike Troll bei einem Berliner Gegentreffer sorgte für die 8:6-Führung der Gäste vor dem letzten Spielabschnitt. Dem erneuten Anschlusstreffer ließ fünfeinhalb Minuten vor Spielende Hannes Rothfuß das 9:7 folgen. Mike Troll kassierte seinen dritten Ausschluss knapp fünf Minuten vor dem Schlusspfiff, doch Neukölln wusste die Überzahlchance nach Auszeit nicht zu nutzen. Noch 3:42 Minuten standen auf der Uhr als Patrice Thurow das 8:9 erzielte. Nun liess Esslingen seinerseits nach einer Auszeit eine Überzahlchance ungenutzt und im Gegenzug traf Sascha Pacyna zum 9:9-Ausgleich. In den letzten zweieinhalb Spielminuten ging es Hin und Her, doch Chancen blieben auf beiden Seiten ungenutzt, Esslingen überstand auch ein weiteres Unterzahlspiel schadlos.

Nach den zwei schweren Auswärtsfahrten nach Magdeburg und Neukölln steht das junge Esslinger Team mit drei Punkten auf der Habenseite gut da. Phasenweise überzeugten die noch immer ohne Hannes Glaser und Tim Hornuf aufgelaufenen Schwaben, am Ende mussten sie sich aber mit einem Punkt auf die Heimreise machen. Am kommenden Samstag folgt ein weiteres Auswärtsspiel, die Reise führt die Esslinger Wasserballer dann in den Westen zu SV Krefeld 72.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren:Marco Watzlawik (Torwart, 1. - 32. Minute), Novak Zugic, Hannes Rothfuß (5 Tore), Matthias Thoma, Valentin Finkes, Mike Troll (2), Robert Roth (1), Michael Müller, Lars Blankenhorn, Lars Hechler, Robin Finkes, Jan Glaser (1) und Moritz Baum (Torwart).


03.11.11

"Wir wollen mit einem Sieg starten"

SV Weiden zum Auftakt mit schwieriger Aufgabe

(prg)

Die lange Vorbereitungsphase und viele Tests sind ab sofort Geschichte, der Ligaalltag beginnt für die Weidener Bundesligawasserballer am kommenden Samstag (Anpfiff um 18,00 Uhr) und jetzt zählen nur noch Tore und Punkte. Zum ersten Punktspiel in der Deutschen Wasserball-Liga erwarten die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden die jüngste Mannschaft der Liga in der Thermenwelt, den OSC Potsdam.

Die Potsdamer, Neuling in der Gruppe A der obersten Deutschen Spielklasse, sorgten bereits vor einer Woche für einen Paukenschlag mit dem 8:7 beim SV Bayer 08 Uerdingen und nehmen sicherlich eine entsprechende Portion Selbstbewusstsein mit in die Oberpfalz. Für Spannung wird sicherlich gesorgt sein, dies verspricht allein schon die Historie der Weiden-Potsdam Begegnungen der letzten Jahre. Die Bilanz spricht zwar nicht unbedingt für die Oberpfälzer, die in den bisherigen Pflichtspielen vier Niederlagen, ein Unentscheiden und einen Sieg zu verzeichnen haben und zwei Vorbereitungsspiele für sich entscheiden konnten. Die Potsdamer gelten jedoch zumindest in der DWL-Gruppe A als unerfahrener gegenüber der Oberpfälzer und gerade darin sehen die SV-ler ihre größte Chance. „Wir konnten die letzte Begegnung gegen Potsdam, während des Turniers beim OSC, relativ sicher gestallten und waren fast durchgehend deutlich überlegen. Doch wir kennen den Unterschied zwischen Vorbereitungsspielen und Ligabegegnungen und sind nach dem Sieg der Potsdamer in Uerdingen gewarnt. Die letzten Tests haben jedoch auch uns Mut gemacht und wir wollen mit einem Sieg in den Ligabetrieb starten. Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, so Betreuer Bernhard Müller im Vorfeld des Spiels.

Wir haben sehr viel gearbeitet und uns speziell auf die Spielart der Potsdamer vorbereitet. Sie sind ein sehr unbequemer Gegner, immer sehr motiviert und konterstark, dass wollen wir mir unserer Erfahrung und körperlichem Fitness unterbinden und hoffen, mit unseren Fans im Rücken, die ersten zwei Punkte einfahren zu können“, äußert sich auch Trainer Luczak vorsichtig optimistisch. „Doch besonders freue ich mich auf die gemeinsame Erfahrung mit Cristian Iordache auf der Trainerbank,“ fügt er hinzu. Cristian Iordache, britischer Nationaltrainer, befindet sich seit über drei Wochen in der Oberpfalz und arbeitete gemeinsam mit Luczak an den letzten Feinheiten vor dem Ligabeginn. Iordache vertrat den Weidener Trainer erfolgreich während des Turniers am vergangenen Wochenende in Plauen, das die Weidener souverän gewannen. Am Samstag wird er gemeinsam mit Luczak auf der Trainerbank des SV Weiden Platz nehmen, bevor er am Sonntag nach Großbritannien zurückkehren wird.

Die Vorbereitungen der Weidener für die fünfte Bundesligasaison verliefen nach Angaben der Verantwortlichen suboptimal. Die Mannschaft wurde nach einem sehr guten Beginn der langen Vorbereitungsperiode nicht von Verletzungen und Krankheiten verschont und konnte kaum ein Testspiel in voller Besetzung absolvieren. Auch jetzt sind nicht alle Spieler in bester Verfassung, doch auch diese Erfahrungen sind den Oberpfälzer nicht fremd und man lernte in der Vergangenheit auch damit umzugehen. Die Max-Reger-Städter hoffen auf volle Ränge und rege Unterstützung ihrer Fans. Der Einlass beginnt um 17,30 Uhr, die Saisonkarten sind an der Abendskasse erhältlich.

Die voraussichtliche Mannschaftaufstellung: Vladimr Srajer im Tor, Thomas Aigner, Stefan Kick, Sven Luczak, Alexander Fritzsch, Alex Schäfer, Hans-Christoph Aigner, Sean King, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold, Sean Ryder, Michael Trottmann, Peter Bronold (Res)


03.11.11

SSV Esslingen reist erneut in den Osten 

Zu Gast bei der SG Neukölln / Wieder knappes Spiel erwartet

von Axel Hänchen

Esslingen - Nach der erfolgreichen Auftakt-Auswärtsreise nach Magdeburg tritt der SSV Esslingen zum zweiten Saisonspiel im nicht minder entfernten Berlin an. Gegner ist die SG Neukölln, die ihrerseits das erste Spiel auswärts beim SV Cannstatt mit einem Tor verloren hat.

SSVE-Trainer Davorin Golubic rechnet wie vergangene Woche wieder mit einer schweren Auswärtsaufgabe: „Ich erwarte eine hochmotivierte Heimmannschaft, aber wir fahren nicht als Touristengruppe nach Berlin. Wir wissen genau, wo wir unsere Chancen zu suchen haben und ich hoffe, dass wir uns noch einmal so kämpferisch zeigen werden wie in Magdeburg.“ In der Tat werden die Berliner alles daran setzen, die Punkte bei sich zu behalten, schließlich haben sie als Ziel ausgegeben, alle Spiele vor heimischem Publikum zu gewinnen, um sich so eine gute Ausgangsposition für die Qualifikation um die PlayOffs zu erspielen. Mit dieser Einschätzung und Zielvorgabe stehen die Berliner nicht ganz alleine da, erwarten doch die meisten Vereine der B-Gruppe eine äußerst spannende Saison mit vielen engen Spielen. Daher könnte sich der etwas überraschende doppelte Punktgewinn der Esslinger Wasserballer gegen Magdeburg am Ende der Hauptrunde als äußerst wichtig herausstellen. Allerdings werden sich die weiterhin ersatzgeschwächten Esslinger nicht auf den gewonnenen Punkten ausruhen, sondern auch in Berlin versuchen, dem Gastgeber ein Bein zu stellen, um nicht mit leeren Händen die lange Rückfahrt antreten zu müssen.

Während der SSVE in der vergangenen Saison in der Qualifikation am OSC Potsdam scheiterte, erreichten die Neuköllner nicht den notwendigen vierten Platz in der B-Gruppe, der sie zur Qualifikation berechtigt hätte. In den PlayDowns gegen den Abstieg siegten sie dann aber gleich in der ersten Runde gegen das nach der Hauptrunde noch besser platzierte Team von Duisburg 98 und vermieden so ebenso wie die Esslinger weitere nervenaufreibende Abstiegsspiele. Die letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften datieren aus der Saison 2009/2010: damals spielten beide Teams noch in der A-Gruppe, Esslingen gewann das Heimspiel klar und war auch in Neukölln mit einem knappen Zwei-Tore-Sieg erfolgreich. An dieser Serie möchten die Esslinger gerne anknüpfen. Anpfiff der Partie in der Schöneberger Schwimmhalle ist am Samstag um 16 Uhr.


03.11.11

DSV 98 empfängt Aufsteiger Köln zur Heimpremiere

von Susanne Becker

Nach dem Unentschieden zum Auftakt in Krefeld wollen die 98er bei ihrem ersten Auftritt der Saison im Schwimmstadion die nächsten Punkte einfahren.

Auch wenn der DSV auf dem Papier der Favorit ist, sind sich die Mannschaft und Trainer Carsten Jocks einig, dass ein hartes Spiel bevorsteht. Liganeuling SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln konnte zwar auf dem Vorbereitungsturnier des DSV 98 vor gut einem Monat klar geschlagen werden, das damalige Ergebnis sollte aber nicht als Maßstab gelten.

Vergangene Woche machten die Domstädter mit ihrem deutlichen 12:5-Auftaktsieg gegen Mitaufsteiger Laatzen auch prompt von sich reden. Maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt war ein alter Bekannter: Vlad Kapsa, früher jahrelang beim Nachbarn ASCD aktiv, erzielte beim Kölner Sieg gleich vier Treffer. Seine Kreise einzuschränken wird sicherlich einer der Schlüssel zum Erfolg für die 98er sein.

Ob der DSV komplett antreten kann, ist hingegen noch nicht klar. Hinter dem Einsatz von Andreas Jürgens und Sven Wies stehen weiter Fragezeichen. Dennoch will die Mannschaft ihren treuen Anhängern einen Sieg bescheren und hofft dabei auf eine erneut tolle Heimspielkulisse wie in den letzten Jahren.

Rund um das Spiel wird es ab 15.00 Uhr wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Catering, Interviews und Musik geben, bevor das Anschwimmen um 16.00 Uhr startet.


03.11.11

SV Cannstatt erwartet SV Krefeld 72

von Uwe Umbach

Auf den SV Cannstatt wartet im Spiel gegen den Krefelder SV 72 am kommenden Samstag (18.00 Uhr, Inselbad Untertürkheim) eine Weichenstellung für die Saison. Eine Woche nach dem Erfolg im ersten Saisonspiel gegen die SG Neukölln geht es für die Cannstatter darum, mit einem Sieg ein Polster für die dann anstehenden sieben Auswärtsspiele in Folge zu schaffen.

Die Krefelder gelten aber landläufig als „Wundertüte“ der B-Gruppe. Die vom ehemaligen Cannstatter Spieler und Trainer Gabor Bujka trainierten Westdeutschen können immer wieder mit überraschenden Erfolgen aufwarten. Das musste nicht zuletzt auch der SVC in der vergangenen Saison erfahren, als die Krefelder im Inselbad beim 10:10 einen Punkt entführten.

Das wird sicher kein einfaches Spiel“, vermutet SVC-Coach Andras Feher. „Krefeld hat diese Saison auch einige neue Spieler und die Motivation in der Mannschaft scheint gut zu sein.“ Außerdem steht erneut hinter dem Einsatz des britischen Nationalspielers Ciaran James (20) ein Fragezeichen. Er laborierte bereits seit längerem an einer Schulterverletzung, die nun wieder aufgebrochen ist. Mit spezieller Physiotherapie soll er fit gemacht werden.


30.10.11

SSV Esslingen zeigt Siegeswillen 

8:9-Auswärtserfolg gegen Magdeburg im ersten Ligaspiel

von Axel Hänchen

Esslingen - Der SSV Esslingen hat trotz personeller Probleme den ersten Sieg im ersten Ligaspiel der neuen Saison gefeiert. Mit 9:8 (2:3, 3:2, 3:1, 1:2) gewannen die Esslinger Wasserballer auswärts bei der Wasserballunion Magdeburg.

SSVE-Trainer Davorin Golubic atmete nach dem nervenaufreibenden Spiel erst einmal tief durch und freute sich: „Das war ein sehr sehr wichtiger Sieg zum Saisonstart. Für uns war es ein ganz schweres Spiel ohne drei wichtige Spieler. Wir haben toll gekämpft und den unbedingten Willen zum Sieg gehabt. Aber im letzten Viertel war es für das junge Team gegen den erfahrenen Gegner wirklich alles andere als einfach. Ich bin sehr zufrieden und hoffe, dass wir genauso weitermachen.

Zu Beginn der Partie sah es überhaupt nicht danach aus, dass der SSVE in Magdeburg am Ende als Sieger aus dem Wasser steigen würde. Die Ausfälle von Linkshänder Hannes Glaser und den beiden Centerspielern Michael Müller und Tim Hornuf schienen zu schwer zu wiegen. Das Heimteam überrollte die Esslinger regelrecht und führte nach nicht einmal vier Spielminuten mit 3:0. Zielstrebigen und souveränen Magdeburgern standen verunsicherte und ohne Durchschlagskraft agierende Esslinger gegenüber. Ein von Mike Troll erfolgreich abgeschlossenes Überzahlspiel bedeutete den Weckruf für die Gäste. Die nun etwas stabilisierten Esslinger kamen durch Hannes Rothfuß noch vor der ersten Viertelpause zum 2:3-Anschlusstreffer. Gleich zu Beginn des zweiten Abschnittes erzielte Mannschaftskapitän Robert Roth den Ausgleich. In der Folgezeit entwickelte sich ein spannendes Spiel mit wechselnden Führungen. Der von Spandau 04 zu Magdeburg gewechselte Ungar Tamas Kuncz traf zur erneuten Führung der Gastgeber. Es folgten fünf kuriose Minuten, speziell für den Esslinger A-Jugendlichen Lars Hechler: zunächst verursachte der 18jährige einen Strafwurf, den die Hausherren aber vergaben und im direkten Gegenzug traf er mit einem sehenswerten Schuss zum Ausgleich. Magdeburg ging noch einmal mit 5:4 in Führung, doch erneut Lars Hechler markierte fünf Sekunden vor der Halbzeit den Ausgleichstreffer.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Esslinger hochkonzentriert. Jeweils mit ihrem zweiten Treffer brachten Hannes Rothfuß und Mike Troll die Süddeutschen erstmals mit 7:5 in Führung, während Magdeburg einen weiteren Strafwurf nicht im Kasten des stark agierenden Esslinger Torhüters Marco Watzlawik unterbringen konnte. Centerverteidiger Mike Troll, bereits seit der 13. Spielminute mit zwei persönlichen Fouls belastet, bewies einmal mehr seine Torgefährlichkeit und traf zum 8:5. Überhaupt war die Foulbelastung mit drei Hinausstellungen auf Magdeburger Seite und acht Hinausstellungen sowie zwei Strafwürfen zu Lasten der Esslinger ungleich verteilt, insbesondere hatte der SSVE in der gesamten zweiten Spielhälfte kein einziges Überzahlspiel mehr. Angefeuert von den zahlreichen Zuschauern in der Magdeburger Elbeschwimmhalle kämpften sich die von Juniorennationaltrainer Vlad Hagiu betreuten Hausherren noch einmal heran. Kapitän Christopher Bott erzielte drei Minuten vor dem Abpfiff gar den 8:8-Ausgleichstreffer. Doch die Gäste wollten nicht mit leeren Händen die lange Heimfahrt antreten und schafften direkt anschließend durch den dreifachen Torschützen und „Spieler des Tages“ Hannes Rothfuß die erneute Führung. Nun sollte es endgültig ein Nervenspiel werden, die beiden Trainer versuchten mit drei Auszeiten in den letzten 100 Sekunden alles, doch sollte der Treffer des Esslinger Vizekapitäns der letzte der Partie bleiben.

Die Freude bei den mit einem Durchschnittsalter von 19,3 Jahren angetretenen Esslingern war nach dem Schlusspfiff riesig, war aufgrund der Ausfälle und nach den ersten Spielminuten der doppelte Punktgewinn im ersten Spiel der neuen Saison doch überraschend. Nun heißt es, den Schwung mitzunehmen, schließlich wartet mit der Auswärtspartie nächste Woche bei der SG Neukölln eine weitere schwere Aufgabe.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: Marco Watzlawik (Torwart, 1. - 32. Minute), Novak Zugic, Hannes Rothfuß (3 Tore), Matthias Thoma, Valentin Finkes, Mike Troll (3), Robert Roth (1), Lars Blankenhorn, Lars Hechler (2), Robin Finkes, Jan Glaser und Moritz Baum (Torwart).


27.10.11

Schwerer Brocken zum Auftakt

SV Cannstatt erwartet SG Neukölln

von Uwe Umbach

Jetzt wird es ernst für den SV Cannstatt in der deutschen Wasserball-Liga. Zum Saisonauftakt (Samstag 16.00 Uhr) erwarten die Cannstatter im heimischen Inselbad gleich einen ganz schweren Brocken. Die SG Neukölln hat sich mit ihrem deutlichen Erfolg beim letzten Vorbereitungsturnier in Hamm in eine Favoritenrolle der B-Gruppe der DWL gespielt.

Das wird sicher sehr schwer,“ prophezeit SVC-Coach Andras Feher, der nicht an einen „Spaziergang“ gegen die Berliner glaubt. Mit Sascha Paczyna, Rene Grotzky und Axel Kirsch greifen die Neuköllner auf einen Kern bewährter Kräfte zurück, die teilweise auch schon beim Serienmeister Spandau 04 ins Wasser stiegen. Außerdem kommen starke Neuzugänge hinzu, wie der Ungar Balasz Takacs (bisher Budapest) und Jens Standke, der lange beim B-Gruppen-Konkurrenten Duisburg 98 aktiv war.

Als „suboptimal“ bezeichnete Cannstatts Coach den Endspurt in der Vorbereitung, nachdem Anfang dieser Woche das Training im Inselbad aus wegen technischer Probleme mit der Wasserqualität abgesagt werden musste. Die Bäder-Verantwortlichen haben die Probleme zwar zwischenzeitlich im Griff, aber die ausgefallenen Trainingseinheiten können so kurz vor Saisonstart nicht mehr nachgeholt werden.

Dazu kommt, dass SVC-Neuzugang Ciaran James sich mit Bronchialproblemen abmelden musste. Ob der englische Nationalspieler nach der vom Arzt verordneten Zwangspause am kommenden Samstag ins Wasser des Inselbads steigen kann, ist noch ungewiss. Auf jeden Fall werden die Cannstatter nach der Auftaktbegegnung schlauer sein, wo die Mannschaft steht.


27.10.11

"Die Jungs brennen auf das erste Spiel"

SV Duisburg 98 tritt in Krefeld an

von Susanne Becker

Nach Abschluss aller Vorbereitungsmaßnahmen und nur wenige Tag vor dem ersten Bundesligaspiel zeigte sich Carsten Jocks, seit Sommer 2011 Trainer der ersten Auswahl des DSV 98, mit den Ergebnissen der Arbeit bisher zufrieden.

Wir haben uns mit Het Ravijn zwei Tage in den Niederladen vorbereitet, haben gegen SVK72 und Bayer Uerdingen Testspiele absolviert, ein eigenes Vorbereitungsturnier mit den Gruppengegnern Köln, Esslingen und SVK72 ausgerichtet und waren jetzt zuletzt beim Rölfspartner-Cup in Hamm. Bis auf die letzte Partie gegen die SGW Hamm/Brambauer war ich mit allen Spielen sehr zufrieden. Die Auftaktpartie des Turniers gegen den gefühlten Dauerrivalen Krefeld 72 konnte gewonnen werden und auch wenn gegen Neukölln und Potsdam Niederlagen zu verzeichnen waren, war ich mit dem Verlauf beider Spiele sehr zufrieden. Es ging hier nicht um Siege, sondern einzig um die Möglichkeit noch an taktischen Varianten zu arbeiten und Fehler aufzuzeigen, die man dann noch rechtzeitig vor dem ersten Bundesligaspiel abstellen kann,“ so der Trainer.

Auch der neue Kapitän der 98’er, Jan Janzen, präsentierte sich hoffnungsvoll. „Die Vorbereitung war wirklich hart. In der Konditionsphase verdreht dann doch so mancher mal die Augen, wenn der Trainer das Schwimmprogramm für den Abend ankündigt. Uns allen ist aber klar, dass uns eine lange Saison erwartet und die Kondition unbedingt auch hinten heraus reichen muss. Wir alle wissen, dass die wichtigsten Spiele bei derzeitigem Modus erst in den letzten Wochen der Saison gespielt werden.

Auch Sven Wies, neuer ‚Zweiter Kapitän‘ konnte sich da nur anschließen. „Wir haben lange Zeit keinen Ball gesehen und sind jetzt alle wirklich heiß darauf, dass es endlich los geht. Die Zeit der Vorbereitung war bei uns in dieser Saison, bedingt durch die vielen Neuzugänge, auch eine Zeit der Integration. Ich habe jetzt das Gefühl, dass sich alle neuen Spieler bei uns wirklich angenommen und wohl fühlen.

Eine besondere Herausforderung war in den letzten Wochen sicherlich, die Sprachbarrieren bei den beiden neuen Nationalspielern zu überwinden. Manches Mal hatte ich da schon meine Probleme mit der Umsetzung der taktischen Vorgaben,“ erklärte Carsten Jocks schmunzelnd.

Mihael Petrov (Bulgarien) und Wojciech Leszek (Polen) haben neben den Trainingseinheiten bei den 98’ern auch noch regelmäßig Maßnahmen mit den jeweiligen Nationalmannschaften ihrer Länder auf dem Programm. So wurde Wojciech für einige Tage nach Potsdam bestellt, um dort mit der polnischen Nationalmannschaft einige Trainingsspiele gegen den OSC zu absolvieren. Beide Spieler werden dem DSV 98 allerdings vermutlich selten gleichzeitig zur Verfügung stehen, denn nach Wettkampfbestimmungen dürfen nur zwei Ausländer pro Spiel aufgestellt werden und die Duisburger haben bekanntlich bereits seit 2010 den rumänischen Keeper Paul Constantin verpflichtet.

In Hinblick auf die anstehende Partie sind sich Carsten Jocks, Jan Janzen und Sven Wies einig: „Die Jungs brennen jetzt wirklich darauf, das erste Spiel zu machen!

Wir starten gegen eine Mannschaft, mit der wir noch verschiedene Rechnungen offen haben und wir haben uns vorgenommen als Sieger aus dem Wasser zu steigen,“ so der neue Kapitän.

Carsten Jocks sieht der Auswärtspartie am kommenden Samstag gespannt entgegen: „Das sind zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Wenn wir einen guten Tag haben, dann schlagen wir SVK – wenn sie einen guten Tag haben, dann schlagen sie uns. Eine wirklich anspruchsvolle Aufgabe erwartet uns zum Saisonauftakt.

Gespannt sind die Fans auf die erste Besetzung des neuen Teams, wobei Carsten Jocks nicht aus dem Vollen schöpfen kann: Andreas Jürgens und Sven Wies fallen aus gesundheitlichen Gründen aus, Mihael Petrov aufgrund der Ausländerregelung. Beobachter haben feststellen können, dass sich Center Jörn Dammann (‚der Metzger‘) offensichtlich in die Mannschaft spielen konnte. Ob der Trainer einem der Nachwuchsspieler die Chance geben wird, sich in dem schwierigen Spiel einzubringen, bleibt abzuwarten. Tom Graue, gerade A-Jugend Meister mit dem ASCD geworden, konnte bisher an noch wenigen Maßnahmen teilnehmen, ebenso lauern sicherlich Jan Bilstein, Pascal Banse und Benjamin Pleiß (alle eigene Jugend) auf ihre Chance sich zu präsentieren.


27.10.11

SSV Esslingen startet Ligabetrieb in Magdeburg 

Problematische Trainingswoche / Schwere Partie erwartet

von Axel Hänchen

Esslingen - Der SSV Esslingen startet nach dem erfolgreichen Auftritt beim Pokalspiel in München am kommenden Samstag nun auch in die Liga: um 18 Uhr gastieren die Esslinger Wasserballer bei der WU Magdeburg in der Elbeschwimmhalle.

Alle warten gespannt auf den Ligastart. Schließlich war die Vorbereitung lang und anstrengend. Aber die Vorfreude beim Wasserball-Bundesligisten ist nicht gänzlich ungetrübt. Neben den verletzten Spielern „kränkelte“ nun auch noch das Inselbad und damit das Trainings- und Spielbad der Esslinger vor sich hin. Technischen Problemen sind so schon drei Trainingseinheiten zum Opfer gefallen. Allerdings gibt es auch Positives zu berichten: Während Hannes Glaser (Schulterverletzung) und Tim Hornuf (Handbruch) weiterhin ausfallen, konnte Robin Finkes (Rückenbeschwerden) wieder voll trainieren und so steht seinem Einsatz am Samstag nichts im Wege. Ebenfalls wieder dabei sein werden die B-Jugendlichen Valentin Finkes und Jan Glaser, die beim Pokalspiel in München noch aufgrund der Jugendmeisterschaft gefehlt hatten. „Magdeburg wird ein sehr motivierter Gegner sein und sie rechnen mit diesen zwei Punkten. Wir werden alles dafür tun, dass die Punkte nicht dort bleiben, auch wenn wir nicht komplett sein werden. Es wird sehr schwer, aber wir werden nicht von vorneherein die weiße Fahne schwenken“, gibt sich SSVE-Trainer Davorin Golubic kämpferisch.

Die Esslinger Wasserballer waren in der vergangenen Saison als Siebtplatzierte der A-Gruppe in der Relegation um die Teilnahme an den PlayOffs am OSC Potsdam (Zweitplatzierter der B-Gruppe) gescheitert und damit in die B-Gruppe gerutscht. Die Magdeburger schafften als Erstplatzierte der B-Gruppe und großer Favorit den Sprung in die A-Gruppe nicht, da sie an Bayer Uerdingen scheiterten. Dasselbe Schicksal ereilte die Ostdeutschen bereits ein Jahr zuvor, als sie von der gleichen Ausgangsposition gegen den SV Würzburg 05 den Kürzeren zogen. In der Sommerpause vollzog sich bei Magdeburg nun ein Umbruch, da einige Spieler das Team verließen, neue hinzukamen und die Mannschaft verjüngt wurde. Doch mit einer jungen Mannschaft kommt der Magdeburger Trainer Vlad Hagiu gut zurecht, schließlich ist der rumänische Olympiateilnehmer von 1996 (Atlanta) auch Trainer der deutschen Junioren-Nationalmannschaft.


21.10.11

Interview mit SSVE-Trainer Davorin Golubic 

Saisonbeginn mit Pokalspiel in München / Lange Verletzungsliste

Esslingen - Nach neun Wochen harter Vorbereitung startet Wasserball-Bundesligist SSV Esslingen am kommenden Samstag in die neue Saison. Los geht es mit dem Pokalspiel bei Zweitligist SG Stadtwerke München. Aktuell plagen den SSVE große Verletzungssorgen.

Am Samstag um 17.30 Uhr erfolgt im Anton-Fingerle-Schulzentrum in München der Anpfiff für die Bundesligawasserballer des SSV Esslingen in die Saison 2011/2012. Gegner in der zweiten Pokalrunde ist die Zweitliga-Mannschaft der SG Stadtwerke München. In einem Interview gibt SSVE-Trainer Golubic einen Rückblick auf die Vorbereitungsphase, einen Ausblick auf die neue Saison sowie auf die anstehende erste Partie.

Herr Golubic, Ihre zweite Saison in Ihrer zweiten Amtszeit beim SSVE. Wie war die Vorbereitung?

Davorin Golubic: „Wir haben jetzt neun Wochen sehr gut gearbeitet, hatten viel mehr Trainingsspiele als letzte Saison. Wir haben an einem Turnier in Duisburg teilgenommen und selbst zwei Turniere ausgerichtet. In den ersten drei Wochen stand selbstverständlich die allgemeine Vorbereitung auf dem Programm, d. h. viel Schwimmen, viel Krafttraining, auch außerhalb des Wassers. In der zweiten Phase haben wir die allgemeine Vorbereitung mit speziellem Wasserballtraining verknüpft, also auch viele Trainingsspiele gemacht. Diese Phase dauerte bis letzte Woche, jetzt befinden wir uns in der „Spielphase“, die Saison kann also beginnen. Leider hatten wir in letzter Zeit sehr viel Pech mit Verletzungen. Aktuell sind noch drei Spieler verletzt: Centerspieler Tim Hornuf hat sich beim Turnier in Duisburg beim letzten Spiel am Ende die rechte Mittelhand gebrochen und fällt insgesamt mindestens sieben Wochen aus. Centerverteidiger Robin Finkes hat bei der A-Jugend-Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft einen Schlag auf den Rücken bekommen und seither große Rückenprobleme. Seit etwa vier Wochen kann er gar nicht oder nur sehr eingeschränkt trainieren und befindet sich in physiotherapeutischer Behandlung. Auch er wird bis auf weiteres ausfallen. Der dritte im Bunde ist Neuzugang Hannes Glaser. Er hat sich beim Trainingsspiel gegen Crocera Genova im Inselbad eine Verletzung an der Schulter zugezogen und wird ca. drei bis vier Wochen Pause machen müssen. Damit fehlt uns unser schussgefährlicher Linkshänder auch noch. Alle drei sind sehr wichtige Faktoren in der Mannschaft, da im Wasserball bekanntermaßen viel durchgewechselt wird.“

Kann man denn trotz dieser Verletztenliste der Vorbereitung etwas Positives abgewinnen?

Davorin Golubic: „Ja natürlich, außer diesen Problemen bin ich wirklich sehr zufrieden, da die Mannschaft gut gearbeitet hat und die Jungs verstanden haben, worum es geht. Die Trainingsbeteiligung war sehr gut und eine stetige Leistungssteigerung während der Vorbereitung war sichtbar.“

Wie ist die Zielsetzung des SSVE für die neue Saison?

Davorin Golubic: „Das Ziel ist ganz klar der Wiederaufstieg in die A-Gruppe der Deutschen Wasserball Liga. Dafür werden wir alles tun, aber es gibt natürlich keine Garantie. Unsere B-Gruppe ist sehr gleichmäßig besetzt, ich denke, dass jeder jeden schlagen kann. Eventuell fallen die beiden Aufsteiger leistungsmäßig etwas ab, aber auch dort wird es auswärts nicht einfach.“

Die ersten drei Spiele sind alle auswärts, in Magdeburg, Neukölln und Krefeld. Das ist doch ein Nachteil, oder?

Davorin Golubic: „Mit dem Pokalspiel in München sind es sogar vier Auswärtsspiele in Folge. Aber es gibt wie immer zwei Sichtweisen. Zum einen könnte man sagen, dass wir dann ja im späteren Saisonverlauf auch mehr Heimspiele haben werden, was von Vorteil sein kann, zum anderen haben wir jetzt natürlich Pech mit unseren verletzten Spielern und müssen dazu noch auswärts ran. Das ist für die Motivation nicht gerade von Vorteil.“

Kommen wir zum Kader. Wie groß ist er und hat er sich stark verändert?

Davorin Golubic: „Nein, große Veränderungen gab es nicht, wir haben nach wie vor einen sehr sehr jungen Kader mit vielen A- und sogar B-Jugendspielern. Mit den ganz jungen 15jährigen Spielern umfasst unser Kader ca. 20 Mann. Die Rückkehrer vom SV Cannstatt Moritz Baum und Hannes Glaser sind ein Signal dafür, dass wir letztes Jahr gut gearbeitet haben und einen Fortschritt gemacht haben. Wir haben mit den beiden über unsere Ziele gesprochen und daher wollten sie wieder beim SSVE spielen. Kapitän Robert Roth mit seinen 28 Jahren sowie Michael Müller mit 27 Jahren werden die Mannschaft führen und sind die wichtigsten Stammkräfte im Team. Sie helfen den jüngeren Spielern im Wasser mit ihrer Erfahrung, aber vor allem auch mit ihrer Leistung. Sie sind wahre Vorbilder und wir freuen uns sehr, die beiden zu haben. Torwart Michael Knelangen steht uns nicht mehr zur Verfügung, da er sein Studium in Frankreich fortsetzen muss. Auch Miro Tadin ist in seine Heimat zurückgekehrt und spielt nun beim OSC Potsdam. Außerdem ist Novak Zugic von DWL-Absteiger SGW Leimen/Mannheim neu in unserem Kader. Er ist zwar erst 16 Jahre alt, aber in Zukunft eine Alternative auf der Centerposition. Unserer Philosophie folgend, haben sich auch diese Saison einige Jugendspieler dem SSVE angeschlossen, die sich aufgrund ihres Talents einmal zu einem Bundesligaspieler entwickeln könnten. Dafür werden wir die Plattform bieten.“

Kommen wir zum ersten Spiel. Was ist vom Auftakt in München zu erwarten?

Davorin Golubic: „Wir sind Favorit, natürlich erwarte ich einen Sieg. Wir sind die bessere Mannschaft, aber das müssen wir erst einmal im Wasser zeigen. Das Becken in München ist sehr klein, wir müssen uns dort also erst einmal zurechtfinden, da das nicht normal für uns sein wird. Da wir eine sehr junge Mannschaft sind, müssen wir vorsichtig sein. Außerdem sind wir nicht komplett, also müssen wir kämpfen.“

Der Kader des SSV Esslingen:

Torhüter: Moritz Baum (19 Jahre), Adrian Hausmann (17) und Marco Watzlawik (18). Feldspieler: Tobias Bader (17), Lars Blankenhorn (19), Robin Finkes (19), Valentin Finkes (16), Hannes Glaser (19), Jan Glaser (17), Lars Hechler (18), Tim Hornuf (19), Michael Müller (27), Robert Roth (28), Hannes Rothfuß (21), Matthias Thoma (21), Mike Troll (20) und Novak Zugic (16).


20.10.11

SV Weiden zum Auftakt gegen "Aufsteiger" Potsdam 

Fünfte Saison in der deutschen Wasserball-Liga

(prg)

Die Weidener Wasserballer sind schon lange keine Unbekannten mehr in der Deutschen Wasserballwelt. Jetzt, in der fünften Saison im Deutschen Oberhaus, spielen sie zum zweiten Mal unter den besten acht Teams der Bundesrepublik. Nach dem sensationellen sechsten Platz in der Runde 2009/10 erspielten sich die Oberpfälzer damals die Teilnahme in der Hauptrunde A (ehemals Meisterrunde) der Deutschen Wasserball Liga, die Zugehörigkeit bestätigten sie auch in der letzten Saison, nachdem sie den 6. Rang wiederholten. Am 5. November beginnt die neue Saison für die Max-Reger-Städter mit einem Auftaktspiel in der heimischen Thermenwelt (Anpfiff um 18,00 Uhr). Nicht nur dieses Spiel, sondern auch die gesamte Runde stellt eine neue Herausforderung für die Weidener Mannschaft dar, auch wenn sie in allen Vorbereitungsspielen und Turnieren gegen die direkte Konkurrenz teilweise überzeugen konnten.

Potsdam konnte sich am Ende der letzten Saison gegen den Siebten der Hauptgruppe A, SSV Esslingen in der Relegationsrunde durchsetzten und qualifizierte sich damit für die diesjährige „Meisterrunde“. Die Max-Reger-Städter können leider keine gute Bilanz in Vergleichen mit den Brandenburgern vorweisen. In den Pflichtspielen gab es nur einen Sieg, ein Unentschieden und vier Niederlagen für die Oberpfälzer. In den Vorbereitungen gewannen die Weidener dafür beide Spiele, letztes Jahr und zuletzt Anfang Oktober beim Hueber-Cup in Potsdam. Natürlich wollen die SV-ler ihre Bilanz bereits zum ersten Saisonspiel in der Thermenwelt verbessern. Eins scheint jetzt schon sicher zu sein, an Spannung wird es auch in der kommenden Saison nicht mangeln. Die Oberpfälzer hoffen erneut auf rege Unterstützung ihrer Anhänger und gut besuchte Heimspiele. Die gesamte Hauptrunde wird auch im regionalen Fernsehen "Oberpfalz TV" in Zusammenfassungen zu sehen sein. Die Spiele werden durch die Fitness und Physiotherapie Zwick in Weiden bei OTV präsentiert.

Die Dauerkarten für die gesamte Saison werden vor dem ersten Spiel am 27.11.2011 an der Abendkasse erhältlich sein. Die Preise (Einzel/Dauerkarte): Erwachsene (5,00/40,00€), Jugendliche ab 13 Jahre (3,00/25,00 €), Jugendliche und Kinder bis 13 Jahre haben freien Eintritt.