Verschiedenes

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Sammlung von Themen, die nicht direkt dem Ligabetrieb, Pokalwettbewerben oder ähnlichem zuzuordnen sind. Weitere Artikel oder Information sind herzlich willkommen (Mail).


13.01.12

Nationalkader mit acht Badenern

von Claus Bastian

Im Vorfeld der in dieser Woche beginnenden Europameisterschaften der Frauen und Männer in Eindhoven hat die Sparte Wasserball im Deutschen Schwimm-Verband die neuen Nationalkader aller Leistungsklassen mit 109 Männern und 61 Frauen berufen. Davon kommen acht aus dem Bereich des Badischen SV vom SV Nikar Heidelberg (5) und der SGW Leimen/Mannheim (3). Vom Heidelberger Frauen-Bundesligisten wurde das Quartett Sina van der Bosch, Nadja Kreis, Anne Reuter und Luise Zimmermann in den 27-köpfigen A-Kader der Nationalmannschaft benannt. Weiterer Nikarianer ist im C1-Kader der Junioren der 19-jährige Timo van der Bosch.

Zweitligist SGW Leimen/Mannheim stellt im C3-Kader der "U15" das Trio Philip Charisis, Martus Simeon und Kai Widmann.


11.01.12

Wasserballtrainer Wittner macht Schluss bei SSG Weil

von Claus Bastian

Das war für die meisten in der Sparte Wasserball bei der SSG Weil ein echter, verspäteter Neujahrsknaller. Nach nicht weniger als 22 Jahren ununterbrochener, ehrenamtlicher Tätigkeit hat Jürgen Wittner seinen Rücktritt als Trainer beim Stammverein im Dreiländereck erklärt. Der 43-Jährige will künftig nur noch als Aktiver, Wasserballwart und Schiedsrichter seiner Sportart die Treue halten.

"Nach einer so langen Zeit fehlt mir in meinem Alter die nötige Motivation und zudem fehlen uns im Verein genügend Jugendliche für den Bereich Wasserball," begründete der Familienvater und hauptberuflich Beamte im Zolldienst den für sein Umfeld unerwarteten Entschluss. Begonnen hatte es in der Wittner-Ära mit bemerkenswerten Erfolgen einstiger Jugendmannschaften auf süddeutscher Ebene: 1987 in Darmstadt C-JugendFünfter; 1990 in Esslingen A-Jugend Dritter; 1993 nach Hin- und Rückspiel mit SSV Esslingen B-Jugend Meister. Die beiden letzten Erfolge brachten den Weiler Wasserballern die Auszeichnung durch die Stadtverwaltung als "Mannschaft des Jahres". Besonders stolz ist Wittner auch über den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg für die Saison 1998/99.

Für die Verantwortlichen in der Vereinsführung der SSG Weil und bei den älteren Kaderspieler stehen nun die Bemühungen um einen Wittner-Nachfolger bis zum nächsten Spieltag in der Verbandsliga Mitte Februar im Blickpunkt.


08.01.12

SV Weiden mit Jahresauftakt nach Maß

Turniersieg in Berlin / Catovic überzeugt

(prg)  "So kann das Jahr weitergehen", freuten sich die die Weidener Wasserballer nach ihrem ersten Erfolg des Jahres in Berlin. In der Schöneberger Schwimmhalle gewann die leicht dezimierte Bundesligamannschaft des Schwimmvereines Weiden das internationale Neujahresturnier der SG Schöneberg. Besonders erfreulich waren die zwei Siege gegen die direkten Ligakonkurrenten OSC Potsdam und SC Wedding Berlin.

Das Turnier mit dem internationalen Teilnehmerfeld begann bereits am Freitag Nachmittag, die Weidener Mannschaft griff jedoch erst am Samstag ins Spielgeschehen ein und musste die Schwierigkeit hinnehmen, drei Spiele innerhalb von gut vier Stunden zu absolvieren. Trotz des Ausbleibens von vier Weidener Schlüsselspieler meisterten die Weidener ihre Aufgaben in der Gruppenphase sehr souverän und gewannen alle drei Begegnungen. Im ersten Spiel lief das Spiel der Oberpfälzer Anfangs noch nicht ganz rund, sie fanden jedoch im Laufe des Spiels immer besser ihren Rhythmus und schlugen am Ende den Gastgeber und Zweitligisten SG Schöneberg mit 15:2 Toren.

Im zweiten Spiel mussten sich die finnischen Erstligisten von Cetus Espoo eine Lektion vom Schwimmverein Weiden abholen und hatten am Ende chancenlos mit 0:20 das Nachsehen. Das dritte Spiel der Max-Reger-Städter gegen den OSC Potsdam sollte den Gruppensieger und damit den ersten Finalisten des darauffolgenden Sonntags ermitteln. Nach einem sehr spannenden Spiel stiegen schließlich die Weidener als Sieger aus dem Becken. Das Spiel wurde erst vier Sekunden vor Schluss entscheiden, nachdem beim Stand 2:2 ein Potsdamer Spieler sich eine Tätlichkeit im eigenen Strafraum leistete und damit den Strafwurf für die SV-ler verursachte, den Serkan Dogdu in gewohnt sicherer Manier zum 3:2 Sieg verwandelte.

Im letzten Spiel des Turniers kam es zur nächsten Begegnung der Bundesligisten. Die Weidener trafen im Finale des Turniers auf den Sieger der Gruppe A, SC Wedding Berlin. Das Spiel verlief sehr ausgeglichen mit wechselnden Führungen und stetigen Ausgleichstreffern. Die Weddinger gingen im dritten Viertel mit 6:4 in Führung, doch konnten sie den Vorsprung nicht lange halten. Die Oberpfälzer holten auf, siegten nach einer starken Vorstellung im letzten Viertel mit 10:8 Toren und holten sich damit den Turniersieg.

Der erwünschte Trainingseffekt wurden während der Veranstaltung in der Hauptstadt erreicht und vier Siege in den ersten Spielen des Jahres machen Mut und bringen die notwendige Motivation für die kommenden Trainingswochen, die als Vorbereitung für die wichtige Rückrunde der Deutschen Wasserball-Liga zu absolvieren sind. Alle Spieler überzeugten schon mal hinsichtlich Mannschaftsmoral und in taktischer Hinsicht, die körperliche Verfassung muss noch verbessert und weitere Spielvarianten verfeinert werden. Der „zur Probe“ mitreisende Serbe Mirel Catovic (18) überzeugte den Weidener Trainer und bekam die Zusage für die nächste Saison. Es bleib ihm noch einen passenden Studienplatz zu finden, um den Transfer zu seinem Wunschverein aus der Oberpfalz perfekt machen zu können. „Mirel ist ein junger und gut ausgebildeter Spieler mit viel Potenzial und der richtigen Einstellung. Er passt sowohl spielerisch als auch menschlich zu uns. Es wäre schön, wenn es klappen würde“, urteilt Trainer Luczak nach den Auftritten des 18-jährigen in Berlin.

Endstand

1 SV Weiden
2 SC Wedding Berlin
3 OSC Potsdam
4 Slagelse SK (Dänemark)
5 Akonia Stettin (Polen)
6 Cetus Espoo (Finnland)
7 SV Poseidon Hamburg
8 SG Schöneberg Berlin

SV Weiden: Vladimir Srajer und Florian Modl im Tor, Thomas Aigner, Stefan Kick, Alexander Fritzsch, Thomas Kick, Mirel Catovic, Hans-Christoph Aigner, David Milosavljevic, Serkan Dogdu, Andreas Jahn und Jakob Ströll. Trainer Irek Luczak, Betreuer Bernhard Müler


06.01.12

Trainingseffekt steht im Vordergrund

SV Weiden beim Neujahrsturnier in Berlin

(prg) Nach einer 10-tätigen Weihnachtstrainingspause nahmen die Weidener Bundesligawasserballer bereits am vergangenen Dienstag das Training auf und testen gleich am ersten Wochenende des Jahres beim internationalen Neujahresturnier in Berlin. Die Weidener nahmen die Einladung des Zweitligisten SG Schöneberg Berlin dankend an, um die spielfreie Zeit (am 4. Februar das erste Ligaspiel) mit einem Trainingsturnier einzuleiten und am persönlichen Abschied vom Wasserballgeschäft des Machers der Schöneberger Werner Ostermann teilzunehmen. „Ich kenne Werner seit 1977 aus meiner Zeit in Polen, wir pflegten einen engen Kontakt mit ihm, die Bekanntschaft entstand noch zwischen meinem Vater und Werner. Einige meiner Mannschaftskameraden starteten ihre „deutsche“ Laufbahn bei ihm. Für mich ist es eine Ehrensache, Werner bei seinem  Abschiedsturnier zu begleiten“, erklärte Trainer Luczak seine Entscheidung, für dieses Turnier zu melden.

Die Vorbereitung für die Rückrunde der Deutschen Wasserball-Liga soll die Mannschaft mit gezieltem Training für die entscheidenden Partien schlagkräftig machen. Die Weidener starten in diesem Turnier zwar nicht in der gewöhnlichen Ligaaufstellung, wollen jedoch für Spielpraxis der Ergänzungsspieler sorgen und einen potenziellen Neuzugang für die nächste Saison testen. Die Britten Sean King und Sean Ryder befinden sie seit Ende Dezember im Training mit der Britischen Olympiamannschaft und bereiten sich für das schwere Weltliga-Spiel am 11.Januar in Russland (Kirishi) vor. Florian Bronold und Sven Luczak mussten aufgrund ihrer Studien-Verpflichtungen passen. Dafür bekommen die Nachwuchsspieler Peter Bronold (18) und David Milosavljevic (17) ihre Chancen, sich für die Bundesligamannschaft zu empfehlen und mit dem jungen Serben Mirel Catovic (18) vom Serbischen Erstligisten VK Vojvodina wird sogar der erste potenzielle Neuzugang der Saison 2012/13 unter die Lupe genommen. Trainer Luczak lud ihn nach seinem Probetraining in Weiden zum Mitspielen in Berlin ein. „Mirel ist ein junger Spieler mit guter Ausbildung und großem Potenzial, er würde gut zu uns passen. Ich möchte ihn jetzt im Spiel und außerhalb des Beckens besser kennen lernen. So ein Turnier eignet sich sehr gut dafür“, meint Irek Luczak. Außerdem stößt Nationalspieler Thomas Kick nach seinem USA-Aufenthalt wieder zum Team und kann unter seiner Abstinenz im Spielbetrieb der Weidener einen Schlussstrich ziehen und sich erneut in das System der Weidener einspielen.

Das Turnierfeld ist in diesem Jahr sehr interessant geworden. Es wird in zwei Vorrunden gespielt und am Sonntag um die Platzierungen. Die Weidener bekommen es mit den Finnen von Cetus Espoo, dem OSC Potsdam (DWL-A) und dem Gastgeber SG Schöneberg (2. Wasserball-Liga Ost) zu tun. In der anderen Gruppe streiten sich SK Slagelse (Dänemark), Arkonia Stettin (Polen), SC Wedding Berlin (DWL-A) und Poseidon Hamburg (2. Wasserball-Liga Nord) um die Plätze. Die jeweiligen Sieger der Gruppen spielen am Sonntag im Finale um den Turniersieg, die Zweitplatzierten um den dritten Platz und so weiter. Die Organisatoren sind der Bitte der Weidener entgegengekommen und teilten sie erst ab Samstag ins Turnier ein, obwohl die ersten vier Partien bereits am Freitag stattfinden. Das bringt die Schwierigkeit, dass die Weidener drei Spiele innerhalb von vier Stunden zu absolvieren haben. Doch sie sehen es als Herausforderung und setzten auf gute Trainingseffekte dieser Belastung. „Wir fahren nach Berlin um zu trainieren, diese Belastung kommt uns in dieser Trainingsphase gerade gelegen“, so der Tenor des SV-Teams.

Die Aufstellung der Weidener für Berlin: Vladimir Srajer und Florian Modl im Tor, Thomas Aigner, Stefan Kick, Alexander Fritzsch, Thomas Kick, Peter Bronold, Hans-Christoph Aigner, Mirel Catovic, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Jakob Ströll und David Milosavljevic


31.12.11

Lagerkoller unerwünscht

DSV-Wasserballer bereiten sich im OSP Heidelberg auf die EM vor

von Nikolas Beck

Heidelberg. "Im Becken oder im Kraftraum trainieren, essen und schlafen. Wir haben extrem kurze Wege, alles an einem Fleck." Für Hagen Stamm, den Bundestrainer der Herren-Wasserballnationalmannschaft, liegen die Gründe, sich in Heidelberg auf die Europameisterschaften vorzubereiten, auf der Hand. Bereits zum vierten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre schlägt die deutsche Auswahl im Olympiastützpunkt ihre Zelte auf. "Die Bedingungen sind einfach optimal", schwärmt der 51-Jährige nicht nur von den Trainingseinrichtungen, sondern vor allem von der "wunderschönen Stadt."

Seit dem fünften Dezember ist der Nationalmannschafts-Tross - mit Ausnahme der Weihnachtstage - zusammen unterwegs. Der Weg der Vorbereitung führte zunächst nach Hannover, dann nach Berlin und in die Niederlande, seit Dienstag wird am Neckar im Wasser gearbeitet. Umso wichtiger ist es Stamm, seinen Schützlingen nicht nur Schwimmhalle und Fitnessraum zu zeigen. Die Sehenswürdigkeiten der Altstadt ließen einen Lagerkoller erst gar nicht aufkommen. Auch den Übernachtungen im OSP-Internat kann Stamm etwas Positives abverlangen: "Dann kommen die Jungs mal wieder runter und kehren zum Ursprung zurück, wenn es nicht unbedingt in ein Sterne-Hotel geht."

Zweimal täglich bittet Stamm die 16 besten Wasserballer des Landes zum Training, einmal am Tag wird an Kraft und Ausdauer gefeilt. Dazu wird auf Videos analysiert. "Wir haben vor allem im taktischen Bereich sehr viel gearbeitet", ist Stamm mit den jüngsten Eindrücken zufrieden und sieht seine Mannschaft vor Beginn der EM in Eindhoven (16. - 29. Januar) auf einem guten Weg. Zuvor geht es allerdings ins Trainingslager nach Budapest, wo das Team noch einmal um drei Spieler dezimiert wird.

Einen Torhüter, einen Center und wahrscheinlich einen Verteidiger wird es wohl treffen. Stamms Pläne scheinen schon relativ konkret zu sein: "Man hat seine Vertrauensleute, die sich ihre Position über Jahre hinweg verdient haben."

Seit 2000 ist der Berliner als Bundestrainer tätig - und genießt dabei jeden Moment. "Für mich ist jeder Tag wie ein Lottogewinn." Dass Stamm in der Nationalmannschaft mit Sohn Marko und Schwiegersohn Marc Politze zusammenarbeiten kann, bezeichnet er als "großes Glück", wenngleich für ihn alle seine Schützlinge wie Söhne seien.

Die große Stärke des deutschen Kaders ist ohnehin das Kollektiv. Mannschaftliche Geschlossenheit, Einsatzbereitschaft, Kampfgeist - die "deutschen Tugenden" sind kein reines Fußballphänomen. Und diese sollen das Team zur Olympiade nach London bringen. Das ist das Ziel, darauf arbeitet Stamm, der sich als echte "Berliner Schnauze" bezeichnet, hin. Englands Hauptstadt kennt er bisher noch nicht und sagt: "Ein Mal London zur Olympiade, oder nie."

Um an der Olympia-Qualifikation teilnehmen zu dürfen, muss man in Eindhoven mindestens Neunter werden - kein leichtes Unterfangen in der Hammergruppe mit Serbien, Kroatien, Montenegro und Rumänien, dem "who is who des Wasserballs" (Stamm). "Betrachtet man sich unsere Einzelspieler, dürften wir eigentlich kein Spiel gewinnen", sagt der Bundestrainer: "Tun wir es dennoch, dann dank eben dieser deutschen Tugenden."

(gefunden in der Rhein-Neckar-Zeitung)


09.11.11

Kreis und van der Bosch erstmals im A-Team

von Claus Bastian

Wasserball-Bundesligist SV Nikar Heidelberg hat die Zahl seiner aktuellen Nationalspielerinnen mit einem Schlag auf vier verdoppelt. Beim Länderspiel Italien gegen Deutschland (19:10) in Rom wurden genau zwei Monate nach ihrem 19. Geburtstag Nadja Kreis und die vier Monate jüngere Sina van der Bosch erstmals von Bundestrainer Rene Reinmann in sein 13-köpfiges Aufgebot berufen. Die Begegnungen mit dem WM- und EM-Vierten war im Rahmen von vier gemeinsamen Trainingstagen in Ostia auf Wunsch der Gastgeber kurzfristig in der Halle des Foro Italico vereinbart worden. Sie brachte den DSV-Spielerinnen die 33. Niederlage im 41. Spiel.


03.11.11

Ihr Engagement wird fehlen

Gretel Schumann war ein Glücksfall für die SSG Weil

PM SSG Weil

Die Schwimmsport-Gemeinschaft Weil am Rhein 1950 e.V. trauert um die „Mutter des Vereins“. Die am 22. Januar 1935 Geborene ist nach langer Krankheit am 1. November verstorben. Mit ihr werden Erinnerungen an den Weiler Schwimmsport wach.

Nicht immer trifft es zu, dass eine gute Trainerin auch eine gute Wettkämpferin sein muss – Beispiel hierfür war Gretel Schumann. Einen einzigen Wettkampf hatte sie in ihrem Leben 1950 zur Eröffnung des Freibads geschwommen. Doch in über 40 Jahren ihrer Trainertätigkeit bei der Schwimmsport-Gemeinschaft hat sie unzähligen Nichtschwimmern beigebracht, sich über Wasser zu halten und bei denen, die es bereits konnten, feilte sie unermüdlich an der Technik. Die langjährige technische Leiterin der SSG betreute zusätzlich viele Jahre die badische Jugendwasserballmannschaft, war Wasserballwartin des Bezirks Oberrhein und im Schwimmausschuss des badischen Schwimmverbandes. Ihr eine weitere Ehrung hierfür zukommen zu lassen fiel schwer, da Gretel Schumann bis hoch zum Deutschen Schwimmverband mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt wurde.

Als Kind turnte sie beim TV und lernte nicht nur im "Diich" schwimmen, sondern schwamm auch verbotenerweise mit ihrem Vater durch den Rhein nach Frankreich. Zurück zum Schwimmen fand Gretel Schumann durch ihre Kinder, als 1967 die Kleinschwimmhalle eröffnet wurde. Da es an Übungsleitern mangelte, entschloss sie sich, den Übungsleiterschein zu machen. Seither war sie eine engagierte Trainerin und eine der Leitpersonen bei der Schwimmsport-Gemeinschaft Weil am Rhein 1950 e.V.. Die hinterlassene Lücke zu schließen wird schwer.

Die Trauerfeier findet am Freitag den 11.11.2011 um 14:30 Uhr auf dem Friedhof in Weil am Rhein statt.


30.10.11

SSV Esslingen: Beitrag im RegioTV

Hannes Glaser, Hannes Rothfuß, Mike Troll und Patrick Weissinger im Interview

von Axel Hänchen

Die DWL-Mannschaft des SSV Esslingen wurde am Vorbereitungswochenende im Inselbad mit den eingeladenen Teams Crocera Stadium Genova (2. italienische Liga) und SV Cannstatt von RegioTV begleitet. Dabei entstand ein Beitrag über die Wasserballer am Olympiastützpunkt Stuttgart. Hier der Link zum kurzweilig geschnittenen Video mit Spielszenen, Unterwasseraufnahmen sowie Interviews mit Hannes Glaser, Hannes Rothfuß, Mike Troll und Patrick Weissinger.


16.10.11

Zehnter Turniersieg für Club-Wasserballer im Schwarzwald

von Claus Bastian

Die Wasserballer des 1.FC Nürnberg haben das 27. internationale Turnier um den "Tacke-Pokal" im Villinger Hallenbad durch einen 4:3-Sieg im Endspiel gegen den Kaiserslauterer K in einem Achterfeld aus drei Nationen gewonnen. Für die Spieler des "Club" war es nach zuletzt dreimaligem Schlusslicht der zehnte Turniersieg im Schwarzwald als Stammgast in Serie seit 1990. Im Spiel um Platz drei setzte sich Oberligist und Gastgeber WBG Villingen-Schwenningen gegen Vorjahressieger Luca Locatelli  Genua mit 8:6 durch. Dahinter lagen noch die Schweizer Gäste "Aquastar" und SC Zug, Canottiere Mailand und SG Stadtwerke München.

Im Sextett des achten Frauenturniers setzte sich schon zum siebten Mal in Serie Luca Locatelli Genua an die Spitze nach einem italienischen Finalsieg gegen das Pangus Team mit 9:5. Die weiteren Plätze belegten WSV Basel vor Canottieri Mailand, SC Winterthur und dem Kaiserslauterer SK.


16.10.11

Timo van der Bosch bester DM-Werfer

von Claus Bastian

Mit seinem Zweitstartrecht für den SV Cannstatt hat der Heidelberger Timo van der Bosch bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft der A-Jugend im Wasserball den fünften Platz in einem Sechserfeld mit 2:8 Punkten und 37:62 Toren belegt. Mit seinen 21 Toren für die Stuttgarter schaffte der 17-Jährige den Löwenanteil für seine Farben und wurde als Torschützenkönig der drei Tage in das "All-star-Team" berufen.


16.10.11

Noch ein fünfter DM-Platz für Nikar-Nachwuchs

von Claus Bastian

Eine Woche nach dem Verlust des Titels bei der "U19" in Krefeld hat auch die C-Jugend des Bundesligisten SV Nikar Heidelberg bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft im Wasserball den fünften Platz im Sechserfeld der Besten belegt. Im Hallenbecken des Forumbades in Chemnitz, wo Rekordgewinner SV Bayer Uerdingen seinen Vorjahrestitel erfolgreich verteidigte und das fünfte Gold mit der "U15" gewann, kam der badische Südvertreter unter der neuen Trainerin Petra Zimmer auf 2:8 Punkte mit 23:93 Toren. Nach Niederlagen gegen den alten und neuen Meister (2:26), SC 1892 Chemnitz (4:20), Blau-Weiß Bochum (6:19) und den Hohenlimburger SV (1:26) wurde zum versöhnlichen Ausklang gegen ETV Hamburg mit 10:2 gewonnen. Die 23 Nikartore teilten sich sechs Spielerinnen im zehnköpfigen Aufgebot: Henrike Zimmer und Julia Hernschel (je 8), Lisa Hahn (3), Jasmin Andrae (2) sowie Katharina Zeger und Luzie Schmid.


16.10.11

Mit Luise Zimmermann zum EM-Platz

von Claus Bastian

Deutschlands Wasserballfrauen haben die Qualifikation zur Teilnahme an der Europameisterschaft in drei Monaten in Eindhoven mit einem 17:10-Sieg gegen Frankreich in Krefeld-Uerdingen erfolgreich abgeschlossen und damit die Serie ihrer Stammplätze bei diesen Turnieren seit der Premiere von 1985  mit Rang drei in Oslo fortgesetzt. Im 13-köpfigen Aufgebot von fünf Bundesligisten spielte auch die 20-jährige Studentin Luise Zimmermann vom SV Nikar Heidelberg bei ihrem zweiten Länderspiel ihren noch jungen internationalen Laufbahn.


14.10.11

Deutschland mit Luise Zimmermann

von Claus Bastian

Die Heidelberger Nikarspielerin Luise Zimmermann steht am morgigen Samstag vor ihrem zweiten Einsatz in der deutschen Wasserball-Nationalmannschaft am Krefelder Waldsee. Bundestrainer René Reimann hat die 20-jährige Studentin am Freitag nach dem Ausfall von Nina Wengst in sei 13-köpfiges Aufgebot für das EM-Qualifikationsspiel gegen Frankreich in der Bayer-Traglufthalle (16.30 Uhr) als einzige Süddeutsche berufen.


10.10.11

Jüngster Nikar-Nachwuchs um DM-Titel

von Claus Bastian

Eine Woche nach der Endrunde für die Ältesten vom Nachwuchs im Wasserball ist der Bundesligist SV Nikar Heidelberg als der einzige aktive Verein im Süden auch mit der weiblichen C-Jugend beim Turnier um die deutsche Meisterschaft beteiligt, die von Freitag bis Sonntag unter sechs Kandidaten im Hallenbad Sportforum von Chemnitz ausgespielt wird. Der Vorjahresvierte ist bei der achten Endrunde der "U15" zum dritten Mal beteiligt und trifft dabei auf ein Westtrio mit Titelverteidiger SV Bayer Uerdingen 08, Hohenlimburger SV und Blau-Weiß Bochum, Gastgeber SC 1892 Chemnitz und ETV Hamburg. In den 15 Spielen der fünf Turnierabschnitte tritt jeder gegen jeden an.


09.10.11

Nikar-Nachwuchs mit A-Jugend am Niederrhein entthront

Sina van der Bosch bester Werferin bei DM-Endrunde

von Claus Bastian

Krefeld.  Die weibliche A-Jugend des Bundesligisten SV Nikar Heidelberg hat bei ihrer vierten Teilnahme in Serie an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft im Wasserball den vor Jahresfrist in heimischer Umgebung erstmals errungenen Titel wie erwartet nicht verteidigen können. Bei der 18. Ausspielung der Meisterwürde in der "U19" ging Gold zum bereits elften Mal an SV Bayer Uerdingen nach 15 Spielen eines Sechserfeldes in eigener Halle am Krefelder Waldsee mit 9:1 Punkten und 69:10 Toren. Dahinter sorgten der Hohenlimburger SV vor SV Blau-Weiß Bochum zum dritten Mal nach 1999 und 2000 für einen Dreifachtriumph des Westens. Vierter wurde Ostmeister SC Chemnitz mit 6:4 Punkten vor dem entthronten SV Nikar Heidelberg (2:8/44:65) und dem punktlosen Hildesheimer SC Hellas 99.

Der Südvertreter vom Neckar war zunächst dreimal chancenlos gegen das Westtrio Bochum (7:18), Uerdingen (10:19) und Hohenlimburg (9:15), trotzte dann dem SC Chemnitz ein achtbares 6:7 ab und freute sich vor der Heimreise über den abschließenden 12:6-Sieg gegen den Nordmeister aus Hildesheim.

Die Auszeichnung als beste Turnierwerferin ging an Trainertochter Sina van der Bosch für ihre 27 Treffer. Den Rest der 17 Nikartore im nur zehnköpfigen Aufgebot von Trainer Dr. Kai van der Bosch und Assistentin Petra Zimmer warfen Simone Rolko (8), Isabel Andrae (5), Jullia Henschel (3) und Tassia Buchheit (1). Mit ihnen spielten Torfrau Ann-Katrin Schmidt, Henrike Zimmer, Alexandra Uber, Fabienne und Nadine Andrae.


02.10.11

Nikar-Nachwuchs springt wieder in die Endrunde

Nur Gastgeber Bochum bei Vorrunde an der Ruhr besser

von Claus Bastian

Bochum.  Die weibliche A-Jugend des Wasserball-Bundesligisten SV Nikar Heidelberg hat zum vierten Mal in Serie den Sprung in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft geschafft, die am kommenden Wochenende mit den besten Sechs in Krefeld-Uerdingen zum 18. Mal ausgespielt wird. Dann warten auf den Vorjahresmeister vom Neckar das Westtrio mit Gastgeber SV Bayer Uerdingen, Hohenlimburger SV und SV Blau-Weiß Bochum sowie die weiteren Regionalbesten Hellas 99 Hildesheim (Nord) und SC Chemnitz (Ost) auf die Nummer eins vom Süden.

Beim Qualifikationsturnier der Vorrunde im Vereins-Freibad Wiesental der Bochumerinnen belegte die „U19“ aus Heidelberg hinter den Einheimischen (6:0/49:12) den zweiten Platz mit 4:2 Punkten und 27:24 Toren vor Hildesheim (2:4/17:42) und der ausgeschiedenen SG Neukölln Berlin (0:6/16:31). Das zwölfköpfige Aufgebot des SV Nikar unter Trainer Dr. Kai van der Bosch und seiner neuen Assistentin Petra Zimmer aus Weinheim startete das zweitägige Turnier an der Ruhr mit einer starken kämpferischen Leistung gegen Neukölln und machte aus einem 1:3-Rückstand noch den wichtigen 7:5-Sieg. Hildesheim wurde mit 14:6 überzeugend bezwungen, während es gegen Bochum in ähnlicher Höhe die 6:13-Niederlage gab. Dabei erzielte freilich eine kurzfristig verpflichtete Kanadierin mit fragwürdigem Startrecht allein sieben Tore gegen den SV Nikar.

Bester Werferin bei den 27 Toren war Trainertochter Sina van der Bosch mit 13 Treffern. Dazu kamen Simone Rolko (7), Julia Henschel (5) sowie Isabelle Andrae und deren Kusine Fabienne.


02.10.11

Wird Wasserball zum Würfelspiel?

von Claus Bastian

Die Bundesliga mit ihren 16 Vereinen bei den Männern ist national ein gutes sportliches Aushängeschild und hat dank der intensiven Bemühungen von DSV-Spartenleiter Ewald Voigt-Rademacher durch die Einführung der Lizenzordnung den Schub für eine neue Qualität erfahren. Daneben und darunter ist freilich im weiteren Spielbetrieb mitnichten auch nur annähernd ähnlich Gutes zu registrieren. Da macht schon mal unter gut gemeinten Kritikern das Wort von der sterbenden Sportart in Deutschland die Runde.

Die Bundesliga der Frauen ist seit ihrer Gründung vor 13 Jahren eine Meldeliga geblieben, weil ihr ein Unterbau total fehlt. Genau so ist es beim weiblichen Nachwuchs. Von den vier regionalen Zweiten Wasserball-Ligen kann nur eine die neue Saison in zahlenmäßig bester Besetzung bestreiten. Mancher Rundenleiter würde sicherlich eine Prämie aussetzen, für einen Interessenten aus dem Unterbau der Oberligen. Doch dort hat offenbar zum Leidwesen leistungsorientierter Einzelkämpfer der Freizeitsport seinen Einzug gehalten. Manche Spielklassen sind in jüngster Vergangenheit bedrohlich geschrumpft und spielen immer wieder in der gleichen Zusammensetzung. Unter Hinweis auf Bäderprobleme, fehlende Finanzen und zu kleine Spielerkader scheuen sich die Vereine vor einem Aufstieg, treten lieber eine Klasse tiefer an oder melden sich ganz im Spielbetrieb ab.

Jüngstes Negativbeispiel bietet das in der wirtschaftlichen Skala der Bundesrepublik zu den Besten zählende Baden-Württemberg. Dort ist die Besetzung der beiden höchsten Spielklassen aufgrund der Reaktionen in den Vereinen bereits zu einer Art „Würfelspiel“ bei der Frage geworden, auf welcher Ebene die Mannschaft in der nächsten Saison antreten wird. Eine bedenkliche Tendenz, die es dringend zu stoppen gilt.


30.09.10

Ulrich Spiegel löst Maier bei Württembergs Wasserballern ab

von Claus Bastian

Der Esslinger Ulrich Spiegel leitet die Sparte Wasserball im SV Württemberg bis zum nächsten Verbandstag im Frühjahr 2012 kommissarisch, nachdem Thomas Maier (Stuttgart) seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen erklärt hatte. Die Berufung von Ulrich Spiegel durch das SVW-Präsidium erfolgte auf Vorschlag der in Stuttgart versammelten Vertreter der wasserballtreibenden Vereine. Der 39-jährige Spiegel ist einer der renommiertesten deutschen Wasserball-Schiedsrichter auf der internationalen Liste des Weltverbandes FINA und bei erfolgreicher Qualifikation einer deutschen Mannschaft für Olympia 2012 in London fest  nominiert. An diesem Samstag leitet er die Partie des EM-Qualifikationsspiels Frankreich gegen Mazedonien.


20.09.10

Württembergs Wasserballführer Maier macht Schluss

von Claus Bastian

Thomas Maier (Stuttgart) hat überraschend seinen Rücktritt erklärt, wird aber weiter den Bundesstützpunkt Süd dieser Sparte in der Landeshauptstadt leiten. Der 45-Jährige nannte zu seinem Schritt nach achtjähriger Amtstätigkeit persönliche Gründe. Maier organisierte in Stuttgarter Bädern mehrere internationale Großveranstaltungen und erntete zuletzt viel Lob für die Ausrichtung der Jugend-EM 2010 im Inselbad. Noch zwei Tage vor seiner Rücktrittserklärung per E-Mail vertrat er den SSV bei der Herbsttagung der Landesgruppe Süd in Leimen.

Maier will nach seinen eigenen eigenen Angaben die Laufbahn als Schiedsrichter fortführen und geniest auch das Vertrauen von DSV-Spartenleiter Ewald Voigt-Rademacher bei seiner Tätigkeit als Leiter des Bundesstützpunktes Stuttgart. 


05.09.10

SV Nikar stellt vier Juniorinnen zur WM

von Claus Bastian

Sechs Bundesligisten bilden das 13-köpfige Aufgebot Deutschlands beim einwöchigen Turnier um die neunte Weltmeisterschaft der Juniorinnen im Wasserball ab Sonntag in Triest und der SV Nikar Heidelberg ist dabei mit einem Quartett als Belohnung für seine Nachwuchsarbeit am stärksten vertreten. Bundestrainer René Reimann berief zum Abflug am Donnerstag Sina van der Bosch, Nadja Kreis, Anne Reuter und Luise Zimmermann in seine Vertretung für die Spiele im Centro Federale.

Auftakt sind drei Spiele in der Gruppe D der Vorrunde gegen Spanien (Sonntag), Kanada (Montag) und Brasilien am Dienstag, wobei der dritte Platz als erstes Zwischenziel angepeilt wird. Das gesamte Starterfeld umfasst 16 Mannschaften aus Europa (7), Amerika (4), Asien (3), Ozeanien und Afrika mit Titelverteidiger Russland an der Spitze.


04.09.10

Bronzeplatz für BSC-Wasserballer in Gemmingen

Nur eine Niederlage gegen Ungarns Turniersieger Tatabanya

von Claus Bastian

Die Wasserballer des künftigen Zweitligisten 1.BSC Pforzheim ließen die Freiwassersaison mit einem dritten Platz im Siebenerfeld des 36. internationalen Turniers von WF Gemmingen im Kraichgau ausklingen. Mit einem 13-köpfigen Aufgebot um Wasserballwart Lars Kaiser siegten die BSC-Spieler in der Vorrunde gegen Westfalen Dortmund mit 13:1 und holten zwei Remis gegen SSV Zuffenhausen (4:4) und den späteren Zweiten SGW Weingarten/Memmingen (5:5). Das Halbfinale gegen den späteren Turniersieger und damit neunmaligen Rekordgewinner des Traditionsturniers, die Ungarn vom SC Tatabanya, verlor der 1.BSC mit 6:9. Zum gelungenen Ausklang wurde das Spiel um Platz drei gegen die Gastgeber mit 5:4 gewonnen.

Für den 1.BSC, der bei seiner siebten Teilnahme in acht Jahren zum dritten Mal nach 2006 und 2007 den Bronzerang belegte, spielte ein 11-köpfiges Aufgebot mit Georg Uhlig, Julian Pfisterer, Mario Neven, Bojan Marin, David Drobiec, dem Turnierbesten Werfer Marcel Schneider (13 Tore), Kevin Schneider, Benedikt Völkle, Pascal Sachs, Lars Kaiser und Giuseppe Licata.


Mehrmonatige Lücke in der Berichterstattung, die nach und nach geschlossen wird.


13.06.10

SGW Leimen/Mannheim Turniersieger in Darmstadt

Nikar-Frauen scheitern nur am Meister aus Serbien

von Claus Bastian

Darmstadt (Ba.)  Die Wasserballer von Bundesligaabsteiger SGW Leimen/Mannheim haben in einem Kreis von 14 Mannschaften aus sechs Nationen das 38. internationale Pfingst-Turnier des WV 1970 Darmstadt durch einen 10:3-Sieg im Endspiel gegen die Franzosen von Nautic Club Moulins gewonnen, nachdem sie im Halbfinale Zweitligist SGW Dresden mit 10:2 ausgeschaltet hatten. Den Weg dorthin warfen sich die nordbadischen Kombinierten mit sechs Siegen und insgesamt 35:14 Toren in der Vorrunde gegen die gleichen Franzosen (6:4), ZC Brandenburg/Niederlande (3:2), die Gastgeber (5:2) und TuS Syke aus Niedersachsen (10:2) frei.

Die in Darmstadt schon dreimal siegreichen Frauen des SV Nikar Heidelberg standen bei der 14. Auflage ebenfalls im Finale, das sie gegen den serbischen Europapokalteilnehmer WPC 2000 Beldgrad mit 4:10 verloren. Im Halbfinale setzten sie sich gegen die Einheimischen Hessen mit 5:2 durch. In den Gruppenspielen des ersten Tages gab es Nikarsiege gegen das Nationalteam der Schweiz (3:2), Stepp Prag (5;2) und Ligakonkurrent und Vorjahressieger ETV Hamburg (4:3) sowie die 1:5-Niederlage gegen Belgrad. 


30.05.10

Uli Spiegel leitet Europapokal-Finalturnier

SSVE-Schiedsrichter beim Euroleague-Finale in Rom

von Axel Haenchen

Esslingen – Uli Spiegel hat in seiner Karriere als Wasserballschiedsrichter schon einige Highlights erlebt, aber die jetzige Nominierung für das „FinalFour“, das Finalturnier des wichtigsten Clubwettbewerbes der Welt, ist eine Auszeichnung und große Wertschätzung für beständig gute Leistungen auf nationaler sowie internationaler Ebene.

Ulrich Spiegel ist ein vielseitiger Mann: als zweifacher Vater ist er ein Familienmensch, er ist Geschäftsführer des familieneigenen Fachbetriebes für Elektrotechnik und sportlich gebührt seine Leidenschaft dem Wasserball. Mit zwölf Jahren begann er beim PSV Stuttgart mit dem Wasserballsport und landete schließlich 1988 beim SSV Esslingen. Als Spieler gehörte er zu den erfolgreichen Esslinger Jugendmannschaften, später zur Bundesligamannschaft und noch heute springt der mittlerweile 38Jährige hobbymäßig für die dritte Mannschaft des SSVE in der Bezirksliga ins kühle Nass. Bereits Anfang der 90er Jahre engagierte er sich auch außerhalb des Beckens für den Wasserballsport und feierte als Jugendwart des SSVE mit der Junioren-Mannschaft die Deutsche Meisterschaft 1992. Drei Jahre später war er Mitorganisator der Jugend-Europameisterschaft in Esslingen. In den darauffolgenden Jahren bekleidete Uli Spiegel verschiedene Posten im SSVE. Darüber hinaus wurde er auch in der Verbandsarbeit aktiv: als Schiedsrichterobmann des Süddeutschen Schwimmverbandes ist er Mitglied in der Schiedsrichterkommission des Deutschen Schwimmverbandes und bildet bis heute Schieds- und Kampfrichter aus.

Am 3. und 4. Juni wird in Rom beim Euroleague-FinalFour-Turnier die beste Clubmannschaft Europas gekürt. Uli Spiegel wird als einer von fünf Schiedsrichtern bei den zwei Halbfinalspielen, dem Spiel um Platz 3 und dem Finale zum Einsatz kommen. Ein weiterer Höhepunkt in seiner beeindruckenden Laufbahn als Schiedsrichter, mit mittlerweile mehr als 950 Einsätzen, darunter ca. 260 im internationalen Bereich. Seine Überraschung und zugleich seine Freude über die Nominierung sind dem Esslinger anzumerken: „Damit hätte ich nie und nimmer gerechnet.“ Vor etwas mehr als 18 Jahren leitete er sein erstes Jugendspiel in Kirchheim. Schnell wurde sein Talent entdeckt und gefördert, schon bald wurde er in der Regionalliga und auch auf nationaler Ebene eingesetzt. 1997 dann sein erster Bundesligaeinsatz, schon 1999 die Nominierung für das Pokalfinale zwischen Spandau und Hannover und 2001 leitete der damals 28Jährige das entscheidende Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen eben diesen beiden Teams. Spätestens dann war man auch international auf den aufstrebenden Jungschiedsrichter aufmerksam geworden. Nach weiteren Lehrgängen kam er international erstmals 2002 beim 4-Nationen-Turnier in Heilbronn zum Einsatz. Auch in diesem Bereich machte er schnell durch überzeugende Leistungen auf sich aufmerksam und pfiff fortan regelmäßig bei Europapokalbegegnungen sowie bei Jugend-Europameisterschaften. 2006 wurde Ulrich Spiegel zu seiner ersten Wasserball-Europameisterschaft in Belgrad (Serbien) eingesetzt. Weiter ging es mit Olympiaqualifikationsspielen und der EM 2008 in Malaga (Spanien). 2009 folgte schließlich in Rom der erste Einsatz bei einer Weltmeisterschaft.

Und genau dorthin kehrt Uli Spiegel nun zurück. In Rom findet mit dem Endturnier der Euroleague die wichtigste Wasserballveranstaltung für Vereinsmannschaften statt, vergleichbar mit der Champions League im Fußball. Somit ist der Unparteiische der derzeit Erfolgreichste im Sportbereich des SSV Esslingen und sein Heimatverein dementsprechend stolz auf seine Leistungen und für die Vertretung der Vereinsfarben auf der ganzen Welt. Für den neuen sportlichen Leiter des SSVE, Edwin Finkes, hat die Berufung von Uli Spiegel auch eine ganz persönliche Note: „Mit Uli Spiegel verbindet mich eine lange Freundschaft. Als ich in den 80ern Wasserballwart beim SSV Esslingen war, ist es mir gelungen, Uli auch als Funktionsträger außerhalb des Wassers für unseren Sport zu gewinnen. Somit war Uli von dieser Zeit an ein großer Gewinn für den Wasserballsport und den SSV Esslingen. Auch heute steht er den einzelnen Verantwortlichen des Vereins jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Dies insbesondere, wenn es um Sachen der Regeln und dem Schiedsrichterwesen geht. Wir gratulieren Uli zu dieser tollen Leistung und der Nominierung für das Final Four. Wir sind sicher und wünschen, dass es noch viele weitere Höhepunkte in der sportlichen Karriere von Uli Spiegel geben wird.


30.05.10

Stefan Mann löst Wasserballwart Müller im SSV ab

von Claus Bastian

Der im dreijährigen Rhythmus fällige Verbandstag des Süddeutschen Schwimm-Verbandes (SSV) hat unter Regie des SV Rheinland im ländlichen Höhr-Grenzhausen zwischen Koblenz und Montabaur den seit 2002 tätigen Norbert Kugler (Saarbrücken) als Präsidenten für eine weitere Amtsperiode durch die Delegierten aus den neun Landesverbänden in seiner Führung bestätigt. dem 74-jährigen, pensionierten Bankdirektor zur Seite steht als Vizepräsidentin und Schatzmeisterin die Münchnerin Hildegard Rautert. Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden auch die drei Fachwarte Schwimmen (Jakob Rukatukl/Stuttgart), Springen (Peter Strähle/Karlsruhe) und Synchronschwimmen (Fred Meckes/Villingen-Schwenningen). Dagegen hat der bisherige zweite Schwarzwälder, Wasserballwart Ralf Müller, nach sieben Jahren in der SSV-Führung aus privaten und beruflichen Gründen auf eine Wiederwahl verzichtet. Als Nachfolger präsentierte er den Saarländer Steffen Mann aus St. Ingbert. Der 30-jährige Radio- und Fernsehtechniker ist verheiratet, seit 2002 Wasserball-Schiedsrichter, im fünften Jahr Wasserballwart des SSB und im zweiten Jahr Rundenleiter der Zweiter Frauenliga Süd. Sein Vorgänger Ralf Müller wird ihn weiter als Rundenleiter der Zweiten Liga Süd und im Pokal bei den Männern zur Verfügung stehen, wo er sich seit 1997 einen Namen gemacht hat.

Ausrichter des nächsten SSV-Verbandstages ist im Mai 2014 der Thüringer Schwimm-Verband.


07.05.10

Wasserballer trauern um "Kalle" Grünenthal

von Claus Bastian

Württembergs langjähriger Wasserballwart Karl-Martin Grünenthal aus der Schillerstadt Marbach am Neckar ist bei einem Kurzurlaub zusammen mit Ehefrau Mirijan im nahen Elsass unerwartet im Alter von 65 Jahren an den Folgen eines plötzlichen Herzanfalls verstorben. Sportliche Heimat des im beruflichen Ruhestand lebenden Gymnasiallehrers am Stuttgarter Porsche-Gymnasium war ebenfalls in der Landeshauptstadt der Traditionsvereine SV 1898 Cannstatt. Dort wuchs "Kalle", wie ihn seine Freunde in nah und fern nannten, vor allem als Wasserballer auf und blieb dieser Sparte im DSV immer treu.

Als Schiedsrichter machte Grünenthal seinen Weg vom SVW-Bezirk Mitte bis hinauf in den DSV, wurde Obmann im Süden und Fachwart in seinem Heimatverband Württemberg. Danach war er bis 2010 als Beobachter in der Bundesliga tätig. Der SVW würdigte die Verdienste des engagierten Marbachers mit der Verleihung der Ehrennadeln in Silber (1987) und Gold (1997). Grünenthal war auch Initiator des "Ingulf-Nossek-Gedächtnis-Turniers", das als DSV-Sichtungsmaßnahme im Sommer in Esslingen zum zwölften Mal ausgetragen wird. Am Wochenende nach seinem Tod gedenken die Landesgruppe Süd bei den Spielen der Zweiten Liga sowie die Ligen in Baden-Württemberg in einer Minute des Schweigens des Verstorbenen. 

 

 


31.03.10

Mike Troll mit erstem Länderspieleinsatz

Berufung für EM-Qualifikationsspiel aufgrund beständig guter Leistungen

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen freut sich über den erstmaligen Einsatz von Centerverteidiger Mike Troll in der deutschen Nationalmannschaft beim 24:6 (4:1, 9:1, 6:2, 5:2)-Erfolg über Bulgarien im EM-Qualifikationsspiel in Gera.

Der Gegner Bulgarien war zwar nur zweitklassig, was auch am deutlichen Sieg der deutschen Nationalmannschaft abzulesen ist, aber für SSVE-Centerverteidiger Mike Troll war der 30. April 2011 trotzdem ein wichtiger Tag in seiner sportlichen Karriere. Schließlich wurde der 19jährige erstmals von Nationaltrainer Hagen Stamm nominiert, dazu auch noch gleich für ein Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft 2012 in Eindhoven (Niederlande).

Der Abiturient begann beim SSV Freiburg mit dem Wasserballsport, wechselte 2008 zum SSV Esslingen und spielt dort nun schon die dritte Saison in der Bundesligamannschaft. Mittlerweile ist er eine nicht mehr wegzudenkende Größe im jungen Team des SSV Esslingen. Als beweglicher Centerverteidiger besetzt er eine Schlüsselposition einer Wasserballmannschaft. Doch nicht nur in der Abwehrarbeit liegen seine Stärken, mehr und mehr übernimmt der sprintstarke Mike Troll auch im Angriff Verantwortung, hat seine Schusstechnik deutlich verbessert und ist aktuell hinter Kapitän Robert Roth mit 24 Treffern zweitbester Torschütze des SSVE. 2009 feierte er mit der Esslinger A-Jugend den deutschen Meistertitel, 2010 den Vizepokaltitel mit der DWL-Mannschaft und im vergangenen Herbst folgte dann der erste Auftritt im Europapokal, nachdem sich der SSVE mit Platz vier in der Liga dafür qualifizieren konnte.

Da der SSV Esslingen derzeit mitten in der wichtigsten Phase der Saison ist, in den Qualifikationsspielen liegt der SSVE mit 1:2 gegen Potsdam im Rückstand und am Samstag folgt die vierte Partie, die die Esslinger unbedingt gewinnen müssen, um das entscheidende fünfte Spiel zu erzwingen, war die Einschätzung von Mike Troll vor seinem ersten Länderspieleinsatz nur zu verständlich: „Natürlich habe ich mich über die Nominierung gefreut. Das ist eine Bestätigung für die tagtägliche Trainingsarbeit. Ich hoffe, mir für das anstehende Qualifikationsspiel mit dem SSVE Selbstvertrauen und Motivation zu holen.“ Aufgrund des hohen Sieges und eines Torerfolges gleich im ersten Einsatz dürfte dies wohl gelungen sein.

Für die deutschen Wasserballer war es der dritte Erfolg im dritten Spiel der EM-Qualifikation.


26.03.10

Die Neue auf der Trainerbank: Petra Zimmer

Nikar Heidelberg mit Verstärkung im Trainerstab

von Claus Bastian

Während das Urgestein des Heidelberger Frauen-Wasserball im Traditionsverein SV Nikar, Dr. Kai van der Bosch, den letzten Urlaubstag in der Sonne Spaniens genießen konnte, trug an seiner Stelle auf der Bank am Rande des letzten Bundesligaspiels der Hauptrunde und bei der unvermeidlichen Niederlage gegen den Tabellenführer SV Bayer Uerdingen eine „Neue“ erstmals die Verantwortung, Petra Zimmer. „Ich kenne den Kai schon lange und stelle mich gerne zur Verfügung wenn ich gerufen werde“, erklärte die Inhaberin der B-Lizenz Schwimmen und will sich verstärkt beim SV Nikar einbringen.

Immerhin gehörte die heute 48-jährige Ehefrau des Weinheimer Spielertrainers Gerd Zimmer, deren beide Kinder auch schon aktiv Wasserball spielen, bei Gründung der Bundesliga im Sommer 1988 zum Kader des SV Nikar Heidelberg.


26.03.10

Zwei Nikarnixen treffen für Deutschland

von Claus Bastian

Deutschlands Wasserballfrauen sind ihrer Favoritenrolle abermals gerecht geworden und haben dem 16:8 in Frankreich nun in Krefeld einen 26:7 Kantersieg gegen die freilich drittklassigen Gäste aus der Slowakei folgen lassen. Damit sind sie genau wie Ungarn in der Gruppe A noch verlustpunktfrei vor dem mit Spannung erwarteten Duell der beiden Spitzenteams am 30. April in Wuppertal. Beim souveränen deutschen Erfolg in der Bayer-Traglufthalle gehörten auch beide Spielerinnen des Bundesligisten SV Nikar Heidelberg zu den neun Torschützen. Nur 14 Sekunden nach dem Anpfiff zum dritten Spielviertel erzielte die noch 19-jährige Schülerin Luise Zimmermann bei ihrem Einstand im deutschen A-Team das 15:3. 72 Sekunden vor dem Ende der einseitigen Partie gelang Anne Reuter vier Tage nach ihrem 20. Geburtstag der Treffer zum 26:6 in ihrem fünften Länderspiel.


15.03.10

Sein Engagement wird fehlen

Heinz Rudloff war ein Glücksfall für den Weinheimer Wasserballsport

aus den Weinheimer Nachrichten

Weinheim.  Die Schwimmabteilung der TSG 1862 Weinheim trauert um ihren langjährigen Wasserballwart Heinz Rudloff. Er ist wenige Tage vor seinem 74. Geburtstag nach langer Krankheit am 6. März verstorben. Mit Heinz Rudloff werden Erinnerungen an den Weinheimer Wasserballsport wach. Nachdem am 9. Juni 1948 die TSG-Schwimmabteilung gegründet wurde, gab es schon ein Jahr später auch eine Wasserballmannschaft.

1972 kam Heinz Rudloff, der in Frankfurt wohnte und beim Höchster TV Wasserball spielte, als Geschäftsführer zu Stinnes Montan nach Mannheim. Mit seiner Frau Marlies und seinen beiden Töchtern schlug er in Weinheim seine Zelte auf. Es sollte ein Glücksfall für den Weinheimer Wasserballsport werden. 1973 wurde diese älteste olympische Mannschaftssportart in Weinheim durch ihn entscheidend wiederbelebt. Heinz Rudloff, Wasserballer aus Leidenschaft, nahm dies zum Anlass in der Sommersaison 1973 erstmals ein TSG-Team für die badische Landesligarunde zu melden.

Er hatte zudem das Glück, dass im selben Jahr mit Thomas Stauffacher (FC Nürnberg), Herbert Bauer (Bremen) und Frieder Class (SSV Reutlingen), drei wasserballerfahrene Spieler nach Weinheim kamen. Und so gingen mit den Nachwuchsleuten, Thomas Müller, Rudi Gänssmantel, Bernhard Schneider, Ralf Ludwig, Adam Dietrich und dem Weinheimer Urgestein Fritz Drebes, sowie den Neuzugängen und Spielertrainer Heinz Rudloff im Mai 1973 zehn Weinheimer Spieler an den Start.

Bereits 1974 gelang als Vizemeister der Aufstieg in die badische Oberliga. 1979 war der Aufstieg in die baden-württembergische Oberliga perfekt.

Er schaffte es auch den Nachwuchs zu fördern und mit dem ihm eigenen Stil zusammen mit dem damaligen Landestrainer Heribert Kraut, den er nach Weinheim geholt hatte, 1981 mit der A-Jugend den 1. Platz und mit der B-Jugend den 3. Platz in Baden-Württemberg zu gewinnen. Auch seine beiden Töchter Kerstin und Silke begannen ihre Schwimmkarrieren bei der TSG Weinheim unter der Leitung von Friedhelm Reinhard. Heinz Rudloff war ein Mensch, der dem Wasserball mit ganzem Herzen eher als stiller aber sehr engagierter Sportler bis zuletzt zugetan war.

Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung findet am Freitag um 12 Uhr auf dem Friedhof in Lützelsachsen statt.

 


09.12.10

Silber krönt tolle Saison

D-Jugend von Bayer Uerdingen holt DM-Silber in Potsdam

von Bartek Luczak

Eine lange und emotionale Saison ist für die Wasserball-D-Jugend des Schwimmvereins Bayer 08 Uerdingen am vergangenen Sonntag zu Ende gegangen: Nach dem Wiedergewinn der Rhein-Wupper-Meisterschaft sowie dem erstmaligen NRW-Gold konnte sich die Mannschaft am Wochenende in Potsdam die Deutsche Vize-Meisterschaft sichern. Bei der Endrunde um die deutsche U13-Meisterschaft musste sich das Team vom Waldsee unter den sechs besten Mannschaften der Republik am Ende nur hauchdünn dem neuen deutschen Meister WF Spandau 04 Berlin geschlagen geben und holte völlig verdient Silber. Mit Alexander Watze (bester Torhüter) und Ben Boffen (bester Turnierspieler) heimsten die Blau-Roten auch noch zwei Ehrenpreise ein.

Ich bin wahnsinnig stolz auf euch! Ihr habt eine tolle Saison, in der ihr sehr ehrgeizig trainiert und gearbeitet habt, nun mit der Silbermedaille gekrönt“, hieß es von Trainer Bartek Luczak bei der Abschlussbesprechung. Die Wasserball-D-Jugend vom Waldsee arbeitete tatsächlich seit mehr als einem Jahr akribisch auf den Jahreshöhepunkt hin und konnte am Ende mit NRW-Gold und dem deutschen Silber sogar alle Zielvorgaben übertreffen.

Mit einem sehr ausreichenden Zeitpolster reiste das 15köpfige Team am Freitag morgen in Richtung Potsdam ab, musste am Ende dann jedoch kurze Zeit zittern: Aufgrund einer Vollsperrung im Raum Hannover und vier Stunden Wartezeit kamen die Mädels und Jungs erst kurz vor Anpfiff der Auftaktpartie gegen den gastgebenden OSC Potsdam an. Zu Beginn des Spiels noch etwas verunsichert (4:2-Führung nach erstem Viertel), konnte der SV Bayer mit einem 5:1 im zweiten Spielabschnitt bereits zur Pause alles klar machen und auf 9:3 davonziehen. Besonders in dieser Phase der Partie konnte der Potsdamer Angreifer und spätere Torschützenkönig Gabriel Satanovsky gut im Griff gehalten und verteidigt werden. Am Ende stand ein 21:10-Auftakterfolg zu Buche und Goalgetter Satanovsky konnte in dieser Partie die wenigsten Treffer im Turnierverlauf erzielen (6 Tore). Uerdingens bestens aufgelegter Center Ben Boffen konnte nicht nur wichtige Verteidigungsaufgaben übernehmen und sein Gegenüber Satanovsky zu größten Teilen ausschalten, sondern erzielte selbst gleich 12 Tore und brachte seine Mannschaft auf die Siegerstraße.

Am Samstag morgen ging es dann gegen den Norddeutschen Meister SC Neptun Cuxhaven. Bestens auf den Gegner eingestellt, konnten die 08er bereits nach nicht ganz vier Minuten drei persönliche Fehler (Hinausstellungen) gegen Cuxhavens Besten Lennart Knabbe provozieren und damit eine überaus wichtige Stütze im Neptun-Spiel wegbrechen. Nach dem 5:3 im ersten Spielabschnitt folgte ein 5:1 im zweiten und damit bereits eine 10:4-albzeitführung. Eigentlich nie gefährdet konnte man einen sicheren 21:8 –Erfolg und damit die Punkte drei und vier verbuchen.

Gegen den Dritten der Ostdeutschen Meisterschaft SV Vogtland Plauen entwickelte sich unnötiger Weise ein sehr hektisches Spiel. Die Sachsen gingen mit großen Hoffnungen in die Partie und legten auch mit Vollgas los: Viele gefährliche Konter und ausgespielte Situationen bescherten den Plauenern eine Zwei-Tore-Führung (3:1) welche mit 4:2 sogar über die erste Pause gehalten werden konnte. Die Hektik führte auch zu einem falschen Wiedereintritt des Bayer-Akteuers Scott David, der damit bis Spielende vom Wasser verwiesen wurde. Der Uerdinger Trainer nutzte die Viertelbesprechung um seine Mannschaften zu beruhigen aber auch um zu fordern, sich das Plaunener Spiel nicht aufzwingen zu lassen. Und die Worte schienen zu fruchten: Zwei Mal Boffen, zwei Mal Behlau, zwei Mal Reibel und nochmals Behlau sorgten für ein 7:0 im zweiten Spielabschnitt und die 9:4-Führung der Blau-Roten.

Wie die Mannschaft in dieser hektischen Spielphase einen kühlen Kopf bewahrte und zu ihrem Spiel zurückfand hatte mir schon sehr imponiert“, so Coach Luczak nach dem Spiel. Ein 7:3 im dritten und 6:1 im viertel Spielabschnitt machte dann alles klar und somit auch den 22:8 –Erfolg sowie zwei weitere Punkte.

Sonntagmittag kam es dann zum vorgezogenen indirekten Finale, denn klar war: Wer im Spiel Uerdingen - Spandau gewinnen würde, dürfte sich bereits im vorletzten Spielabschnitt „Deutscher D-Jugend–Meister 2010“ nennen. Die beiden einzigen noch ungeschlagenen Teams des Turniers trafen also aufeinander und wussten, dass es um Gold ging. Und die Mädels und Jungs vom Waldsee schienen gut vorbereitet zu sein und legten bereits zur ersten Spielpause eine 5:3-Führung hin. Sehr konzentriert in der Verteidigung machte die Mannschaft ein gutes Bild, wenn schon die eine oder andere Chance aufs Bayer-Tor kam konnte diese der bestens aufgelegte Schlußmann Alexander Watzke vereiteln. Doch auch die Spandauer wussten zu gefallen, kämpften sich wieder zurück und konnten mit einem 4:2 im zweiten Spielabschnitt auf 7:7 zur Pause gleichziehen. Besonders in dieser Spielphase sahen die zahlreichen Zuschauer eine hochklassige und sehenswerte D-Jugend-Partie, mit zwei würdigen Finalisten um die Deutsche Meisterschaft.

Auch im dritten Spielabschnitt sah man weiterhin eine wahnsinnig spannende Partie, in der auf beiden Seiten viele Möglichkeiten vergeben wurden, der SV Bayer zur letzten Pause jedoch mit 12:11 in Führung gehen konnte. Erst in den letzten acht Spielminuten musste sich dann der NRW-Meister aus Krefeld geschlagen geben. Die Mannschaft spielte weiter munter mit und erspielte sich Chancen, hatte in dieser Schlussphase aber unsagbar viel Pech und traf allein vier Mal die Latte, statt im gegnerischen Gehäuse einzunetzen. Auf der anderen Seite machten es nun die Haupstädter besser und verwandelten auch ihre Tormöglichkeiten, fünf Tore in Folge bedeuteten den 12:16-Endstand und damit Gold für Spandau 04.

Riesen Jubel auf Seiten der Berliner, wahnsinnige Enttäuschung auf Seiten der Uerdinger. Die Goldmedaille schon fast in den Händen, mussten sich die Mädels und Jungs in den letzten Spielminuten von ihren Titelträumen trennen und nun war sogar Silber in Gefahr. Es war an den Trainern, die Mannschaft wieder aufzubauen und aufzumuntern, um im letzten Spiel, dann einem richtigen Endspiel um die Silber-Medaille gegen die SG Neukölln Berlin, wieder alles zu geben. Zurecht konnte die Mannschaft stolz auf ein tolles Finale und eine gute Leistung gegen den deutschen Meister sein, nun galt es diese Leistung auch noch mit dem Vize-Meistertitel zu krönen.

Aber wie erwartet kam es zu einem überaus schwierigen und harten Spiel gegen die sympathische Mannschaft der SGN. Das etwas zerfahrene Spiel war sehr ausgeglichen und man merkte den jungen Sportlern die bereits zurückliegenden vier Spiele in zwei Tagen an. Ständig ging es hin und her und erst eine Minute vor der Halbzeitpause konnte der SV Bayer seine erste Führung zum 5:4 erzielen und vor der Sirene die Führung sogar noch auf 6:4 ausbauen. Die Uerdinger U13 schien nun besser ins Spiel zu finden und baute diese Führung auf 9:4 aus. Uerdingens Keeper Alexander Watzke zeigte auch an diesem Abend eine sensationelle Leistung und stellte eine enorme Stütze in der Bayer-Verteidigung dar. Ein ums andere Mal vereitelte er die Neuköllner Chancen und brachte die Gegner reihenweise zum Verzweifeln. Die Angriffs-Achse Ben Reibel – Ben Boffen funktionierte nun wieder richtig und so kam es zu der komfortablen Führung. Statt den Sack nun bereits zu zumachen kassierte das Team durch Unachtsamkeiten drei Gegentreffer und konnte nur mit einer 9:7-Führung in die letzte Viertelpause des Turniers gehen. Ben Reibel war es dann, der in der 25. Minute dem Zittern ein Ende bereitete, auf 11:7 erhöhte und damit alles klar machte. Seine gute Turnierleistung krönte der Kapitän mit dieser Partie, indem er seinem Teams stets sowohl in der Verteidigung, im Spielaufbau und auch in der Offensive eine wichtige Stütze war. Am Ende leuchtete völlig verdient ein 13:8-Sieg auf der Anzeigentafel und die Mannschaft vom Waldsee konnte sich über Silber freuen.

Ein riesen Erfolg für die junge Mannschaft vom SV Bayer Uerdingen, die ihre Ziele damit weit übertraf, sich den insgeheimen Traum einer Medaille bei der Deutschen Meisterschaft aber erfüllen konnte. Grenzenloser Jubel brach dann ein weiteres Mal bei der Siegerehrung aus, als zunächst Schlussmann Alexander Watzke als bester Torhüter des Turniers und dann auch noch Center Ben Boffen zum besten Turnierspieler ausgezeichnet wurde. Boffen konnte zudem mit 39 Treffern auf Platz zwei der Torschützenliste landen, hinter Potsdams Satanovsky, der gleich 49 Tore erzielte. Trotz dieser tollen Auszeichnungen: Besonders die mannschaftliche Geschlossenheit und Harmonie wusste über die drei intensiven Tage sowie die gesamte Saison zu überzeugen und war auch der Schlüssel zum Erfolg. Die lange Bus-Rückfahrt wurde dann genutzt, um die erfolgreiche Saison etwas zu feiern und die letzten gemeinsamen Stunden in dieser Zusammensetzung zu genießen. Da die D-Jugend die letzte gemischte Jugend ist, war es der letzte Auftritt der Bayer-Mädels und -Jungs zusammen.

 

7. Deutsche Meisterschaft der Wasserball-D- Jugend 2010

  Platz Verein Spiele G U V Tore Differenz Punkte
  1 Wasserfreunde Spandau 04 5 1 0 0 112:51 61 10:0
  2 SV Bayer Uerdingen 08 5 1 0 0 89:50 39 8:2
  3 SG Neukölln Berlin 5 0 0 0 63:69 -6 5:5
  3 OSC Potsdam 5 0 0 0 75:82 -7 4:6
  5 SC Neptun Cuxhaven 5 0 0 1 68:94 -26 3:7
  6 Schwimmverein "Vogtland" Plauen 5 0 0 1 42:103 -61 0:10

Die Silber-Mannschaft des SV Bayer Uerdingen:

Alexander Watzke im Tor, Hagen Pesch (4 Tore), Scott David (3), Maurice Behlau (8), Marie Gorgs (1), Sophie Hoppe, Frederik Neber (10), Ben Boffen (39), Constantin Elven, Helena Kammermeier (1), Noah Wolke, Paul Lange (2), Ben Reibel (21), Léonie Angenoort, Jonas Blum. Trainer: Bartek Luczak, Co-Trainer: Fabian Hannen und Anja Seyfert


19.11.10

Drei Esslinger für Deutschland

Erfolgreiche Jugendarbeit des SSVE zahlt sich aus

von Axel Haenchen

Esslingen - Seit Jahren betreibt der SSV Esslingen äußerst erfolgreich Jugendarbeit in der Sportart Wasserball. Die Jugendspieler tragen bereits auch in der Bundesligamannschaft des SSVE eine gewichtige Verantwortung. Nun wurde Centerverteidiger Mike Troll erstmals zu einer Maßnahme der Herren-Nationalmannschaft eingeladen.

Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2009 in der A-Jugend, der Gewinn der Silbermedaille im gleichen Jahr in der B-Jugend und der dritte Platz 2010 in der A-Jugend sind nur die Höhepunkte einer kontinuierlich starken Jugendarbeit des SSV Esslingen. Das Modewort der „Nachhaltigkeit“ darf in diesem Zusammenhang ruhig einmal fallen, denn im Wasserballsport ist eine gute Jugendarbeit Voraussetzung für eine erfolgreiche Männermannschaft. Beim SSVE verwischen nun seit einigen Jahren die Grenzen zwischen Jugend- und Männerbereich stark, da vor allem die A-Jugendlichen bereits eine gewichtige Rolle in der Bundesligamannschaft spielen und neben den erfahrenen Kräften erheblich zum guten Abschneiden des SSVE beitragen. Daher ist es eine logische Konsequenz, dass auch Bundestrainer Hagen Stamm auf den Esslinger Nachwuchs aufmerksam wird. Neben Hannes Rothfuß und Hannes Glaser, der mittlerweile für den SV Cannstatt aktiv ist, wurde nun SSVE-Centerverteidiger Mike Troll erstmals zu einem Lehrgang der Nationalmannschaft eingeladen. Seit Donnerstag befindet sich der 19jährige gemeinsam mit Hannes Glaser bei der Maßnahme der deutschen Nationalmannschaft im Rahmen des EM-Qualifikationsspiels gegen Slowenien am Sonntag in Hannover. Hannes Rothfuß absolviert derzeit die Grundausbildung bei der Bundeswehr und wurde so für den Lehrgang nicht berücksichtigt.

Neben der Leistung und der täglichen disziplinierten Arbeit der einzelnen Sportler tragen auch der Verein und hier wiederum vor allem die jeweiligen Trainer einen großen Anteil an diesen Erfolgen. Es gibt wohl keinen Esslinger Jugendspieler, der nicht einmal durch die „formenden Hände“ von SSVE-Urgestein Gerhard Dierolf gegangen ist. Derzeit betreut das Ehrenmitglied des Vereins gemeinsam mit Gerhard Finkes die C-Jugend, für die B-Jugend ist Bernd Berger verantwortlich und seit dem Sommer ist Markus Hahn Nachfolger von Patrick Weissinger bei der A-Jugend.

Der Verein sorgt für die Voraussetzungen und die Rahmenbedingungen, die Trainer formen die Mannschaften und nur so sind solche persönlichen Erfolge der einzelnen Spieler wie nun eben die Einladung zur Nationalmannschaft möglich. Ein Konzept, das sich der SSVE auch für die Zukunft auf die Fahnen geschrieben hat.


10.11.10

Mit ihr hatten die Schläger nicht gerechnet

Die 18-jährige Sina van der Bosch setzte sich in Heidelberg mutig für Prügelopfer ein

von Nicoline Pilz

Heidelberg/Edingen-Neckarhausen. "Ich würde es heute genauso wieder machen." So lautet das schlichte Fazit der 18-jährigen Sina van der Bosch, die sich in der Nacht zum 18. September in Heidelberg mutig einer Gruppe von jungen Schlägern entgegenstellte und dafür beleidigt und sogar bespuckt wurde.

"Beistehen statt rumstehen", dieses Aktionsmotto der Präventionsvereine Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V., Sicheres Heidelberg (SicherHeid) und Sicherheit in Mannheim (SiMA) traf bei der couragierten Abiturientin nicht nur auf offene Ohren, sondern auch auf Mitgefühl und Tatkraft. Denn sie trotzte nicht nur den gleichaltrigen Jugendlichen, darunter ein 17-jähriger polizeibekannter Intensivtäter, sie ermittelte zuhause auch in den gängigen Netzwerken im Internet und konnte dadurch die entscheidenden Hinweise auf die Schläger an die Polizei weitergeben.

"Bis dato war uns der Fall gar nicht bekannt gewesen", sagte Polizeirat Christian Zacherle. Der Leiter des Polizeireviers Heidelberg-Mitte und Polizeihauptkommissar Reiner Greulich, Geschäftsführer des Vereins "SicherHeid", würdigten gestern Nachmittag ausdrücklich die Zivilcourage der Schülerin aus Edingen-Neckarhausen mit einer Urkunde und einem Gutschein für ihren Lieblingssport Wasserball. "Wir haben viele Körperverletzungen in der Altstadt - wenn da jemand einschreitet, ermittelt und uns die Täter auf dem Silbertablett serviert, besser geht es ja gar nicht", meinte Zacherle. Sinas Verhalten verdiene allerhöchsten Respekt, ergänzte Greulich. "Allerdings kann die Polizei gar nicht verlangen, dass man in so eine Situation reingeht."

Was war genau passiert? Gegen ein Uhr nachts beobachteten Sina und zwei Freunde, wie zehn junge Männer zwei andere Jugendliche über den Bismarckplatz jagten, sie mit Schlägen und Tritten traktierten und sie bis in eine Straßenbahn hinein verfolgten. Dort besetzten sie die Ausgänge, um ihre Opfer am Aussteigen zu hindern. Der Fahrer, so Sina, habe in der vollbesetzten Bahn nichts mitbekommen, und auch die Polizei sei nicht alarmiert worden. Nachdem sie und einige andere Personen sich einmischten, stieg die Gruppe am Hauptbahnhof aus, wo sie sich drei neue Opfer suchten, um sie grundlos und brutal zu misshandeln. "Ich hörte dabei einen Namen", erzählte Sina. Den recherchierte sie über "Facebook", wurde fündig und vom Papa zur Polizei geschickt. Einer der Schläger aus dem Heidelberger Süden ist Mitschüler an Sinas Gymnasium.

"Ja, ich bin stolz auf sie", erklärt ihre Mutter gegenüber der RNZ. Zugleich habe sie aber ein mulmiges Gefühl, weil die Tochter durch die Auszeichnung nun in der Öffentlichkeit stehe. "Wir ehren heute nicht nur ihre Zivilcourage, sondern auch, dass sie sich bereit erklärt hat, das nach außen darzustellen", betonte Greulich. Eine besondere und seltene Auszeichnung für eine besondere Tat.

Im Rahmen von "Tu was", einer Initiative für mehr Zivilcourage innerhalb der Bevölkerung, hat die Polizei sechs Regeln für mehr Sicherheit zusammengestellt, die in den S-Bahnen aushängen. Die wichtigsten dabei: Sich selbst nicht in Gefahr bringen, Hilfe unter 110 organisieren und sich als Zeuge melden.


02.11.10

Buben der SGW Leimen/Mannheim bei DM-Vorrunde am Niederrhein

von Claus Bastian

Bevor die Besten der SGW Leimen/Mannheim am Sonntagnachmittag ihre Premierensaison in der Wasserball-Bundesliga in Worms eröffnen, sind die Jüngsten der nordbadischen Spielgemeinschaft ebenfalls linksrheinisch aktiv und bestreiten in der Traglufthalle des SV Bayer Uerdingen am Krefelder Waldsee das zweitägige Vorrundenturnier zur deutschen Meisterschaft der B-Jugend. Mitbewerber in der Gruppe A sind neben dem Westmeister und Südzweiten noch SG Neukölln Berlin (Ost 2) und SV Derne (West 4). Den beiden Besten wirkt, genau so wie bei den Parallelturnieren in Berlin und Weiden, der Sprung in das Sechserfeld der deutschen Endrunde vom 3. bis 5. Dezember.


02.11.10

Masters des SSV Freiburg mit Platz fünf in der Schweiz

Nach dem Tief mit zuletzt zwei siebten Rängen sind die Master-Wasserballer des Oberligisten SSV Freiburg bei der traditionellen Teilnahme am internationalen Turnier von Montreux im Kreis von zehn Mannschaften aus vier Nationen auf den fünften Platz gekommen. Die von Extrainer Helmut Stather betreuten Gäste aus dem Breisgau holten aus ihren Siegen gegen SV Leipzig (10:2) und die Briten von City of Liverpool (8:7) sowie den beiden Niederlagen zuvor gegen die Schweizer von CN Carouge Genf (4:14) und SC Aegeri Zug mit 6:15 Toren für die Abschlussbilanz 4:4 Punkte mit  28:38 Toren.

Die Trefferausbeute teilten sich die sieben Angreifer Karsten Bahnsen (11), Armin Hasler (6), Jörg Zimmermann und Lutz Weide (je 3), Burkhard Zander und Thomas Müller (je 2) sowie Georg Földvari (1), während Klaus Weiler das Aufgebot am Genfer See vervollständigte.


01.11.10

SGW Leimen/Mannheim wieder Schlusslicht im Westen

Fünfter beim gut besetzten Turnier in Hamm

von Claus Bastian

Eine Woche bevor die Wasserballer der SGW Leimen/Mannheim hoffnungsvoll das "Abenteuer Bundesliga" als Neuling in Angriff nehmen, kamen sie bei ihrer Generalprobe im großen Hallenbecken des "Maximare" von Hamm/Westfalen in einem guten Fünferfeld auf 1:7 Punkte mit 23:50 Toren als Letzter. In etwas besserer Besetzung als ein Woche zuvor in Duisburg starteten die nordbadischen Kombinierten nun gegen ihren damaligen Gastgeber und ersten Rivalen bei der Punktejagd, Altmeister DSV 1898 mit einem achtbaren 7:7. Dem folgten aber die deutlichen Niederlagen gegen die Ligakonkurrenten SV Krefeld 1972 (3:13) und Turniersieger OSC Potsdam (5:15) sowie dazwischen das 8:4 gegen SGW Hamm/Brambauer aus der Zweiten Liga West.

Im zwölfköpfigen Aufgebot ragten Stephan Kopani und Patrick Schwabbaur mit sieben Toren als bester Werfer heraus. Das Brüderpaar Patrick und Marc Hanen-Menzel sowie Michael Pfisterer trafen zweimal, während sich Jakob Zühl, Andreas Schneeberger und Timo Sona den Rest teilten.


31.10.10

Dritter Turniersieg in der DWL-Vorbereitung

SV Weiden gewinnt auch eigenes Turnier

(prg)  Drei Vorbereitungsturniere und drei Siege der Bundesligamannschaft des SV Weiden. Nach den Turniersiegen in Krefeld und Potsdam folgte am vergangenen Samstag auch ein Sieg im 3er Turnier in der Weidener Thermenwelt. Die ersatzgeschwächten Oberpfälzer gewannen beide Spiele mit 13:9 gegen den Tschechischen Meister Stepp Praha und 12:11 gegen den ebenso dezimierten Lokalrivalen SV Würzburg 05. Das war das letzte Test der Max-Reger-Städter, denn am kommenden Samstag beginnt die vierte Bundesligasaison des SV bei dem Rekordmeister WF Spandau 04 Berlin.

Das erste Spiel begannen die SV-ler noch relativ zurückhaltend, nachdem sie gleich fünf Stammspieler vermissten, doch in Laufe der Zeit fand die neuformierte Aufstellung des Gastgebers immer mehr in Spiel und entschied durch eine geschlossene und konsequente Spielweise das Spiel relativ sicher mit 13:9 Toren für sich. Die Viertelergebnisse 3:1, 2:2, 3:1, 5:5 spiegeln auch die „Wechselpolitik“ des Trainers wieder. Es wurden viele Nachwuchsspieler, teilweise gleichzeitig eingesetzt, die in ihrem Debüt in der ersten Vereinsmannschaft zwar eine sehr gute Figur machten, doch naturgemäß weniger Durchschlagskraft als die erwachsene und erfahrene Gäste aus dem Nachbarnland auf die Waagschale legen konnten. Besonders bemerkenswert ist das sehr gelungene Debüt des Jungcenters Jakob Ströll (15 Jahre alt) und des Linkshänders Peter Bronold (17). Zum ersten Mal schnupperte auch Michael Trottmann (18) die Luft der ersten Vereinsformation. Die mittlerweile etablierten Nachwuchsspieler mit Sebastian Roßmann (18), Nicklas Hassel und Johannes Kellner (beide 19) sorgten für zusätzliche Nachwuchsnote in der Mannschaftaufstellung.

Im zweiten Turnierspiel verlor die weiterhin ersatzgeschwächte Mannschaft des SV Würzburg 05 um den Kapitän und Ex-Weidener Dominik Fries mit 11:15 gegen die Gäste aus Prag. Die Würzburger, die keinen gut trainierten Eindruck machten, hielten in den ersten zwei Viertel noch ganz gut mit (6:6 zur Halbzeit), doch die Kräfte verließen sie bereits im dritten Abschnitt. Auch die immer bessere Treffsicherheit der Tschechen und einige gelungene Taktikvarianten entschieden die Partie schlussendlich verdient für Stepp Prag. Das Endergebnis: 15:11 (3:3, 3:3, 4:3, 5:3)

Im letzten Turnierspiel trafen die Bayerischen Vertreter aufeinander. Die Begegnungen der Lokalrivalen SV Weiden und SV Würzburg 05, die wie immer in einer freundschaftlicher und fairen Atmosphäre ablaufen, sind immer für ein spannenden Wasserball gut. Diesmal schien es anfangs anders zu sein. Der SV Weiden legte los wie die Feuerwehr. Sehr konzentriert, mit konsequenter Pressdeckung und einem schnellen Umkehrspiel gingen die Oberpfälzer mit 3:0 nach dem erstem Viertel und, nach zwischenzeitigem 7:0, mit 8:1 zur Halbzeit in Führung. So klare Verhältnisse waren beim besten Willen nicht zu erwarten. Der klare Spielstand führte zu mehreren Spielerwechseln und zu einem gewissen Spannungsverlust auf Seite der Hausherren. Eine gefährliche Situation, wenn man gegen eine so erfahrene Mannschaft wie der SVW 05 spielen muss. Die Weidener erwiesen sich als scheinbar zu  guter Gastgeber, kassierten nach einigen Fehlern im Spielaufbau, mehreren Nachlässigkeiten und Ballverlusten Gegentore fast in Minutentakt und verloren den dritten Spielabschnitt mit 0:4 Toren. Im Schlußviertel konnten die Max-Reger-Städter ihr Spiel zwar nicht wesentlich besser ordnen, aber sie schafften es doch, die Partie noch über die Zeit zu retten. Die Würzburger witterten die Chance, die scheinbar aussichtslose Partie noch zu drehen und machten das Spiel gegen Ende der Zeit noch ziemlich spannend. Es kam also wieder zu einem spannenden Bayernderby, das der Tradition seiner Vorgänger gerecht wurde.

Damit gewann die Mannschaft um Interimskapitän Vladimir Srajer auch ihr drittes Vorbereitungsturnier und fiebert nun dem Ligastart in Berlin entgegen. „Trotz der vielen Ausfälle konnten wir ein vernünftiges Spiel  aufbauen und einige Nachwuchsspieler in unser Mannschaftsgefüge einbeziehen. Auch diesen Erfolg möchte ich nicht überbewerten. Die Würzburger waren mit neun Spielern in Weiden, damit ist der Vergleich nicht richtig aussagekräftig. Doch wir sind wieder um einige Erkenntnisse reicher geworden und die Spieler bekamen so wichtige Spielpraxis“, äußerte sich Trainer Irek Luczak

Auch die Begegnung bei Spandau 04 Berlin nächsten Samstag gehört zum Vorbereitungsprogramm des Trainer: „Wir müssen realistisch bleiben, in Berlin haben wir nichts zu holen. Wir wollen eine gute Figur machen und Erfahrungen für die kommenden Aufgaben in der Liga sammeln“, erklärt Luczak und verweist auf die dreiwöchige Spielpause direkt nach dem ersten Punktspiel. Die nächste Partie ist dann am 27.11.2010 in Weiden, der Gegner ist SV Bayer 08 Uerdingen.

SV Weiden spielte mit: Vladimir Srajer, Christopher Klein und Markus Glass im Tor, Nicklas Hassel (3 Tore), Stefan Kick, Peter Bronold (2), Sven Luczak (6), Michael Trottmann (1), Paul Kosiba (1), Hans-Christoph Aigner, Sebastian Roßmann (2), Serkan Dogdu (3), Andreas Jahn (1), Florian Bronold , Alex Schäfer (1), Johannes Kellner und Jakob Ströll (1)


25.10.10

DSV 98 mit DWL-Generalprobe am Wochenende in Hamm

Mirco Schott

Zur Generalprobe für den Saisonstart der Wasserball-Bundesliga 2010/2011 und damit zum Finale der Vorbereitung reist der DSV 98 am Wochenende nach Hamm. In einem mit fünf Mannschaften besetzten Turnier soll hier der letzte Schliff für den Saisonstart am folgenden Wochenende erfolgen. Mit SV Krefeld 72, Aufsteiger SGW Leimen-Mannheim sind, OSC Potsdam und Ausrichter SGW Rote Erde Hamm/SV Brambauer geht neben dem DSV 98 ein hochkarätiges Feld ins Rennen.

Der DSV 98 will an diesem Wochenende nochmals nachlegen. „Nach dem Turnier in der letzten Woche haben wir jetzt gezielt nochmals an einigen taktischen Varianten gearbeitet“, so Trainer Christian Koke. „Die positive Form wollen wir noch weiter festigen, damit wir für die nächste Woche bestens vorbereitet sind.

Gespielt wird am Samstag um 12 Uhr gegen SGW Leimen-Mannheim sowie 15 Uhr gegen OSC Potsdam. Weiter geht es dann am Sonntag morgen um 10 Uhr mit dem Spiel gegen SV Krefeld 72. Zum letzten Spiel kommt es dann um 14:30 Uhr gegen den Ausrichter SGW Rote Erde Hamm/SV Brambauer. Austragungsort ist das Hallenbad Maximare in Hamm.


30.10.10

SV Weiden mit Hindernissen zum letzten Test

Fünf Stammspieler fehlen beim Turnier vor eigener Kulisse

(prg)  Es soll der letzte Test vor Beginn der Bundesligasaison 2010/11 werden (Auftakt am 6.November beim Rekordmeister Spandau 04 Berlin), doch testen muss die Mannschaft des Oberpfälzer Bundesligisten diesmal ziemlich dezimiert. Gleich fünf Stammspieler werden am kommenden Samstag beim Vorbereitungsturnier in der Weidener Thermenwelt in Reihen des SV Weiden vermisst. Die Gegner des 3er Turniers sind keine Unbekannten, nämlich der Lokalrivale SV Würzburg 05 und der tschechische Vizemeister Stepp Prag.

Trainer Luczak muss dabei gleich auf fünf Spieler der ersten Formation verzichten, wenngleich die Gründe mehrheitlich positiver Natur sind: Thomas Kick (Deutsche A-Nationalmannschaft in Portugal) sowie Jack Waller und Sean King (Britische Nationalmannschaft in Georgien) werden zeitgleich bei den EM-Qualifikationsspielen gebraucht, Stefan Kick muss eine Prüfung absolvieren und Thomas Aigner ist nach seiner Nasenhöhlen-OP noch nicht einsatzfähig. Zwar ist Center Serkan Dogdu schon wieder dabei und Routinier Alex Schäfer erklärte sich bereit, Jack Waller zu vertreten, doch die Lücken in der Verteidigung und im Spielaufbau sind beträchtlich. Der SV-Trainer sieht es dennoch gelassen: „Das ist ein Vorbereitungsturnier und auch so kurz vor Ligastart geht es dabei um Erkenntnisse und Spielpraxis, weniger um die Ergebnisse. Nicht nur einige Nachwuchsspieler bekommen dadurch mehr Spielanteile und damit die Chance, sich für die kommende Saison zu empfehlen. Es ist gut, wenn manchmal auch andere Spieler die Verantwortung übernehmen müssen.

Ihre Erfolgserlebnisse holten sich die SV-ler bereits bei den Turnieren in Krefeld und in Potsdam (beide gewonnen), auch beim Europapokaldebüt in Kotor waren alle Stammspieler entsprechend gefordert. In Weiden werden jetzt auch andere Spieler die Möglichkeit bekommen, ihre Führungsqualitäten unter Beweis zu stellen. Trotz oder vielleicht gerade aufgrund der Schwächung in der Mannschaftsaufstellung hoffen die Weidener Wasserballer auf Unterstützung ihrer Anhänger, die hoffentlich ganz ungeduldig den Heimauftritten ihrer SV-Cracks entgegenfiebern. Der Eintritt ist für alle Spiele frei.

Samstag, den 30.10.2010, Weidener Thermen Welt

13,00 Uhr SV Weiden      – SV Würzburg 05
16,00 Uhr SV Würzburg 05 – Stepp Prag
19,00 Uhr SV Weiden      – Stepp Prag


25.10.10

Weiden schaut auf die EM-Qualifikation

Kick, Waller und King suchen ihre Chance für die EM 2012

(prg)  Wenn am Wochenende die Qualifikationsrunde für die Wasserball-Europameisterschaft 2012 in Eindhoven startet, schaut auch Weiden auf die sechs Gruppen mit den 20 Ländern. Während Jung-Nationalspieler und Weidens Eigengewächs Thomas Kick die deutschen Farben vertritt, sind die SV-Neuzugänge Jack Waller und Sean King für Großbritannien im Einsatz.

Kommenden Samstag werden um 18.00 Uhr bzw. 18.30 Uhr die ersten Qualifikationsspiele für die EM 2012 angepfiffen. Die 1. Deutsche Wasserball-Liga startet erst eine Woche später und hat somit spielfrei, nicht aber einige Weidener Akteure. Die beiden Briten Jack Waller und Sean King (beide 21), vor der Saison zum Kader der Weidener Wasserballer gestoßen, müssen es auswärts mit Georgien aufnehmen. Noch im vergangenen Jahr musste man sich in Lugano (Schweiz) mit 9:10 geschlagen geben, nicht zuletzt da Georgien auch einige ehemalige russische Kaderspieler in ihren Reihen hatte. Mit einem Sieg will man unbedingt die ersten beiden Punkte holen, um sich in der Gruppe mit Favorit Griechenland mindestens als Zweiter für die Ausscheidungsspiele zu qualifizieren.

Aus der eigenen Wasserball-Jugend kommt Thomas Kick (21) und darf sich nach einigen Einsätzen bei Turnieren und der Weltliga nun auch bei der EM-Qualifikation für Deutschland beweisen. In Porto trifft die Mannschaft um Bundestrainer Hagen Stamm auf den Außenseiter Portugal, der zuletzt international eher drittklassig agierte. Stamm setzt nicht zuletzt deshalb auf ein junges Aufgebot, dass von vielen erfahrenen Akteuren geleitet werden soll und erwartet einen Sieg. Kick, der in der vergangenen Saison maßgeblichen Anteil am sensationellen Play-Off-Einzug sowie sechsten Rang des SVW hatte, will sich mit einer guten Leistung in Porto auch für weitere Maßnahmen und bei geglückter Qualifikation nicht zuletzt für die EM 2012 in Eindhoven und Olympia empfehlen.

Mit Bartek Luczak findet sich noch ein weiterer Weidener in der Qualifikationsrunde, auch wenn dieser seit sechs Jahren für den Werksklub von SV Bayer Uerdingen agiert. Der 23jährige Sohn von SV-Coach Irek Luczak lernte in Weiden sein Wasserball-Handwerk und bestritt für die deutsche Junioren-Nationalmannschaft je eine Europa- sowie Weltmeisterschaft, schwimmt nun jedoch mit seiner zweiten Staatsbürgerschaft für die A-Nationalmannschaft Polens an und reist mit seinem Team nach Malta. Auch die Polen erhoffen sich bei ihrem Gastspiel einen Sieg, auch wenn es zuletzt in Lugano (Schweiz) eine knappe 7:8-Niederlage gab.

Es ist natürlich eine große Ehre und Freude für unsere Wasserball-Abteilung, dass gleich drei Akteure aus unserem Bundesliga-Kader und noch ein weiteres Eigengewächs international nominiert und gefordert werden. Das zeigt, dass wir gute Arbeit leisten und nicht nur Nationalspieler hervorbringen sondern sogar welche anlocken“, so Trainer und Wasserball-Abteilungsleiter Irek Luczak, der an diesem Wochenende mit seinem Team ohne die Nationalspieler ein Vorbereitungsturnier in Weiden bestreitet.

Wasserball-Europameisterschaft 2012 in Eindhoven (Niederlande)

Qualifikationsrunde von Oktober 2010 bis Oktober 2011

Gruppe A

Türkei (Europa-Rang 10)

Malta (18)

Polen (23)

1. Spieltag, 30. Oktober 2010, 18.00 Uhr: Malta – Polen

Gruppe B

Deutschland (6)

Slowenien (17)

Portugal (nicht unter Top 24)

Bulgarien (nicht unter Top 24)

 

1. Spieltag, 30. Oktober 2010, 18.00 Uhr: Portugal – Deutschland

Slowenien - Bulgarien

Gruppe C

Spanien (8)

Mazedonien (12)

Weißrussland (19)

 

1. Spieltag, 30. Oktober: Spanien – Weißrussland

Gruppe D

Russland (11)

Frankreich (14)

Schweiz (24)

1. Spieltag, 30. Oktober 2010: Frankreich – Schweiz

Gruppe E

Griechenland (9)

Großbritannien (16)

Georgien (20)

1. Spieltag, 30. Oktober 2010, 18.30 Uhr: Georgien – Großbritannien

Gruppe F

Rumänien (7)

Ukraine (22)

Slowakei (nicht unter Top 24)

Israel (nicht unter Top 24)

 

1. Spieltag, 30. Oktober 2010: Slowakei – Ukraine

Israel – Rumänien


25.10.10

Abenteuer-Reise des SSV Esslingen

SSVE mit drei Niederlagen in Marseille / Erfahrungen gesammelt

von Axel Haenchen

Marseille/Esslingen - Nicht nur wegen der offensichtlichen Proteste in Frankreich gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters war die Europapokalreise des SSV Esslingen nach Marseille ein Abenteuer, auch sportlich war es eine große Herausforderung für die junge Mannschaft.

Den Verantwortlichen des SSV Esslingen war von Vorneherein klar, dass es in der zweiten Runde der LEN-Trophy darum gehen wird, Erfahrungen zu sammeln und möglichst viel von den europäischen Top-Teams zu lernen. Erschwerend kam hinzu, dass sowohl Kapitän Robert Roth (Examen) als auch Vizekapitän Hannes Rothfuß (keine Freigabe der Bundeswehr) die Mannschaft nicht vor Ort unterstützen konnten. Damit standen den Esslinger Wasserballern zwei Schlüsselspieler nicht zur Verfügung, was das Unterfangen keineswegs einfacher machte.

In der ersten Partie traf der SSVE gleich auf die gastgebende Mannschaft von CN Marseille. Im ersten Viertel sah es sehr ordentlich aus, was die Mannschaft um Interimskapitän Michael Müller fabrizierte. Zwar lag man schnell mit 0:3 im Rückstand, doch die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft kam durch Tore von Miro Tadin und Michael Müller wieder auf 2:3 heran. Mit diesem Zwischenergebnis ging es auch in die erste Viertelpause. Im zweiten Viertel konnte man noch einigermaßen dagegenhalten, doch die Durchschlagskraft im Angriff fehlte. Hinten kassierte man drei Tore, sodass das Halbzeitergebnis mit 2:6 durchaus noch respektabel ausfiel. Was dann passierte ist schnell erzählt: vier schnelle Kontertore brachen den Esslinger Widerstand und ließen das Ergebnis zu deutlich werden. Die Ordnung fehlte nun, schnellen Ballverlusten im Angriff folgten ein ums andere Mal Kontertore der Hausherren. Bei den vielen Überzahlsituationen von Marseille konnten dann auch die gut aufgelegten Torhüter Marco Watzlawik (1.-3. Viertel) und Michael Knelangen (4. Viertel) nichts mehr ausrichten, obwohl beide jeweils sogar einen Strafwurf parierten. Am Ende stiegen die Esslinger mit einer 2:18 (2:3, 0:3, 0:6, 0:6)-Niederlage enttäuscht aus dem Becken der herrlich an der Mittelmeerküste gelegenen Schwimmhalle.

Beim Spiel am Samstagabend gegen den späteren Turniersieger Honved Budapest lieferten die Esslinger ein ähnliches Spiel ab, der Endstand von 2:18 (1:5, 0:7, 1:3, 0:3) war sogar derselbe. Allerdings gab es auch einen Unterschied. Während man tags zuvor in der ersten Halbzeit noch halbwegs mithalten konnte, deutete sich diesmal von Beginn an eine hohe Niederlage ab. Umso erstaunlicher war es, dass die Esslinger Mannschaft nicht aufgab, sondern weiterhin versuchte, ihren Möglichkeiten entsprechend dagegenzuhalten. Das gelang in der zweiten Halbzeit ganz ordentlich, was die Moral in der Mannschaft beweist. Der Wille, etwas zu lernen und Wasserball zu arbeiten war erkennbar, weshalb die Niederlage gegen die mit aktuellen und ehemaligen Nationalspielern besetzte ungarische Mannschaft nicht noch höher ausfiel.

Am Sonntagvormittag wartete dann mit CN Terrassa aus Spanien ein weiteres erfahrenes Team auf die jungen Esslinger. Erschwerend hinzu kam, dass die Spanier nach dem 8:8-Unentschieden vom Vortag gegen die Gastgeber einen möglichst hohen Sieg brauchten, um das Achtelfinale zu erreichen. Dementsprechend ging die Mannschaft um Esslingens Ex-Torhüter Michal Diakonow engagiert ans Werk. Das erste Viertel war mit 0:3 noch erträglich, spätestens im dritten Viertel, das aus Esslinger Sicht mit 0:8 endete, war der Bann endgültig gebrochen. Ein Aufbäumen war dieses Mal nicht zu erkennen, was aber bei der dritten deutlichen Niederlage in drei Tagen auch nicht unerklärlich ist. Die Partie endete frustrierend ohne eigenen Torerfolg mit 0:22 (0:3, 0:5, 0:8, 0:6).

Außer mit dem letzten Spiel war SSVE-Coach Davorin Golubic aber mit dem Auftreten seiner Mannschaft nicht gänzlich unzufrieden: „Wir haben viele Fehler gemacht, zu viele. Aber ich denke, dass wir daraus lernen können und es für die jungen Spieler eine wichtige Erfahrung war.

Das Turnier gewann Honved Budapest vor Gastgeber CN Marseille, die in der letzten Partie des Turniers ein überraschendes 9:9-Unentschieden erzielen konnten, weshalb der hohe Sieg von CN Terrassa gegen den SSVE den Spaniern trotzdem nur den dritten Platz einbrachte, gleichbedeutend mit dem Ausscheiden aus dem europäischen Wettbewerb.

Trotz der drei deutlichen Niederlagen des SSV Esslingen gab es aufgrund des jugendlichen Alters der Mannschaft lobende Worte von den beteiligten Teams sowie vom Wasserball-Chef des Weltverbandes (FINA) Gianni Lonzi, der bei der Veranstaltung an der französischen Mittelmeerküste als Turnierleiter fungierte. In der Tat war der Altersdurchschnitt aufgrund der Ausfälle noch einmal gesunken und lag bei etwa 19,3 Jahren, entsprach also eher einer A-Jugend-Mannschaft als einem Männerteam. Diese Mannschaft konnte durch die Teilnahme am Europapokal Erfahrungen sammeln, die in der Zukunft noch sehr wichtig für sie sein werden, so zum Beispiel bei der am 6.11. beginnenden Bundesligasaison in Würzburg.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: Michael Knelangen (Torwart), Tim Hornuf, Miro Tadin (1 Tor), Matthias Thoma (1), Fabian Bader, Mike Troll, Lars Hechler (1), Michael Müller (1), Lars Blankenhorn, Robert Berghoff, Robin Finkes und Marco Watzlawik (Torwart).


25.10.10

SV Weiden mit zweitem Turniersieg

Direkte Ligakonkurrent beim 2. Hueber-Cup gewarnt

(prg)  Zweites Vorbereitungsturnier und zweiter Turniersieg, eine vielversprechende Bilanz der Weidener Bundesligawasserballer. Zwei Wochen vor Start der neuen Bundesligasaison sorgt die Mannschaft um Trainer Irek Luczak für den nächsten Achtungserfolg.

Nach dem Gewinn des Ergo-Cups, Ende September in Krefeld, behaupteten sich die Oberpfälzer am vergangenen Wochenende gegen die Ligakonkurrenten in Potsdam und holten auch den Hueber-Cup. Die SV-ler gewannen das Turnier trotz einer Niederlage (6:10 gegen SC Wedding Berlin) und dank des Sieges der Gastgeber vom OSC Potsdam im letzten Turnierspiel über den Weiden-Bezwinger aus der Hauptstadt.

Noch vor der Abreise nach Potsdam waren die Vorzeichen für das vergangene Wochenende gar nicht gut. Innerhalb weniger Tage mussten die Max-Reger-Städter mehrere Ausfälle hinnehmen und ersatzgeschwächt anreisen. Kapitän Thomas Aigner (geplante Operation) folgten auch wichtige Nachwuchsspieler mit Sebastian Roßmann (Praktikum), Thomas Ingel, Markus Glass und Johannes Kellner (alle krank bzw. mit Trainingsrückstand). Dazu verletzte sich noch Center Serkan Dogdu und konnte in Potsdam nicht eingesetzt werden. Geplant für Potsdam war ein 15er Kader aus dem eine 11-köpfige Truppe wurde, ein ärgerliche Zustand für die tägliche Doppelspielbelastung.

Die Weidener mussten gleich ihr erstes Spiel gegen den Erzrivalen der vergangene Jahre und Gastgeber OSC Potsdam absolvieren. Sie begannen sehr konzentriert, doch ließen sich zwischenzeitig aus dem Konzept bringen und gerieten in Rückstand in der ersten Spielhälfte. Nach der Halbzeitpause bekamen die Mannen um Interimskapitän Vladimir Srajer das Spiel immer mehr unter Kontrolle und gewannen am Ende knapp aber nicht unverdient mit 7:6 Toren.

Keine 90 Minuten später mussten die ersatzgeschwächten Oberpfälzer wieder ins Wasser, um sich diesmal mit dem SC Wedding Berlin zu messen. Für die Berliner war es das erste Spiel in diesem Turnier und sie schafften den deutlich besseren Start. Die Weidener begannen lethargisch und leicht verunsichert und gerieten schnell mit 0:3 in Rückstand. Erst nach der Viertelpause fingen sich die SV-ler wieder und stellten anschließend einen gleichwertigen Gegner dar. Die Belastung innerhalb der kurzen Zeit und beschränkte Wechselmöglichkeiten auf Weidener Seite verhinderten jedoch die entscheidende Spielwende. Sie spielten gut mit, doch das Spiel zu drehen, gelang ihnen nicht mehr. 6:10 hieß es am Ende eines eher durchschnittlichen Spiels.

Am Sonntagmorgen ging es im ersten Spiel des Tages gegen Waspo Hannover. Noch vor vier Wochen in Krefeld schlugen die Weidener die Niedersachsen zwei Mal. Damals führte man die Überlegenheit der Oberpfälzer auf den unterschiedlichen Trainingszustand beider Teams zurück, jetzt sollte der Vergleich schon aussagekräftiger ausfallen - und die Begegnung ging äußerst zufriedenstellend aus. Der SV Weiden beherrschte die Hannoveraner gleich zu Beginn des Spiels, ging mit 4:0 in Führung, gab diese nicht mehr ab und baute sie weiter aus. Am Ende stand ein verdienter 13:6 Sieg zur Buche. So deutlich hätte man sich den Ausgang dieser Partie nicht vorgestellt, auch wenn die Niedersachsen zwei Leistungsträger in ihren Reihen vermissten. Es bleibt zu hoffe, dass es in der Liga so weiter geht.

Im letzten Spiel standen die Oberpfälzer im bayerischen Derby dem Lokalrivalen SV Würzburg 05 gegenüber. Diesmal hatten die Weidener einen Pausenvorteil von einer guten Stunde und es machte sich ab dem dritten Spielviertel bemerkbar. Die Reger-Städter gerieten anfangs mit 0:3 in Rückstand und das Spiel drohte schon vorzeitig entschieden zu sein. Doch die Luczak-Schützlinge bewiesen Moral und den längeren Atem. Tor für Tor arbeiteten sich die Weidener an den Gegner ran und gingen im dritten Viertel mit 7:6 zum ersten Mal in Führung. Das vierte Viertel wurde aus Sicht beider Kontrahenten zur Schwerstarbeit nach zwei harten Turniertagen und das bessere Ende gehörte wieder dem SV Weiden. Mit 9:7 endete das Spiel und brachte damit mindestens den zweiten Turnierplatz.

Erst auf der Rückreise erfuhren die Weidener die frohe Botschaft. Der Turniergastgeber gewann sein letztes Spiel gegen SC Wedding Berlin mit 10:9 und bescherte den Oberpfälzer den Hueber-Cup Sieg, nachdem Wedding einen Punkt im ersten Spiel am Sonntag gegen Waspo ließ (6:6).

Trainer Luczak sprach wiederholt von einer Weiterentwicklung und einer guten Erfahrung für seine Mannschaft: „Solche Turniere sind mit dieser Intensität ideal für die Vorbereitung, wir sind wieder einen Schritt weiter gekommen, auch wenn wir die Siege nicht überbewerten sollen. Wir müssen weiterarbeiten, um uns in der Hauptgruppe A behaupten zu können, denn für die Siege in der Vorbereitung werden bekanntlich keine Punkte für die Liga vergeben.

Eine Woche vor seinem Einsatz in Portugal (EM-Qualifikationsspiel mit der Deutschen A-Nationalmannschaft) zeigte sich Centerverteidiger Thomas Kick in bestechender Form. Trotz Beschwerden an der Oberschenkelmuskulatur erledigte er gewohnt vorbildlich seine Aufgaben in der Verteidigung und setzte starke Akzente im Angriff. Besonders bemerkenswert waren seine zahlreiche Treffer aus dem Rückraum. Trainer Luczak zollte Respekt und freute sich über stets steigerndem Selbstvertrauen des jungen Nationalspielers.

SV Weiden spielte mit: Vladimir Srajer im Tor, Nichlas Hassel, Stefan Kick, Sven Luczak, Thomas Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Sean King, Andreas Jahn, Florian Bronold und Jack Waller

Abschlusstabelle:

1 SV Weiden 6:2
2 SC Wedding Berlin 5:3
3 Waspo Hannover 5:3
4 SV Würzburg 05 2:6
5 OSC Potsdam 2:6

25.10.10

DSV 98 mit gelungenem Vorbereitungsturnier im Schwimmstadion

von Mirco Schott

Zwei Wochen vor Saisonbeginn der Wasserball-Bundesliga 2010/2011 befindet sich der DSV 98 in der heißen Phase der Vorbereitung. Mit einem vor eigener Kulisse veranstalteten Turnier bereitete sich die Mannschaft von Trainer Christian Koke am Wochenende weiter auf den nahenden Saisonstart vor. Mit Mannschaften wie SV Bayer Uerdingen, SV Krefeld 72 und Aufsteiger SGW Leimen/Mannheim waren neben dem DSV 98 ein rein erstklassiges Teilnehmerfeld am Start.

Und der DSV 98 zeigte sich bereits in guter Form: Mit einem 10:6-Sieg gegen Aufsteiger und Gegner im Turbo-Pokal (Auslosung fand am Wochenende statt) SGW Leimen/Mannheim konnte der Auftakt zum Turnier erfolgreich gestaltet werden. Am Abend gab es einen 11:8-Sieg gegen das Team von SV Bayer Uerdingen. Einzig am Sonntag hatte der DSV 98 gegen den linksrheinischen Nachbarn SV Krefeld 72 das Nachsehen. Am Ende des Spiels stand es 9:12 aus Sicht der Duisburger, so dass in der Endabrechnung des Turniers schließlich ein hervorragender zweiter Platz stand.

Trainer Christian Koke war mit den Leistungen seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben uns die letzten 2,5 Monate auf die kommende Saison physisch, konditionell und zuletzt auch taktisch intensiv vorbereitet. Jetzt wollten wir die taktische Komponente weiter vertiefen und im Spielbetrieb testen. Zusammengefasst bin ich mit der Mannschaft zum jetzigen Zeitpunkt zufrieden“, so Koke. „Gegen SGW Leimen/Mannheim hätten wir zwar mehr Tore erzielen müssen, haben aber ungefährdet gewonnen. Sehr gut war das Spiel gegen Bayer Uerdingen. Hier haben wir konsequent und konzentriert gespielt und so verdient gewonnen. Krefeld 72 war am Sonntag einfach smarter und deswegen hatten wir hier das Nachsehen.

Mit Blick auf seine neu formierte Mannschaft ist er ebenfalls hoch zufrieden. „Alle Spieler konnten viel spielen und ihre Eindrücke hinterlassen. Es stellt sich erfreulicherweise heraus, dass wir in Summe sehr gut und ausgeglichen besetzt sind. Ein absolutes Plus für diese Mannschaft“, freut sich der Trainer, der wohl künftig dann des Öfteren die Qual der Wahl für seine Aufstellung haben wird.

Weiter geht es für den DSV 98 bereits am kommenden Wochenende. Dann wird der DSV 98 zu einem weiteren Vorbereitungsturnier nach Hamm reisen. Dort warten wieder erstklassige Mannschaften, um sich dann final auf den darauf folgenden Start in die Saison vorzubereiten. Gespielt wird wieder am Samstag und Sonntag. Detaillierte Informationen zum Turnier sowie Stimmen vom Trainer folgen.


24.10.10

Nur ein Würzburger Sieg in Potsdam

Platz vier im Fünferfeld des Hueber-Cups

von Claus Bastian

Zwei Wochen vor dem Saisonstart in der Wasserball-Bundesliga hat der SV Würzburg 05 bei seiner Generalprobe beim 2. Turnier um den Hueber-Cup in Potsdam genau wie vor Jahresfrist wieder 2:6 Punkte mit dieses Mal 33:35 Toren erzielt, als Vierter im Fünferfeld aber um einen Rang besser abgeschnitten. In den vier Spielen beider Tage im Hallenbad am Brauhausberg starteten die Unterfranken gegen die Ligakonkurrenten SGW 98/Waspo Hannover (5:9) und SC Wedding (8:9), freuten sich am zweiten Tag über das unerwartete 13:8 gegen Gastgeber OSC Potsdam und verloren zum Ausklang gegen den europäischen LEN-Pokalstarter SV Weiden mit 7:9. Dabei stellten die Würzburger im Fünferfeld der Erstligisten das kleinste Aufgebot mit den nur zehn Spielern Wolfgang Kraus, Inaki Urquiaga, Julian Langguth, Alexander Försch, Julian Fleck sowie den beiden Rückkehrern Holger Quast (Weiden) und Maximilian Müller (Duisburg) unter Trainer Jürgen Helmschrott.


24.10.10

Neuling Leimen/Mannheim schnuppert raue Bundesligaluft

Letzter Platz beim Vorbereitungsturnier in Duisburg

von Claus Bastian

Einen ersten Vorgeschmack auf die „raue Luft“, die sie künftig als Neuling in der Wasserball-Bundesliga erwartet, erhielten die Spieler der SGW Leimen/Mannheim zwei Wochen vor Saisonstart bei drei Spielen eines Turniers in der Duisburger Wedau. Mit einem zehnköpfigen Aufgebot um Trainer Stephan Kopani, dem neuen serbischen Torwart Mihajlo Arizanovic sowie dem Ex-Wormser Jan Hornuf gab es drei Niederlagen gegen Gastgeber Duisburger SV 1898 (6:10), SV Krefeld 1972 (6:15) und SV Bayer Uerdingen mit 6:11 Toren als künftige Ligakonkurrenten. Das Aufgebot aus Nordbaden vervollständigten Jakob Zühl, Novak Zugic, Jan Hörning, Robin Schmitt, Andreas Schneeberger, Patrick Schwabbaur und Jakob Arndt. Am kommenden Wochenende folgt ein weiterer Test bei SG Rote Erde Hamm/SV Brambauen, wo wieder die Krefelder und DSV 98 sowie OSC Poseidon Potsdam im Hallenbad Maximare dabei sind.

Turniersieger des mit vier Bundesligisten besetzten Wasserballturniers wurde die Schwimm-Vereinigung Krefeld 1972 mit 4:2 Punkten und 33:26 Toren vor den beiden punktgleichen SV Bayer Uerdingen (30:23 Tore) und Gastgeber Duisburger SV 1898 (30:26). Liga-Neuling SGW Leimen-Mannheim ging mit 0:6 Punkten und 18:36 Toren leer aus. Der Turniersieger SVK 72 stellte auch den besten Turnierwerfer mit Sebastian Bruch und seinen elf Treffern.


21.10.10

Turnier in Potsdam mit starken Gegnern

SV Weiden beim 2. Hueber-Cup gegen direkte Konkurrenz

(prg)  Nach guten Auftritten in Krefeld und beim Europapokal in Kotor reist die Wasserball-Mannschaft des Schwimmvereins Weiden am Wochenende nach Potsdam, um sich beim 2. Hueber-Cup für die neue Saison der 1. Deutschen Wasserball-Liga vorzubreiten. Dabei verspricht das Turnier sehr ausgeglichen und spannend zu werden.

Zwei Wochen vor dem Start in die 90. Saison der 1. Deutschen Wasserball-Liga (DWL) ist fast das gesamte 16er-Feld in Turnieren aktiv. Während Spandau Berlin, ASC Duisburg und der SSV Esslingen in der 2. Qualifikationsrunde der LEN-Trophy (Europapokal) ihre Chance suchen und Bayer Uerdingen, die SV Krefeld 72, Duisburg 98 und die SGW Leimen/Mannheim bei einem Vorbereitungsturnier in Duisburg weilen, nehmen es die Weidener Wasserballer mit Waspo Hannover, Wedding Berlin, SV Würzburg 05 und dem OSC Potsdam auf.

Während somit ganze zwölf der 16 Erstligateams im Einsatz sind, hat der SV Weiden mit dem 2. Hueber-Cup in Potsdam das wohl ausgeglichenste und spannendste Turnier vor sich. Mit dem Vorjahres-Fünften (Hannover), -Sechsten (Weiden), -Siebten (Wedding), -Achten (Würzburg) und –Zehnten (Potsdam) trifft am Brauhausberg fast das gesamte ausgeglichene Mittelfeld der Liga aufeinander.

Das ist ein super Test gegen die nationale Konkurrenz für uns. Mit Hannover, Wedding und Würzburg können wir uns schon mal mit der Konkurrenz aus der Hauptrunde A messen und gegen Potsdam erfahren, was uns im Falle von Pre-Play-Off-Duellen aus der Hauptrunde B erwartet. Unsere Formkurve ist immer noch aufsteigend und wir sind spielerisch noch nicht so weit, wie wir es gerne in drei, vier Wochen wären, doch es ist an der Zeit, uns mit unseren Konkurrenten ernsthaft zu messen“, so Weidens Trainer Irek Luczak, der am Samstag und Sonntag auf Kapitän Thomas Aigner verzichten muss. Aigner hatte sich nach einer schwerwiegenden und langwierigen Nasennebenhöhlenentzündung am Montag einer Operation unterzogen und muss nun drei Wochen pausieren. Nachdem er auch beim Saisonstart bei Rekordmeister Spandau 04 Berlin am 06. November fehlen wird, ist er zum ersten Heimspiel gegen Bayer Uerdingen (27. November) wieder an Bord.

Die Weidener, die vor vier Wochen in Krefeld den Ergo-Cup für sich entscheiden konnten und Anfang November ihre Premiere im Europapokal erlebten, wollen bei dem Gastspiel in Potsdam wieder an ihren technischen und taktischen Fähigkeiten feilen und allen Spielern des Kaders Spielpraxis geben. Mit von der Partie werden auch die beiden britischen Nationalspieler Jack Waller und Sean King sowie Deutschlands Nationalspieler Thomas Kick sein, die bereits am 30. Oktober in Georgien (Georgien – Großbritannien) und Porto (Portugal – Deutschland) das erste Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft 2012 in Eindhoven für ihr Land bestreiten.

Die Mannschaft für das Wochenende: Vladimir Srajer, Nichlas Hassel, Stefan Kick, Sven Luczak, Thomas Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Sean King, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold, Jack Waller, Johannes Kellner und Sebastian Roßmann

2. Hueber-Cup 2010 (23./24. Oktober 2010 in Potsdam)

Samstag:

15.00 Uhr OSC Potsdam - SV Weiden

16.20 Uhr SV Würzburg 05 - SG W98/Waspo Hannover

17.40 Uhr SV Weiden - SC Wedding

19.00 Uhr OSC Potsdam - SG W98/Waspo Hannover

20.20 Uhr SV Würzburg 05 - SC Wedding

Sonntag:

10.30 Uhr OSC Potsdam - SV Würzburg 05

11.50 Uhr SG W98/Waspo Hannover - SC Wedding

13.10 Uhr SV Würzburg 05 - SV Weiden

14.30 Uhr OSC Potsdam - SC Wedding

15.50 Uhr SG W98/Waspo Hannover - SV Weiden


21.10.10

DSV 98 am Wochenende mit Vorbereitungsturnier vor eigener Kulisse

von Mirco Schottt

Gut zwei Wochen vor Saisonbeginn der Wasserball-Bundesliga 2010/2011 startet der DSV 98 in die heiße Phase der Vorbereitung. Mit einem vor eigener Kulisse veranstalteten Turnier möchte sich die Mannschaft von Trainer Christian Koke final einspielen und testen. Mit SV Bayer Uerdingen, SV Krefeld 72 und Aufsteiger SGW Leimen-Mannheim sind neben dem DSV 98 gleich drei weitere erstklassige Mannschaften für das Turnier im Schwimmstadion  zu Gast.

Wir haben uns die letzten 2,5 Monate auf die kommende Saison physisch, konditionell und zuletzt auch taktisch intensiv vorbereitet“, so Christian Koke rückblickend. „Jetzt wollen wir die taktische Komponente weiter vertiefen und im Spielbetrieb testen; zudem möchten wir unsere verstärkte Mannschaft an gleichwertigen Gegnern einspielen und unsere beste Formation finden“, so Koke weiter.

Denn der DSV 98 hat sich weiter verstärkt (wie bereits gemeldet). Mit Tom Krauser und Jan Jansen wechselten gleich zwei noch junge Spieler von der linken Rheinseite zum DSV 98. Beide Spieler sind beim DSV schon gut bekannt, haben Sie doch zuletzt im finalen Play-down der letzten Saison auf Seiten des SSF Aegir Uerdingen noch gegen ihre neue Mannschaft gespielt. Ebenso wechselte Tim Focke nach einem Jahr Spielpause in der höchsten deutschen Klasse von Wuppertal zum DSV 98. Davor war der ehemalige Nationalspieler einige Jahre als Spieler beim Nachbarn ASC Duisburg aktiv. Mit ihm konnte ein erfahrener Spieler verpflichtet werden, der die Mannschaft insbesondere im Aufbau unterstützen soll. Doch nicht nur die Neuzugänge, auch die „altgedienten“ Spieler suchen ihre Chance für die Stammformation, die Trainer Koke noch offen lässt.

Ich will alle Spieler in verschiedenen Varianten testen, um so das beste Team zusammen zu stellen. Mit unserem verstärkten Kader sind wir nun weitaus flexibler und weniger bechenbar“, freut sich Koke. In diesem sowie am darauf folgenden Wochenende beim Testturnier in Hamm erwartet er sich finale Eindrücke für den ersten Doppelspieltag am 06. und 07.November.

Gespielt wird am Samstag (23.10.2010) ab 13 Uhr im Schwimmstadion zu Duisburg. Dann trifft der DSV 98 zunächst auf den Aufsteiger und gleichzeitig noch Gegner des ersten Spieltages SGW Leimen-Mannheim. Hier wird sich eine erste Standortbestimmung erwartet. Weiter geht es dann um 18.30 Uhr gegen SV Bayer Uerdingen. Sonntag um 11.45 Uhr dann zuletzt gegen SV Krefeld 72.


21.10.10

Europapokal-Abenteuer mit Hindernissen

SSV Esslingen mit personellen Problemen nach Marseille / Schwere Gruppe

von Axel Haenchen

Esslingen - Die zweite Runde der LEN-Trophy steht für den SSV Esslingen unter dem Motto „Erfahrungen sammeln und daraus lernen“. Mit den Gegnern aus Marseille (FRA), Budapest (HUN) und Terrassa (ESP) erwischte man ein äußerst schweres Los.

SSVE-Trainer Davorin Golubic freut sich auf die Reise nach Frankreich: „Die Spiele in Marseille sind eine große Chance für uns. Wir haben dort die Möglichkeit, drei Spiele gegen drei europäische Top-Teams zu absolvieren.“ In der Tat haben es die Esslinger Gegner in sich: am Freitagabend trifft der SSVE um 19.30 Uhr gleich auf die gastgebende Mannschaft von CN Marseille, die einen Großteil der französischen Nationalspieler aufbieten kann. Am Samstag um 18:15 Uhr wartet dann die ungarische Spitzenmannschaft von Honved Budapest auf die Esslinger Wasserballer. Ungarn selbst ist neunmaliger Olympiasieger im Wasserball, Honved Budapest bestimmte Anfang des 21. Jahrhunderts den ungarischen Wasserballsport: zwischen 2001 und 2005 wurden sie fünf Mal Meister, 2004 gewannen sie die Euroleague, bei der sie auch 2002, 2003 und 2005 im Finale standen. Zum Abschluss trifft der SSV Esslingen am Sonntagvormittag um 10.00 Uhr auf den spanischen Vertreter von CN Terrassa. Ein Wiedersehen wird es dann mit Michal Diakonow geben. Der ehemalige Esslinger Torhüter steht nun für das spanische Spitzenteam zwischen den Pfosten.

Davorin Golubic formuliert seine Erwartungen an die Mannschaft so: „Ich hoffe, dass meine Mannschaft keinen allzu großen Respekt vor den großen Namen zeigt und in jedem Moment alles gibt und kämpft. Das wird eine große und sehr wichtige Erfahrung für die jungen Spieler werden.“ Gerade auf die jungen Spieler wird es am Wochenende einmal mehr ankommen, da mit den beiden Kapitänen Robert Roth und Hannes Rothfuß zwei erfahrene Kräfte das Turnier zu ihrem eigenen großen Bedauern absagen mussten: Kapitän Robert Roth, der als angehender Französisch- und Sportlehrer natürlich zu gerne nach Frankreich gereist wäre, steckt mitten in den letzten Prüfungen und hat am Montag sein Staatsexamen. Hannes Rothfuß, seines Zeichen Vizekapitän des SSVE, absolviert derzeit seinen Grundwehrdienst. Nachdem der 20jährige vor zwei Wochen beim Heimturnier in der ersten Europapokalrunde noch eine Freistellung erhalten hatte, konnte für die Frankreichreise keine erwirkt werden, trotz Zugehörigkeit zur Bundeswehr-Sportfördergruppe.

Eine Reise mit Hindernissen also, und nicht nur, wenn man die aktuelle Lage der französischen Streik- und Protestwelle in der Presse verfolgt. Die zweite Europapokalteilnahme des SSV Esslingen in seiner 102jährigen Vereinsgeschichte wird trotzdem ein großes Erlebnis für alle Beteiligten werden und der Lohn für die harte Arbeit in den vergangenen Jahren. Sportlich gesehen reist man als krasser Außenseiter an die französische Mittelmeerküste. Die beiden erstplatzierten Teams werden ins Achtelfinale der LEN-Trophy einziehen.


19.10.10

Hannes Glaser schafft Sprung in die A-Nationalmannschaft

von Christoph Vorpahl

Erfreuliche Nachricht beim SV Cannstatt – Neuzugang Hannes Glaser wurde am vergangenen Wochenende von Nationaltrainer Hagen Stamm in den A-Nationalkader berufen. Der 18 jährige Linkshänder zeigte noch am vergangenen Wochenende gute Leistungen bei der Deutschen A-Jugend Endrunde in Krefeld und erreichte dort mit dem SSV Esslingen den dritten Platz. Bereits am 30. Oktober 2010 wird er für die deutsche Nationalmannschaft beim Qualifikationsspiel für die Europameisterschaften in Eindhoven ins Wasser springen. In Porto wird er hierfür sein Nationalmannschaftsdebüt gegen Portugal geben.

Überglücklich bedankte sich der neu ernannte Nationalspieler bei seinem Trainer Robert Bleich. „Ohne Robert und sein extra Training letztes Jahr hätte ich das wahrscheinlich nicht geschafft“, so Glaser. Auch Bleich freute sich, wie auch der Rest der Mannschaft, über die Einberufung von Hannes. „Das gibt jedem von uns noch einmal mehr Motivation und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, meinte Bleich.


18.10.10

SV Cannstatt setzt Ausrufezeichen im renovierten Mombach-Bad

PM SV Cannstatt

Nach viermonatiger Umbauzeit wurde das Mombach-Bad in Stuttgart am Wochenende wieder für den Sportbetrieb freigegeben. Das Trainingsbad des SV Cannstatt wurde einer umfangreichen Renovierung unterzogen und glänzt nun mit einer Edelstahlwanne und neuer Umrandung. Die ebenfalls aufgefrischte und verjüngte Bundesliga-Mannschaft des SVC nahm die Gelegenheit wahr, um sich in einem Freundschaftsspiel mit dem Liga-Konkurrenten SV Würzburg 05 zu messen. Die Heimmannschaft konnte mit zahlreichen neuen Gesichtern in ihren Reihen einen 14:13 (4:1, 4:4, 3:2, 3:6) Start-Ziel-Sieg erstreiten und zeigen, dass mit ihr in der kommenden Saison zu rechnen ist.

SV Cannstatt - SV Würzburg 05: 14:13 (4:1, 4:4, 3:2, 3:6)

SV Cannstatt: Florian Pirzer (TW) - Christian Schubert (2 Treffer), Marvin Thran (2), Peter Ambrus, Johannes Christoph, Milosav Aleksic (2), Jonas Pohle (1), Timo van der Bosch (2), Francesco Mir, Jovan Radovic (5), Christoph Vorpahl, Steffen Dierolf, Bojan Mrdja

SV Würzburg 05: Wolfgang Kraus (TW) - Dominik Frieß, Holger Quast (1 Treffer), Inaki Urquiaga (3), Dominik Krüger (2), Simon Stier (1), Sven Kristandt (1), Julian Fleck (1), Max Müller (2),  Alexander Försch, Stefan Försch (2)     


16.10.10

Doppelerfolg für Italiener im Schwarzwald

Luca Locatelli Genua gewinnt 26. Tacke-Turnier

von Claus Bastian

Die italienischen Gäste von Luca Locatelli Genua haben die beiden internationalen Wasserball-Turniere der WBG Villingen-Schwenningen gewonnen und damit ihren Doppelerfolg von 2008 wiederholt. Im Villinger Hallenbad setzten sich die Männer im Endspiel der 26. Auflage der Traditionsveranstaltung gegen die Schweizer vom SC Zug mit 9:5 durch. Dahinter lagen im Achterfeld Canottieri Mailand, SG Stadtwerke München, die Schwarzwälder Gastgeber, Kaiserslauterer SK, VfL Sindelfingen und der neunmalige Rekordgewinner und Zweitligaaussteiger 1.FC Nürnberg.

Beim siebten Turnier der Frauen wiederholte Loca Locatelli Genua seinen Erfolg aus dem Vorjahr und besiegte beim sechsten Turniererfolg in Serie im internationalen Duell Canottieri Mailand mit 2:10 Toren. Hier war die weitere Rangfolge: 3. SC Winterthur, 4. Kaiserslauterer SK, 5. WSV Basel, 6. WM Mailand.


12.10.10

SSV Esslingen nach Marseille

Terrassa, Honved Budapest und Marseille in der 2. Runde

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen wird in der zweiten Runde des Europapokals eine interessante Reise nach Südfrankreich machen dürfen. Nicht nur der Austragungsort an der Mittelmeerküste ist erwähnenswert, auch die Gegner aus Spanien (CN Terrassa), Ungarn (Honved Budapest) und eben dem Gastgeber sind hochkarätig.

Die zweitgrößte Stadt Frankreichs wird die Gruppe I der zweiten Runde der LEN-Trophy vom 22. bis 24. Oktober beherbergen. Das ergab die Auslosung am Montagmittag in der Zentrale des europäischen Schwimmverbandes in Luxemburg. Insgesamt nehmen an der zweiten Runde 32 Mannschaften verteilt auf acht Gruppen teil. Auch der ASC Duisburg wird in den Süden Frankreichs reisen dürfen, die Westdeutschen wurden in die Gruppe G nach Nizza gelost. Der dritte deutsche Vertreter, Meister Spandau 04, wird Gastgeber der Gruppe H im eigenen Bad sein.

Für die Spieler der jungen Mannschaft des SSV Esslingen wird die Reise in die größte Hafenstadt Frankreichs ein weiteres Highlight in ihrer noch jungen Karriere werden. Die Gegner des SSVE haben es in sich: so stellt die gastgebende Mannschaft aus Marseille einen Großteil der französischen Nationalmannschaft, das spanische Team aus Terrassa hat neben spanischen Nationalspielern mit dem Ex-Esslinger Michal Diakonow einen der besten Torhüter der Welt zwischen den Pfosten und mit Honved Budapest wartet erneut ein Gegner aus der Hauptstadt des neunmaligen Olympiasiegers Ungarn auf die Esslinger Wasserballer. Die beiden bestplatzierten Teams ziehen in das Achtelfinale der LEN-Trophy ein.


12.10.10

SV Weiden mit erster europäischer Erfahrung

Keine Überraschung in Kotor

(prg)  Die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden sorgten im Vorfeld für Schlagzeilen, nachdem sie sich überraschend für die Teilnahme im europäischen Pokalwettbewerb qualifizierten und nach Bewältigung der Finanzierungsprobleme auch meldeten. Doch eine zusätzliche Überraschung blieb im montenegrinischen Kotor aus. Die Oberpfälzer präsentierten sich zwar durchaus ordentlich, lieferten in jeder Partie einige gute Spielabschnitte ab und konnten über einige Strecken gut mit ihren erfahrenen Gegnern mithalten, doch eine Überraschung blieb aus, sie verloren alle vier Partien und landeten auf dem letzten Gruppenplatz. Die Trainerkollegen zollten dennoch den Weidenern Anerkennung und Respekt. „Eine junge Mannschaft mit Zukunft“, war der Tenor der Beteiligten auf Nachfrage über die Weidener.

Gleich im ersten Spiel trafen die Max-Reger-Städter auf den gefürchteten Titelverteidiger und Ausrichter des Turniers in Kotor, Akademja Cattaro. Die SV-ler gingen sehr konzentriert in dieses Spiel, überraschten die Montenegriner gleich mit einer 1:0 Führung ehe die neuformierte Mannschaft um Erfolgstrainer Mirko Vičević richtig auf die Touren kam. Doch die gefürchtete „Klatsche“ blieb für die Weidener aus. Die Weidener hielten in jedem Viertel gut dagegen, Torwart Srajer parierte sogar zwei Strafwürfe, lediglich im dritten Viertel verschliefen die Europacupneulinge einige Minuten, die vom starken Gegner schnell genutzt und in Tore umgemünzt wurden. Damit setzte sich Cattaro mit 9:5 entscheidend ab und gab dieses Spiel nicht mehr aus der Hand. Das Endresultat 7:12 gegen eine europäische Spitzenmannschaft kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Die Zuschauer und andere im Turnier teilnehmende Mannschaften waren von der Spielweise der Oberpfälzer sichtlich beeindruckt.

Dementsprechend gewarnt und konzentriert gingen die Franzosen von FNC Douai zur Sache. Mit drei starken kroatischen Akteuren und einer sehr ausgeglichener Mannschaft waren die Franzosen an diesem Tag den Weidener um einiges überlegen und nutzten die in Viertel 2 und 3 auftretende Verunsicherung der Luczak-Schützlinge zu einem klaren 12:5 Erfolg. Die Weidener verloren die Spielkontrolle gegen Ende des zweiten Viertels, als sie einen möglichen Anschlusstreffer durch Strafwurf vergaben. Das dritte Viertel ging dann total daneben (0:4) und das Spiel konnte nicht mehr gedreht werden, auch wenn der letzte Abschnitt mit 2:1 an die Weidener ging. „Das war kein gutes Spiel von uns. Donuai war besser als wir, doch keine sieben Tore. Wir haben lethargisch agiert und dem Gegner das Spiel viel zu leicht gemacht“, äußerte sich Trainer Luczak nach dem Spiel. Die Weidener kamen mit dem starken gegnerischen Center nicht klar und scheiterten zudem viel zu oft am glänzend aufgelegten Torhüter Akos Biro.

Es sah also schon am Freitagabend nach einem Endspiel für die Oberpfälzer aus. Aufgrund anderer Ergebnisse war schnell klar, dass nur ein Sieg gegen den ukrainischen Vertreter Ilyichevets Mariupol die Tür zur zweiten Runde der LEN-Trophy offenhalten könnte. Die Mannschaft startete wieder sehr gut ins Spiel. Doch die Ukrainer erwischten offensichtlich einen sehr guten Tag. Die Weidener bemühten sich sehr, kämpften um jeden Ball und scheiterten meist im Abschluss am Gebälk des Gegners, dem dagegen alles gelang. Die Ukrainer brachten es auf eine unglaubliche Trefferquote im Abschluss und konnten sich trotz der optischen Ausgeglichenheit auf 8:3 absetzten. Die Max-Reger-Städter gaben nicht auf und versuchten noch das Spiel direkt nach der Halbzeitpause zu drehen, doch es hat an diesem Tag nicht sein sollen, sie lagen bereits vor der letzten Viertelpause mit 5:12 im Rückstand. Das dritte Viertel ging noch an die Weidner, doch das Endergebnis 14:8 fiel wiederum zu hoch aus.  

Die Geschichte des letzten Turnierspiels des SV Weiden ist relativ schnell auf den Punkt gebracht: Zwei Viertel Top und zwei Viertel Flop. Der serbische Vertreter ZAK Kikinda spielte noch um den ersten Platz im Fernduell mit Cattaro und Donaui und brauchte jedes Tor, um sich in der Tabelle noch zu behaupten. Anfangs ging noch alles nach Plan, die Verteidigung stand sehr gut gegen den bärenstarken serbischen Center, einige Schüsse aus dem Rückraum wurden abgeblockt und der Spielaufbau vorne konnte sich sehen lassen. Auch wenn das erste Viertel mit 0:2 verloren ging, im Wasser sah man zwei gleichwertige Teams. Dies änderte sich auch bis zur Halbzeit nicht. Nach einem schnellen und kräfteraubenden Spiel wechselten die Kontrahenten mit 2:4 aus Weidener Sicht die Seiten. Nach der Pause begann dann das Weidener Desaster. Die Mannschaft hörte auf zu spielen, agierte auf ein Mal unsicher, fast schon ängstlich und kassierte einen Gegentreffer nach dem anderen. Bis zum Spielende und insgesamt während 22 Minuten und 30 Sekunden trafen die Weidener nicht mehr ins Tor von ZAK und verloren am Ende mit 14:2 Toren. „Das vierte sehr schwere Spiel in diesem Turnier blieb am Ende nicht ohne Folgen. Die Partien haben offensichtlich Spuren hinterlassen, die Mannschaft war einfach platt, da ging nichts mehr“, so Luczak nach dem Spiel. „Doch das, was wir hier erlebt haben, bringt uns weit nach vorne. Die Mannschaft hat sich würdig verkauft und zeigte dass sie Potenzial hat“, fügte er hinzu. Die Erfahrung Europacup zählt definitiv zu den positiven Ereignissen der Wasserballabteilung im Schwimmverein Weiden.

Nach eigenen Informationen befindet sich das SV-Team noch gar nicht in der Wettkampfphase. Der Bundesligastart ist auf den 6. November datiert, darauf wurde die gesamte Vorbereitung abgestimmt. Die Mannschaft trainierte in den letzten Wochen sehr hart im Ausdauerbereich, ist nicht spritzig genug und die spielerischen Varianten wurden auch noch nicht genügend abgestimmt. Das nächste Kräftemessen findet am 25-26.Oktober in Potsdam statt, wo die Weidener in einem Vorbereitungsturnier auf die Bundesligakonkurrenz Waspo Hannover, SV Würzburg 05, SC Wedding Berlin und OSC Potsdam trifft. Eine Woche später soll noch der letzte Schliff in Weiden folgen. Am 30. Oktober gastiert der Lokalrivale SV Würzburg 05 und der tschechische Vizemeister Stepp Prag in der Weidener Thermenwelt.

Ergebnisse der Weidener Mannschaft von Kotor:

VA Cattaro – SV Weiden 12:7 (3:2, 2:1, 4:2, 3:2)

SV Weiden – FNC Douai 5:12 (2:3, 1:4, 0:4, 2:1)

Ilyichevets Mariupol – SV Weiden 14:8 (4:3, 4:0, 4:2, 2:3)

VK Zak – SV Weiden 14:2 (2:0, 2:2, 4:0, 6:0)

Mannschaftsaufstellung SV Weiden:

Vladimir Srajer im Tor, Thomas Aigner (4 Tore), Stefan Kick (1), Sven Luczak, Thomas Kick (5), Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Sean King (4), Serkan Dogdu, Andreas Jahn (1), Florian Bronold (2), Jack Waller (5), Johannes Kellner

Endtabelle

Abschlusstabelle:

1 V.A. Cattaro KOTOR (MNE) 44:32 12 9 Punkte
2 Francs Nageurs Cheminots de Douai (FRA) 39:30 9 9 Punkte
3 Vaterpolo klub Zak (SRB) 35:24 11 9 Punkte
4 Ilyichevets Mariupol (UKR) 41:43 -2 3 Punkte
5 SV Weiden 1921 ev (GER) 22:52 -30 0 Punkte

10.10.10

SSV Esslingen eine Runde weiter

Sieg über Belfast - Niederlagen gegen Moskau, Patras und Budapest

von Axel Haenchen

Esslingen - Die junge Mannschaft des SSV Esslingen hat ihre Bewährungsprobe bestanden und die erste Runde im Europapokal überstanden. Ein souveräner Sieg über Außenseiter Belfast sicherte bereits im ersten Spiel das Weiterkommen. Einer guten Leistung gegen Moskau folgte ein durchwachsener Auftritt gegen Patras. Gegen Topfavorit Budapest gab es die erwartet deutliche Niederlage.

Der neue Esslinger Couch Davorin Golubic war mit dem Auftreten seines jungen Teams (Durchschnittsalter 20 Jahre) zufrieden, auch wenn er noch viel Verbesserungspotential sah: „Wir haben unser Ziel erreicht und sind eine Runde weiter. Jetzt haben wir drei weitere Spiele auf hohem europäischen Niveau, die uns auch im Hinblick auf die neue Bundesligasaison weiterbringen werden.“ Das Ziel war ein Sieg gegen Außenseiter Belfast gleichbedeutend mit dem Erreichen der zweiten Runde im Europapokal. Gleich im ersten Spiel der Esslinger ging es am Freitagabend gegen den direkten Konkurrenten. Mit Michael Müller erzielte ein Routinier den ersten SSVE-Treffer der neuen Saison 2010/2011 nach knapp drei Spielminuten. Der 26jährige Centerspieler bewies Führungsqualitäten in dem jungen Team und konnte sich drei weitere Male in die Torschützenliste eintragen. Zwar konnten die Nordiren den Ausgleich zum 1:1 erzielen, doch Tore von Vizekapitän Hannes Rothfuß, Kapitän Robert Roth und noch einmal Michael Müller brachten die Hausherren bereits früh auf die Siegerstraße. Im zweiten Viertel wussten die Esslinger Wasserballer in der Abwehr zu überzeugen und ließen erneut nur einen Treffer zu, doch im Angriff mangelte es an Durchsetzungskraft, was in ebenfalls nur einem Tor durch Robert Berghoff resultierte. Mit 5:2 ging es also in die zweite Halbzeit und nach dem Seitenwechsel baute der SSVE seinen Vorsprung durch Tore von Michael Müller (2) und Miro Tadin auf 8:2 aus – eine Vorentscheidung war gefallen. Für den 17jährigen Ex-Spandauer war es der erste Treffer für seinen neuen Club. Im letzten Spielabschnitt kassierten die Esslinger dann zwar noch einmal zwei weitere Treffer, war aber selbst auch drei Mal durch Robert Roth, Hannes Rothfuß und den 18jährigen Linkshänder Fabian Bader aus der eigenen Jugend erfolgreich. Die zahlreichen Zuschauer im Untertürkheimer Inselbad waren mit dem 11:4-Erfolg ihrer Mannschaft zufrieden und feierten sie nach dem Schlusspfiff.

Am Samstagmorgen wartete mit Dinamo Moskau ein Traditionsverein mit vielen Erfolgen auf die Esslinger Wasserballer und fast gelang den „jungen Wilden“ eine Sensation. Bis zum Schluß konnte der SSV Esslingen das Spiel offen gestalten und verlor am Ende nur knapp mit 6:8 und setzte so ein erstes Ausrufezeichen in der noch jungen Saison. Im ersten Viertel ging es Hin und Her. Erst nach fast fünf Spielminuten das erste Ereignis, nämlich das 0:1 aus Sicht der Esslinger, zugleich auch der erste Pausenstand. Im zweiten Spielabschnitt gelang dem ebenfalls recht jungen russischen Team das 2:0, doch Michael Müller verkürzte umgehend auf 1:2. Wie bereits im Spiel am Abend zuvor, hatten die Hausherren im zweiten Viertel so ihre Probleme. Moskau konnte bei einem Gegentreffer von Robert Berghoff auf 5:2 davonziehen. Doch im dritten Viertel konnte das Team von Trainer Davorin Golubic noch einmal richtig dagegenhalten, vor allem in der Abwehr fand die Mannschaft mehr Stabilität und ließ nur einen Treffer zu. Centerverteidiger Mike Troll erzielte ebenfalls ein Tor, sodass dieses Viertel 1:1 ausging. Nach der letzten Pause sollte es dann noch einmal richtig spannend werden: Michael Müller verkürzte auf 4:6 und Esslingen war kurz davor, den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch die russische Mannschaft zeigte Souveränität, blieb gelassen und baute ihre Führung auf 8:4 aus. In Anbetracht des immer noch guten Ergebnisses gaben die Esslinger jedoch nicht auf und packten jetzt erst recht ihr Kämpferherz aus. Hannes Rothfuß und Robert Roth verkürzten mit ihren Treffern noch einmal auf 6:8 - und immerhin zweieinhalb Minuten waren noch zu spielen. In dieser Phase waren zwei Dinge zu beobachten, die zeigten, dass sich die junge Esslinger Mannschaft bereits Respekt bei ihren Gegnern verschafft hatte: zum einen spielten die Russen nun bei jedem Angriff die Zeit komplett aus und zum anderen schaute die griechische Mannschaft aus Patras in Anbetracht des knappen Ergebnisses ziemlich verdutzt auf die Anzeigetafel, als sie just in diesem Moment die Halle betrat. Schließlich hatten sie am Abend zuvor noch mit 8:9 das Nachsehen gegen Moskau gehabt. Es blieb dann aber beim 6:8, was ein sehr respektables Ergebnis für den SSV Esslingen bedeutet.

Am Samstagabend hatten sich die Esslinger vorgenommen, ein ebenso respektables Ergebnis gegen die griechische Mannschaft aus Patras zu erzielen. Doch mit der 7:17-Niederlage gelang dies nicht, was Esslingens Trainer wie folgt erklärte: „Meine junge Mannschaft war nach den guten Leistungen gegen Belfast und Moskau etwas müde, aber vor allem hatte sie vor den Gegnern aus Patras und Budapest zu viel Respekt.“ Gegen die Griechen konnte immerhin das dritte Viertel mit 4:3 gewonnen werden, gegen die Ungarn aus Budapest setzte es dann doch eine deutliche 4:24-Niederlage. Allerdings wurden die Ungarn ihrer Favoritenrolle auch in allen anderen Spielen gerecht und gewannen so das Turnier ungefährdet. Mit Top-Spielern wie beispielsweise dem zweimaligen Olympiasieger Tamas Varga oder dem starken Linkshänder Zsolt Varga und dem kroatischen Weltmeister Aljosa Kunac dominierten sie das Turnier und sind somit zumindest als Anwärter auf das Halbfinale im europäischen Wettbewerb anzusehen. Dank ihres Sieges über Patras wurde Moskau Zweiter, die Griechen landeten vor den Hausherren auf Platz drei. Als Fünfter ausgeschieden sind dagegen die Belfast Wolfhounds.

In der zweiten Runde, deren Auslosung am morgigen Montag erfolgt, sind neben den 16 Mannschaften aus der LEN-Trophy auch 16 Mannschaften aus der Euro League (der „Champions League des Wasserballs“) am Start, die ihrerseits nicht in die nächste Runde im höchsten europäischen Wettbewerb für Vereinsmannschaften einziehen konnten, darunter beispielsweise auch der Deutsche Meister aus Spandau. In dem Viererturnier in zwei Wochen warten also illustre Gegner auf die jungen Esslinger. „Erfahrungen sammeln und lernen“ wird die Devise heißen, denn ein erforderlicher zweiter Platz fürs Weiterkommen ist für das neuformierte Esslinger Team im Normalfall nicht zu erreichen.

Ein Großteil der Esslinger Talente wird bereits am kommenden Wochenende im Einsatz sein, denn das nächste Highlight steht bereits vor der Tür: bei der Endrunde in Krefeld mit den sechs Top-Teams aus Deutschland könnte der Deutsche Meistertitel in der A-Jugend verteidigt werden. Eine Woche später folgt die zweite Runde im Europacup und am 6. November beginnt die Bundesligasaison mit dem Südderby in Würzburg.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: Michael Knelangen (Torwart), Tim Hornuf (1 Tor), Hannes Rothfuß (4), Matthias Thoma, Fabian Bader (1), Mike Troll (1), Robert Roth (6), Michael Müller (7), Lars Blankenhorn (3), Robert Berghoff (3), Robin Finkes (1), Miro Tadin (1) und Marco Watzlawik (Torwart).

Freitag, 8. Oktober:

10.00  NC Patras (GRE) – Belfast Wolfhounds (IRL) 18:4 (6:0, 4:1, 4:3, 4:0)

12.00   Dinamo SHVSM Moscow (RUS) - FTC Fisher Clima Budapest (HUN) 8:14 (2:3, 2:3, 4:4, 1:4)

17.00  NC Patras (GRE) – Dinamo SHVSM Moscow (RUS) 8:9 (1:2, 4:3, 0:1, 3:3)

19.00  SSV Esslingen (GER) – Belfast Wolfhounds (IRL) 11:4 (4:1, 1:1, 3:0, 3:2)

Samstag 9. Oktober:

10.00  SSV Esslingen (GER) – Dinamo SHVSM Moscow (RUS) 6:8 (0:1, 2:4, 1:1, 3:2)

12.00  FTC Fisher Clima Budapest (HUN) – NC Patras (GRE) 10:7 (4:1, 4:2, 1:2, 1:2)

17.00  FTC Fisher Clima Budapest (HUN) – Belfast Wolfhounds (IRL) 22:3 (6:0, 5:1, 6:1, 5:1)

19.00  SSV Esslingen (GER) – NC Patras (GRE) 7:17 (1:5, 2:5, 4:3, 0:4)

Sonntag 10. Oktober:

10.00  Belfast Wolfhounds (IRL) – Dinamo SHVSM Moscow (RUS) 5:15 (1:3, 1:1, 2:7, 1:4)

12.00  SSV Esslingen (GER) – FTC Fisher Clima Budapest (HUN) 4:24 (1:8, 0:6, 2:4, 0:6)

Abschlusstabelle:

1 FTC Fisher Clima Budapest  70:22 12 Punkte
2 Dinamo SHVSN Moskau 40:33 9 Punkte
3 NC Patras 50:30 6 Punkte
4 SSV Esslingen 28:53 3 Punkte
5 Belfast Wolfhounds 16:66 0 Punkte

10.10.10

Nikar-Mädels deutscher Meister im Wasserball

Titel beim Turniersieg mit A-Jugend im OSP-Hallenbad

von Claus Bastian

Neunzig Jahre nach der ersten und bisher einzigen deutschen Meisterschaft im Wasserball für den SV Nikar Heidelberg mit den Männern im Endspiel in Darmstadt gegen den Neuen Leipziger SV durch einen 3:1-Sieg, hat nun auch das vermeintlich „schwache Geschlecht“ im mitgliederstärksten badischen Traditionsverein sich mit dieser Auszeichnung schmücken können. Die weibliche A-Jugend beendete das dreitägige Turnier um den 17. Titel der „U19“ in ihrem Trainingsbecken des OSP-Hallenbades als Nummer eins im Fünferfeld mit 7:1 Punkten und 64:21 Toren vor dem Titelverteidiger und nicht weniger als zehnmaligem Rekordmeister SV Bayer Uerdingen 08 (7:1 / 49:20). Damit entschied der um 14 Treffer deutlich bessere Torunterschied die Bilanz der zehn Spiele.

Hinter dem überragenden Gespann vom Neckar und Niederrhein ging Bronze an die Spielerinnen des deutschen Frauen-Rekordmeisters SV Blau-Weiß Bochum (4:4 / 35:43) vor dem Neuling SSF Aegir Uerdingen (2:6 / 35:39) sowie dem deutlich abgeschlagenen Berliner Gast der SG Neukölln (0:8 / 16:76).

Nikartrainer und „Macher“ Dr. Kai van der Bosch hatte seine Mannschaft gezielt auf den Jahreshöhepunkt für den ältesten Nachwuchs vorbereitet und konnte sich mit seinem Helferstab am Ende über den Premierensieg riesig freuen. Auf dem Weg zu Gold, das Rundenleiter Uwe Muck (Bochum) bei der Siegerehrung überreichte, gab es zunächst ein 13:5 gegen Aegir Uerdingen. Am zweiten Tag steigerten sich die Einheimischen auf ein 20:6 gegen den zweimaligen Meister aus Bochum, ehe die späteren Meisterinnen gegen Berlin am Schlusstag mit 23:2 als dem höchsten Turniersieg auftrumpften. Da auch noch der amtierende Meister vom Krefelder Waldsee seine drei Spiele gewann, aber mit insgesamt schlechterer Torausbeute, genügte den Einheimischen im abschließenden „Endspiel“ gegen den SV Bayer ein Unentschieden zum Titelwechsel. Dieses packende Duell der gleichwertigen Rivalen sah den SV Nikar im ersten Spielviertel zunächst mit 2:0 vorne, ehe sich das Blatt zu Gunsten der Gäste wendete und über 3:5 und 4:6 sowie nochmals im Schlussviertel beim 5:7 sich zwei Tore Rückstand für den „Herausforderer“ ergaben. Der steckte aber nicht auf, hatte im Endspurt die besseren Reserven und Nerven und erzielte 1:15 Minuten vor dem Ende das 8:8, bei dem es auch bleiben sollte.

Unter der umsichtigen Turnierleitung von Walter Klewar (Stuttgart) spielte der neue Meister mit Torfrau Sarah Charisis, Siri Strittmatter (3 Tore), Anne Reuter (18), Mara Ruhnau (2), Alexandra Uber, Sina van der Bosch (19), Alicia Schirmer (3), Nicole Wiesenberg, Simone Rolko (2), Luise Zimmermann (11), Nadja Kreis (6), Daphne Charisis, Tassja Buchheit, Julia Henschel und Isabell Andrae im 15köpfigen Aufgebot.

Dem bisherigen Meister SV Bayer blieb nur der kleine Trost, mit der Nationalspielerin Anja Seifert und ihren 22 von 49 Toren der Mannschaft die beste Werferin des Turniers gestellt zu haben.


10.10.10

Weidener Einstand im europäischen Len-Pokal und schnelles Aus

von Claus Bastian

Die Premiere des Wasserball-Bundesligisten SV Weiden 1921 im europäischen LEN-Pokal hat in der ersten Runde beim Turnier der Gruppe B in Kotor/Montenegro vier Niederlagen in ebenso vielen Spielen und für den Letzten der Abschlusstabelle damit das Ausscheiden gebracht. Die Mannschaft des diesjährigen Sechsten im nationalen Oberhaus stand an der Adria gegen Ausrichter CN Cattaro (7:12), Frankreichs Pokalvierten Club Douai (5:12), die Ukrainer von Ilychevets Mariupol (8:14) sowie WC Zak aus Serbien beim 2:14 am Schlusstag durchweg auf verlorenem Posten. Für die Oberpfälzer waren es lehrreiche Spiele, nachdem Trainer Irek Luczak mit der Teilnahme ausdrücklich einem Wunsch der Mannschaft entsprochen hatte. "Das Ausscheiden stimmt uns keineswegs traurig, denn für die zweite Runde hätte uns ohnehin das Geld gefehlt", meinte der 44Jährige zum zehnjährigen Jubiläum seiner Trainertätigkeit beim Aufsteiger von 2007.


05.10.10

Saisonstart: "SSV Esslingen reloaded"

Auftakt im Europapokal / Jüngstes SSVE-Team aller Zeiten

von Axel Haenchen

Esslingen - Der SSV Esslingen gehört mit seinen 102 Jahren Vereinsgeschichte nicht mehr zu den ganz Jungen, seine diesjährige erste Mannschaft dagegen schon. Ein neuer Trainer und neun neue Spieler starten in die Wasserballsaison 2010/2011.

Zum Saisonauftakt wartet gleich ein Höhepunkt auf den SSV Esslingen: die erste Runde des Europapokals (LEN-Trophy) vor heimischem Publikum im Untertürkheimer Inselbad. Zugleich wird diese erste Aufgabe ein Prüfstein für das nochmals verjüngte SSVE-Team sein. Zu Gast sein werden die international erfahrenen Mannschaften aus Budapest, Moskau, Patras und Belfast. SSVE-Trainer Davorin Golubic ist vorsichtig optimistisch: „Es ist eine schwere Gruppe, alle Mannschaften haben mehrere Nationalspieler in ihren Reihen. Aber ich denke, dass wir eine gute Chance haben, gegen Belfast zu gewinnen und damit in die zweite Runde einzuziehen.“ Gleich vier der fünf Mannschaften werden in die nächste Runde vorstoßen, favorisiert auf den Gruppensieg sind dabei die Ungarn von FTC Budapest. Die Traditionsmannschaft aus dem Lande des neunmaligen Olympiasiegers ist seit Jahrzehnten eines der Topteams der ungarischen Liga. Ebenfalls äußerst traditionsreich und ständiger Teilnehmer im Europapokal ist der russische Club Dinamo Moskau. Stark einzuschätzen sind auch die Griechen aus Patras, denn in Griechenland wird der Wasserballsport unter profihaften Bedingungen ausgeübt. Nicht gerade als Wasserballhochburg gilt dagegen Nordirland, doch die Mannschaft aus der Hauptstadt Belfast sind regelmäßiger Teilnehmer an der LEN-Trophy.

Für den SSV Esslingen ist es dagegen erst die zweite Teilnahme am Europapokal. Nach 2007 konnte man sich durch den vierten Platz in der abgelaufenen Bundesligasaison erneut für die LEN-Trophy qualifizieren, im Fußball entspricht dies der Europa League. Es wird sich am Wochenende nun zeigen, wie die neuformierte Mannschaft in der beginnenden Saison einzuschätzen ist, schließlich stehen acht Abgängen neun Neuzugänge gegenüber. Die erfahrenen Spieler um Kapitän Robert Roth, Center Michael Müller, Robert Berghoff und Matthias Thoma bilden gemeinsam mit den A-Jugend-Meistern von 2009, allen voran Vizekapitän Hannes Rothfuß, Mike Troll, Lars Blankenhorn und Robin Finkes das Gerüst der Mannschaft. Bei den Neuverpflichtungen ist der SSVE seiner Philosophie treu geblieben: junge Spieler, vornehmlich aus der Region, sollen in den kommenden Jahren in die DWL-Mannschaft integriert werden: Hannes Buchholz und Antonio Tadic (SV Ludwigsburg), Lars Hechler (WV Darmstadt), Tim Hornuf (Poseidon Worms) und Milos Suf (VfL Kirchheim) haben sich dem SSVE angeschlossen und wollen nun erste Erfahrungen in einem Bundesligaverein sammeln. Zwei weitere Neuzugänge besitzen bereits internationale Erfahrung: Torwart Marco Watzlawik (SV Würzburg) und Miro Tadin (Spandau 04) haben beide mit der deutschen Nationalmannschaft an der diesjährigen Jugend-Europameisterschaft in Stuttgart teilgenommen. Der Freiburger Michael Knelangen (Lou Waterpolo, Frankreich) ist der einzige Nicht-Jugendliche, der neu in der Mannschaft des SSVE ist, aber mit seinen 21 Jahren gehört der Torhüter auch noch in die lange Reihe der Esslinger Talente.

Viel zu tun also für den ebenfalls neuen Trainer Davorin Golubic. Der 33jährige Kroate hat in den vergangenen Wochen viel Wert auf Grundlagentraining gelegt, sowohl im Ausdauer- als auch im technischen und taktischen Bereich. Ihm zur Seite steht der neue A-Jugend-Trainer Markus Hahn. Aufgrund der Altersstruktur des SSVE-Teams sind die Übergänge zwischen Herrenbereich und Jugend fließend, sodass beide Trainer eng zusammenarbeiten.

Die junge Mannschaft ist nun heiß auf ihren ersten Auftritt und hofft auf die Unterstützung ihrer Fans, schließlich ist ein Europapokalauftritt für den Verein und die Stadt Esslingen nichts Alltägliches und die Chancen auf ein Weiterkommen sind gegeben. Zehn Spiele an drei Tagen bedeuten ein straffes Programm, wer da eine Stärkung braucht, auch für den wird mit einem vielfältigen Angebot an Snacks und Getränken gesorgt sein. Die Eintrittspreise sind mit 20 € (Turnierkarte, alle Spiele; Jugendliche 10 €) bzw. 6 € (Turnierabschnitt, zwei Spiele; Jugendliche 3 €) moderat gewählt.

Der Kader des SSV Esslingen:

Fabian Bader (18 Jahre), Tobias Bader (16), Oliver Beichter (19 – Torwart), Robert Berghoff (23), Lars Blankenhorn (18), Hannes Buchholz (15), Robin Finkes (18), Valentin Finkes (15), Jan Glaser (16), Lars Hechler (17), Tim Hornuf (18), Marius Kittel (18), Michael Knelangen (21 – Torwart), Michael Müller (26), Robert Roth (27), Hannes Rothfuß (19), Aleksandar Suf (17), Milos Suf (15), Antonio Tadic (16), Miro Tadin (17), Matthias Thoma (20), Mike Troll (19) und Marco Watzlawik (17 – Torwart).

Neuzugänge:

Hannes Buchholz (SV Ludwigsburg), Valentin Finkes (eigene Jugend), Lars Hechler (WV Darmstadt), Tim Hornuf (Poseidon Worms), Michael Knelangen (Lou Waterpolo / Frankreich), Milos Suf (VfL Kirchheim), Antonio Tadic (SV Ludwigsburg), Miro Tadin (Spandau 04), Marco Watzlawik (SV Würzburg).

Abgänge:

Moritz Baum (SV Cannstatt), Hannes Glaser (SV Cannstatt), Martin Görge (Vorwärts Ludwigshafen), Axel Hänchen (Karriereende), Bastian Lehmann (Schweiz), Jovan Radojevic (SV Cannstatt), Predrag Spasojevic (Schweiz), Nenad Stojcic (SV Cannstatt).

Spielplan LEN-Trophy

Freitag, 8. Oktober:

10.00  NC Patras (GRE) – Belfast Wolfhounds (IRL)

12.00  Dinamo SHVSM Moscow (RUS) - FTC Fisher Clima Budapest (HUN)

17.00  NC Patras (GRE) – Dinamo SHVSM Moscow (RUS)

19.00  SSV Esslingen (GER) – Belfast Wolfhounds (IRL)

Samstag 9. Oktober:

10.00  SSV Esslingen (GER) – Dinamo SHVSM Moscow (RUS)

12.00  FTC Fisher Clima Budapest (HUN) – NC Patras (GRE)

17.00  FTC Fisher Clima Budapest (HUN) – Belfast Wolfhounds (IRL)

19.00  SSV Esslingen (GER) – NC Patras (GRE)

Sonntag 10. Oktober:

10.00  Belfast Wolfhounds (IRL) – Dinamo SHVSM Moscow (RUS)

12.00  SSV Esslingen (GER) – FTC Fisher Clima Budapest (HUN)


04.10.10

Der europäische Traum startet in Kotor

SV Weiden zur Premiere nach Montenegro

(prg) - Anfang August entschieden die Verantwortlichen des Schwimmvereines Weiden, die erste Herrenmannschaft in den Europäischen Wettbewerb zu schicken. Nachdem die Oberpfälzer als Sechster Deutschlands die Qualifikation als Nachrücker schafften und die finanziellen Grundlagen zur Teilnahme an der LEN-Trophy (ähnlich Europa League in Fussball) gesichert wurde, konnte die Meldung beim Europäischen Schwimmverband (LEN) in Luxemburg vorgenommen werden.

Die Auslosung der 1.Runde fand zu Beginn der Junioren EM in Stuttgart statt. Die Weidener erwischten dabei gleich den Titelverteidiger Akademija CATTARO aus Montenegro, der als Ausrichter der Gruppe B ausgelost wurde. Außerdem treffen die Weidener auf Club DOUAI (FRA), Ilyichevets MARIUPOL (UKR) und WC ZAC (SRB) in einer Fünfergruppe, aus der die ersten Vier die zweite Runde erreichen.

Kotor ist derzeit die Wasserball-Hochburg der Welt: VaterpoloAkademjia Cattaro holte in der vergangenen Saison nicht nur die LEN-Trophy, ein weiteres Team aus der Stadt mit nur 23 000 Einwohnern, VK Primorac Kotor, scheiterte erst im Finale der EuroLeague, dem „großen Bruder“ der LEN-Trophy und wichtigsten Vereinspokal Europas, den man ein Jahr zuvor sogar gewann. VA Cattaro ist ein sehr junger Verein, der sich die Jugend-Ausbildung auf die Fahnen schrieb, jedoch auch das Herren-Team mit internationalen Top-Stars besetzten und im vergangenen Jahr im Halbfinale den deutschen Meister Spandau Berlin ausschalten konnte. Der SV Weiden trifft gleich im ersten Spiel auf den Topfavoriten Cattaro (Donnerstag 19,30 Uhr). Weiterer Gegner wird WC Zac (letztes Spiel am Sonntag 10,00 Uhr) aus Serbien sein.

Auch wenn das Team beim Kampf um die serbische Krone kaum eine Rolle spielte, die Vereinsmannschaften aus Serbien und dem ehemaligen Jugoslawien sind traditionell stark. „Das sind die beiden Teams die für uns nicht mal annähernd erreichbar sind“, so SV-Coach Irek Luczak, der sich dennoch sehr über die Auslosung freute und von einer „perfekten Gruppe“ für den SV Weiden sprach. Aus Frankreich stößt der Meisterschafts-Dritte FNC Douai dazu (Freitag 11,30 Uhr), auch der international erfahrene ukrainische Vize-Meister Ilycheviets Mariupol (Freitag 18,00 Uhr) wurde den Weidenern zugelost. Die vier besten Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die zweite Runde, was für die Weidener bereits eintritt, wenn man nur ein Team hinter sich lassen kann. Die SV-ler konzentrieren sich also vor allem auf die beiden Partien am Freitag und sehen hier Möglichkeiten zu punkten.

Die gesamte Geschichte um den Europapokal treibt unser Team und den Verein mächtig voran und ist eine wahnsinnige Erfahrung. Alleine das ist Gold wert. Dennoch sind wir Sportsmänner und wollen gewinnen und setzen uns das Erreichen der nächsten Runde als Ziel, auch wenn ich im Moment noch nicht weiß, wie wir es finanzieren könnten “, so Luczak weiter.

Auch wenn am Ende das Weiterkommen scheitern sollte: Der SV Weiden ist in Europa angekommen und spielt gegen die absoluten Top-Teams. Auch die Kaderzusammenstellung für die kommende Saison und damit auch schon die 1. Runde der LEN-Trophy schreitet immer weiter voran und scheint bereits fast abgeschlossen zu sein. Doch Trainer Luczak ist verärgert: „Für mich sind die LEN-Regularien einfach lächerlich. Für das gesamte Turnier dürfen wir nur 13 Spieler melden. Kein Ersatz der verletzten, erkrankten oder gesperrten Spieler ist während des Turniers möglich, aber auch kein Einsatz verschiedener Nachwuchsspieler wird damit möglich sein. Wir werden dennoch mit 15 Spielern anreisen, denn sie haben sich alle die Teilnahme verdient“. Eine Regelung, die schon seit längerer Zeit für Diskussionen bei allen LEN-Veranstaltungen sorgt. Auch Bundestrainer Hagen Stamm kritisierte dies jüngst, nachdem sein Kader bei der EM in Zagreb während des Turniers immer mehr schrumpfte. Diesmal bitter für zwei Weidener Akteure, die zum Turnier nicht gemeldet werden dürfen, doch die Verantwortlichen betonen, dass die Runde in Kotor auch fester Bestandteil der Vorbereitung für die neue Bundesligasaison sei. Die Mannschaft wird nicht nur vier harte Spiele bestreiten, geplant und reserviert sind auch vier Trainingseinheiten.

Der Kader für Kotor: Vladimir Srajer und Markus Glass im Tor, Thomas Aigner, Stefan Kick, Sven Luczak, Thomas Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Sean King, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold, Jack Waller, Thomas Ingel und Johannes Kellner.

LEN-Trophy 2010/2011 1. Runde, 8. bis 10. Oktober 2010

Gruppe A in Tblissi, Georgien

CN Posillipo (ITA)
Olympic Nizza (FRA)
Honved Budapest (HUN)
ENKA Istanbul (TUR)
ASA Tel Aviv (ISR)
Dynamo Tblissi (GEO)

Gruppe B in Kotor, Montenegro

VA Cattaro (MNE)
SV Weiden (GER)

FNC Douai (FRA)
WC Zac (SRB)
Ilycheviets Mariupol (UKR)

Gruppe C in Stuttgart

SSV Esslingen (GER)
FTC Budapest (HUN)
NOP Patras (GRE)
Dynamo Moskau (RUS)
Wolfhounds Belfast (IRL)

Gruppe D in Koper, Slovenien

RN Florentia (ITA)
Val Prcanj (MNE)
PAOK Thessaloniki (GRE)
VK Koper (SLO)
Orta Dogu Ankara (TUR)


03.10.10

Nikar-Mädels greifen nach DM-Titel

Gegen fünf Mitbewerber bei A-Jugend / 15 Spiele von Freitag bis Sonntag im OSP

von Claus Bastian

Heidelberg - Erst  zum zweiten Mal nach der männlichen C-Jugend vor fünf Jahren in Freiburg wird in der 50jährigen Geschichte der deutschen Meisterschaften im Wasserball für den Nachwuchs eine Endrunde im Bereich des Badischen Schwimm-Verbands ausgetragen. Von Freitag bis Sonntag richtet der SV Nikar Heidelberg unter der Regie seiner rührigen "Machers" Dr. Kai van der Bosch im Hallenbad des Olympiastützpunktes im Neuenheimer Feld das Turnier um den 17. nationalen Titel der weiblichen A-Jugend aus. Nachdem von sieben gemeldeten Vereinen der SC Chemnitz als einziger in der Vorrunde ausscheiden musste, gibt es für die "U19" ein Sechserfeld am Neckar mit dem Westquartett SV Bayer Uerdingen 08, SSF Aegir Uerdingen 07, Hohenlimburger SV und SV Blau-Weiß Bochum, den besten Berlinerinnen der S Neukölln sowie den Nixen des Gastgebers.

Sie bestreiten am Freitag im ersten der fünf Turnierabschnitte von jeweils drei  Spielen die Auftaktpartie mit SSF Aegir Uerdingen und machen auch am Samstag den Anfang der beiden Etappen um 13 Uhr gegen Bochum und um 16.45 Uhr gegen Hohenlimburg. Der Sonntag bringt dann das Nikar-Duell mit SG Neukölln (9.45 Uhr) sowie als Turnierfinale ab 14.45 Uhr das vermeintliche "Endspiel" mit dem SV Bayer Uerdingen 08.

Dieser Traditionsverein vom Krefelder Waldsee ist mit zehn Titeln Rekordmeister der A-Jugend, davon zuletzt dreimal in Serie, und war als Einziger an sämtlichen A-Endrunden seit der Premiere von 1994 in Esslingen beteiligt.

Nikartrainer Dr. Kai van der Bosch verfügt über ein 15köpfiges Aufgebot um die international erfahrenen Anne Reuter, Luise Zimmermann und Tochter Sina, die nach erfolgreicher Qualifikation im gleichen Becken vor zwei Wochen bei Siegen über Bochum, Hohenlimburg und Chemnitz noch steigerungsfähig scheint. Bisher gab es bei zwei A-Endrunden Platz sechs 2008 und Rang drei im Vorjahr.


01.10.10

SSV Esslingen: Der Europapokal-Spielplan steht

Belfast, Budapest, Moskau und Patras zu Gast im Inselbad

von Axel Haenchen

Esslingen - Mannschaften aus vier Nationen heißt der SSV Esslingen vom 8. bis 10. Oktober zur ersten Runde der LEN-Trophy im Inselbad Untertürkheim willkommen. Mit dem Heimvorteil im Rücken möchte der Gastgeber in die zweite Runde einziehen.

Noch eine Trainingswoche und dann ist es für die Spieler des SSV Esslingen soweit: zum Saisonauftakt wartet mit der ersten Runde der LEN-Trophy, vergleichbar mit der Europa League im Fußball, gleich ein Höhepunkt auf das neuformierte Esslinger Team. Den acht Abgängen stehen ebenso viele Neuzugänge gegenüber, das Durchschnittsalter der Mannschaft wurde noch einmal gesenkt. Viel Arbeit für den ebenfalls neuen kroatischen Trainer Davorin Golubic. Der 33jährige Nachfolger von Patrick Weissinger hat in den letzten Wochen viel an der Kondition gearbeitet, aber auch technisch und taktisch einiges einstudiert und damit dafür gesorgt, dass die Mannschaft zusammenwachsen kann. Ausgerechnet der Europapokal ist nun also erster Prüfstein in der neuen Saison 2010/2011, denn die Bundesliga beginnt erst Anfang November.

Eröffnet wird die dreitägige Veranstaltung am Freitag um 10 Uhr mit der Partie zwischen dem griechischen Team aus Patras und den Belfast Wolfhounds aus Nordirland. Die Esslinger Wasserballer werden nach einem freien Vormittag am Freitagabend um 19 Uhr mit dem Spiel ebenfalls gegen die Nordiren in das Turnier eingreifen. Samstags muss dann auch der SSVE zweimal ran: um 10 Uhr gegen Dinamo Moskau, um 19 Uhr wartet NC Patras. Im letzten Spiel des Wochenendes treffen die Esslinger dann auf den Turnierfavoriten aus Budapest.

Die Spieler des SSV Esslingen hoffen, den Heimvorteil nutzen zu können und mit Hilfe ihrer Fans in die zweite Runde einzuziehen. Dafür ist mindestens der vierte Platz in dem Fünferturnier gefordert. Eben jener vierte Platz in der vergangenen Bundesligasaison war es, der die Qualifikation für die internationale Bühne bedeutete und den Esslingern nun einen tollen Saisonauftakt beschert.

Freitag, 8. Oktober:

10.00  NC Patras (GRE) – Belfast Wolfhounds (IRL)

12.00  Dinamo SHVSM Moscow (RUS) - FTC Fisher Clima Budapest (HUN)

17.00  NC Patras (GRE) – Dinamo SHVSM Moscow (RUS)

19.00  SSV Esslingen (GER) – Belfast Wolfhounds (IRL)

Samstag 9. Oktober:

10.00  SSV Esslingen (GER) – Dinamo SHVSM Moscow (RUS)

12.00  FTC Fisher Clima Budapest (HUN) – NC Patras (GRE)

17.00  FTC Fisher Clima Budapest (HUN) – Belfast Wolfhounds (IRL)

19.00  SSV Esslingen (GER) – NC Patras (GRE)

Sonntag 10. Oktober:

10.00  Belfast Wolfhounds (IRL) – Dinamo SHVSM Moscow (RUS)

12.00  SSV Esslingen (GER) – FTC Fisher Clima Budapest (HUN)

Die normalen Eintrittspreise sind:

Turnierkarte:                                   Erwachsene 20 € / Jugendliche 10 €

Turnierabschnittskarte:                    Erwachsene   6 € / Jugendliche  3 €

 

Für Vereine, die vorab mindestens 10 Karten der jeweiligen Kategorie reservieren, werden 10 Prozent Nachlass gewährt.

Reservierungen bitte bis 7. Oktober (Mailadresse) 


30.09.10

Dilemma für die Leimen/Mannheimer Wasserballer

Aufsteiger darf nicht ins OSP-Hallenbad in Heidelberg

Heidelberg. Das ist ein Dilemma für die Wasserballer des SGW Leimen/Mannheim. Im Sommer ist der Zweitliga-Meister in die Bundesliga aufgestiegen. Es war der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Doch nun wissen die Wasserball-Herren nicht, wo sie spielen sollen. Nach den Vorgaben des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) muss das Becken für Erstliga-Partien 20 mal 30 Meter groß sein. Das Leimener Freibad würde reichen. Doch die Saison beginnt im November und dauert wegen der WM-Vorbereitung der Nationalmannschaft nur bis April. "Normalerweise läuft die Saison bis Juni", sagt Kuhnle, doch diesmal haben wir nicht mal die Chance, Spiele im Freien auszutragen." Eine Ausnahmegenehmigung für das Leimener Hallenbad hat der DSV abgelehnt.

Das einzige Hallenbad in der Nähe ist das im Olympiastützpunkt Heidelberg. Dort spielten die Leimener schon früher, in den Anfangsjahren ihrer Zweitliga-Zugehörigkeit. Doch nun haben die Heidelberger keine Kapazitäten mehr frei. Am Montag wurde schon der zweite Antrag der SGW abgelehnt. Obwohl die Leimener mit DSV-Spartenleiter Ewald Voigt-Rademacher und Leimens Oberbürgermeister Worfgang Ernst Fürsprecher hatte.

"Es ist keine Frage des Willens, sondern des Könnens", erklärte Gert Bartmann, der Leiter des Heidelberger Sport- und Bäderamtes, "es ist schlicht unmöglich." Das OSP-Hallenbad werde zwar unter städtischer Regie geführt, erklärte Bartmann. Doch Bund und Land würden es mit hohen Fördermitteln bezuschussen, weil es vom DSV als Bundesstützpunkt genutzt werde. Die Stadt habe Nutzungsrechte für den SV Nikar Heidelberg, die Universität und die Schulen. Doch die zur Verfügung stehenden Zeiten seien äußerst knapp. "Die Nikar-Wasserballerinnen müssen schon jetzt damit rechnen, dass wir ihre Spiele kurzfristig verlegen müssen, weil Maßnahmen des Deutschen Schwimm-Verbandes Vorrang haben", erklärt Bartmann, "wir würden gerne helfen, aber uns sind die Hände gebunden."

Mit dieser Erklärung tun sich die Leimener Wasserballer schwer. "Es ist schon richtig, dass das OSP-Bad stark belegt ist", sagt SGW-Geschäftsführer Wolfgang Kuhnle, "und wir wollen auch niemandem etwas weg nehmen." Doch es gehe nur um sieben Heimspiele. Und die würden die Wasserball-Herren nach den Partien der Nikar-Frauen austragen, also am Samstagabend und am Sonntagnachmittag. "Da geht es vielleicht um eine Stunde - zu Tageszeiten, an denen das Hallenbad leer ist", sagt Kuhnle.

Inzwischen haben sich die Leimener Wasserballer auch in der Region umgesehen. Aus Ludwigshafen kam eine Absage, nach Worms und Neustadt an der Weinstraße wurden Anfragen verschickt. "Ich bin zuversichtlich, dass es dort klappt", sagt der SGW-Geschäftsführer, "eventuell können wir drei, vier Partien in dem einen Bad und den Rest im anderen austragen."

Aber von Heimspielen kann das natürlich nicht mehr die Rede sein.

(gefunden in der "Rhein-Neckar-Zeitung")


28.09.10

Wasserball-Bundesligist ohne Heimspiel-Halle

SGW Leimen/Mannheim nach OSP-Nein nun in das Pfälzer Exil

von Claus Bastian

Das hat es in der 40-jährigen Geschichte der Wasserball-Bundesliga noch nicht gegeben. Der nordbadische Neuling SGW Leimen/Mannheim kann in seiner Premierensaison ab November im Kreis der 16 Bundesbesten keines seiner sieben Heimspiele der Hauptrunde und die danach noch unbekannte Zahl der folgenden Play-off-Spiele in dem eingeplanten Hallenbecken des OSP Heidelberg austragen. Nur dort bieten sich die Spielfeldmaße von 30x20 Metern, die in der höchsten deutschen Spielklasse zwingend gefordert werden. Die anstehende Saison dauert wegen der WM-Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft lediglich sechs Monate, womit auch keine Spielmöglichkeit in der Freiwassersaison des nächsten Sommers besteht.

Nun sind die Verantwortlichen der SGW Leimen/Mannheim um Manager Wolfgang Kuhnle (Mühlhausen) auf der Suche nach Ausweichbädern für die Heimspiele, wobei sich lediglich die linksrheinischen Städte Worms und Neustadt/Weinstraße anbieten. "Das ist ein Tiefschlag für den Sport in der Region insgesamt, belastet unsere Finanzen und erbost unseren zahlreichen Anhang", nennt Kuhnle nur einige Minuspunkte nach einem so tollen sportlichen Aufwind. Zugleich nennt der Bankkaufmann, der in Kürze in den Ruhestand gehen kann, Namen von Mittelsmännern, die im Vorfeld für die "Heidelberger Lösung" eingeschaltet waren. Diese Liste liest sich wie ein langer Bettelstab, an dessen Ende sich lediglich negative Bescheide aneinander reihten. Vom Deutschen Schwimm-Verband wollten Generalsekretär Jürgen Fornoff und Spartenleiter Ewald Voigt-Rademacher (Dielheim) helfen, BSV-Präsident Janalik war gefragt, dazu kamen aus der Politik die beiden Oberbürgermeister Ernst (Leimen) und Dr. Kurz (Mannheim) sowie die Landtagsabgeordneten Karl Klein und Werner Pfisterer und schließlich Daniel Striegel als neuer Hausherr im Olympiastützpunkt Heidelberg.

Trotzdem blieb die zuständige Stadt Heidelberg bei ihrem kategorischen "NEIN" und beruft sich auf einen Vertrag, nachdem das Bad lediglich Vereinen dieser Gemeinde zur Verfügung gestellt werden darf. Deren verantwortlicher Sprecher war der Leiter des Sport- und Bäderamtes, Gert Bartmann.


28.09.10

SV Weiden siegt beim Krefelder Vorbereitungsturnier

Neuzugänge schlugen auf Anhieb ein

(prg) Die Vorbereitung auf die neue Saison in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) erlebte einen ersten sportlichen Erfolg des SV Weiden: Der DWL-Sechste und angehende LEN-Trophy-Teilnehmer aus der Oberpfalz unter Trainer Irek Luczak holte ungeschlagen den zum vierten Male ausgetragenen ERGO-Cup der SV Krefeld 72 und nimmt den Wanderpokal für ein Jahr mit in die Oberpfalz. In Duell um Rang zwei konnte sich Gastgeber SVK 72 gegen die SG W98/Waspo Hannover behaupten.

Nachdem der Pokaldritte SV Würzburg 05 durch zahlreiche Krankheitsausfälle kurzfristig hatte passen müssen und die WU Magdeburg am vergangenen Dienstag seine Teilnahme abgesagt hatte, war das Starterfeldauf der SVK-Vereinsanlage an der Palmstraße zum Leidwesen der Gastgeber auf drei Vereine zusammen geschrumpft. Kurzerhand wurde entschieden, daß jede Mannschaft zweimal gegen die jeweiligen Gegner antreten müsse. „Im Hinblick auf die Vorbereitung zur kommenden Bundesligasaison und unter sportlichen Gesichtspunkten war dies die einzig richtige Entscheidung“, sagte Krefelds Wasserballwart und Organisator des Turniers Jörg Schäfer.

In dieser Trainingsphase kommt es uns gelegen, dass wir jeweils zwei Spieler unmittelbar nacheinander spielen. Auch wenn wir uns gerne mit anderen Mannschaften gemessen hätten, das Turnier brachte uns einen Schritt weiter in der Vorbereitung auf die kommende Saison“, erklärte der Weidener Trainer, der mit der Leistung seiner Truppe sehr zufrieden war, auch wenn in dieser Phase kein Endergebnis richtig aussagekräftig ist.

Der SV Weiden zeigte nicht nur eine geschlossene Mannschaftsleistung, sondern auch die reifste Spielanlage. Dabei konnten auch schon beide Neuzugänge aus Großbritannien, Sean King und Jack Waller, Akzente setzen. Center Waller war brandgefährlich: Der Olympiakandidat erzielte allein elf Treffer und war damit treffsicherster Turnierschütze, sein Weggefährte King überzeugte mit Übersicht und war immer gefährlich im Rückraum. Hinten war zudem der tschechische Torwart Vladimir Srajer wie gewohnt eine sichere Bank. „Weiden schwimmt derzeit auf einer Welle des Erfolges und hat das Turnier absolut verdient gewonnen. Die erstmalige Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb hat in der Mannschaft weitere Euphorie hervorgerufen“, lobte der sportliche Leiter der SVK, Udo Lünebrink, die Leistung der Oberpfälzer direkt nach der Siegerehrung.

In der Tat dominierten die Max-Reger-Städter in allen vier Spielen. Der Gastgeber musste als erster daran glauben und eine klare 3:9 Niederlage kassieren, ehe die Waspo aus Hannover, nach gutem Start und 4:1 Halbzeitführung, doch der besseren konditionellen Verfassung der Weidener Tribut zollen musste. Die SVler legten einen 3:0 Zwischenspurt im dritten Viertel ein und bogen das Spiel nochmals gegen Ende um. Mit 7:6 ging das Spiel knapp aber nicht unverdient an die Weidener. Am zweiten Turniertag machten die Luczak-Schützlinge die Angelegenheit nicht mehr spannend und siegten zwei Mal in einer überzeugenden Manier. 12:6 gegen Krefeld und 10:4 gegen Waspo brachten am Ende den Ergo-Cup.

Der erste Schritt der langen Saisonvorbereitung wurde also erfolgreich absolviert, der zweite muss in Kotor (Montenegro) gemacht werden, wo die Oberpfälzer während der ersten Runde der LEN-trophy ihren emotionalen Höhepunkt erleben möchten. „Wir möchten eine gute Figur in Kotor machen und dazu lernen, um uns für die Liga weiter zu entwickeln. Wenn die zweite Runde dabei raus springen sollte, wäre es toll, auch wenn es den Vereinsverantwortlichen sicherlich Kopfzerbrechen erzeugen würde“, hört man enthusiastisch aus den Reihen der Weidener DWL-Wasserballer.

4. ERGO-Cup der SV Krefeld 72 2010

SV Krefeld 72 – W98/Waspo Hannover 5:5 (0:2, 2:0, 2:1, 1:2)

SV Krefeld 72 – SV Weiden 3:9 (1:2, 0:0, 1:2, 1:5)

SV Weiden – W98/Waspo Hannover 7:6 (1:3, 0:1, 3:0, 3:2)

SV Krefeld 72 – SV Weiden 6 :12 (0:3, 2:4, 2:1, 2:4)

W98/Waspo Hannover – SV Weiden 4:10 (2:2, 0:4, 0:0, 2:4)

SV Krefeld 72 – W98/Waspo Hannover 11:6 (3:0, 1:2, 4:1, 3:3)

Abschlusstabelle

1. SV Weiden 38:19 8:0

2. SV Krefeld 72 25:32 3:5

3. SG W98/Waspo Hannover 21:33 1:7

SV Weiden spielte mit: Vladimir Srajer im Tor, Thomas Aigner (2 Tore), Stefan Kick (1), Sven Luczak (7), Thomas Kick (2), Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Sean King (6), Nichlas Hassel (1), Andreas Jahn (3), Florian Bronold(3), Jack Waller (11), Thomas Ingel (2)


28.09.10

SV Weiden souveräner Sieger beim Krefelder ERGO-Cup

von Jörg Schäfer

Der SV Weiden unter Trainer Irek Luczak holt ungeschlagen den zum vierten Male ausgetragenen ERGO-Cup der SV Krefeld 72 und nimmt den Wanderpokal für ein Jahr mit in die Oberpfalz. Im Spiele um Platz 2 konnte sich Gastgeber SVK 72 gegen die SGW 98/Waspo Hannover behaupten.

Nachdem der SV Würzburg 05 durch zahlreiche Krankheitsausfälle kurzfristig passen musste und WUM Magdeburg am letzten Dienstag seine Teilnahme abgesagt hatte, war das Starterfeld auf 3 Vereine zusammen geschrumpft. Kurzerhand wurde entschieden, dass jede Mannschaft zweimal gegen die jeweiligen Gegner antreten musste. Im Hinblick auf die Vorbereitung zur kommenden Bundesligasaison und unter sportlichen Gesichtspunkten war dies die einzig richtige Entscheidung.

Der SV Weiden zeigte nicht nur eine geschlossene Mannschaftsleistung, sondern auch die reifste Spielanlage. Dabei konnten auch schon beide Neuzugänge aus England, Sean King und Jack Waller, Akzente setzen. Vor allem Center Waller war brandgefährlich und erzielte allein 11 Treffer und war damit treffsicherster Turnierschütze. Hinten war Vladimir Srajer wie gewohnt eine sichere Bank. „Weiden schwimmt derzeit auf einer Welle des Erfolges und hat das Turnier absolut verdient gewonnen. Die erstmalige Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb hat in der Mannschaft weitere Euphorie hervorgerufen.“ lobte der sportliche Leiter der SVK, Udo Lünebrink, die Leistung der Oberpfälzer.

Im Gegensatz dazu sieht der Co-Trainer der SVK, Robert Fuchs, bis zum Bundesligastart noch eine Menge Arbeit für das eigenen Team. „Auch wenn wir bei diesem Turnier wegen der A-Jugend-Endrunde auf unsere Jugendspieler komplett verzichtet haben und zudem einige Kräfte krankheits- und berufsbedingt fehlten, hat das Wochenende die Erkenntnis gebracht, dass wir in der neuen Saison nur bestehen können, wenn die Einstellung stimmt, wir alle an einem Strang ziehen und als Mannschaft auftreten.“

Zu allem Überfluß werden die Krefelder zum Saisonstart auf Yannik Zilken verzichten müssen, der sich im 1. Play-Down-Spiel der letzten Saison gegen Duisburg 98 einen komplizierten Handbruch zugezogen hatte und nun doch noch operiert werden muss. Der Kader der SVK ist „dünner“ geworden. Daher schmerzt jeder weitere Ausfall doppelt.

Ergebnisse ERGO-Cup 2010:

SV Krefeld 72 – SGW 98/Waspo Hannover 5:5 (0:2, 2:0, 2:1, 1:2)

SV Krefeld 72 – SV Weiden 3:9 (1:2, 0:0, 1:2, 1:5)

SV Weiden – SGW 98/Waspo Hannover 7:6 (1:3, 0:1, 3:0, 3:2)

SV Krefeld 72 – SV Weiden 6:12 (0:3, 2:4, 2:1, 2:4)

SGW 98/Waspo Hannover – SV Weiden 4:10 (2:2, 0:4, 0:0, 2:4)

SV Krefeld 72 – SGW 98/Waspo Hannover 11:6 (3:0, 1:2, 4:1, 3:3)

Abschlusstabelle

1. SV Weiden 8:0 Punkte 38:19 Tore

2. SV Krefeld 72 3:5 Punkte 25:32 Tore

3. SGW 98/Waspo Hannover 1:7 Punkte 21:33 Tore


26.09.10

Nikar-Mädels springen in die deutsche Endrunde

Drei überzeugende Wasserballsiege bei OSP-Vorrunde

von Claus Bastian

Heidelberg.  Nach erfolglosen Auftritten zuvor mit den beiden Mannschaften der jüngeren Altersklassen auf nationaler Ebene hat die weibliche A-Jugend des SV Nikar Heidelberg beim Turnier der Vorrunde zur deutschen Meisterschaft im Wasserball der "U19" im heimischen OSP-Hallenbad groß als Nummer eins auftrumpfen können. Mit einem 15köpfigen Aufgebot unter Trainer Dr. Kai van der Bosch sicherte sich der Nachwuchs des einzigen süddeutschen Bundesligisten der Frauen Platz eins mit 6:0 Punkten und 45:14 Toren vor SV Blau-Weiß Bochum (4:2 / 36:29) sowie Hohenlimburger SV und SC 1892 Chemnitz, die nach ihrem 8:8 im direkten Vergleich mit 1:5 punktgleich waren. Damit spielen der SV Nikar Heidelberg zum dritten Mal in Serie, Bochum und Hohenlimburg sowie die zuvor direkt qualifizierten Vereine SV Bayer Uerdingen (Titelverteidiger), SSF Aegir Uerdingen und SG Neukölln Berlin vom 8. bis 10.Oktober um die deutsche Meisterwürde. Um die Ausrichtung dieser dreitägigen Veranstaltung haben sich die Heidelberger bei Rundenleiter Uwe Muck mit guten Aussichten beworben.

Den Weg unter die besten Sechs schaffte der SV Nikar durch das 20:2 am ersten Tag gegen Chemnitz und diesem Kantersieg folgte dann noch ein 10:5 gegen Hohenlimburg sowie der 15:7-Erfolg gegen Bochum. Dazu steuerten sechs Spielerinnen die 45 Treffer bei: Kapitän Anne Reuter (14), Sina van der Bosch (13), Luise Zimmermann (8), Alicia Schirmer (5), Nicole Wiesenberg (3) und Mara Ruhnau (2). Das Aufgebot des Turniersiegers vervollständigten Sarah Charisis, Siri Strittmatter, Alexandra Uber, Simone Rolko, Nadja Kreis, Daphne Charisis, Eva Widmann, Tassja Bucheit und Julia Henschel.


26.09.10

Rekordmeister Spandau 04 winkt der 31. Titel

35. eingleisige Saison dauert nur sechs Monate

von Claus Bastian

Am ersten November-Wochenende fällt in der eingleisigen Wasserball-Bundesliga der Startschuss für die 34. Saison mit jeweils einem Spiel für die 16 Mannschaften in zunächst zwei Leistungsgruppen der Hauptrunde. Bis Mitte März treffen aufgrund der Platzierungen in der vergangenen Spielzeit in der oberen Gruppe A die acht Besten mit Titelverteidiger WF Spandau 04 Berlin, ASC Duisburg, SV Bayer Uerdingen 08, SSV Esslingen, SG W98/Waspo Hannover, SV Weiden, SC Wedding Berlin und SV Würzburg 05 in Hin- und Rückspielen aufeinander, während parallel dazu die Gruppe B mit SGW Union Magdeburg, OSC Potsdam, SV Cannstatt, SV Krefeld 1972, Duisburger SV 1898, SG Neukölln Berlin, dem nordbadischen Neuling SGW Leimen/Mannheim sowie Wiedereinsteiger SV Poseidon Hamburg besetzt ist. Nach den 14 Spieltagen geht es dann zwei Monate lang "um die Wurst". Zunächst gibt es die Qualifikation mit höchstens fünf Spielen unter den vier Schwächsten der oberen und den vier Stärksten der unteren Gruppe zur Teilnahme an den abschließenden Play-Off-Runden. Dabei geht es im Endspurt um die Meisterschaft mit Qualifikation für die beiden internationalen europäischen Wettbewerbe sowie die Ermittlung der beiden Direktabsteiger in die regional viergeteilte Zweite Wasserball-Liga. Der im vergangenen Jahr erstmals gestartete neue Modus wurde auf der Jahrestagung der Bundesligisten in Bochum unter Leitung von Rundenleiter Bernt Jacobs einmütig für gut befunden, wenngleich seine Wirksamkeit in den Medien nicht als ideal eingestuft wird.

In Kraft treten sollen am Rande des Geschehens zwei Neuerungen. Die nach monatelangen Beratungen von DSV-Spartenleiter Ewald Voigt-Rademacher (Dielheim) geschaffene Lizenzordnung geht in ihren Probelauf mit dem Ziel der Schaffung besserer Rahmenbedingungen. Dazu werden die Spielprotokolle künftig elektronisch erstellt. Damit ist der Verlauf der Spiele über das Internet in "waterpolo-world" aktuell einsehbar. Den Weg hierzu stellt der in Deutschland als Trainer bekannt gewordene Niederländer Marcel ter Bals in der Rolle des neuen Inhabers der Hildesheimer Medien-Plattform vor.

Von den 16 Vereinen der neuen Saison auf dem Weg zur 90. deutschen Meisterschaft seit 1912 gehörten sieben der Bundesliga an, als sie im Frühjahr 1970 ihren Spielbetrieb aufnahm. Zwei davon sind seitdem nie abgestiegen und genießen den Ruf des lupenreinen Stammgastes: Wasserfreunde Spandau 04 Berlin und ASC Duisburg. Ihnen wurde von Bundestrainer Hagen Stamm jüngst auf der Bochumer Tagung erneut das öffentliche Lob zuteil, als einzige im deutschen Oberhaus optimale Arbeit im Hochleistungssport professioneller Art zu leisten. Zwölf weitere Vereine sind aus der letzten Saison weiter mit dabei. Dazu kommen der Neuling SGW Leimen/Mannheim als Vereinigung der drei nordbadischen Vereine SK Neptun Leimen sowie der Mannheimer Traditionalisten SVW und VWM und Hamburgs Wiederaufsteiger SV Poseidon. Das hanseatische Gründungsmitglied der "ersten Stunde" musste dann in der eingleisigen Liga gleich fünfmal absteigen und tauchte genau so oft oben wieder auf. 

Zum fünften Mal in Folge stellt die deutsche Hauptstadt drei Bundesligisten, noch zwei sind es nach dem Aegir-Abstieg aus Krefeld-Uerdingen und ein weiteres Paar rheinaufwärts in Duisburg. Acht Städte und die Metropolregion Rhein/Neckar stellen einen Erstligisten. In der regionalen Zusammensetzung stellen Ost und Süd je fünf Bundesligavereine, der Westen vier und zwei kommen aus dem Norden.

Das erste Wochenende (6. November)

Gruppe A Gruppe B
WF Spandau 04 Berlin - SV Weiden SG WU Magdeburg - SG Neukölln
ASC Duisburg - SG W98/Waspo Hannover SV Cannstatt - Duisburger SV 98
SV Würzburg 05 - SSV Esslingen SV Krefeld 72 -SV Poseidon Hamburg
SV Bayer Uerdingen - SC Wedding Berlin SGW Leimen/Mannheim - Duisburger SV 98

25.09.10

SV Weiden vor heißer Vorbereitungsphase

Neuzugänge mit Debüt in Krefeld

(prg)  Die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden stecken mitten in der Saisonvorbereitung. Die Ziele sind hoch, Play-Off-Runde in der Bundesliga und ein gutes Abschneiden im Europäischen Wettbewerb (LEN-Trophy) in Kotor (Montenegro). Dafür arbeitet der 22-Mann-Kader seit knapp fünf Wochen. Die Trainingseinheiten laufen täglich, die mit Schwerpunkt Ausdauer knapp 200 geschwomme Kilometer bis jetzt mit sich brachten.

Doch es muss auch Wasserball gespielt werden, wenn die SV-Truppe schon in zwei Wochen im Europapokal eine gute Figur machen will. Die erste Testmaßnahme startet am kommenden Wochenende in Krefeld. SV Weiden nimmt in der Seidenstadt am Ergo-Cup teil. Das Turnier wird durch den Bundesligisten SV Krefeld 72 ausgerichtet und wurde ursprünglich mit 5 Mannschaften geplant. Nur ärgerlich, dass kurz davor zwei Teams (SV Würzburg und WU Magdeburg) ihre Teilnahme absagten. Der Ausrichter stellte den Spielplan um, die Teams Waspo Hannover, SV Krefeld 72 und SV Weiden werden ein doppeltes 3er Turnier spielen, in dem jeder gegen jeden zwei Mal antritt. „Schade, wir hätten uns gerne auch mit Würzburg und Magdeburg gemessen, dennoch freuen wir uns auf das Turnier. Die kurze Pausen zwischen den Spielen liegen uns ganz gut in dieser Trainingsphase. Wir konzentrieren uns immer noch auf Ausdauerfähigkeiten, die die Grundlage für die gesamte Saison bilden sollen, doch die spielerische Aspekte wollen wir nicht aus den Augen verlieren“, erklärt Trainer Luczak.

Er fügt auch hinzu, dass es wohl jetzt sehr wichtig sei, viele Testspiele zu absolvieren, um die Neuzugänge King, Waller und Hassel, die vor ihrem Debüt in Krefeld stehen, ins Mannschaftsgefüge zu integrieren. Das Turnier in Krefeld soll der Beginn sein, Europapokal in Kotor zwar ein emotionaler Höhepunkt, doch in dieser Trainigsphase auch ein Prüfstein der Vorbereitung, denn in dieser Zeit ist noch kein spielerischer Höhepunkt zu erwarten. Die Formkurve zeige nach oben, doch die Spitze soll möglichst im November erreicht werden, direkt zum Startschuss der Bundesliga.

Trainer Luczak will zudem auch einige Nachwuchsspieler testen, die ihre Chancen für Kotor wittern. Center Dogdu (noch angeschlagen), Torwart Glass und „Notcenter“ Schäfer (verhindert) bleiben zuhause, damit können sich die Nachwuchsspieler empfehlen. Die Weidener reisen mit 15 Spielern nach Krefeld und hoffen, Spielpraxis und weitere Ausdauerpunkte für den weiteren Verlauf der Vorbereitung zu sammeln. Nach dem Turnier geht es für die Oberpfälzer mit diversen Maßnahmen weiter.

Hier die geplanten Maßnahmen:

25/26.09. Ergo-Cup in Krefeld (3 Mannschaften)

07-10.10. LEN-Trophy in Kotor (Montenegro – 5 Mannschaften)

23/24.10. Turnier OSC Potsdam (5 Mannschaften) oder 22-24.10 LEN-Trophy 2.Runde

30.10. 3er Turnier in Weiden (SV Weiden, SV Würzburg, Stepp Prag)

06.11. Ligastart beim WF Spandau 04 Berlin

Es gibt auch Neuigkeiten zum Thema Europapokal. Richard Luczak (76), Ikone des Polnischen Wasserballs und Vater des Weidener Trainers Irek Luczak (44), erklärte sich bereit die Weidener Mannschaft bei ihrem Europapokaldebüt Anfang Oktober in Kotor als Berater zu begleiten. Nach drei gemeinsamen Auftritten in den späten Achtzigern (Richard als Trainer und Irek als Spieler), als sie mit dem polnischen Meister „Stilon“ Gorzow zwei Mal im Viertelfinale des Europapokals standen, erscheinen die beiden Luczaks damit bereits zum vierten Mal gemeinsam im europäischen Vereinswasserball. Ireks Neffe Sven Luczak (24, im Kader des SV Weiden in Kotor) und sein Sohn Bartek (23), der 2005 mit dem SV Bayer Uerdingen in der LEN-Trophy spielte, komplettieren damit die Familienvertretung. Luczak Senior, der den Verein auch finanziell im Unternehmen Europapokal unterstützen will, wird bereits in der Vorbereitung zur Mannschaft stoßen. "Ich freue mich, dass mir mein Vater in Kotor zur Seite steht, damit werden auch Erinnerungen geweckt", äußerte sich SV-Coach Irek Luczak zu dieser lukrativen, sowie historischen Verpflichtung.


25.09.10

Viktoria Bujka mit SV Nikar in der Bundesliga

von Claus Bastian

Heidelberg.  Die 29-fache Wasserball-Nationalspielerin Viktoria Bujka verstärkt in der kommenden Saison den einzigen süddeutschen Erstligisten SV Nikar Heidelberg. Nach einem Jahr in ihrer ungarischen Heimat setzt die 25-Jährige das Lehramts-Studium an der Pädagogischen Hochschule der Neckarstadt fort.

Der Nikar-Neuzugang, mit dem Trainer Dr. Kai van der Bosch den fünften Platz im nationalen Oberhaus anpeilt, kam als Fünfjährige nach Deutschland, wo ihr Vater als Trainer ab 1990 beim SV Cannstatt arbeitete. In diesem Stuttgarter Verein begann Tochter Viktoria unter Buben ihre aktive Laufbahn, die sie seitdem über sieben verschiedene Vereine in vier Nationen nach Nordbaden führte. Auftakt war bei der SG Neukölln in Berlin mit dem Gewinn der ersten deutschen B-Jugendmeisterschaft.

Danach folgten die westdeutschen Bundesligisten SV Bayer Uerdingen und Hohenlimburger SV mit 29 Berufungen in das deutsche A-Team, darunter 2003 zur Europameisterschaft in Ljubljana und der WM in Barcelona als Höhepunkt der damals erst 18-Jährigen.

2005 kehrte Viktoria Bujka in ihre ungarische Heimat zurück und gewann mit Honved Budapest ein Jahr später den europäischen LEN-Pokal. Danach folgten eine Saison in Bologna/Italien und Hengelo/Niederlande, ehe die zweite Rückkehr an die Donau in diesem Sommer für die Ballwerferin mit BVSC Budapest Platz zwei in Ungarns Vereinspokal brachte.

Vor seinem bemerkenswerten Neuzugang hatte der SV Nikar Heidelberg bereits die Nationalspielerinnen Gerlinde Szerdahelyi und die gebürtige Tschechin Marcella Krutova (heute internationale Schiedsrichterin) in den Reihen der Bundesligamannschaft.


20.09.10

SSV Esslingens A-Jugend löst Ticket zur Titelverteidigung

von Rudolf Aigner

Esslingen.  Die A-Jugend des Schwimmsportvereins Esslingen steht im Finale um die deutsche Wasserballmeisterschaft. Ungefährdet und souverän erkämpfte sich das Team um SSV E- Trainer Markus Hahn den ersten Platz beim Vorrundenturnier in Esslingen.

Wir sind der Titelverteidigung einen Schritt näher“, so Markus Hahn, der seiner Mannschaft ein dickes Lob aussprach. Im Auftaktspiel gegen SV Bayer Uerdingen schaffte Hahns Truppe ein klares 16:7. Noch deutlicher fiel der Sieg gegen Poseidon Hamburg aus, hier stiegen die Mannen um Mannschaftskapitän Oliver Beichter mit einem 19:6 aus dem Wasser. „Nach diesem Sieg war die Teilnahme an der Endrunde schon gesichert“, erklärte Markaus Hahn, „umso mehr war ich überrascht, dass die Mannschaft im letzten Spiel gegen Hellas Hildesheim wieder mit vollem Elan bei der Sache war“. Das Spiel entschied der SSV Esslingen mit 14:4 für sich.

Jetzt gilt es die nächsten vier Wochen für eine intensive Vorbereitung auf das Finalturnier zu nutzen“, blickt Hahn nach vorne. In dem Sechser-Turnier soll der deutsche Meistertitel aus dem Vorjahr verteidigt werden.


19.09.10

SGW-Bundesliga-Premiere mit Heimspiel und Problem

von Claus Bastian

Bochum.  Die Wasserballer der SGW Leimen/Mannheim eröffnen ihre erste Saison in der Bundesliga am 7. November mit einem Heimspiel in der Metropolregion gegen den deutschen Altmeister Duisburger SV 1898, wie auf der Termintagung der 16 Vereinsvertreter in Bochum festgelegt wurde. Über den Namen des Hallenbades konnte Trainer Wolfgang Kuhnle, der zusammen mit Assistent Uwe Schmid die SGW-Interessen an der Ruhr vertrat, trotz intensiver Bemühungen im Vorfeld noch keine Angaben machen. Die Maße in den Becken der Bäder von Leimen und Mannheim entsprechen nicht den Vorschriften der höchsten Spielklasse mit Länge und Breite und bringen die Verantwortlichen der SGW nach dem Höhenflug ihrer Ballwerfer im nassen Element in höchste Nöte.

Besser sind dagegen die Voraussetzungen bei Badens Bundesligist SV Nikar Heidelberg im Kreis der neun Frauenvereine mit Blick auf die 13. Spielzeit für den Stammgast vom Neckar. Zum Bundesligaauftakt vereinbarte Wasserballwart Tobias Banzhaf die Heimspiele im OSP-Hallenbad am 20./21. November gegen die beiden langjährigen Ligabesten SV Bayer Uerdingen und Rekordmeister SV Blau-Weiß Bochum. Eine Woche später geht es dann ostwärts zur SG Neukölln nach Berlin und SC 1892 Chemnitz.


19.09.10

Esslinger führt Vereine der Wasserball-Bundesliga

von Claus Bastian

Bochum.  Der Esslinger Hans-Jörg Barth ist neuer Vorsitzender im Ligaausschuss Wasserball des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) und damit Vertreter der Bundesliga-Vereine Männer und Frauen in der Fachsparte. Die Delegierten der Bundesligisten wählten auf ihrer Jahrestagung in Bochum den 52-Jährigen Polizeioberrat in das 1996 gegründete Gremium einstimmig als Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Duisburgers Axel Garnatz.

Barth ist hauptberuflich im Präsidium der Bereitschaftspolizei in Göppingen tätig und dort für die Aus- und Fortbildung im Bereich Sport tätig. Der seit 16 Jahren verheiratete Vater von drei Kindern gehört seit fast drei Jahrzehnten den Führungsgremien seines Stammvereins SSV Esslingen an und bringt sein Fachwissen derzeit im geschäftsführenden Vorstand ein.


19.09.10

Auch Nikar-C-Jugend ohne Punktgewinn bei DM

von Claus Bastian

Krefeld.  Von den erstmals drei Mannschaften des Bundesligisten SV Nikar Heidelberg bei deutschen Meisterschaften im Wasserball für den weiblichen Nachwuchs sind auch die Jüngsten in dieser Saison ohne Erfolgserlebnis geblieben. Eine Woche nach dem Scheitern der B-Jugend beim Vorrundenturnier in Hannover gab es für die C-Jugend bei der Endrunde um den siebten nationalen Titel der “U15“ in Krefeld-Uerdingen nur den vierten und letzten Platz mit 0:6 Punkten und 15:56 Toren.

Bei der zweiten Teilnahme in dieser Altersklasse nach dem Silber von 2006 in Bochum zogen die Schützlinge von Trainer Dr. Kai van der Bosch am ersten Tag in der Traglufthalle am Waldsee gegen den Hohenlimburger SV (6:26) und Ausrichter SV Bayer Uerdingen als überragende Teams beim 2:22 zweimal mit 20 Toren Unterschied den Kürzeren. Nach einem gleichwertigen Duell mit dem Westdritten SV Blau-Weiß Bochum ging das Spiel um Platz drei durch Überzahlschwächen nach einer 7:6-Führung doch noch mit 7:8 verloren. Die 15 Nikartore warfen Julia Henschel (5), Maren Müller und Christin Kühner (je 3), Tassja Buchert (2) sowie Jasmin Andrae und Schwester Nadine im zehnköpfigen Aufgebot.


14.09.10

Vier Neue bei Bundesliga-Aufsteiger SGW Leimen/Mannheim

von Claus Bastian

Badens neuer Wasserball-Bundesligist SGW Leimen/Mannheim hat sich für die erste Saison im nationalen Oberhaus mit vier Neulingen verstärkt und hofft damit, den Weggang von zwei Stützen der letzten Spielzeit ausgleichen zu können. Aus Belgrad wechselt der 26-jährige Torwart Mihajlo Arizanovic an den Neckar, wo der serbische Student die Position von Florian Pizer (jetzt SV Cannstatt) einnehmen soll. Für die gleiche Position kommt dazu vom SSV Freiburg Maksim Gabai (20). Der Jugend-Nationalspieler, der als angehender Abiturient weiter im Breisgau lebt, besitzt Zweitliga-Erfahrung. Bundesliga-Erfahrung bringt der 24-jährige Berliner Philipp Hebisch vom SC Wedding mit, nachdem er ein Jahr Studium in den USA beendet hat und sich nun in der Region Rhein/Neckar weiterbildet. Schließlich wechselt Jan Hornuf (21) vom Zweitligisten Poseidon Worms zum Bundesliganeuling. Zweiter Abgang neben Pirzer ist Timo van der Bosch, der ebenfalls für den SV Cannstatt spielen wird. Der Gymnasiast aus Edingen wird von Jonas Pohle begleitet, den es vom Oberligisten SV Nikar Heidelberg ebenfalls zu den Stuttgartern zieht.

Die Weichen für die neue Bundesliga-Saison werden am Samstag bei der Jahrestagung in Bochum gestellt, wobei auch die Spielpläne für die Frauen (mit SV Nikar Heidelberg) zu verabschieden sind.